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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2001

    Franz Kafka, Der Process. (Historisch-Kritische Ausgabe sämtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte, hg. v. Roland Reuß in Zusammenarbeit mit

    Ansgar M. Cordie, Sylvia Cordie, Uwe Cordt
    …Buchbesprechungen Franz Kafka, Der Process. (Historisch-Kritische Ausgabe sämtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte, hg. v. Roland Reuß in… …Staengle). Stroemfeld Verlag, Basel, Frankfurt/Main 1999. (Beiliegend: Franz Kafka-Hefte 2, 1999). Nach der 1995 veröffentlichten „Einleitung“ zur Frankfurter… …Kafka-Ausgabe (FKA) 1 liegen mit „Process“ und „Beschreibung eines Kampfes. Gegen zwölf Uhr [...]“ die ersten Bände der FKA vor. Die überlieferten Manuskripte… …sind hier – wie es sich schon bei der ebenfalls von Reuß und Staengle besorgten Brandenburger Kleist-Ausgabe bewährt hat – vollständig faksimiliert und… …Buchtext verlaufen die Linien der Kafkaschen Handschrift in Mäandern, die die Edition nicht auf einen Lesetext zu begradigen, sondern als solche zu… …beschreiben hat.“ 2 Die Brüche innerhalb der niemals abgeschlossenen Erzählkomplexe werden offen gelegt, anstatt künstlich einen Werkzusammenhang zu… …konstruieren, der aufgrund des vorliegenden Materials nicht (mehr) eindeutig erkennbar ist. Im Falle der „Process“-Entwürfe sind diese editorischen… …Vorentscheidungen bereits in der Großstruktur sichtbar. Denn die überlieferten Konvolute liegen als einzelne Hefte vor und lassen sich vom Leser nach ihrem… …anordnen, was „der Variabilität und Unentschiedenheit möglicher Kapitelfolgen [entspricht]“. 3 Diese grundsätzliche editorische Entscheidung über die… …Darstellung der Makrostruktur ist dabei kein Verzicht auf Philologie, sondern folgt einer klaren Aufgabenteilung von Editionsphilologie und Literaturkritik…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Die umstrittene Episode in der dritten Âventiure des „Nibelungenlied“: Sîfrits „widersage“ an die Burgunden

    Ingeborg Cavalié
    …DIE UMSTRITTENE EPISODE IN DER DRITTEN ÂVENTIURE DES „NIBELUNGENLIED“: SÎFRITS „WIDERSAGE“ AN DIE BURGUNDEN Abstract von Ingeborg C a v a l i é… …in „Nibelungenlied“. 1. Theorien Sîfrits Ankunft in Worms beginnt mit einem Paukenschlag. Der fremde Recke war den Burgunden als Eroberer des… …Nibelungenhorts und Drachentöter vorgestellt worden. Als aber König Gunther auf den Helden zutritt und sich erkundigt, was ihn denn ins Land der Burgunden führe… …umstehenden Burgunden durch immer verletzendere Worte. Das überrascht. Nichts im Handlungsbeginn des Epos lässt eine solche Kehrtwende vermuten. Zwar möchte der… …und gebärdet sich am Burgundenhof als vermessener Herausforderer, der es mit den Wormsern aufnehmen will. Dass er um Krîmhilts Hand werben möchte, ist… …ihm entfallen. Erst im letzten Moment gelingt es Gernot, dem Konflikt ein Ende zu setzen. Die Wellen glätten sich und der Held wird in Ehren empfangen… …unterschiedlich beantwortet 1 : 1 Ausschlaggebend für die nachstehende Klassifizierung war es, die Antworten der Forscher in ihrer Verschiedenartigkeit hervortreten… …sperrte. 361 Ingeborg Cavalié – Voraus geht A. Heusler (1920–29), der durch komparatives Quellenstudium ein „Brünhildenlied“ als (rein hypothetische)… …. Heusler scheidet die heikle Episode der 3. âventiure aus seinen Rekonstruktionen aus, ordnet sie also implizit der ‚Anschwellung‘ zu und kommt später mit… …Anreicherungen einreiht, die dem ersten Teil des Epos Fülle und Gehalt geben sollten. – Dem widersprechen der rekonstruierende H. Schneider (1962) und auch der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Britta-Juliane Kruse, Verborgene Heilkünste. Geschichte der Frauenmedizin im Spätmittelalter, de Gruyter, Berlin, New York 1996 (Quellen und

