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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2007

    Das Artikulierte und das Inartikulierte – Zum semantischen Wandel der Artikulation in der ‚Sattelzeit‘

    Zum semantischen Wandel der Artikulation in der ‚Sattelzeit‘
    Markus Wilczek
    …Abstract DAS ARTIKULIERTE UND DAS INARTIKULIERTE Zum semantischen Wandel der Artikulation in der ‚Sattelzeit‘ von Markus W i l c z e k , Baltimore… …Dieser Artikel vollzieht die semantische Rekonfiguration des Paradigmas der ‚Artikulation‘ um 1800 nach. Ausgehend von einer Lektüre der Schriften… …Verhältnisses vom Artikulierten zum Inartikulierten um 1800 die Entwicklung der Artikulation zur zentralen Denkfigur strukturalistischen Denkens möglich machte… …relationship of the articulate to the inarticulate which took place around 1800. [1] Ein ‚Begriff der dritten Art‘ On pourrait appeler la langue le domaine des… …son devient le signe d’une idee. (Ferdinand de Saussure) 1 Dass die Sprache die Domäne der Artikulationen sei, gehört zu den mittlerweile klassischen… …Versuchen, das Wesen der Sprache zu bestimmen. ,Klassisch‘ heißt in diesem Fall allerdings nicht, wie so oft in der Geistesgeschichte, ‚folgenlos‘ im Sinne… …eines allseits respektierten, gleichwohl zu den Akten gegebenen Befundes. Denn wenn Claude Lévi-Strauss 1945 in dem für die Theoriebildung der… …de linguistique générale, hg. v. Tullio de Mauro, Paris 1972, S. 156. Freilich legt der Verweis auf eine „Seite 26“, der gewiss nicht den Vorlesungen… …niederschlägt. Für den vorliegenden Zusammenhang bleibt indes ausschlaggebend, dass es der von Bally und Sechehaye konstituierte Text des „Cours“ war, der zum… …gesellschaftlichen Ordnungssystem gerade auf der Artikuliertheit beider Systeme. 2 Signifikante Einheiten der Sprache wie der Gesellschaft konstituieren sich dieser…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2007

    Neues Licht auf alte Fragen – Die Stellung des Leipziger Fragments in der Überlieferungsgeschichte des „Heliand“

    Die Stellung des Leipziger Fragments in der Überlieferungsgeschichte des „Heliand“
    Heike Sahm
    …Abstract DISKUSSION NEUES LICHT AUF ALTE FRAGEN Die Stellung des Leipziger Fragments in der Überlieferungsgeschichte des „Heliand“ von Heike S a h m… …, Köln Das im April 2006 in der Leipziger Universitätsbibliothek entdeckte „Heliand“- Fragment ist für die Überlieferungsgeschichte des Textes von hoher… …, Fitteninitiale), findet sich in L; auch weitere Besonderheiten (Versinitialen, abgesetzte Verse, Korrekturen) haben P und L gemeinsam. Der Fundort legt nahe, dass… …es sich bei *L um jenen Codex handelt, der den sächsischen Humanisten des 16. Jahrhunderts bekannt war. Demnach wären in L und P Fragmente jener… …Handschrift erhalten, aus der Flacius die Vorreden entnommen hat. Da P und L dem Archetypus besonders nahe stehen, ist die Datierung der Vorreden neu zu… …from which Flacius took the preface. Because L and P are particularly close to the archetype, the dating of the preface must be reconsidered. Der… …altsächsische „Heliand“, das erste Großepos der deutschen Literaturgeschichte, ist ungewöhnlich reich und früh überliefert. Zwei weitgehend vollständige… …Handschriften und drei Fragmente waren bislang bekannt, und allein die heute in London verwahrte Handschrift C ist wohl erst hundert Jahre nach der mutmaßlichen… …Münchener Handschrift M werden in die Zeit zwischen 850 und 875 datiert. 1 Das Fragment P, um die Jahrhundertmitte entstanden, hat innerhalb der frühen… …Textzeugen eine Sonderstellung inne, weil es 1 Zur Beschreibung und Datierung der „Heliand“-Handschriften und Fragmente vgl. die Angaben Taegers in der Edition…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Reflexion und Inszenierung von Rationalität in der mittelalterlichen Literatur

