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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2000

    Helmut Pape, Klopstock. Idee und Wirklichkeit dichterischer Existenz um 1750. Peter Lang. Europäischer Verlag der Wissenschaften, Berlin, Bern, New

    Jürgen Jacobs
    …Buchbesprechungen Helmut Pape, Klopstock. Idee und Wirklichkeit dichterischer Existenz um 1750. Peter Lang. Europäischer Verlag der Wissenschaften… …Gottlieb Klopstocks“, der dann später einige weitere Publikationen zu Leben und Werk dieses Autors folgten. In einem neuen voluminösen Buch hat Pape nun… …Kommunikationsbedingungen, unter denen der „Messias“ und die Oden das lesende Publikum erreichten. So sehr Klopstock hier aus seinem historischen Ambiente heraus verstanden… …(vgl. S. 21ff., 341). Allerdings muß er dann doch einräumen, daß Miltons Vorbild und die Anregungen der Schweizer Kunstrichter Bodmer und Breitinger… …nicht unwesentlich für Klopstocks Dichtertum waren und daß der Freundschaftskult des jungen Dichters als „typisch für die Epoche der Empfindsamkeit“… …Jubiläumsjahres 2003 das Interesse für den Autor des „Messias“ und der epochemachenden Odendichtungen wieder beleben wird. Das mag nicht jedem einleuchten, denn… …ausgebildet. Wie es nun auch um die Möglichkeit einer Klopstock-Renaissance bestellt sein mag, unbestreitbar ist, daß Pape mit seiner Untersuchung der… …unglückliche, von Bizarrerien nicht freie Liebesgeschichte mit der Cousine Fanny. Besonderes Interesse beansprucht die gründlich dokumentierte Schilderung von… …, 572). Höchst aufschlußreich für die spätere Entwicklung Klopstocks sind die Bemerkungen zu den Textänderungen, die der Autor bei Neuauflagen in seinen… …Literatur eingeführt hat, entspricht ganz der herrschenden Meinung unter den Literaturhistorikern. Neu ist indessen die Formel, mit der hier die Wirkung…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2000

    Brigitte Derendorf, Der Magdeburger Prosa-Äsop. Eine mittelniederdeutsche Bearbeitung von Heinrich Steinhöwels ,Esopus‘ und Niklas von Wyles

    Hubertus Menke
    …Buchbesprechungen Brigitte Derendorf, Der Magdeburger Prosa-Äsop. Eine mittelniederdeutsche Bearbeitung von Heinrich Steinhöwels ,Esopus‘ und Niklas… …Magdeburg eine niederdeutsche Fabelsammlung, der sog. „Magdeburger Prosa-Äsop“, dessen eine Druckfassung wohl von Simon Koch (BC Nr. 216), die andere bei… …Moritz Brandis (BC Nr. 215) aufgelegt wurde. Es handelt sich um eine mehr oder weniger getreue Übersetzung der hochdeutschen Äsop-Bearbeitung des Ulmer… …Humanisten Heinrich Steinhöwel aus der Zeit um 1475, mit freilich – worauf erstmals Hartmut Beckers hinwies – eigenständigen Ausdeutungen (Epimythion) im… …geistlichen Sinne. Bis dato fehlten genauere Untersuchungen zur Entstehung, Sinndeutung und Überlieferungsgeschichte des Werks. Mit ihrer an der Universität… …Münster eingereichten Dissertationsarbeit legt B. Derendorf nun eine profunde Aufarbeitung vor, die den Stellenwert der mittelniederdeutschen Bearbeitung im… …Rahmen der Äsop-Überlieferung umfassend klärt: Die Studie geht von einer ausführlichen Beschreibung des hochdeutsch-lateinischen „Ulmer Äsop“ (als… …(Autornennung, Dedikation) nutzt, andererseits auch gattungstheoretische Überlegungen (fabula als allgemein ,fiktionale Erzählung‘) enthält, und der vorgesetzten… …, Vita) ins Deutsche hat Steinhöwel als ein ,sinngemäßes‘ Übersetzen kommentiert. In kritisch referierender Auseinandersetzung mit der Forschungsliteratur… …betont Derendorf, dass diese Übersetzungspraxis durchaus in der herkömmlichen spätmittelalterlichen Tradition stehe, also keineswegs der humanistischen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2000