    Thomas Bein
    …Buchbesprechungen Britta-Juliane Kruse, Verborgene Heilkünste. Geschichte der Frauenmedizin im Spätmittelalter, de Gruyter, Berlin, New York 1996… …Seiten starke Buch gliedert sich in 11 Hauptkapitel. Etwa eine Hälfte der Monographie (Kap. 1–8) ist der Darstellung des Gegenstandes gewidmet, die andere… …Hälfte stellen Hss.-Beschreibungen, Texteditionen, nützliche Register und Listen dar. In der Medizingeschichte repräsentiert die Erforschung der… …adäquat beurteilt werden, wenn man die traditionsmächtige Vergangenheit kennt. Auf diese Aufarbeitung der Tradition folgen – auf die deutschen Texte… …zugeschnittene – Untersuchungen zum Aufbau der Traktate und Rezepte und damit im Zusammenhang zur Struktur von Wissensvermittlung und zu den erschließbaren oder… …doch zu vermutenden Adressaten. Kulturgeschichtlich besonders interessant ist das 6. Kapitel, das der ‚Darstellung des weiblichen und männlichen… …Buchbesprechungen jedem Fall zu berücksichtigen und dürften durchaus auch als Interpretamente bei der Analyse fiktionaler Texte fungieren. Aufschlussreich wäre z.B… …. ein Vergleich von Virginitätsproben in medizinischer und poetischer Literatur sowie eine Untersuchung möglicher Einflüsse der einen auf die andere… …Anziehung) vielleicht auch eine Parallele bei Walther von der Vogelweide hat: Halsen, triuten, bî gelegen (61, IV). Natürlich ist der Kontext bei Walther ein… …anderer, die Nähe der Formulierung aber auffallend. Eine Form von ‚erotischer Klimax‘ begegnet freilich auch bereits in den in antiker Liebesdichtung…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2001

    Andreas Hensel, Vom frühen Minnesang zur Lyrik der Hohen Minne. Studien zum Liebesbegriff und zur literarischen Konzeption der Autoren Kürenberger

    Kerstin Helmkamp
    …Buchbesprechungen Andreas Hensel, Vom frühen Minnesang zur Lyrik der Hohen Minne. Studien zum Liebesbegriff und zur literarischen Konzeption der… …an Theorien an, die von einem fortlaufenden Veränderungsprozess der mittelalterlichen Lyrik ausgehen, bei dem Grenzen gleichzeitig etabliert und… …Vielfalt des Minnesangs insgesamt – aber auch die der Liedcorpora einzelner Dichter – zu erklären“ (S. 13), und zum anderen Zitate immer wieder herauslösen… …(Gattungs)Darstellung zur mittelalterli- 1 Hans Robert Jauss: Theorie der Gattungen und Literatur des Mittelalters, in: GRLMA 1, hg. v. Hans-Ulrich Gumbrecht, Heidelberg… …die mittelalterliche Lyrik als Rollendichtung mit Spielcharakter und analysiert Verschiebungen im Code der Liebe und der Genderkonstruktionen. Die… …Kürenbergers sind laut Hensel durch traditionelle Vorstellungen über die Geschlechter geprägt; im Allgemeinen werde die Frau zur Trägerin der Liebeserfahrung… …stilisiert und klage neben der „feindseligen Umwelt“ auch über die „Untreue des Mannes“ (S. 37f.). So setze die Sprechsituation meist eine Trennung voraus… …, unter der die Frau stärker als der Mann leide. Hinweise auf die spätere klassische Minnelyrik seien – von einzelnen Forderungen nach staete oder einem… …grundsätzlich durch Differenzen und binäre Oppositionen bestimmt, ‚Weiblichkeit‘ und ‚Männlichkeit‘ würden aber immer wieder neu definiert. So könne sich der Mann… …Beziehung durch den Dienstgedanken strukturiert und der Mann unterwerfe sich der Frau als summum bonum. Meinloh von Sevelingen knüpft laut Hensel daran an und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2001

