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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Die Zeit der Aufrichtigkeit

    Rousseaus „La Nouvelle Héloïse“ und Goethes „Die pilgernde Törin“
    Claude Haas
    …Kommunikation zum einen gar nicht mehr angewiesen scheint, die ihr immanenten Paradoxien dadurch zum anderen aber gerade steigert und sie erst in seiner eigenen… …mehr 4 Jean-Jacques Rousseau: Julie, ou la nouvelle Héloïse, Paris 1964, S. 32 f. „Gelegentlich begegnen sich unsere Augen, einige Seufzer entfliehen uns… …sich die Liebenden zum einen womöglich irgendwann erneut nichts mehr zu sagen. Zum anderen und vor allem aber ist es überhaupt erst die Figur des Endes… …Ende der Liebe unsagbar zu machen) zur (Be-)Gründungsfigur der Liebe, 14 dann kann die Zeit der Liebe nichts mehr anhaben. Die sich liebenden Subjekte… …begründete Diskurs auch nicht (mehr) zum Stillstand kommen. Die Zeit der Aufrichtigkeit und die Zeit der aufrichtigen Liebe ist somit grundsätzlich eine nicht… …Strophen des Lieds mehr oder weniger unverhohlen auf. In der vorletzten Strophe firmiert der von der Müllerin betrogene Jüngling als lyrisches Ich, in der… …(Zwischen-)Zeit, die aber – und hier liegt die Pointe des Textes – dafür auf ein direktes Gegenüber gar nicht mehr angewiesen ist. Die absolute Selbstbezüglichkeit… …des aufrichtig liebenden Subjekts führt demnach in letzter Instanz dazu, dass die Aufrichtigkeit jeden Referenten verliert und nichts anderes mehr… …, 315) Dieser Fall ist im aufrichtigen Liebesdiskurs nicht mehr vorgesehen, dieser kann und will Amor nicht „säumen“ lassen, Amor kann als aufrichtiger… …und Weise entsteht: „Und wunderlich genug, wie es aber mehr zu gehen pflegt, indem er ihr Liebe für einen anderen zutraute, verliebte er sich selbst und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Übler Schutz: Die Pest und das Problem der Abwehr in Kleists „Der Findling“

    Cornelia Zumbusch
    …politischen Imaginären teil: Gemäß dem modernen Paradigma der Immunität hat der politische Körper nicht mehr innere Unstimmigkeiten auszugleichen, sondern muss… …als Chiffre für politische Übel, deren Abwehr sich nicht mehr nach dem Modell der Grenzziehung und des Abschlusses organisieren lässt. 1. Öffnen und… …einen geheimnisvollen Schutz gegen den Kreislauf der Rache, die nicht mehr zu kontrollieren sei, sobald sie einmal ausgebrochen ist. Vgl. René Girard, Das… …weiß, kommt der Rechtsschutz im „Findling“ immer zu spät. Mehr noch: Das Recht scheitert nicht nur daran, drohende Rechtsverletzungen zu verhindern… …in der modernen Rede vom Opfer einerseits die Vorstellung von einem aktiven, heroischen und mehr oder minder freiwilligen Verzicht, andererseits von… …nicht mehr in religiösen, sondern in politischen und verwaltungstechnischen Ordnungen bewegen, vgl. auch Burkhard Wolf: Die Sorge des Souveräns. Eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Die „Wollust des Schmerzes“ und die „Qual des Henkers“

    Allusionen auf die imitatio Christi in Büchners Revolutionsdrama „Dantons Tod“
    Gregor Streim
    …mehr verleugnet, Ich oder er? – Und doch ist was von Narrheit in dem Gedanken. – Was sehen wir nur immer nach dem Einen? Wahrlich des Menschensohn wird… …, die jedoch einmalig bleibt und sich im weiteren Verlauf der Geschichte nicht mehr wiederholen lässt. Heinrich Anz hat Büchners Verwendung eines…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Literarische Osculologie nach Adalbert Stifter: „Der Kuß von Sentze“