    Colloquium der Wolfram von Eschenbach-Gesellschaft Blaubeuren, 27. September - 1. Oktober 2006
    Ulrich Barton, Diana Lemke
    …TAGUNGSBERICHT REFLEXION UND INSZENIERUNG VON RATIONALITÄT IN DER MITTELALTERLICHEN LITERATUR Colloquium der Wolfram von Eschenbach-Gesellschaft… …Blaubeuren, 27. September - 1. Oktober 2006 Das Schlagwort von der ‚Renaissance des 12. Jahrhunderts’ und Max Webers Diktum von der ‚Entzauberung der Welt‘… …Schwerpunkten im 12. und 16. Jahrhundert vorausgesetzt wird. Das Colloquium „Reflexion und Inszenierung von Rationalität in der mittelalterlichen Literatur“ der… …Wolfram von Eschenbach- Gesellschaft (in Zusammenarbeit mit der Mediävistischen Abteilung des Deutschen Seminars der Universität Tübingen) hatte es sich… …daher zur Aufgabe gemacht, zu untersuchen, inwieweit Rationalisierungstendenzen in der Literatur des Mittelalters fassbar werden. Die Analyse der… …Beziehung zwischen gesellschaftlichen Rationalisierungsprozessen und Formen ihrer ästhetischen Repräsentation stand somit im Blickpunkt der Tagung. Es sollte… …konzeptualisieren sind. Zum anderen sollte der Frage nachgegangen werden, inwieweit ein produktives Spannungsverhältnis zwischen historischen… …eröffnete die Tagung mit der Warnung vor allzu großer Naivität in der Anwendung des Begriffs ‚Rationalität‘ und der programmatischen Forderung nach… …historischer Kontextualisierung: Wenn ‚Rationalität‘ als literaturwissenschaftliche Kategorie handhabbar sein soll, dürfe der Begriff nicht mit zu stark… …Konstellationen gibt, aufgrund derer der Begriff allererst an Kontur gewinnt. Frank Bezners Vortrag („Wissensmythen? Lateinische Literatur und Rationalisierung im…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    ‚Vertikalisierung‘ und ‚Leitvarietät‘

    Terminologie-Probleme im Blick auf die Entstehung der neuhochdeutschen Schriftsprache
    Werner Besch
    …DISKUSSION ‚VERTIKALISIERUNG‘ UND ‚LEITVARIETÄT‘ Terminologie-Probleme im Blick auf die Entstehung der neuhochdeutschen Schriftsprache von Werner B e… …prestige-dominante Sprachmuster in der sozial-hierarchischen Sprachschichtung eines Landes auf dem Weg zur Spracheinigung. Für England und Frankreich mit ihren frühen… …nicht. Der Einigungsprozess ist hier erheblich verzögert, geprägt durch ein großregionales Nebeneinander, bis im 16. und in der ersten Hälfte des 17… …– und nicht schon um die folgenden Phasen der Sprachsystematisierung und Durchsetzung der neuhochdeutschen Schriftsprache. 1 Man kann von einer… …‚unendlichen Geschichte‘ sprechen: Generationen von Germanisten haben sich darum bemüht, die Entstehung der neuhochdeutschen Schriftsprache mit überzeugenden… …Jahrzehnten (1863–1936) nacheinander drei ‚Entstehungstheorien‘ vorgelegt wurden, die sich weitgehend widersprachen und heute in ihrem jeweiligen Ansatz von der… …Fachwelt nicht mehr akzeptiert werden. 1 1 Zu Details vgl. Werner Besch: Die Entstehung und Ausformung der neuhochdeutschen Schriftsprache / Standardsprache… …, in: Sprachgeschichte. Ein Handbuch zur Geschichte der deutschen Sprache und ihrer Erforschung. 2., vollständig neu bearbeitete und erweiterte Aufl… …Unterschiedlichkeit zu erfassen. 2 Nur auf einer solchen Grundlage schien es möglich zu sein, die Ansätze und eventuell auch die sprachlandschaftlichen Anteile an der… …die entscheidende Frage, wann, wie und warum aus der territorialen Konkurrenz schließlich doch eine Einheit erwuchs. Andere europäische Sprachen hatten…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2007

