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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2015

    Ralf Simon: Die Idee der Prosa. Zur Ästhetikgeschichte von Baumgarten bis Hegel mit einem Schwerpunkt bei Jean Paul.

    Nicolas Pethes
    …bestimmender Gegenstand ist, sondern eine Idee. Dieser Vorschlag ist ebensowenig neu wie der auf ihm gründende Titel der Untersuchung, den Simon unter Ergänzung… …des bestimmten Artikels Giorgio Agambens Kurzessaysammlung „Idea della prosa“ (1985, dt. 1987) entlehnt, die wiederum eine Formulierung aus Walter… …eine Verbindung, die Benjamin bereits in „Ursprung des deutschen Trauerspiels“ für seine eigene Darstellungsform in Anspruch genommen hatte. Und in der… …große Verdienst der Studie, auf diese Weise eine „Kernfrage der Literaturwissenschaft“ (13) in Erinnerung zu rufen bzw. zum ersten Mal für die… …Schreibart alle Gattungen der Poesie zusammen fließen“ (109) und also eine „Hybridform poetischer Artikulation“ (114). Anhand des Einflusses der… …einzelnen Kapitel als knappe, aber umfassende Abrisse der jeweiligen ästhetischen Ansätze in toto angelegt sind – sodass man mitunter eine allgemeine… …Idee der Prosa aber dargestellt werden, ohne auf Prosabeispiele einzugehen? Dass damit keinesfalls eine Minderung des Reflexionsniveaus einhergehen muss… …Jean Pauls „Vorschule der Ästhetik“, der Simon einen umsichtigen und detaillierten Verlaufskommentar widmet und damit nicht nur eine gewichtige… …solches Programm formaler Offenheit am Ende nicht in die Gestalt einer geschlossenen Theorie münden kann, versteht sich. Eine solche Theorie der Prosa… …(als lose vs. feste Kopplung von Elementen) beobachtet werden. Dies zu verfolgen bleibt aber weiteren Überlegungen vorbehalten – ihnen eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2015

    Arthur Schnitzler: Lieutnant Gustl. Historisch-kritische Ausgabe, hg. v. Konstanze Fliedl; Anatol. Historisch-kritische Ausgabe, hg. v. Evelyne Pott-Heinzl, Isabelle Schwentner, unter Mitarb. v. Gerhard Hubmann; Sterben. Historisch-kritische Ausgabe, hg. v. Gerhard Hubmann; Liebelei. Historischkritische Ausgabe, hg. v. Peter Michael Braunwarth, Gerhard Hubmann, Isabella Schwentner

    Stefan Elit
    …eine umfassende wissenschaftliche Edition. Das komplette Tagebuch konnte zwar von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften vorbildlich… …Wuppertal/Cambridge den von ihnen abzudeckenden Werkteilen sehr unterschiedliche Editionsformen angedeihen lassen. Dabei erscheint auf den ersten Blick eine digitale… …Stärken einer geschlossenen und linear wohlgegliederten Buchedition zumal für den Rezeptionsfluss nicht unterschätzt werden, und als E-Book kann eine solche… …sich eine Edition aber nicht zuletzt an der philologischen Leistung, die auf jeder einzelnen Ebene erbracht wird, d.h. von der Grundstrukturierung über… …unterschätzenden Mühen, Autorenhandschriften überhaupt vollständig zu entziffern, eine gerade auch bei Schnitzler bisweilen deutliche Herausforderung. Die Wiener… …chronologisch und in systematisch nummerierten Bänden zu präsentieren; dies hätte bei einem abzudeckenden Zeitraum von 25 Jahren durchaus eine Orientierungshilfe… …bedeutet. In der Sache fände eine solche Gliederung aber sicherlich bald ihre Grenzen, da 308 Buchbesprechungen Schnitzler vielfach parallel gearbeitet hat… …verständlicher Auftakt gemacht worden; die „Anatol“-Dramolette sind durch ihre Bedeutung für den Namen nicht nur des jungen Autors eine nicht minder… …nachvollziehbare Wahl und zudem eine, die von der Reichhaltigkeit des aufgearbeiteten Materials unterstützt wird; den dritten Band der Novelle „Sterben“ zu widmen… …: Sterben, S. 1), handelte und zum anderen um eine nochmals ‚machbarere‘ Aufgabe, gemessen am knappen Rahmen der o.g. Fördermittel. Der jüngste vorliegende…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2015

    Hans-Thies Lehmann: Tragödie und dramatisches Theater.