    Marcus Twellmann
    …Lobrede auf die Treue zum gegebenen Wort. Mehr als der Idealfall des gehaltenen Versprechens interessiert sie – auch vor dem Hintergrund der historischen… …bestärken sucht. (Vgl. KS, 145) Eine ähnliche Funktion hat der titelgebende Kuss, der die „Heiligkeit des gegebenen Wortes noch mehr erhärtet“. (KS, 157) Weil… …entgegengebracht wurde, muss nun auch diesem symbolischen Zusatz gelten, der darum zu seiner Beseitigung kaum mehr beitragen kann. 15 Vgl. Wolfgang Frühwald: „Tu… …ein 19. Jahrhundert, das den zeremoniellen Kuss wie das Zeremonielle überhaupt nur mehr in Schwundformen kannte. Der Anachronismus lässt die bereits… …„Anmaßung“ bezeichnet. Diesem Urteil entgeht nur, „wer sich so herausgebildet hat, dass er seine Leidenschaften beherrscht, ja, dass er gar keine mehr hat“. 26… …ästhetischen Erziehung, die kein Anderes mehr zulässt.“ 38 3. Küsse und Moose Nun wird im „Kuß von Sentze“ nicht allein vom Kuss des Friedens erzählt, sondern…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Gebet und Geschlecht bei Theodor Fontane

    Franka Marquardt
    …der Kirche und der Antiklerikalismus […] im 19. Jahrhundert ausschließlich eine Sache von Männern“ 2 ist, wird das Gebet mehr und mehr zur Frauensache… …„kleinformatig[en], schmal[en], auf schlechtem Papier gedruckt[en]“ Büchern, die „ohne Anspruch auf Kostbarkeit“ 25 nichts Repräsentatives mehr an sich haben. Und auch… …selbst nicht mehr in der Lage ist. (Vgl. E 178 f.) Angst hat auch die kryptokatholische Ursula Hradschek in „Unterm Birnbaum“ (1885), die gleich zu Beginn… …muss sich die Ehebrecherin Melanie van der Straaten von ihrer Tochter Lydia sagen lassen, dass sie „keine Mutter mehr“ habe; im darauffolgenden Kapitel… …„Gebete, Anrufungen usw.“ 59 schlicht zu den wiederkehrenden neurotischen Symptomen, die je nach Krankheitsstadium mehr oder weniger heftig ausfallen. Dass… …Krankheitsherd der Hysterie nicht mehr in der Gebärmutter, sondern im Großhirn lokalisiert, wobei die besondere Affinität des weiblichen Gehirns zu gerade dieser… …Krankheit keineswegs in Frage steht. Seit Briquet gilt die Hysterie allerdings nicht mehr als ‚Schmach‘, sondern als Frauenkrankheit im allerbesten Sinne: „Je…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Archivare der Augen-Blicke im Angesicht des Alters

    Martin Walsers produktive Goethe-Rezeption
    Evi Zemanek
    …mehr verraten als Worte, flüchtet sich der Erzähler aus der Redewiedergabe immer wieder in die Beschreibung. Was Ulrikes Blick in Goethe auslöst, erfährt… …: Ihr und sein Blick blieben in einander. Als es nicht mehr auszuhalten war, als endlich etwas gesagt werden musste, sagte er: Bitte begreifen Sie, […]… …ich studiere nicht nur Steine, sondern auch Augen. Was verändert Augen mehr, von außen ein anderes Licht oder von innen eine andere Stimmung? Ulrikes… …man ihn nie mehr ohne sie. Und sie nie mehr ohne ihn. Das sahen alle.“ (LM, S. 37) –, sind Goethe zunehmend die Hände gebunden. Zwar erschöpft sich sein… …Übereinstimmung gefeiert“ und Ulrike präzisiert hatte: „[D]as ist mehr als Harmonie. […] Übereinstimmung […] ist der Augenblick, in dem zwei Menschen, die sich, nur… …: „Hättest du’s lieber à la Goethe?“ (AL, S. 159) Dieser habe Frau Herder, als sie ihm einen närrischen Traum erzählte, geraten, nicht mehr so zu träumen… …glückliche Zeit und es bleibt nur mehr: zurückzublicken. Der Blick, dem sein Lieblingsobjekt entzogen ist, verrät die Verfassung des Sprechers: „Das Auge… …noch mehr. (v. 23-24) […] Kanntest jeden Zug in meinem Wesen, Spähtest, wie die reinste Nerve klingt, Konntest mich mit Einem Blicke lesen Den so schwer… …Romans verpassen die beiden einander auf der Promenade, obwohl Goethe kaum mehr etwas anderes tut, als nach Ulrike Ausschau zu halten. Das veranlasst die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Die literarische Darstellung des Holocaust