    Gedicht der „Seifried Helbling“-Sammlung (SH VIII, 1–410)

    Inés de la Cuadra
    …GEDICHT DER „SEIFRIED HELBLING“-SAMMLUNG (SH VIII,1–410) Abstract von Inés d e l a C u a d r a , Bern Die vorliegende Studie unternimmt den Versuch, anhand… …Grade von Fiktionalität an Texten gezeigt werden, die sich mit der sozialen Mobilität von Bauern befassen. Bei der Gegenüberstellung der Erzählung von… …‚Ruprecht und Geppe‘ („Renner“ V. 1565–1712) mit einem Ausschnitt aus der „Seifried Helbling“-Sammlung (SH VIII,1–410) stellt sich heraus, inwiefern… …in der Literaturwissenschaft nicht aufrecht erhalten werden, das hat die jüngere Forschung immer wieder geltend gemacht. Jeder geschriebene Diskurs… …dient der Erkenntnis und verwendet mimetische Mittel, ist bereits Interpretation und somit ein Abbild von ‚Realität‘. 1 Intention, Verfahren und… …Reinhart Koselleck (Sprache und Geschichte 10), Stuttgart 1986, bes. S. 145–160 (Kapitel: Die Fiktion der Darstellung des Faktischen); Wolfgang Iser: Das… …Gabriel: Fiktion, in: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Neubearbeitung des Reallexikons der deutschen Literaturgeschichte. Gemeinsam mit… …stellt sich die Frage, ob der moderne Begriff von Fiktion einem mittelalterlichen überhaupt vergleichbar ist. Fiktionale Literatur, die nicht allegorische… …historischen Anspruch hin. Der höfische Roman ist in einen Gebrauchszusammenhang eingebunden und kann eine didaktische Dimension für sich beanspruchen. 4 Auf der… …anderen Seite ist zu bedenken, dass die Historie im mittelalterlichen Wissenschaftssystem der artes liberales der Grammatik und der Rhetorik zugeordnet war…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2000

    Matthias Harder, Erfahrung Krieg. Zur Darstellung des Zweiten Weltkrieges in den Romanen von Heinz G. Konsalik. Mit einer Bibliographie der

    Volker C. Dörr
    …Bibliographie der deutschsprachigen Veröffentlichungen des Autors von 1943–1996 (Epistemata – Würzburger wissenschaftliche Schriften. Reihe Literaturwissenschaft… …sich ihre Gesamtauflage zu der immensen Quantität von 85 Millionen addiert. Weniger der literarischen Qualität von exemplarischen Texten Konsaliks gilt… …Harders Untersuchung; der Verfasser läßt keinen Zweifel daran aufkommen, daß auch er die Texte für ästhetisch wenig anspruchsvoll hält. Ihm geht es vielmehr… …Folie unterlegt werden (können)“ (S. 21f.). Es leuchtet, im Blick auf die Eigenheiten der deutschen Geschichte wie des Textuniversums Konsaliks… …zu, der wie kein anderer metonymisch für Konsalik selbst einzutreten vermag: „Der Arzt von Stalingrad“ (1956). Mythisierendes Erzählen und eine… …ideologische Struktur, die verbreitete zweifelhafte Klischees (‚der Russe‘) ebenso verwendet wie bestärkt, versuchen, den Kriegsverlierer (‚den guten deutschen… …Nietzsches Geschichtsphilosophie der Tragödienschrift und zur Konzeption des Apollinischen und Dionysischen herauslesen läßt (vgl. S. 75–79) – darüber kann… …reagiere: von der mythisierend-heroisierenden Gestaltung eigener Kriegserfahrungen („Der Arzt von Stalingrad“) über Dokumentation und Satire („Manöver im… …hier im einzelnen sein mögen – erhellende Kontraste ergeben sich in der Konfrontation allemal. In einem Falle ist das Verfahren besonders überzeugend… …: Der Vergleich von Konsaliks heute wohl weitgehend unbekannter Bilddokumentation „Stalingrad“ (1968) – einer, wie Harder minutiös nachweist, Kontrafaktur…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2000

    Wolfram von Eschenbach, Parzival. Studienausgabe. Mittelhochdeutscher Text nach der sechsten Ausgabe von Karl Lachmann, Übersetzung von Peter Knecht