    Claude Haas
    …, München 2009, S. 11. 2 Vgl. Wolfram Ette: Kritik der Tragödie. Über dramatische Entschleunigung, Weilerswist 2011; Bernhard Greiner: Die Tragödie. Eine… …eine Suspendierung von Vorstellungen der Unabänderlichkeit erblickt und ‚Handlung‘ wie Verlaufsökonomie der Tragödie die wichtigsten Kategorien seiner… …er den notwendigen Zusammenhang von Transgression und Tragödie zu veranschaulichen sucht. Als eine Art Phänotyp der Transgression führt der Autor immer… …Theateröffentlichkeit begreift. Die tragische Erfahrung verortet Lehmann an der Schnittstelle zwischen Vernunft und Sinnlichkeit. Es handelt sich folglich nicht um eine… …bewusstseinsästhetische, schon gar nicht aber um eine herkömmliche wirkungsästhetische Kategorie: „Tragische Erfahrung ist nicht einfach Reflexion, sondern zugleich deren… …der Tragödie konstitutiv ab, sie läuft aber nicht auf eine – rationale – „Erkenntnis der Tragödie“ (61) hinaus. Vielmehr stelle sie jede Form von… …Rationalisierung zu überrennen; und auf der anderen 315 Buchbesprechungen Seite sind es die Medien, die der Tragödie über eine Dramatisierung und d.i… …Transgression der tragischen Erfahrung eine bloße „Bestätigungskultur“ (621) produktiv aufzubrechen und „den Weg in soziale, gesellschaftliche Praxis [zu] weisen“… …Erfahrung gerade nicht. Die formal noch nicht geschlossene ‚prädramatische‘ Tragödie der Antike (vgl. 236-258) verordne ihrem Zuschauer eine Erfahrung von… …kulturelle Sprengkraft von Transgression und Exzess. Im Vergleich zu einem ‚Denken‘, das diesen Namen verdient, können Überschreitungen eine sehr schnuckelige…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2015

    male bonding in der "Rolandslied"-Bearbeitung des "Karlmeinet". Heldenepische Konstruktionen von Männerfreundschaft im Kontext von Konflikt und Klage

    Anne-Katrin Federow
    …Keller, Stuttgart 1858. 2 Der „Karlmeinet“ ist eine in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts in ripuarischem Dialekt verfasste Kompilation. Aachen oder… …gesamte Zeitspanne von 1315–1470 als Entstehungszeitraum in Frage käme, weil eine der wesentlichen Quellen des dritten Abschnitts der Kompilation, der… …Kompilation „Karl und Galie“, „Morant und Galie“, eine Zwischenpartie zu Karls Eroberungskriegen und der „Karel ende Elegast“ voraus. 4 male bonding in der… …. 488,69–533,12), der ganz unabhängig vom „Rolandslied“ Konrads ist, wird eine Version der jüngeren altfranzösischen „Chanson de Roland“-Tradition als Vorlage… …. Es könnte sich bei der Vorlage um eine verlorene altfranzösische Chanson de geste 10 handeln ebenso wie um einen eigenständigen mittelniederländischen… …Text, 11 auch eine ripuarische Neuschöpfung durch den Autor/ Bearbeiter oder auch erst durch den Kompilator des „Karlmeinet“ 12 ist denkbar. Dem… …Rencesvals [Barcelone, 22–27 août 1988], Bd. 1], S. 185–193, hier: S. 191, vermutet für den ersten Teil des Einschubs bis zum Tod Ospinels eine niederländische… …mehr als berechtigt. 13 Ich möchte sie aber zunächst hintan stellen und eine in dieser Hinsicht unbefangene rezeptionsästhetische Perspektive auf den… …, Feistner und Ziegler15 bereits herausgestellt haben. Eine weitere und, wie ich meine, ungleich gravierendere Änderung innerhalb der Geschichte betrifft die… …gesagt, das ist aber aus einer rezeptionsästhetischen Perspektive auch eine nachrangige Frage. 17 Vgl. Eve Kosofsky Sedgwick: Between Men. English…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2015

    Schach auf Schanpfanzûn. Das Spiel als Exempel im VIII. Buch des "Parzivâl" Wolframs von Eschenbach

    Hans Jürgen Scheuer
    …. Der vorliegende Beitrag möchte dem entgegenhalten, dass im dinglichen Requisit des Schachspiels gleichwohl ein Anknüpfungspunkt für eine Neumodellierung… …Tugend: under aller dirre lêre / gap er ir eine unmüezekeit, / die heizen wir morâliteit. / diu kunst diu lêret schœne site: / dâ solten alle vrouwen mite… …Handlungsanweisung. Vielmehr – so hat Sandra Linden argumentiert – handle es sich um „eine faszinierende Kraft der Person“ 2 und darüber hinaus, wie William Jackson… …zeigen3 und Almut Schneider in ihrer Habilitationsschrift zur „Poetik des Klangs“ folgenträchtig entwickeln konnte, um eine Wissenskategorie, die… …es sich um eine groß- oder kleinepische Form handelt). Wolframs Roman lässt seine Protagonisten entsprechend als Exemplare aus der unübersichtlichen… …eine Beobachtung der eigenen Welt ermöglichen und gottgefällige, weil gewaltlimitierende Modelle der Konfliktbewältigung gerade da vor Augen stellen, wo… …(140,17). 10 Dem gegenüber baut Wolfram seinen zweiten Protagonisten auf, den er durch eine von Parzivâls Draufgängertum abweichende Bewegungs- und Denkweise… …, indem er sie platterdings an eine andere Figur weiterreicht – unschuldec was hêr Gâwân / ez hete ein ander hant getân, / [...] der stolze Ehcunat… …Geschöpf, und es dürfte kein Zufall sein, dass Wolfram beiden eine Schwester namens Kundrie an die Seite stellt (die eine von größter Schönheit, die andere… …Eingang der Artuswelt zu berühren: er zem steine niht moht komen / als ichz ofte hân vernomen: / eine maget wol getân / die greif er über ir willen an, / sô…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2015

