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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2002

    Joachim Bumke, Die Blutstropfen im Schnee. Über Wahrnehmung und Erkenntnis im "Parzival" Wolframs von Eschenbach, Max Niemeyer, Tübingen 2001 (Hermaea NF 94)

    Walter Haug
    …um eine Analyse des Wahrnehmens und Erkennens sowohl auf der Handlungs- wie auf der Erzählerebene. Wer also unter diesem spezifischen Aspekt einen… …, wenn man sie zu Ende dächte. Doch zunächst eine Würdigung der Arbeit selbst und ihrer alles andere als geringen Verdienste. Als Ausgangspunkt dient Bumke… …jene Szene, die dem Buch den Haupttitel liefert: Parzival, der versunken auf drei Blutstropfen starrt, die eine von einem Falken geschlagene Wildgans auf… …greift dann aus, um ihn in der Wahrnehmungs- und Erkenntnistheorie der Zeit zu orten, ohne damit eine direkte Ableitung aus lateinischer Psychologie… …der rationalen Durchdringung ihres Gegenstandes sehen, zum andern aber davon eine Erfahrung absetzen, die auf einer zu allem Rationalen querstehenden… …herleitet, der auf dem Gedanken beruht, daß jede Erkenntnis eine Erleuchtung ist und eines inneren Lichts bedarf, das letztlich in Gott seinen Ursprung hat… …Parzivals weiteren Weg. Dieser visionären Einsicht steht – wie theoretisch vorgezeichnet – bei Wolfram eine verstandesmäßige Welterfahrung gegenüber. Sie… …, bald prunkt er mit eben jenem gelehrten Buchwissen, von dem er angeblich nichts versteht. Und wieder wird dies durchsichtig auf eine Diskussion hin, die… …für die genealogische Verflechtung. Es ist dies gleichsam ein gegenläufiger Durchgang durch den Text, eine rückwärtsgerichtete Entschlüsselung, doch… …ohne dass sich damit eine Lösung der aufgeworfenen Fragen anböte, vielmehr ist einem, wie Bumke treffend sagt, als Erkenntnisziel aufgegeben, zu…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2002

    Rodney W. Fisher, The Minnesinger Heinrich von Morunngen. An Introduction to his Songs, San Francisco, London, Bethesda 1996 (International Scholars Publications)

    Jens Pfeiffer
    …umfangreiches Buch zu Heinrich von Morungen vorgelegt. Anders als Titel und Untertitel nahezulegen scheinen, handelt es sich dabei jedoch nicht um eine… …Monographie, sondern um einen durch eine recht umfangreiche Einleitung ergänzten Abdruck sämtlicher Lieder samt einer von Fisher angefertigten englischen… …ander und niht eine (MF 131, 25) zeigen, sehr bewusst ist. Mehr als alles, was mit der schriftlichen Überlieferung der Lieder zu tun hat, interessiert… …denen Minnesang aufgeführt worden sei, könnten manche dies für eine gewagte („hazardous“) Form der Interpretation halten; die Lieder böten jedoch genügend… …(S. 59) zugewiesen werden (z. B. eine der anwesenden Damen die Minneherrin des Liedes vertritt), kann wenig mehr für sich beanspruchen als den Status… …präsentieren. So heikel es mithin zu sein scheint, die in den Liedern fingierten Figurenkonstellationen auf eine reale Aufführungssituation zu beziehen, so… …wäre für eine Übersetzung, die als selbstständige Aneignung Morungenscher Poesie aufträte und sich nicht gegenüber einem wissenschaftlichen Kontext… …gesamte Untersuchung hindurch sowohl das Interesse an der Überlieferung als auch das an einer Interpretation beharrlich verfolgt. Eine Engführung beider… …Interessen darf man allerdings nicht erwarten in Anbetracht der immensen Stofffülle. Die Arbeit zielt zunächst auf eine umfassende Bestandsaufnahme der… …Überlieferungszeugen und schließt damit eine entsprechend komplexe Interpretation der Texte von vornherein aus. Die Dichte des Materials bringt es mit sich, dass 141…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2002

    Sabine Griese, Salomon und Markolfus. Ein literarischer Komplex im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Studien zur Überlieferung und Interpretation, Max Niemeyer, Tübingen 1999 (Hermaea 81)