    Eberhard Nellmann
    …BUCHBESPRECHUNGEN Wolfram von Eschenbach, Parzival. Studienausgabe. Mittelhochdeutscher Text nach der sechsten Ausgabe von Karl Lachmann, Übersetzung… …erschienene (und seither häufig nachgedruckte) Ausgabe gleichen Titels des de Gruyter-Verlags. Zu Recht wurde der Vorgängerausgabe vorgeworfen, dass sie… …. Schließlich der kritische Apparat: auch er neu geordnet, mit größeren Ziffern als bisher, dadurch besser lesbar und besser benutzbar. Insgesamt eine opulente… …eigene Recherchen gestützt, teils auf die Korrekturliste in der Edition des Klassiker-Verlags1 – etwa 150 Druckfehler und andere Versehen verbessert (zu… …ergänzen: 115,21 hetenz statt hetens; 258,3 schoenste statt schönste). Nur ein Teil der Fehler findet sich schon in der Erstausgabe von 1833; der Rest ist… …später hinzugekommen. – Schirok hat Lachmanns Text ansonsten nicht angetastet, so dass sich seine Ausgabe in Wortlaut und Interpunktion durchaus von der… …Klassiker-Edition (1994) unterscheidet. Verdienstvoll ist auch die Korrektur des Apparats an ca. 45 Stellen. Hier dürfte eine genaue Überprüfung der Handschriften D… …und G wohl noch vieles ergeben. Im Folgenden gebe ich eine kleine Nachlese aus meiner Arbeit am Parzival-Kommentar (vor der Lemma-Klammer der neue Text)… …: Parzival. Nach der Ausgabe K. Lachmanns revidiert und kommentiert von E. Nellmann, übertragen von D. Kühn, 2 Bde., Frankfurt 1994. 445 Buchbesprechungen… …(oeheim, waz wirret dier?) muss es heißen: „dir alle“ (statt: „die alle“). Gegen die Tücken der Lesemaschine ist offensichtlich niemand gefeit. Zur…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2000

    Beda Allemann, Zeit und Geschichte im Werk Kafkas, hg. v. Diethelm Kaiser und Nikolaus Lohse. Wallstein Verlag, Göttingen 1998.

    Armand Nivelle
    …. Beda Allemann war sich schon in seinen ersten Äußerungen zur Literaturproblematik bewußt, daß die Literatur als spezifische Seinsweise der Kultur zwar… …ideologische Vereinnahmung gefeit machen, solange sie sich auf ihre Spezifität besinnt. Gemeint ist dabei nicht etwa nur eine verspätete Affirmation der… …Unabhängigkeit der Dichtung von religiösen, moralischen und sonstigen Leitbildern und Herrschaftsansprüchen, wie das der Fall war in den Grenzstreitigkeiten… …anläßlich der Autonomie-Vindikationen der klassischen Ästhetik, sondern vielmehr eine Hervorhebung der inwendigen Eigenart des literarischen Kunstwerks, die… …. Es handelt sich um eine Sammlung von unverändert abgedrucken Aufsätzen, die im Laufe von zweieinhalb Jahrzehnten entstanden sind, in Anbetracht der… …Hauptaugenmerk gilt der poetischen Struktur von Kafkas Dichtung, ohne deren Kenntnis die Werke nur unzureichend charakterisiert und interpretiert werden können… …Grundposition besteht nämlich in dem Nachweis, daß eine inhaltlich-thematische Interpretation den Sinn der Romane notwendigerweise verfehlen muß, wenn sie nicht… …, was unter anderm die Unfaßbarkeit des Unfaßlichen demonstrieren soll. Das, was Allemann als das Hauptthema von Kafkas Dichtung bezeichnet, nämlich „der… …erniedrigte, von seinem Ziel abgeschnittene Mensch“, ist in die Temporalstruktur der Romane eingebettet und ohne sie mißverständlich. Erst die immanente… …Zeitstruktur des Erzählwerks eröffnet den Zugang zu den Bedingungen des menschlichen Daseins im Sinne Kafkas. Der erste Aufsatz ist das Redemanuskript eines…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2000