    Gottfrieds von Straßburg „Tristan“, Santiago de Compostela, 5.–8. April 2000

    Detlef Goller
    …erfüllten mit ihrer von der DFG geförderten Tagung ein Desiderat der deutschsprachigen Tristanforschung, was auch schon durch die große Resonanz auf die… …Einladungen deutlich wurde. Der erste Teil der Tagung war dem Thema ‚Überlieferung‘ gewidmet. In ihrem Eröffnungsvortrag legte Ingrid Bennewitz (Bamberg) ihren… …Schwerpunkt auf die Tristan-Überlieferung sowie die Editionsproblematik. Nach Betrachtung der Überlieferungsgeschichte nebst Edition, einem konkretem Beispiel… …und der Sonderstellung der Handschrift M bescheinigte Bennewitz der Ausgabe von Marold/Schröder zwar weitgehende Fehlerlosigkeit, regte aber dringend an… …Ziegeler (Köln) stellten die Tristan-Handschrift W*kl. f°88 des Kölner Stadtarchivs vor. Ziegeler verwies auf Folgen für die Rezeptionsgeografie der Tristan-… …Überlieferung, während Brüggen ein System der Text- und Stoffgliederung durch die Illustrationen entwickelte. Anhand des niederfränkischen Tristan-Fragments… …wandte sich Tomas Tomasek (Münster) wie Ziegeler gegen die Annahme einer provinziellen Beschränktheit der Überlieferung. Die von ihm als eher eigenständig… …Interpretation der charakteristischen Oppositionen von Leben-Tod, Liebe-Leid, fin amors-honour diente ihm als Basis für Rückschlüsse auf die verschiedenen… …Minnekonzeptionen der Autoren. Die Untersuchung der Rolle Brangaenes, vor allem in der Szene des Brautunterschubs, bei Thomas, Eilhart und Gottfried führte Eberhard… …postulierte er eine unentwirrbare Mischung der verschiedenen Erzähltypen, wobei dabei neue Sinnpotenziale aufgespannt würden. Anhand der Paradigmen des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Dennis Howard Green, Language and History in the early Germanic World, University Press Cambridge 1998

    Heinrich Beck
    …BUCHBESPRECHUNGEN Dennis Howard Green, Language and History in the early Germanic World, University Press Cambridge 1998 Der Verfasser (Schröder… …Professor Emeritus of German an der Universität Cambridge) legt hier eine Arbeit vor, die aus einem dreijährigen Vorlesungszyklus entstanden ist – ein Faktum… …, das mit zur Lesbarkeit und klaren Präsentation der Argumente beigetragen haben mag. Green will nicht unbedingt neue Ergebnisse vorlegen, vielmehr in… …seiner eigenen Anordnung der sprachgeschichtlichen Materialien und ihrer Korrelation mit den historischen Fakten eine Sicht gewinnen, die die Begegnung der… …germanischen Stämme mit der römischen und christlichen Welt illustrieren soll. Der letzte Satz des Werkes formuliert die Intention treffend: Es sei ein Buch… …(des germanisch-sprachigen Europa) möchte der Verf. aus der Perspektive der Sprachgeschichte neu beleuchten. In einem ersten Teil wird die germanische… …Begegnungen mit der nichtgermanischen Welt: der classical antiquity (ergänzt durch die Einbeziehung des Keltischen und der osteuropäischen Ethnien) und dem… …Christentum. Man könnte in der Anordnung die Widerspiegelung eines historischen Ablaufes vermuten. Dem ist teilweise auch so, doch erblickt Green darin auch die… …systematischer Zugriff fallen zusammen. Die übergreifenden Gesichtspunkte der Arbeit lassen sich in drei Richtungen charakterisieren: A. Methodisch ist die Arbeit… …. Linguistisch-Historische Beiträge“ (1. Aufl. 1883) sprach. Schrader prägte dann auch den Begriff der „linguistischen Paläontologie“ – in dem Glauben, aus den „Trümmern der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2001