    Allegorische Vermittlungen. Zugänge zum Gralstempel in Albrechts "Jüngerem Titurel"

    Katharina Mertens-Fleury
    …Annäherung an die Aktualität der Rhetorik, in: ders.: Wirklichkeiten in denen wir leben. Aufsätze und eine Rede, Stuttgart 1999, S. 104–136, hier: S. 105… …Regelhaftigkeiten der Welt und sie kann insofern als ein Verfahren aufgefasst werden, das in Situationen der Handlungsnotwendigkeit5 eine vorläufige Möglichkeit des… …menschliche Erkennen in der Welt als nur vermittelten und partiellen Zugang zu den göttlichen Geheimnissen dar, es integriert eine eschatologische Perspektive… …Grenzen partiell überbrücken, eine Rede von Gott zwischen Erkenntnis und Verhüllung, Mangel und Fülle, Sagbarkeit und Unsagbarkeit zulassen. II. Die… …sowie ihre exegetischen Dimensionen, die Möglichkeiten der Gattungsbildung, aber auch ihre Motive. 7 Die Allegorie wird zumeist als eine Form der 4… …auf ein anderes, entferntes significatum, so dass die Allegorie eine „Sinnübertragung (translatio) vom gesagten Bedeutenden (significans) zum gemeinten… …f. Vgl. Paul Michel: „Ac si aperte diceret“. Eine Einleitung, in: Sinnvermittlung [Anm. 8], S. 30, und Jon Whitman: Allegory. The Dynamics of an… …Katharina Mertens-Fleury Praktiken, durch welche die allegorische Differenz zwischen Gesagtem und Gemeintem akzentuiert wird und auf deren Grundlage eine… …sich ein komplexer werdender Zusammenhang von Referenzen, der weder durch eine direkte Bestimmung noch eine absolute Unbestimmbarkeit hinlänglich zu… …Rückverweisen operieren und einen mehr oder minder hohen Grad an Systematik entfalten, woraus dann eine spezifische Sprunghaftigkeit im jeweiligen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2015

    vnd machet ?ie mit ge?ehenden augen blind. Zum Problem von Editionen als Datenquelle für sprachhistorische Untersuchungen

    Klaus-Peter Wegera
    …Begründung, diese oder jene Edition sei durchaus textnah. Editionen haben in der Wissenschaft eine wichtige Funktion. Sie erschließen ein ansonsten schwierig… …zugängliches Material, bereiten es auf und machen es so für die weitere Forschung verfügbar. Dabei geht es in der Hauptsache um inhaltliche Erschließung; eine… …dient vielmehr eine sogenannte formelhafte Wendung, 2 von der man annehmen könnte, dass gerade sie ohne größere Probleme anhand von Editionen gewonnen… …stellt die formelhafte Wendung in einer syntaktisch etwas schwierigen Umgebung in v. 7058 für Editoren eine größere Herausforderung dar. 4 7055 div… …– dann würde ja der Haß vor der Minne fliehen müssen –, denn eine trennende Wand bewirkt, daß Haß und Minne voneinander nichts wissen. Die Deutung… …die Textstelle in verschiedenen sprachlichen Varianten auf, die sich in Gruppen einteilen lassen. 7 Vers 1277 enthält eine fast wörtliche Entsprechung… …, es handelt sich jedoch nicht um eine bloße Abschrift (Henrici 1885: 115), sondern weist eine sprachliche Überarbeitung (nicht alemannisch!) auf. 6… …unzuverlässigen Drucken. Schließlich hatte er von Adelung eine Abschrift der Dresdener Handschrift M 175 (a) erhalten, wobei V. 518–573 aber von Gottsched aus der… …bei; erst Wolff (1968) macht daraus gesehenden. 81 Klaus-Peter Wegera Wolff die Stelle, setzt aber ebenfalls eine in den Handschriften an dieser Stelle… …gesehenden ougen blint). Prinzipiell ist eine Ersetzung durch sehenden aber durchaus möglich; diese Form findet sich in v. 1277 etwa in der Prager Handschrift…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2015

