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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2007

    Kathryn Starkey, Reading the Medieval Book. Word, Image, and Performance in Wolfram von Eschenbach’s Willehalm, University of Notre Dame Press, Notre Dame, Indiana 2004 (Poetics of Orality and Literacy), 239 Seiten (mit Abb.)

    Henrike Manuwald
    …Werner Schröders Aufsatz „Text und Bild in der ‚Großen Bilderhandschrift‘ von Wolframs Willehalm“ von 1987 3 , in dem er zeigen wollte, dass hier eine für… …seien als in einer Vortragssituation, ergibt sich für Starkey, dass die Bilder, die die verschiedenen Erzählebenen darstellten, eine Ersatzfunktion… …übernehmen und möglicherweise als eine Art Lesehilfe zu verstehen sind (S. 12f., 142, 150). Die Bilder der Handschrift interpretiert sie als innovative… …mündliche Vortrag eines Textes es dem Rezipienten notwendig erleichtert, sich visuell verschiedene Sprecher vorzustellen, muss allerdings eine Annahme bleiben… …, ob nicht die Festlegung der Bilder auf eine didaktische Funktion als Spiegelung der Textstrukturen7 zu einseitig ist. Denn einerseits werden die Bilder… …dabei mit ihren partiellen Informationsüberschüssen nicht genügend gewichtet, andererseits wird dadurch eine Erwartungshaltung formuliert, die die Bilder… …(Figures 19 und 20), das aus zwei Bruchstücken besteht, liegt allerdings eine Vertauschung vor: Bei Folio 7r ist die Versoseite des kleinen… …Gruppe von Leuten gezeigt wurde (S. 99), wobei sich bei den Bildern mit der Erzählerfigur eine Doppelung des ‚Vortragenden‘ ergeben haben muss (S. 132)… …dazu anleiteten, beide Medien zusammen wahrzunehmen (S. 7, 16, 106, 108). Nur in letzterem Fall wäre wohl daran zu denken, dass die Bilder eine Funktion… …Vielsprachigkeit besonders in den Schlachtschilderungen spielt und dass eine fremde heidnische Sprache im „Willehalm“ nicht automatisch die Abwertung der fremden…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2007

    Regenschirmforschung

    Robert Walsers Bildungskritik im Zusammenhang der moralistischen Tradition
    Georg Stanitzek
    …handelt es sich um eine Produktion, die zu Walsers Lebzeiten zwar von Autoren wie Hermann Hesse, Robert Musil, Walter Benjamin und insbesondere Franz Kafka… …Konzision der bekannten moralistischen Stillagen als Walsers Prosa. Es ist auch nur eine Handvoll Aphorismen im Wortsinn von Robert Walser überliefert. Wohl… …dessen setzt Walser auf eine Moral der Biegsamkeit, der situativen Achtsamkeit – beiläufig hat er sie folgendermaßen formuliert: „Man spielt dadurch zum… …[diese Ausgabe wird im Folgenden mit der Sigle „B“ zitiert]) Das Argument jedoch wiederholt eine moralistische Gedankenfigur: „On n’a plus de raison, quand… …, Weimar 1995. 577 Georg Stanitzek Ausfällen des Fritz Kocher überwiegt eine keineswegs nur ironische Affirmation. Die Affirmation ist schon mit der Form der… …empfindet. 15 Walsers Opposition richtet sich nicht dezidiert auf das Schulwesen, sondern ist grundsätzlicherer Art: „Da gibt es z.B. eine Sorte sehr… …Menschen […] besitzen eine gewisse Geschicklichkeit im Ausfindigmachen heiterer Wohnlichkeiten, und dann liegen sie auf ihren Sofas und verachten die Zeit… …nur von Wert, solange sie „noch eine ungelöste Aufgabe“ darstellt: „[W]ir wollen in allererster 15 Robert Walser: Fritz Kochers Aufsätze, SW I, S. 24–26… …(„Freithema“), hier: S. 25. 16 Robert Walser: Es gibt Leute, die einem übel nehmen, daß man die und die Dame liebt und nicht eine andere [1924/25], ADB I, S… …Position – die sich in eine Vielzahl ähnlicher moralistischer Paradoxa in Walsers Werk einreiht – zu verstehen? Man kann diese paradoxe Position als Aufnahme…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2007

