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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/1998

    Arthur Groos, Romancing the Grail. Genre, Science and Quest in Wolframs’ Parzival, Ithaca 1995.

    John M. Clifton-Everest
    …Mikhail Bahktins Überlegungen zum Parzival. Der russische Theoretiker, des Französischen beinahe unkundig, war bei der Suche nach mittelalterlichen… …gefunden zu haben. Der repräsentative höfische romancier, Chrétien oder Hartmann z. B., schreibe nach Bahktin nur monoglossal: den unveränderlichen… …eine heteroglossale Erzählung: der Dichter erziele seine subtilen Effekte durch eine Vielfalt von ineinanderverschlungenen Erwartungen bezüglich Genre… …, der zu den Romanen eines Tolstois führe. Der Amerikaner Groos, der sich in den letzten Jahrzehnten mit seinen Studien besonders über die religiösen… …Auswirkungen. Es liegt in der Natur einer solchen Zielsetzung, daß vordergründig keine integrierte und lineare Interpretation des Werkes angestrebt wird. Das… …, eine erstaunliche Integrierung gerade in dieser Vielfalt zum Vorschein tritt. Groos macht z. B. deutlich, wie die drei in der Argumentation des Werkes… …in den frühen von ihm behandelten Episoden (Begegnung mit den Rittern in Soltane, Rittermachung durch Artus, Unterlassene Frage auf der Gralsburg)… …bedient sich Groos eines detaillierten Vergleiches mit den entsprechenden Passagen in der Quelle, Chrétiens, Contes di graal. Aus dieser fruchtbaren… …Gegenüberstellung gelingt es ihm zu zeigen, wie sehr es Wolfram um jene Vorstellung vom Urtyp der Sünde ging, der das mittelalterliche Denken prägte: das Verwechseln… …schon im vergötternden Kniefall Parzivals vor Karnahkarnanz deutlich erkennbar, daß sich die Anbetung auf das Ritterliche bezieht. Der daraus entstehende…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/1998

    Schizophrenie oder Melancholie? Zur problematischen Differentialdiagnostik in Georg Büchners „Lenz“.

    Harald Schmidt
    …Büchners „Lenz“ gilt gemeinhin als geniale literarische Antizipation der erst von der modernen Psychiatrie abgegrenzten Schizophrenie. Der Rekurs auf den… …: die „Melancholie“. An zwei charakteristischen Symptomkomplexen der Erzählung, dem Versündigungs- und dem Verneinungswahn, zeigt der Beitrag die… …gilt, fast unisono, als geniale literarische Antizipation der bekanntlich erst 1896 bzw. 1908 nosologisch abgegrenzten Schizophrenie, genauer, einer… …ihrer Varianten, der Katatonie. Diese eindeutige diagnostische Zuschreibung, der die meisten Büchnerphilologen gefolgt sind, entstammt einer frühen… …Festlegung der literaturgeschichtlich interessierten Psychiatrie. Nachdem Rudolf Weichbrodts materialreiche Lenz-Pathographie 2 aus dem Jahre 1921 bei dem… …historischen Stürmer und Dränger die katatonische Spielart der Schizophrenie konstatiert hatte, ohne die poetische Wiederbelebung des „Falls“ bei Büchner zu… …aktualisierte Überlegungen aus dem Einleitungsteil meiner Dissertation: Melancholie und Landschaft. Die psychotische und ästhetische Struktur der… …Naturschilderungen in Georg Büchners „Lenz“, Opladen 1994. 2 Rudolf Weichbrodt: Der Dichter Lenz. Eine Pathographie, in: Archiv für Psychiatrie und Nervenkrankheiten… …62, 1921, S. 153-187. 516 Schizophrenie oder Melancholie? sechziger Jahren Manfred in der Beeck und Gerhard Irle auch für die literarische Figur… …Büchners die Schizophreniediagnose. 3 Diese Festschreibung erscheint freilich aus mehreren Gründen fragwürdig – abgesehen von der der Antizipationsthese…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Eckart Conrad Lutz, Das Dießenhofener Liederblatt. Ein Zeugnis späthöfischer Kultur. Mit einem Faksimile, 19 Abb. und einer Tonbandkassette (Literatur und Geschichte am Oberrhein 3). Schillinger Verlag, Freiburg im Breisgau 1994.