    Franziska Wenzel
    …kürzeren englischen Sätze sind nur durch Füllwörter an die mittelhochdeutschen Metren anzupassen etc. All dies ist wohl unvermeidlich und wäre für eine… …sowohl das Interesse an der Überlieferung als auch das an einer Interpretation beharrlich verfolgt. Eine Engführung beider Interessen darf man allerdings… …nicht erwarten in Anbetracht der immensen Stofffülle. Die Arbeit zielt zunächst auf eine umfassende Bestandsaufnahme der Überlieferungszeugen und schließt… …damit eine entsprechend komplexe Interpretation der Texte von vornherein aus. Die Dichte des Materials bringt es mit sich, dass 141 Buchbesprechungen… …Brautwerbungsepos „Salman und Morolf“ (Kap. III), sodann auf den Schwankroman „Markolfs buch“ (Kap. IV), eine unikale Reimpaarbearbeitung von Gregor Hayden (Kap. V)… …immer gleicher Weise strukturiert: Auf eine Kurzcharakteristik des jeweiligen Textes oder der jeweiligen Textgruppe folgt eine Beschreibung aller… …Überlieferungszeugen und eine Interpretation, die weitgehend an Michael Curschmanns „Markolfus deutsch“ 1 anschließt, jedoch systematisch die Facetten der Markolf-Figur… …der in Grieses Arbeit vorgelegten Präsentation des Stoffkomplexes illustrieren: Den Abschnitt zum „Dialogus“ im Kapitel III leitet eine Paraphrase ein… …illustriert ist. Eine der illuminierten Handschriften, der Stuttgarter Codex HB XIII 2, deute durch die Anordnung der Bilder auf ein Programm der… …Rückeroberung der Ehefrau konzipiert und zugleich als Brautwerbung um die treue Afer. Eine derartige Sinnerzeugung leitet Griese von einem „bewußten…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2002

    Das Eckenlied. Sämtliche Fassungen hg. von Francis B. Brévart, Niemeyer, Tübingen 1999 (ATB 111)

    Sonja Kerth
    …Fassungen des „Eckenliedes“ zusammenzusehen und als jeweils individuelle Realisierungen der gesamten Tradition zu lesen und verstehen – eine theoretische… …Hauptfassung gehörenden [siehe Band 1] nochmals abgedruckt – eine gewisse Inkonsequenz, die aber den Überblick über den Textbestand dieses Fragments erleichtert)… …erklärt, die nur dem reinen Anfänger unbekannt sein dürften: Dass z. B. mhd. kein auch eine positive Bedeutung (irgendein) haben kann (zu E 2 167,10) und… …, sinnstörender Fehler. Auf Korrekturen metri causa sei verzichtet worden, aber dort, „wo aus inhaltlichen Gründen ohnehin eine Besserung nötig war“ (S. XXII), sei…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2002

    Andreas Daiber, Bekannte Helden in neuen Gewändern? Intertextuelles Erzählen im "Biterolf und Dietleib" sowie am Beispiel Keies und Gaweins im "Lanzelet", "Wigalois" und der "Crone", Peter Lang, Frankfurt am Main u.a. 1999 (Mikrokosmos. Beiträge zur Literaturwissenschaft und Bedeutungsforschung 53)

    Sonja Kerth
    …anlehnt, erläutert Daiber sein Vorgehen: Eine Analyse der Figuren, die die untersuchten Romane ihren Prätexten entliehen haben, soll Einblick geben in die… …ein konkreter Prätext nachzuweisen, sondern es könne auch ein „Mythos“, eine vor- oder außerliterarische, übergreifende Erzählwelt anzitiert werden (S… …. 10) – eine besonders für die Heldenepik wichtige methodische Unterscheidung, die Daiber in der weiteren Untersuchung leider weitgehend aus den Augen… …Anfang der 90er Jahre abgeschlossen worden zu sein. Eine Liste wichtiger neuer Literatur zum Artusroman findet sich in der Rezension von Bernd Bastert zu… …Wolframs „Parzival“, in denen Gawein und Keie jeweils eine wichtige sinnstiftende Rolle spielen. So macht Daiber für die untersuchten Artusromane eine… …zu Worms“ eine gewisse Rolle; dass die Figur im „Biterolf und Dietleib“ in intertextueller Auseinandersetzung zu diesen Texten konstituiert wurde, ist… …Untersuchung über weite Strecken eine eher konventionelle Figurenanalyse. Gewinnbringender sind die knappen Aussagen über die Figuren Hagen und Gunther, die… …gegenüber dem stofflich relevanten ersten Teil des „Nibelungenliedes“ deutlich aufgewertet sind; eine Umdeutung, die wohl eher mit Blick auf den „Walther und… …handelt es sich um eine Arbeit, die zur Diskussion anregt und zeigt, wie gewinnbringend intertextuelle Fragestellungen gerade auch für die Heldenepik sind… …Publikum von Interesse, da sie eine nur äußerst behutsam normalisierte Edition der Schwanklieder bietet, dazu sogar eine kritische Ausgabe des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2002

    Paolo Marelli, Gli "Schwanklieder" nella tradizione Neidhardiana. Trascrizione dai manoscritti f/c/pr, traduzione, commento. Con edizione critica del "Bremenschwank", Kümmerle, Göppingen 1999