    Laryngale im Germanischen – zwei Fallstudien

    Stefan Zimmer
    …. Larygale sind eine etablierte Klasse von Phonemen, so wie Tektale oder Labiale – niemandem fiele es ein, von ‚Labialtheorie‘ zu sprechen. Natürlich sind… …Pferde gebraucht, aber gelegentlich auch für Menschen. 7 Walisisch kennt ein Verbalnomen clust-feinio, wtl. ‚dünne/feine Ohren machen‘ 8 k , klärlich eine… …; ders.: Laryngaltheorie für Germanisten. Bonn, Phil.-Diss., 2006. Eine stark erweiterte Fassung ist in Vorbereitung. 4 Vgl. die Literatur-Nachweise bei… …, einer Bezeichung für einen Typ von Sexualverbrechen, zu verbinden sowie mit einem heth. Rechtstext, der eine Art von Verbannten ‚Wolf‘ nennt 14 ; ganz… …offensichtlich liege hier eine nordisch-hethische Parallele vor. Dies bedarf der Erläuterung und kritischen Prüfung. Ich beschränke mich hier auf… …*H er h- mit anord. argr usw. verknüpft. Dennoch suggeriert er eine Art semantischen Parallelismus zwischen ihr und der Wurzel *h er h °g °g - ‚to… …‚passive‘ vs. ‚active homosexual‘. An dieser Stelle wird eine dritte Annahme eingeführt, dass nämlich die heth. hurkilas pesnes „must have been […] most… …H. Craig Melchert: Anatolian Historical Phonology, Amsterdam, Atlanta 1994 (Leiden Studies in Indo-European 3), S 64–74. 21 Eine ganz andere, m.E… …eine genaue Parallele zu der Angabe bei Ammianus Marcellinus, bei den Taifali könne ein der Homosexualität Verdächtigter sich durch die Erlegung eines… …Ebers oder Bären rehabilitieren. Dies ist eine geistreiche Verbindung, aber leider kaum geeignet, seine Theorie zu stützen: Erstens bezeichnet heth…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2007

    Thomas Gloning, Organisation und Entwicklung historischer Wortschätze. Lexikologische Konzeption und exemplarische Untersuchungen zum deutschen Wortschatz um 1600, Max Niemeyer, Tübingen 2003 (Reihe Germanistische Linguistik 242), IX und 471 Seiten

    Werner Besch
    …von Gerd Fritz und selber durch eine Reihe von Beiträgen zu einer handlungstheoretischen Semantik, zu Wortschatzorganisation und ihrer Dynamik, zur… …Verfolgung von Hexen und Zauberern/schließlich unter 3.5 eine (eher überdehnte) Darstellung des apokalyptischen Wortschatzes um 1600/3.6 Die Rolle… …abgeschlossen. Mit Kapitel 4 folgt eine Studie über „Die Entwicklung der Querverweise“ in historischen deutschen Texten und deren Verfall seit dem 18. Jahrhundert… …1600 liegt „ein breites Corpus von Texten zugrunde“ (S. 21). Die Auswahlkriterien waren eine „breite Streuung von Sachgebieten und Textsorten“ zwischen… …. Hinsichtlich (c), dem sprachlandschaftlichen Aspekt, kann man natürlich sagen, dass er bei den behandelten Sonderwortschätzen aus ersichtlichen Gründen kaum eine… …hinaus) ganz entscheidend. Eine Untersuchung, die im Hauptteil den deutschen Wortschatz um 1600 zum Thema macht, darf diese Vorgänge nicht ausblenden. Dabei…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2007

    Gattungspolitik. Über das Verhältnis von medienästhetischer Normativität und anthropologischer Differenz in Lessings Laokoon