    Zu Friedrich Heinrich Jacobis Briefwechsel und Bibliothek

    Hansjörg Schelle
    …MISZELLE ZU FRIEDRICH HEINRICH JACOBIS BRIEFWECHSEL UND BIBLIOTHEK von Hansjörg S c h e l l e , Biberach Dem Umfang der überlieferten Quellen nach… …ist C. M. Wieland der bedeutendste Korrespondent im 1. Band von „Friedrich Heinrich Jacobi: Briefwechsel“ (= FHJBr) 1 . Ihre vom älteren Bruder J. G… …Mitgliede“ der „Königlichen Akademie der Wissenschaften in München“ unter der Präsidentschaft F. H. Jacobis im Jahre 1808. 2 Die erste, unter dem Zeichen der… …Empfindsamkeit stehende Begegnung der Brüder Jacobi mit Wieland bei den La Roches in Ehrenbreitstein hat F. H. Jacobi in seinem oft zitierten Brief vom 16.6.1771… …an den Grafen Chotek festgehalten; es war Jacobi, der sich (1771/72) um den Verlag der 2. Ausgabe des „Agathon“ bemühte und an der Fortsetzung des… …Romans kritisch Anteil nahm; und es war er, der Wieland (1772) für die Idee eines Journals nach dem Vorbild des „Mercure de France“ gewann. Zwar wurde der… …, 1, S. 274–275; II, 2, S. 389–390). Dokumentiert der 1. Band den fruchtbarsten Abschnitt ihrer Beziehungen, so handelt der 2. Band von deren abruptem… …Abbruch durch Jacobi, den Wielands Anschauungen „Über das göttliche Recht der Ob- 1 Friedrich Heinrich Jacobi: Briefwechsel. Gesamtausgabe. Hg. v. Michael… …Brüggen u. Siegfried Sudhof [†] [I, 1 u. 2]/Gesamtausgabe [der Bayerischen Akademie der Wissenschaften], Begründet v. Michael Brüggen u. Siegfried Sudhof†… …Wieland-Museum in Biberach an der Riss und seine Handschriften, in: JDSG 1981, S. 561. 601 Hansjörg Schelle rigkeit“ empört hatten; im 3. Band, in den Jahren der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2000

    Siegfried Christoph, Lemmatisierter Index zu den Werken des Strickers (Indices zur deutschen Literatur 30), Max Niemeyer, Tübingen 1997.

    Franz-Josef Holznagel
    …1997. Der Stricker gilt zu Recht als einer der wichtigsten mittelhochdeutschen Autoren des 13. Jahrhunderts. Von daher wäre es nur zu wünschen, wenn ein… …zuverlässiger lemmatisierter Index vorliegen würde, der den Wortschatz seiner Texte zusammenstellte. Für die historische Linguistik könnte damit ein umfangreiches… …Corpus zum ersten Mal systematisch erschlossen werden, und die Literaturwissenschaft besäße ein wichtiges Arbeitsmittel, das zum einen bei der… …das vom Stricker verwendete Wortmaterial nötig ist. Hierzu zählen beispielsweise Wortfeld-Studien, wie sie in der Stricker-Forschung bereits eine… …längere Tradition haben, ferner Analysen zu der markanten Metaphorik, welche die kleinepischen Stücke (quer zu allen Texttypen) untereinander und z.T. auch… …noch mit dem „Karl“ und dem „Daniel“ verbindet, sowie eine systematische Untersuchung der auffälligen Sprecherstilisierungen in diskursiv organisierten… …Texten oder Textteilen, die von den unterschiedlichen Persuasionsstrategien der Stücke abhängen und deshalb je nach Aussageabsicht und argumentativer… …Anzahl der dem Index zugrundegelegten Texte, 2. die Wahl der Ausgaben, nach denen das Material erhoben wurde, sowie 3. die Praxis der Lemmatisierung und… …der grammatischen Bestimmung der Belege betreffen. Zu 1.: Nach dem Ausweis handschriftlich tradierter Verfassernamen und der in den größeren Texten… …inserierten Autorsignaturen sind dem Stricker die beiden Großepen „Karl der Große“ und „Daniel von dem Blühenden Tal“, ferner der „Pfaffe Amîs“, die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2000

    Nicole Rosenberger, Poetik des Ungefügten. Zur Darstellung von Krieg und Verfolgung in Ilse Aichingers Roman „Die größere Hoffnung“ (Untersuchungen zur österreichischen Literatur des 20. Jahrhunderts, Bd. 13). Braumüller, Wien 1998.