    Michael Dallapiazza
    …Buchbesprechungen fehler4 handelt es sich um eine Arbeit, die zur Diskussion anregt und zeigt, wie gewinnbringend intertextuelle Fragestellungen… …ist durchaus auch für ein deutsches Publikum von Interesse, da sie eine nur äußerst behutsam normalisierte Edition der Schwanklieder bietet, dazu sogar… …eine kritische Ausgabe des „Bremenschwanks“. Außer den oft deutlich abweichenden Varianten aus der Hs. f macht Marelli damit auch ein Beispiel… …Forschungsstand sowie, in erster Linie natürlich auf die Schwanklieder bezogen, eine kritische Zusammenfassung der Diskussion zur Authentizität des Neidhardkorpus… …belegt waren“ (S. 11). Eine dritte „Komponente des Korpus bilden die Wörterbücher von Dasypodius, Maaler, Stieler, Roth und Henisch sowie die… …Stammwortliste in Schottels Grammatik“; auch von diesen Texten wurde „eine vollständige Exzerption nicht angestrebt“, es „sollte lediglich ein für die einzelnen… …korpuslinguistische Prinzipien im strengen Sinne gelten können. Nur in diesem Bereich wird eine genau definierte Menge von Texten vollständig auf bestimmte Phänomene… …erst nach der Bearbeitung des ‚Hauptteils‘ durchgeführt worden sind, bleibt der Verdacht erhalten, dass auch der Zufall des Auffindens eines Belegs eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2002

    Heinz-Peter Prell und Marietheres Schebben-Schmidt, Die Verbableitung im Frühneuhochdeutschen, de Gruyter, Berlin, New York 1996 (Studia Linguistica Germanica 41)

    Norbert Richard Wolf
    …räumlich-zeitlicher Hinsicht tendenziell abweichend belegt waren“ (S. 11). Eine dritte „Komponente des Korpus bilden die Wörterbücher von Dasypodius, Maaler, Stieler… …, Roth und Henisch sowie die Stammwortliste in Schottels Grammatik“; auch von diesen Texten wurde „eine vollständige Exzerption nicht angestrebt“, es… …dar, dass nur für den ‚Hauptteil‘ des Korpus korpuslinguistische Prinzipien im strengen Sinne gelten können. Nur in diesem Bereich wird eine genau… …, dass auch der Zufall des Auffindens eines Belegs eine Rolle gespielt haben kann. Zu bedenken ist ferner, dass das ‚Bonner frnhd. Korpus‘ für Zwecke der… …Prinzip, dass als „Materialgrundlage für eine historisch-synchrone Wortbildungsuntersuchung [...] nur Texte in Betracht“ (S. 16) kommen, möchte ich auch… …Verfasser eine kleine, aber überaus aufschlussreiche Statistik: 80 % der denominalen Verben sind mit dem „Verbalisierungsmorphem“ -en gebildet, „die übrigen… …eine wortbildungsmorphologische Frage hin, und zwar auf den Status von -en. Die Formulierungen „Verbalisierungsmorphem“ und „übrige Suffixe“ zeigen schon… …‚Nennform‘ des Substantivs eben ‚nur‘ eine Null-Endung (wie etwa auch der verbale Imperativ) hat. Und der Hinweis, dass „-ig, -el, -er und partiell auch -ier… …. Definition“, hier wird auch eine Paraphrase geboten; „2. Frequenz“; „3. Bildungsweise“, wo die Frage gestellt und beantwortet wird, welche Suffixe an der… …. Zunächst sei eine kleine Anmerkung gestattet: Das Verb herrschelen, das bei Maaler mit dem Interpretament „Ein geschmack haben wie wildpraet“ gebucht ist…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2002

    Markus Hundt, "Spracharbeit' im 17. Jahrhundert. Studien zu Georg Philipp Harsdörffer, Justus Georg Schottelius und Christian Gueintz, de Gruyter, Berlin, New York 2000 (Studia Linguistica Germanica 57)

    Andreas Gardt
    …eine große Rolle zu spielen scheint und eben gerade dieses Präfix in hohem Maße für die Ingressivität ‚verantwortlich‘ zu sein scheint. Schließlich… …belegt eine Äußerung in der interpretierenden Zusammenfassung, dass Manches vom Zusammenspiel von Suffix- und Präfixableitung doch zusammen mit den… …. Sprachgeschichtlich wichtig ist das letzte Kapitel „IV. Zusammenfassung und Interpretation des Befundes“ (S. 380ff.), das wertvolles Grundlagenmaterial für eine… …Praxis“ scheint dies zu bestätigen. „Spracharbeit“ wäre dann eine Form der praktischen Beschäftigung mit Sprache, gesteuert von bestimmten sprachbezogenen… …„Frauenzimmer Gesprächspielen“ vorliegen). Dabei spielen bestimmte sprachtheoretische Konzepte in den system- und verwendungsbezogenen Texten eine geringere Rolle… …jedoch für sprachpraktische Erwägungen). Aber auch dort, wo eine zeitgenössische Theoriediskussion für die konkreten Forderungen einer sprachlichen Praxis… …Material vorsieht, ist völlig akzeptabel, da das metasprachliche Material für sich alleine bereits eine ungemein ergiebige Basis für eine Analyse abgibt. Die… …Untersuchung so dar: Hundt bietet eine ausgesprochen detaillierte Lektüre der sprachbezogenen Schriften von Georg Philipp Harsdörffer, Justus Georg Schottelius… …Reflexion über das Stammwort spielen vor allem eine Rolle: der Nachweis des hohen Alters der deutschen Wörter, dazu der Anschluss des Deutschen an das… …„Gesprächspiele“ als eine Fundgrube für sprachbezogene Äußerungen der unterschiedlichsten Art. Da sie aber stark anwendungsbezogen angelegt sind, beziehen sich die…
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