    Friedrich Balke
    …Lessings klassischer Unterscheidung, zu deren Rechtfertigung er seinen „Laokoon“ schreibt, die Literatur als eine Zeitkunst und die Malerei als eine… …Raumkunst zu bestimmen. Die Literatur erzählt Geschichten, die, wie man seit Aristoteles weiß, gewöhnlich einen Anfang, eine Mitte und ein Ende haben, also zu… …der Schnelligkeit eines Augenaufschlags und macht ihm das Gezeigte, selbst wenn es auf eine längst vergangene Situation oder Episode, auf ein für immer… …beständig in eine problemorientierte Beispielerörterung übergehen, die neben der späthellenistischen Laokoon-Gruppe das Schreien Philoktets sowie die Analyse… …Laokoon entweder eine Unterart der beiden Kunstformen Malerei und Poesie – so etwa in der Rede von dem „gemeinen Schönen“ „niedrer Gattungen“ der Malerei… …. Der Schilderungssucht in der Poesie entspricht als zweite fundamentale Medienpathologie die „Allegoristerei“ in der Malerei, für die Lessing selbst eine… …bezeichnen, weil sie es nicht darstellen kann; die Malerei darf es nicht darstellen, sondern muss eine Ersatzvorstellung anfertigen, die es dem Betrachter… …kategorisch ab: In der Malerei sei sie nichts anderes als ein „Fleck“, in der Bildhauerei eine „Vertiefung, welche die widrigste Wirkung von der Welt tut“. 15… …Gattungspolitik zielt keineswegs allein auf eine medienessentialistisch begründete ästhetische Normativität; die ästhetische Normativität, um die es ihm geht… …, gegen die die Dichter verstoßen dürfen, ohne dass sie vergleichbare politische Sanktionen befürchten müssen, eine künstlerische Repräsentationsordnung…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2007

    Sängerpolemik und literarischer Selbstbezug in der Sangspruchdichtung: Aspekte der Streitkommunikation

    Margret Egidi
    …textuellen Ebenen zu, so überrascht wohl nicht, dass eine zentrale Grenzziehung bei Spruchdichterpolemik häufig schwierig ist: Wo beginnt die Meta-Ebene – wo… …diese Ebenen in der Literatur des Mittelalters unterscheidbar sind, ist selbstverständlich eine Setzung, die ihre Rechtfertigung aus ihrer heuristischen… …eingebunden in eine umfassende moralische Disqualifizierung des Gegners oder geht sogar ganz in ihr auf. Insofern dies eine Thematisierung der ‚Person‘ des… …1887, Nachdruck Amsterdam 1967, 94; 155; 157; 212; 169; ferner eine anonyme Strophe im Frau-Ehren-Ton: Roethe 250a; Walther von der Vogelweide, Leich… …Selbstbezug in der Sangspruchdichtung Bekanntlich bezieht sich der Meißner auf eine Strophe des Marner (Strauch XV, 15), dessen Ausführungen zum Strauß, Phönix… …der Meißner seinen waren san[c] gegenüber (v. 12) – eine Ankündigung, die in den in J folgenden Strophen mit ihren (z. T. anderen Traditionen folgenden)… …also eine Rückbindung der dritten Ebene auf die zweite. Ebensogut könnte natürlich davon ausgegangen werden, dass die Kategorie der ethisch definierten… …, die die Frage entstehen lässt, wo die eine Ebene aufhört und die andere beginnt. Auch der Schlussvers der Strophe ist in diesem Zusammenhang von… …ist das Kompositum ein Indiz dafür, dass es sich nicht einfach um eine einzige, in sich nicht differenzierte Ebene handelt, sondern durchaus um zwei… …. Die vierte Strophe bringt mit ihrer heilsgeschichtlichen Allegorese des Pelikan- Exempels eine weitere enge Rückbindung zwischen den Ebenen (Objartel…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Monika Schausten, Suche nach Identität. Das ‚Eigene‘ und das ‚Andere‘ in Romanen des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit, Böhlau, Köln, Weimar, Wien 2006 (Kölner Germanistische Studien N. F. 7), IX und 269 Seiten