    Max Schiendorfer
    …Tonbandkassette (Literatur und Geschichte am Oberrhein 3). Schillinger Verlag, Freiburg im Breisgau 1994. Angesichts der luxuriösen Aufmachung des vorliegenden… …Bandes und des darin präsentierten Forschungsaufwands wirkt der behandelte Untersuchungsgegenstand selber reichlich unergiebig. Man lasse sich von der… …je einem spätmittelalterlichen Liebeslied beschrieben. Zwar handelt es sich nicht eigentlich um eine Neuentdeckung. Der Fund datiert von 1904, und die… …der nicht sonderlich engagierten Behandlung durch den ersten Herausgeber, blieb die Entdeckung aber einer breiteren Öffentlichkeit verborgen und ließ… …literaturgeschichtlichen Aspekte richtet er sein Interesse auf die umfassend verstandenen »primären Gebrauchszusammenhänge« der Dießenhofener Lieder (S. 11), somit auf deren… …Geschichte 47, 1907, S. 203–205. 139 Buchbesprechungen Streichholzschachtel zusammengefaltet. Im Unterschied zur sonst vorherrschenden Tradierungsform der… …erfolgt. Vielmehr dürfte sie für den praktischen Gebrauch eines Musikanten bestimmt gewesen sein, der das Blatt (wohl neben weiteren Blättern gleicher… …den praktizierenden Interpreten eine solche Gedächtnisstütze durchaus sinnvoll und hilfreich gewesen sein. Ähnliches gilt bezüglich der den Texten… …es sich um das weitaus älteste Stück: Schriftbild und Wasserzeichen datieren es ziemlich genau auf das Jahr 1400 (S. 14–16). Soweit der kodikologische… …Befund. Literarisch fügen sich die beiden Lieder gut zu dem Bild, welches beispielsweise das bekannte (etwa 70 Jahre jüngere!) Liederbuch der Augsburger…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Marienlexikon, hrsg. im Auftrag des Institutum Marianum Regensburg e. V. von Remigius Bäumer und Leo Scheffczyk. 6 Bde. St. Ottilien: EOS-Verlag 1988–1994.

    Susanne Fritsch-Staar
    …faszinierendsten geschichtlichen Gestalten und Symbolen der europäischen Kultur. In der Geschichte ihrer Verehrung spiegeln sich Träume und Sehnsüchte, Einsichten… …und Erfahrungen, Wege und Irrwege von Menschen ...“ 1 . Bereits der Name „Marienlexikon“ signalisiert, daß es sich nicht allein um ein theologisches… …ist grundsätzlich gerechtfertigt durch einen notwendigen interdisziplinären Dialog, wozu die Zielvorgabe der Herausgeber bereits einlädt: Durch die… …, ikonographischer, musikwissenschaftlicher und nicht zuletzt literaturgeschichtlicher Aspekte soll ein möglichst umfassendes Bild der Gottesmutter in Geschichte und… …Gegenwart gezeichnet werden. Der Aufbau der Artikel folgt keinem starren System, sondern ist grundsätzlich flexibel und damit gegenstandsadäquat… …wichtige Publikationen zum Thema enthält und sich auf dem neuesten Stand der Forschung befindet. Allerdings: eine Besonderheit ist die Mariensigle @, eine… …überflüssige technische Spielerei, deren Vorteil der Platzersparnis durch eine eingeschränkte Lesbarkeit erkauft wurde. Dem schnellen Zugriff eher abträglich ist… …die Tatsache, daß der Nachtragsband ohne Registerband erschienen ist. Letzterer ist unbedingt notwendig, um einen Überblick über die Stichworte des… …unbekanntere ikonographische Darstellungmuster zu zählen sind (z. B. dreihändige Madonna, Madonna del parto, Hostienmadonna oder eine Schreinmadonna). Mit der… …Präsentation einiger Holzschnitte aus der Physiologus-Tradition sowie zahlreicher Gnadenbilder oder der Abbildung von Marienheiligtümern stellen sie eine wahre…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Claudia Wasielewski-Knecht: Studien zur deutschen Parzival-Rezeption in Epos und Drama des 18.–20. Jahrhunderts, (Europäische Hochschulschriften Reihe I: Deutsche Sprache und Literatur Bd. 1402.), Frankfurt/Main, Berlin, Bern u. a. (Peter Lang) 1993. 329 S.