    Eberhard und Elfriede Berger, Carl Hauptmann. Chronik zu Leben und Werk. Verlag frommann-holzboog, Stuttgart 2001.

    Eberhard Hilscher
    …Hauptmanns spätes Schauspiel „Krieg. Ein Tedeum“ schrieb der 16-jährige Rezensent Berthold Brecht: „Es ist eine wunderschöne Dichtung […] und vielleicht ein… …starkes Drama“, aber vermutlich werde der „feine Duft des Werkes“ auf der Bühne „zerstäuben“. In der Tat zerstäubten oder verblassten die meisten… …Theaterstücke, Verse und Prosaepen dieses schlesischen Schriftstellers, der heute kaum noch Beachtung findet und im Schatten seines erfolgreichen jüngeren Bruders… …begabten Kopf, der 1858 in der schlesischen Riesengebirgsgegend geboren wurde und nach naturkundlichen und philosophischen Studien in Jena und Zürich mit… …Bravour promovierte. Ihm winkten Professur und wissenschaftliche Meriten, bis er es nicht lassen konnte, seit Mitte der neunziger Jahre mit seinem bereits… …„Der abtrünnige Zar“ von 1918, die der namhafte Kritiker Herbert Ihering als „Regiebuch des ‚neuen Theaters‘“ pries; ferner auf die Romane „Mathilde“ und… …vor allem „Einhart der Lächler“, ein Maler-Schicksal schildernd. Spannend zu lesen sind in der „Chronik“ die Abschnitte über Carl Hauptmanns Amouren… …mit der polnischen Kommilitonin Josepha Krzyzanowska, der Schauspielerin Paula Cohn und der Komponistin Anna Teichmüller. Mehrmals gefährdete er die Ehe… …und feste Bindung erfolgten, weil der schlesische Autor eine Vorliebe für die Wesergegend entdeckte. Die Verfasser der „Chronik“ beschreiben insgesamt… …bei einem Dorffest, das der Romancier später im 4. Buch seines „Einhart“ beschrieb. Anschließend lud er die Worpsweder Freunde zur Premiere seines…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Ankündigung einer Tagung „Deutsche Literatur des Mittelalters in Böhmen und über Böhmen“

    …NOTIZ Ankündigung einer Tagung „Deutsche Literatur des Mittelalters in Böhmen und über Böhmen“ Das Institut für Germanistik der Pädagogischen… …Fakultät der Südböhmischen Universität beabsichtigt, vom 12.-13. (14.) September 2002 eine weitere Tagung zum Thema „Deutsche Literatur des Mittelalters in… …vorgesehen: – 13. Jh.: Lyrik in Böhmen, Ulrich von Etzenbach, Heinrich von Freiberg u.a.; – 14. Jh.: der Prager Hof und die Universität, Legenden, Chroniken; –… …15. Jh.: der Ackermann aus Böhmen, Literatur der vorhussitischen und der hussitischen Zeit; – Tschechische Rezeption mittelhochdeutscher bzw…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2001

    Ankündigung eines DFG-Symposions: „Rhetorik – Figuration und Performanz“ vom 23. bis 26. September 2002