    Ein semiologisches Modell zum Beschreiben und Erfassen von Typologien
    Christian Dawidowski
    …s k i , Siegen Trotz zahlreicher Publikationen zur Holocaust-Literatur fehlt bislang eine Einteilung dieses Genres, die mehr leistet als eine… …Jean-François Lyotard: Streitgespräche oder: Sprechen „nach Auschwitz“, Grafenau 1998, S. 35. 25 Anders als bei Adorno: „Daß in den Lagern nicht mehr das… …jeder ethischen Maßstäbe; das Undenkbare des Lagers wird zur akzeptierten Normalität, weil kein Jenseits des Lagers mehr denkbar ist. Auch der Tod der… …dem Holocaust lösen sich allmählich vom Anspruch des Zeugnisablegens und verarbeiten die Erfahrungen ihrer Generation. So will auch Schlink nicht mehr…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Kirk Wetters: The Opinion System. Impasses of the Public Sphere from Hobbes to Habermas, Fordham University Press, New York 2008.

    Irmela Schneider
    …eher mehr als weniger dogmatisch. Die in kritischer Auseinandersetzung mit Habermas entworfene Denkfigur gewinnt ein schärferes Profil, wenn Wetters…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Uwe Wirth: Die Geburt des Autors aus dem Geist der Herausgeberfiktion. Editoriale Rahmung im Roman um 1800. Wieland, Goethe, Brentano, Jean Paul, E. T. A. Hoffmann, Fink, München 2008.

    Natalie Binczek
    …Konstellationen. Sie weist eine strukturelle Zweiteilung auf, da die ersten vier Kapitel und damit mehr als ein Drittel des Gesamtumfangs des Textes dazu dienen… …und Schriftbegriff im ersten Teil der Abhandlung etwa werden Elemente der Semiotik Austins, mehr noch Pierces, mit grammatologisch-dekonstruktiven… …, die das Innenleben Werthers wiedergeben, als hätte er ihn persönlich gekannt. Hier lässt sich der editoriale Beitrag nicht mehr auf eine bloße Rahmung…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Jens Bisky: Kleist. Eine Biographie, Rowohlt, Berlin 2007; Herbert Kraft: Kleist. Leben und Werk, Aschendorff, Münster 2007; Gerhard Schulz: Kleist. Eine Biographie, C. H. Beck, München 2007.

    Klaus Müller-Salget
    …„Kleists üppiger Phantasie“ gewesen, „die sich um nüchterne Tatsachen nicht mehr scherte“ (Sch 162). Hätte man demnach Kleist doch besser ins Julius-Spital… …(vgl. Sch 318–320) und in Berlin (vgl. Sch 280–282, 451–457). All das und noch vieles mehr ist sehr lehrreich und lesenswert, wird oft unterhaltsam und… …Kulturgeschichte, so erfährt man bei Bisky mehr über die konkreten Umstände, etwa über das preußische Militärwesen am Ende des 18. Jahrhunderts und über Kleists… …heißt es: „Nach Wilhelmine von Zenge und Ernst von Pfuel gab es, soweit bekannt, kein Liebesverhältnis mehr in Kleists Leben.“ (B 315) Das ist wohl eine… …hinsichtlich der „Berliner Abendblätter“ Kleists Versuche, mehr oder minder verschlüsselt oder scheinbar nebenher und ‚harmlos‘ eine antifranzösische (genauer…
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