    Armin Schulz
    …Poetik der späthöfischen Romane, ihrer hybriden Verfasstheit, so zielt Schausten auf eine thematische Lektüre: Es geht ihr um die narrative Konstruktion… …nimmt im goldenen Königreich von Chrysa eine goldene Hautfarbe an und gleicht sich so der Herrscherin an, doch verliert er in der nächsten Episode diese… …. 87–99), sondern zugleich auch um eine massive Umcodierung der Ideologie des adeligen Körpers, über die man weiter nachdenken könnte. Im „Friedrich von… …Schwaben“ beobachtet Schausten eine Aufweichung des kategorialen Gegensatzes zwischen gewöhnlicher Feudalwelt und Anderwelt, wie er sonst für… …im „Wilhelm von Österreich“ der Geliebten des Helden, Aglye, eine eigene Biographie verweigert werde, sei es im „Friedrich von Schwaben“ gerade die… …, als ihm nur „eine eingeschränkte Perspektive auf Melusine“ eigne, wobei „Sichttabu und restringierte Neugier“ korrelierten (S. 174). Schausten gelingt… …Schausten abschließend eine weit reichende Marginalisierung des weiblichen Körpers, dessen Funktion, 2 Vgl. Armin Schulz: Spaltungsphantasmen. Erzählen von… …allgemeineren diskursgeschichtlichen Erörterungen überlagert wird. Aber das ist eine reine Geschmacksfrage. München Armin Schulz 442…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2007

    Die Nibelungen. Sage – Epos – Mythos, hg. v. Joachim Heinzle, Klaus Klein, Ute Obhof, Reichert, Wiesbaden 2003, 656 Seiten, 130 Tafeln

    Ursula Schulze
    …Ausstellungskatalog bietet der zu besprechende Band eine wissenschaftliche Ergänzung. Er enthält eine kritische Zusammenfassung des derzeitigen Standes der Forschung… …Fachwissenschaftler und Studierende interessant sein. Die Entlastung der Darstellung von Anmerkungen (ohne dass auf Literaturhinweise verzichtet wird) und eine Reihe… …von grundsätzlichen Erläuterungen zeigen die Ausrichtung auf eine weite Zielgruppe. Die erste Hälfte des Bandes (305 Seiten) ist dem mittelalterlichen… …Darstellungsstrukturen erkennen, die den Ausführungen eine grundsätzliche Homogenität verleihen. Das gilt für die zweite Sammelbandhälfte nicht in gleichem Maße. Sicher… …übernommen. Eine konzentrierende Konzeption der Wirkungsgeschichte unter systematisierenden Aspekten hätte ein Äquivalent zu der ersten Bandhälfte ergeben. In… …Heinzle „Die Nibelungensage als europäische Heldensage“ eine grundlegende Einführung. Fokussiert auf die Gesichtspunkte Geschichte – Sage – Mündlichkeit –… …. Thematische Zusammenhänge, Strukturmuster und vor allem eine Aktualisierung der überlieferten Sage im Kontext höfischer Diskurse seien deutlich erkennbar… …„Klage“ hält Henkel eine relative Synchronie der drei 154 Buchbesprechungen „Nibelungenlied“- und „Klage“-Fassungen für wahrscheinlich. Die verschiedenen… …‚unzureichend’ empfunden wurde und eine Umgestaltung herausforderte, setzt bei dem Dichter und den Bearbeitern quasi das Bewusstsein eines heutigen Philologen… …in der erzählten Geschichte und die Semantisierung der Räume betrachtet. Brüggen kann an eine Reihe von Untersuchungen der letzten Jahre anschließen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2007