    Claudia Rück
    …Hochschulschriften Reihe I: Deutsche Sprache und Literatur Bd. 1402.), Frankfurt/Main, Berlin, Bern u. a. (Peter Lang) 1993. 329 S. Der Titel der vorliegenden Arbeit… …„eine zusammenhängende Untersuchung zur Rezeption des Parzivalstoffes in der deutschen Literatur über einen längeren Zeitraum“ bisher nicht vorlag (S. 9)… …Karl Gustav Vollmoeller, Gerhart Hauptmann, Albrecht Schaeffer) und speziell mit dem Verlust der mittelalterlichen Doppelwegstruktur in diesen Werken… …in deutschsprachiger erzählender Literatur für Jugendliche und für Erwachsene nach 1945. Ein Überblick von den Anfängen der literarischen… …jedoch immer noch ein Desiderat der Mediävistik bzw. der Rezeptionsforschung. Die Studie Wasielewski-Knechts zielt darauf, diese auffällige Lücke zu… …schließen. Nach der Einleitung gibt die Verfasserin in knapp gefaßten Kapiteln Hinweise zur Stoffauswahl, Stoffbegrenzung und inhaltlichen Vorgehensweise (S… …. 13–17) und zur „Rezeptions-Methodik und Bewertung“ (d. h. Bewertung der künstlerischen Qualität der ausgewählten Texte; S. 17–25). Im Hauptteil ihrer… …Nachkriegszeit oder: Parzival-Rezeption nach dem 2. Weltkrieg bis in die 70er Jahre; Die achtziger Jahre), gibt allerdings innerhalb der Abschnitte das Verfahren… …allein ihre Leistung in der Bewältigung dieser umfangreichen Textsammlung verdient Anerkennung. Neu ist der Ansatz der Arbeit, nämlich die Untersuchung der… …zahlreiche gelungene Datailbeobachtungen. Der entscheidende Mangel der Studie ist das Fehlen eines reflektierten theoretischen Ansatzes wie auch von…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/1998

    Stefanie Golisch, Ingeborg Bachmann zur Einführung. Junius Verlag, Hamburg 1997.

    Ursula Töller
    …Beurteilung der Werke anderer AutorInnen, macht es nicht leicht, über ihr Werk zu schreiben. Aber dieser Satz ist nicht nur ein 1 Die Werke von Ingeborg… …lyrische Werk steht zunächst der in der zweiten Hälfte der 50er Jahre vollzogene Genrewechsel von der Lyrik zur Prosa im Mittelpunkt der Darstellung. Die… …Antwort, die Stefanie Golisch auf diese gravierende Veränderung gibt, lautet: „Die Abkehr Bachmanns von der Lyrik erscheint [...] nicht zuletzt als bewußte… …allerdings vorschnell die Schärfe, die in der Kontroverse lag und verkennt den Konflikt, den der Genrewechsel für Ingeborg Bachmann bedeutet hat. Die… …ihrem Werk stehen wie man will – in der Tat kein Zweifel.“ (48) Leider setzt sich der weitere Verlauf der Darstellung und Diskussion des Werkes von… …Ingeborg Bachmann in dieser Weise fort. Über weite Passagen wird der Inhalt lediglich nacherzählt und mit eindeutigen Urteilen belegt, obwohl gerade einer… …„trivialen Oberflächendeutung des Textganzen“ (120) entgegengewirkt werden soll. Mehrfach wird auf die thematische Kontinuität (39, 44) der literarischen Texte… …verwiesen, unabhängig davon in welchem Genre der Text gehalten ist. Offen bleibt aber, worin diese Kontinuität besteht. In der Einleitung wird der „Konflikt… …von Ich und Welt“ (13) als zentrale Thematik des Werkes hervorgehoben, ohne dieser im weiteren Verlauf jedoch nachzugehen. Lediglich das Thema der… …Utopie wird entwickelt. In diesem Zusammenhang bleibt das eminent wichtige Motiv der Sprache, das Bachmann immer eng mit dem der Utopie verbunden hat…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/1998