    Jürgen Fohrmann
    …NOTIZEN Ankündigung eines DFG-Symposions: „Rhetorik – Figuration und Performanz“ vom 23. bis 26. September 2002 Im Auftrag der Deutschen… …Forschungsgemeinschaft soll vom 23. bis 26. September 2002 unter dem Thema „Rhetorik – Figuration und Performanz“ in der Villa Vigoni (Loreno di Menaggio, Italien) ein… …internationales und interdisziplinäres Symposion stattfinden. Es folgt organisatorisch dem Muster der DFG-Symposien, deren Reihe mit dem Barock-Symposion des Jahres… …1974 eröffnet wurde. Seit den 1980er Jahren prägen die Annahmen (in Bejahung oder Ablehnung) eines ‚rhetoric turn‘ die Selbstverständigungsdebatten der… …. Positionen der Dekonstruktion). Dieser Prämisse zufolge ist der Sinn von Texten also nichts Vorgängiges, das durch „copia“ nur angereichert würde, sondern… …entfaltet sich in der Form der Texte selbst. Wichtige wissenschaftliche Auseinandersetzungen der letzten zwei Dezennien lassen sich auf die jeweilige Haltung… …zu dieser Annahme beziehen: etwa die Diskussion um den Gegenstandsbereich der Literaturwissenschaften und um die Verfahren der Historiographie (Hayden… …White u.a.), die Dekonstruktion, die writing culture- Debatte der Ethnologie (seit Clifford Geertz), die Frage des „Gattungsunterschieds“ zwischen… …Performativitätsdiskussion der Medien u.a.m. Das vorgeschlagene Symposion verfolgt das Ziel, diese Diskussionen durch ihren systematischen Rückbezug auf Probleme der Rhetorik… …gegenwärtige Reflexion zu nutzen. Dabei wäre zu zeigen, dass gerade in der Spannung zwischen Figuration und Performanz nicht nur die „alte Rhetorik“, sondern…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Ordnung und Unordnung in mittelalterlicher Literatur. Deutsch-amerikanische Mediävistentagung in München/Ruhpolding, 20.–23. 6. 2000

    Kathryn Starkey, Andreas Kraß
    …Probleme der Konstruktion und Dekonstruktion literarischer Ordnung standen im Mittelpunkt des von C. Stephen Jaeger (Seattle) und Wolfgang Harms (München) in… …Ruhpolding bei München ausgerichteten Treffens junger amerikanischer und deutscher Wissenschaftler der germanistischen Mediävistik. Wie schon das vorige, im… …und Diskussionen zeichneten sich vier methodische Problemfelder ab, die mit den literaturwissenschaftlichen Beschreibungsebenen der Handschrift, der… …Gattung, des Einzeltextes und der Figurenrede korrespondieren. Die kodikologisch, gattungstheoretisch, textpoetologisch bzw. sprechakttheoretisch angelegten… …zu denken sind. 1. Der Großteil der Beiträge widmete sich poetologischen Strategien der Ordnungsstiftung und -brechung auf der Ebene des Einzeltextes… …deutscher Bearbeitung. Zum Repertoire narrativer Verfahren der Ordnungsinszenierung zählen die Figur der Ekphrasis und die Technik des gesteuerten Blicks; der… …kontrollierten Inszenierung von Unordnung dient das Prinzip der Hybridität. An der poetischen Figur der Ekphrasis zeigte Haiko Wandhoff (Humboldt-Universität… …Berlin) in seinem Beitrag „Der geordnete Kosmos im Text: Bild, Schrift und Zahl in literarischen Bildbeschreibungen des hohen Mittelalters“, auf welche… …‚Zeitkunst‘ Literatur zugleich mit räumlichen Formen imprägniert. In der Beschreibung von Erecs Krönungsmantel durch Chrétien wie auch in der Darstellung von… …der Ordnung durch Fremderfahrung im ‚Herzog Ernst‘ B“ vorführte, der Konstruktion textueller Ordnung dienen. Anhand der Gryppia-Episode arbeitete er…
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