    Gryphius und die Fremdwörter

    Hans Kuhn
    …(S. 99–101) durch das Zeichen > + Seitenzahl zu verweisen. Eine noch viel ergiebigere Quelle bieten seine Übersetzungen (aus dem Niederländischen) der… …Fremdwörter, die eine Herausforderung für den Übersetzer bedeuteten. Für manche von ihnen stand eine eindeutige deutsche Entsprechung zur Verfügung; in anderen… …zeichnet sich eine Unterscheidung ab, wonach das Wort für die kanonischen Propheten gebraucht wird, dagegen steht Weissager 351.256 für Nathan, 514.74 für… …„een Propheet end een Votaris“ ist wohl eine Verlegenheitslösung, weil die nl. Vorlage einige Worte des engl. Textes übersprang und so nicht klar wird… …hier eine Tendenz, auf deutsche Wörter auszuweichen (>96), besonders wo es sich nicht um die Gesamtheit einer Person oder der Schöpfung handelt. Von… …sie in Person selbst anzutasten“), 176.766 (in Schauspiel), 393.1741 („bin ich auch eine tüchtige Person die Ubertreter deine Wege zu lehren?“). 506.463… …‚persönlich‘ fehlt ihm eine Entsprechung; für persoonele vyanden schreibt er 293.937 „absondere selbständige Feinde“. Wo vom Jordanwasser, das Naeman vom Aussatz… …„wütender Zwang“, eine Variante zu „Rasen und Zwang“ in der Stegmann-Bearbeitung, 458.596 „gewaltsame Beherrschung“; nl. tyranniseren wird 280.476 zu ‚toben‘… …unverändert in „Diß mag man mit recht eine Himmlische Melodi / oder auch GOttes Harmonie nennen“ 31.279; dagegen erscheint melodie 315.566 als „Gesänge“ (>96… …zu „eine rechte Linie oder Zug“, aber für den Pl. linien 419.463 braucht er ‚Striche‘ und 393.1738, wo das Wort figurativ im Sinne von ‚Abfolge‘…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    ‚Vertikalisierung‘ und ‚Leitvarietät‘

    Terminologie-Probleme im Blick auf die Entstehung der neuhochdeutschen Schriftsprache
    Werner Besch
    …die entscheidende Frage, wann, wie und warum aus der territorialen Konkurrenz schließlich doch eine Einheit erwuchs. Andere europäische Sprachen hatten… …mindestens seit dem 16. Jahrhundert (vielleicht sogar seit dem 14., vgl. Wakelin 1977: S. 26f.) eine mit hohem sozialem Prestige versehene Aussprache, die mit… …erforderlich machen, eine schwierige, lange, umfunktionierende Prozedur. Das kann im graphematischen, teils auch flexivischen Bereich schneller gehen, im… …Sprachräumlichkeit nicht abgewählt werden. Das ist eine Grundlegungsphase, im Wesentlichen konzentriert auf das 16. und noch das 17. Jahrhundert. Für die weiteren… …vs. laienhaft, rational vs. emotional, explizit vs. sprachökonomisch usw. Der ‚sehr abstrakte Sammelbegriff‘ hat wohl eine verführerische Faszination… …eine hohe Varianz der Formen und Regeln in allen Bereichen der Sprache. Das erklärt sich aus einem diffusen Sprachwertsystem und korreliert entsprechend… …mit einer Ungerichtetheit des Sprachgebrauchs. – Eine Sprache mit Leitvarietät wird als solche verstanden, deren Varietäten von den Sprachteilhabern ein… …horizontal-diffusen Sprechen und Schreiben wird eine vertikal organisierte Sprache, und deren „vornehmste Realisationsform ist der schriftliche Text“(S. 153). Für… …den Schlüssel, aber er schließt nicht auf – metaphorisch gesprochen. Eine ‚Leitvarietät‘ englischen Typs können wir nicht aufweisen. Welche deutsche… …soll/darf, ist sie dann eo ipso eine feste Größe in allen Teilbereichen der Sprache, oder hat sie selbst noch Ausbau-Bedarf, bedarf der Konvergenz? Für Walter…
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