    Autonomie, Heteronomie und Literarizität in den „Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders“ und den „Phantasien über die Kunst“

    Jost Schneider
    …„PHANTASIEN ÜBER DIE KUNST“ von Jost S c h n e i d e r , Bochum Dieser Aufsatz will zeigen, daß die „Herzensergießungen“ und die „Phantasien“ in der… …weder für eine nostalgische Refunktionalisierung (Malerei als ,Dienerin der Religion‘) noch für eine forciert moderne Entfunktionalisierung (Musik als… …Lösung des aus der Erneuerung der Künste resultierenden Legitimationsproblems vorgestellt, wobei die Herdersche Geschichtsphilosophie eine entscheidende… …theoretical premise of special importance to the literary aesthetics of Wackenroder and Tieck. I. [. . .] die Kunst ist eine Tochter der Freyheit, und von der… …Nothwendigkeit der Geister, nicht von der Nothdurft der Materie will sie ihre Vorschrift empfangen. Jetzt aber herrscht das Bedürfniß, und beugt die gesunkene… …Menschheit unter sein tyrannisches Joch. Der N u t z e n ist das große Idol der Zeit, dem alle Kräfte frohnen und alle Talente huldigen sollen. Auf dieser… …groben Waage hat das geistige Verdienst 161 Jost Schneider der Kunst kein Gewicht, und, aller Aufmunterung beraubt, verschwindet sie von dem lermenden… …jenen Wandel der Kultur seiner Epoche, der die Schriftsteller der Geniezeit zu vielfältigen und weite Teile der modernen Literatur prägenden Neuansätzen… …zur Funktionsbestimmung der von Funktionslosigkeit bedrohten Künste nötigte. Als besonders wirkungsmächtig erwiesen sich hierbei neben den Ansätzen von… …rechtfertigen. Kunst und Literatur sollten nur ihren eigenen Gesetzen gehorchen, aber gerade indem sie dies taten, sollten sie – gleichsam einer eigenen List der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Noch einmal: Die Heiden als Kinder Gottes in Wolframs, Willehalm‘

    Joachim Heinzle
    …Wolframs ‚Willehalm‘ zu verstehen sind, erregt die Gemüter. Spricht Giburg hier den Heiden den Status der Gotteskindschaft zu und verläßt damit den Boden der… …durfte. 1 Die Entscheidung war mir nicht leicht gefallen, weil sie – wie man damals annehmen mußte – der einen Stelle eine Riesenlast an Bedeutung… …, „wäre“, „mindestens denkbar“) und verzeichnete, um die Diskussion offenzuhalten, explizit die konkurrierenden Erklärungen (S. 1025 f. mit S. 800). Der… …bekräftigen. 3 Dies schien mir umsomehr angezeigt, als inzwischen Rüdiger Schnell in einem grundlegenden Beitrag gezeigt hatte, daß sich der Gedanke einer… …Gotteskindschaft der Heiden im theologischen Diskurs der Zeit keineswegs so ungeheuerlich ausnehmen mußte, wie man bisher meinte: 4 die Gefahr einer… …interpretatorischen Überbelastung der Verse war insoweit nicht gegeben. Meine Stellungnahme provozierte heftigen Protest, der bezeichnender Weise dadurch ausgelöst… …wurde, daß ich auf den Zusammenhang der Forschungsdiskussion mit jenem obsoleten Mittelalter-Bild hingewiesen hatte, das – wie Peter von Moos ironisch… …pointierte – „aus geheimen Gründen“ noch immer „tabuisiert“ wird. 5 Ralf-Henning Steinmetz 6 und Chri- 1 Wolfram von Eschenbach, Willehalm. Nach der… …Handschrift 857 der Stiftsbibliothek St. Gallen. Mittelhochdeutscher Text, Übersetzung, Kommentar (Bibliothek des Mittelalters 9), Frankfurt 1991, S. 1025 f. 2… …leider geeignet, Verwirrung zu stiften. Ich will daher in der gebotenen Kürze noch einmal erläutern, was gegen die Erklärungen Schröders und Knapps spricht…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/1998