    Barbara Thums
    …Debatte ausgelöst hat, legte Ilse Aichingers Roman „Die größere Hoffnung“ ein Zeugnis der zur Verhandlung stehenden Aporien ab. Aichingers Roman reflektiert… …die mit diesem Bruch verbundene Krise des Bedeutens und weist darauf hin, daß diese Form der Sprach- und Darstellungsreflexion gerade nicht mit einem… …radikalen Neubeginn gleichzusetzen ist, der in der Diskussion um die Stunde Null zur Debatte stand. Nicole Rosenbergers Studie siedelt Aichingers Roman sowie… …ihr Frühwerk in diesem Diskussionszusammenhang an und macht unter Einbezug einer kritischen Relektüre der Rezeptionsgeschichte deutlich, daß die… …auch dort, wo man sich – wie die Gruppe 47 – in der Gegenwart eines Nachkriegs versammeln will und ein gegen die Verstrickungen der Alten, in die Zukunft… …gerichtetes literarisches Programm des unmittelbaren, erlebnisorientierten Realismus anstrebt, ist man der Dialektik von Erinnern und Vergessen unterstellt… …. „Die größere Hoffnung“ folgt dagegen nicht der Illusion eines radikalen Neubeginns, sondern greift bestehende (Erzähl-)Traditionen aus der Bibel, den… …macht Aichinger zur Außenseiterin in der Gruppe 47 und in der deutschen Nachkriegsliteratur, was sich in der Rezeption des Romans widerspiegelt… …Hoffnung“ wurden in seiner Rezeptionsgeschichte mehrfach wiederholt, des weiteren wurde die Transzendierung der empirischen Realität durch deren Anbindung an… …einen existentiellen Freiheitsbegriff als Verletzung der allgemeinen Sprachregelung über das ‚Unfaßbare‘ in seiner Einzigartigkeit aufgefaßt und damit als…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2000

    Kerstin Bartels, Musik in deutschen Texten des Mittelalters, Lang, Frankfurt/M. u.a. 1997 (Europäische Hochschulschriften 1601).

    Martin J. Schubert
    …, Die Monographie auf Grundlage einer Göttinger Dissertation (1996) hat sich ein enorm weites Feld gesteckt: die Darstellung und Funktion der Musik in… …gegliedert nach Ort und Anlass der musikalischen Aufführung: sie enthält drei Hauptabschnitte zu den Musizierenden (Musik der Engel, des Teufels und der… …überwiegt der Gesang: zwischen Otfried und dem späten 13. Jh. werden bei ihnen keine Instrumente beschrieben (S. 70f.); ihre Instrumente sind vor allem die… …durch die Bibel vorgegebenen Hörner (S. 93–99). Der Teufel reizt als Musikant und Sänger zum Tanz (S. 110–114). Der umfangreiche Abschnitt zur Musik der… …Menschen ist viergeteilt. Unter (I) „Musik der Kirche“ werden alle Formen des Gotteslobs behandelt: die durchgängig mit Gesang geschmückte Messe (S. 139)… …sowie ausgiebig die literarische Wiedergabe biblischer Szenen (S. 157–193). Auch bei (II) „Musik am Hof und in der Stadt“ werden für die Einzelsituationen… …, 256, 306). So stellt sich heraus, dass höfische Schilderungen der Musik bei Einzug und Fest prägend wirken für die Wiedergabe ähnlicher Szenen in… …nahezu ausschließlich Signalfunktion (S. 297). Verständlicherweise kurz ist der Abschnitt über (III) „Musik im Dorf“ (S. 347– 356), wo fast nur vom Tanz… …die Rede ist. Auch das Kapitel (IV) mit dem verbleibenden Rest („außerhalb des Hofes, der Stadt und des Dorfes“ – S. 357) bleibt übersichtlich: es… …behandelt die Musik bei Jagd, Reise und Kampf, wobei in allen drei Fällen der Einsatz von Signalinstrumenten überwiegt (S. 393). Ein abschließender Überblick…
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