    Zu einer umfassenden Untersuchung der Schreibsprache Hans Rieds im Ambraser Heldenbuch

    Susanne Homeyer, Inta Knor
    …(Halle/S.) Das sog. „Ambraser Heldenbuch“ zwischen 1504–1516/7 entstanden, stellt in mehrfacher Hinsicht eine zentrale Quelle der hochmittelalterlichen… …Überlegungen zur Hartmann-Überlieferung bei einem Überblick über die gesamten 25 im „Ambraser Heldenbuch“ überlieferten Texte vorsichtig eine konservative… …seinen Vorlagen verlässlicher beurteilen lässt als es in der bisherigen Forschung der Fall war. Es ist daher nur konsequent von Gärtner und Schubert, eine… …Texteingriffen, Wortschatzwandel oder individuellen Schreibgewohnheiten zu trennen. Ebenfalls könnte eine umfassendere Untersuchung seiner Autographe eine… …Benthien, Hans Rudolf Velten (Hgg.): Germanistik als Kulturwissenschaft. Eine Einführung in neue Theoriekonzepte. Reinbek b. Hamburg 2002, S. 175–195, hier… …Vorlage oder Vorlagen, S. 114–118, mit Hinweis auf die entsprechenden Untersuchungen. 10 Eine Beschreibung der Autographe Rieds findet sich bei Angela Mura… …daher eine minutiöse Transkription 14 des Codex Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nova 2663 („Ambraser Heldenbuch“) und der Textausgaben… …. Eine mögliche Vorlage für die Gesamttranskription des „Ambraser Heldenbuches“ könnte die ebenfalls minutiös eingerichtete Transkription von… …Hartmann-Portal; hier der Hinweis auf den neuen Link: http:// www.fgcu.edu/rboggs/Hartmann//Erec/ErMain/ErHome.asp. (28. 06. 2014). 15 Nachfolgend eine Liste aller… …und Anmerkung von Thomas Cramer, Berlin, New York 1981; Hartmann von Aue: Iwein: Eine Erzählung, hg. v. Georg Friedrich Benecke, Karl Lachmann, neu…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2015

    Nochmals zu: Wat den bin ic?

    Norbert Kössinger
    …zu sein, denn 1,1 bildet nun in jedem der zwei Fälle eine sinnvolle syntaktische Einheit. Ein solches Verständnis ändert jedoch nichts Substantielles…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2015

    Tagungsbericht: "Rechtsnovellen. Rhetorik, narrative Strukturen und kulturelle Semantiken des Rechts in Kurzerzählungen des späten Mittelalters und der Frühen Neuzeit", Tagung vom 2. bis 4. Mai 2014, Schloss Mickeln, Düsseldorf

    Katharina Prinz, Hannah Rieger
    …eine komparatistisch ausgerichtete Tagung zum Thema „Rechtsnovellen. Rhetorik, narrative Strukturen und kulturelle Semantiken des Rechts in… …wurde damit eine Reihe zentraler Fragen, die die Veranstalterinnen einleitend am Beispiel je einer Erzählung aus dem „Dialogus miraculorum“ des Cesarius… …Vortrag „Glauben und Wissen. Juristische Wahrheitssuche im ‚Decameron‘“ eine wichtige Rolle: Anhand der Novelle VIII, 6 zeigte sie 107 Tagungsbericht auf… …zugleich auch der pragmatischen Moral der Ökonomie mit dem Konzept der Fortuna eine Absage erteilt, womit er einen zeitgenössischen Diskurswandel aufnehme… …der Zeit vollständig auf. Das „Decameron“ nehme, indem es die Konkurrenz beider sozialer Typen ausstelle, in dieser Entwicklung eine Zwischenstellung… …eigenen Geschichten würden. Während das ‚Purgatorio‘ noch in Anlehnung an das zeitgenössische Rechtssystem als eine „Rechtsmetaphysik“ (Hugo Friedrich)… …Rechtsprechung hier zum einen eschatologisch auflädt und eine gute Rechtsprechung als Jenseitsvorsorge deutet, und wie zum anderen gerade das Zu-Wort-Kommen an… …und die Allegorese den Fall im Namen religiöser Wahrheit verein- 111 Tagungsbericht deutige, biete Nr. 4 eine Erzählung, die den juristischen Kasus zu… …mittelhochdeutschen mære“ anhand des Märe „Die Drei Mönche zu Kolmar“ eine dreiteilige Typologie des Erzählens vom Recht. Er definierte zunächst die Struktur des klaren… …dieser Normenkonflikt gelöst. Unter Einbeziehung der den Fall organisierenden Axiologie könne der Kasus dann in eine erzählbare Geschichte (3) überführt…
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