    Das neue Pathos und seine Vorläufer. Beobachtungen zum Verhältnis von Frühexpressionismus und Symbolismus

    Gregor Streim
    …frühen Expressionisten griffen bei der Formulierung ihres Programms auf die Ideen der ihnen vorangegangenen, symbolistischen Avantgarde zurück. Die… …Manifeste und Artikel der ersten Gruppe des literarischen Expressionismus, des Neuen Clubs, zeigen, daß deren Mitglieder sich nicht nur in ihrer literarischen… …articles of the first group of literary Expressionists, der Neue Club (‘the New Club’), show that its members were not only influenced by Symbolist lyric… …poetry, but also shared George’s and Hofmannsthal’s theoretical ideas on art in many points. Daß der literarische Expressionismus mit den symbolistischen… …und ästhetizistischen Tendenzen der Jahrhundertwende in vielfältiger Weise verknüpft war, ist immer wieder festgestellt worden. Schon in den… …zeitgenössischen Rezensionen und in den Erinnerungen der Expressionisten finden sich zahlreiche Hinweise auf die Vorbildfunktion, die symbolistische Lyrik für viele… …expressionistische Autoren hatte, und die Expressionismus-Forschung hat diese Verbindungen in manchen Punkten bestätigt. Trotzdem ist das Verhältnis der… …Expressionisten gerade zu den deutschen Symbolisten bis heute keineswegs geklärt. Wie die Zeitgenossen so sind sich auch die Literarhistoriker uneinig in der Frage… …Expressionisten der ihr vorangegangenen Avantgarde grundsätzlich ambivalent gegenüberstanden. Unbestritten ist der Einfluß des französischen wie des deutschen… …in ironischer und polemischer Weise auf George, Rilke oder Hofmannsthal anspielen und die ästhetische und mentale Position der eigenen Generation…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift f" Ausgabe 3/1998

    Hans Ruef, Sprichwort und Sprache. Am Beispiel des Sprichworts im Schweizerdeutschen. Berlin, New York 1995 (= Studia Linguistica Germanica 1995).

    Harald Burger
    …Germanica 1995). Das Buch enthält zwei ungleichgewichtige Teile: einen ersten, kürzeren, der theoretische Überlegungen zum Sprichwort enthält, und einen… …Buchbesprechungen Beginnen wir mit dem gewichtigeren Teil, der Sammlung: Es handelt sich dabei um die bisher größte Kollektion schweizerdeutscher Sprichwörter, deren… …, regionale und lokale Sammlungen, Dialektwörterbücher und Grammatiken, Texte der Mundartliteratur. Die Darstellung der Sprichwörter richtet sich nach folgendem… …zugeordnet, z.B. „Geiss“ für die folgenden drei Belege: 1928 Asen e Gitzi git mit der Zit e Geiss (,So ein Zicklein wird mit der Zeit eine Geiss‘), 1897 Fill… …chlini Mökli mache faiss Und e Gizi gitt mit-der Zitt e Gaiss (,Viele kleine Brocken machen fett und ...‘), 1869 Asen e Gitzi git mit der Zit e Geiss. Man… …sieht, daß der jüngste Beleg vollständig identisch ist mit dem ältesten. Als Lemma wird meist „das auffälligste Nomen“ gewählt (88). Der Verf. verzichtet… …darauf, eine Nennform des Sprichwortes als „Dach“ für die Varianten anzusetzen, was mir angesichts der starken Variabilität der Parömien plausibel… …erscheint. Die Gesamtmenge der Belege wird dann alphabetisch nach den Lemmata angeordnet. Vielen Lemmata sind mehrere verschiedene Sprichwörter (d.h. also… …Reihenfolge der Belege innerhalb eines Sprichworts ist umgekehrt chronologisch. Die Datierung der Quellen erlaubt einen Überblick über die Entwicklung der… …Varianten. Ferner werden die Belege (meistens) lokalisiert, soweit möglich, nach den Angaben der Autoren selbst. Die Bedeutung des Sprichworts wird erläutert…
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