    Regenschirmforschung

    Robert Walsers Bildungskritik im Zusammenhang der moralistischen Tradition
    Georg Stanitzek
    …REGENSCHIRMFORSCHUNG Robert Walsers Bildungskritik im Zusammenhang der moralistischen Tradition von Georg S t a n i t z e k , Siegen Abstract Hier… …wird die These vertreten, dass Robert Walsers Bildungskritik im Zeichen der Moralistik zu lesen ist. Diese findet mit Walser ihren Ort in der… …deutschsprachigen literarischen Moderne: in einem Werk, dem es in der Friedrich Nietzsche-Nachfolge gelingt, abstinent gegenüber gängigen lebensphilosophischen… …Reduktionen zu bleiben. Das Argument wird am Beispiel der Behandlung des „Philisters“ in Walsers Texten durchgeführt. Auch wird die ebenso prekäre wie in diesem… …Zusammenhang unvermeidliche Frage der Philistrosität von Literaturwissenschaft diskutiert. Dabei findet die Walser’sche Annahme Berücksichtigung, dass Bildung –… …, Stuttgart 1971 [= Der Deutschunterricht, Beiheft I zu Jg. 23/1971], S. 71–92, hier: S. 72. 574 Regenschirmforschung eigentlich hervorgebracht worden ist. 2… …Wahrnehmbarkeitsschwelle hat Robert Walsers verstreute Produktion in der zweiten Hälfte seines Schaffens systematisch unterschritten. Als handelte es sich objektiv um einen… …wird. Lektüren hätten dem in der einen oder anderen Weise Rechnung zu tragen 4 – auch wenn es natürlich unmöglich ist, die Buchform ex post wieder in die… …, gibt Walsers Werk in der uneinholbar verspäteten Lektüre jedenfalls einen Aspekt von Unwirklichkeit und hat ihm insofern geschadet, als vom Reichtum der… …Walser als Moralisten und Bildungskritiker zu begreifen, als Moralisten der Bildung also. In der Walser-Forschung sind seine Rückbezüge auf die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2007

    Sängerpolemik und literarischer Selbstbezug in der Sangspruchdichtung: Aspekte der Streitkommunikation

    Margret Egidi
    …SÄNGERPOLEMIK UND LITERARISCHER SELBSTBEZUG IN DER SANGSPRUCHDICHTUNG: ASPEKTE DER STREITKOMMUNIKATION von Margreth E g i d i , Konstanz Abstract Der… …. Spruchmeisterpolemik – so Burghart Wachinger in seiner Sängerkrieg-Monographie – ist maßgeblich auf die Frage der Kunstmeisterschaft, der literarischen Geltung hin… …Beitrags steht zum einen die Frage nach dem Verhältnis zwischen Sängerpolemik und literarischer Selbstbezüglichkeit in Sangspruchstrophen. An der Reflexion… …Textebenen verhält. Als zweites Frageinteresse schließen sich an die Analyse der drei Textbeispiele jeweils Überlegungen zum Verhältnis von Text und… …Aufführungssituation an. Beides ist methodisch strikt voneinander zu trennen: der rein textanalytische Zugriff von den Hypothesen zur textexternen Kommunikationsstruktur… …Sängerpolemik und literarischer Selbstbezug in der Sangspruchdichtung len zweier gegnerischer Sänger entwerfen und alternierend unmittelbar aufeinander antworten… …, sei es nun im fiktiven, sei es im nicht-fiktiven Streit. 3 1. Wendet man sich zunächst der Relation zwischen der poetologischen und den anderen… …verschiedenen Ebenen, die gleichwohl nicht einfach als ununterscheidbar bezeichnet werden können. Ich differenziere zwischen drei Textebenen der Polemik: Als… …erstes ist die ‚Sach‘-Ebene der Auseinandersetzung zu nennen – das Sujet des Streits ist Thema. Zweitens die Polemik gegen die ‚Person‘ des Gegners: Indem… …er angegriffen wird, wird er gleichsam selbst zum Thema. Drittens schließlich wird in der Polemik gegen die kunst des Gegners Literatur selbst…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2007

    Daniel Cuonz: Reinschrift. Poetik der Jungfräulichkeit in der Goethezeit, Fink, München 2006.

    Daniela Gretz
    …Buchbesprechungen Daniel Cuonz: Reinschrift. Poetik der Jungfräulichkeit in der Goethezeit, Fink, München 2006. Spätestens seit Jochen Hörischs1… …gleichnamiger, nicht unumstrittener Veröffentlichung zählt es zu den unvollendeten Großprojekten der Germanistik, einer ‚anderen Goethezeit‘ auf die Spur zu… …kommen. Nicht zuletzt geht es dabei wohl um eine Ehrenrettung der deutschen Kunstperiode im Zeichen der neueren (vorwiegend französischen) Literaturtheorie… …. Diesem Projekt scheint sich auch Daniel Cuonz Studie zur „Poetik der Jungfräulichkeit in der Goethezeit“ verschrieben zu haben. Auf den ersten Blick… …handelt es sich um einen weiteren Beitrag zur von der Forschung bereits ausgiebig thematisierten Konstruktion von (vornehmlich weiblichen)… …der deutschen Klassik. Interessant und innovativ ist dabei jedoch zunächst der von Cuonz in der Einleitung markierte, durchaus produktive Ausgangspunkt… …seiner Untersuchung, die chiastische Verschränkung der gehäuften Darstellung der ‚schönen Reinen‘ mit der ästhetischen Figur des ‚reinen Schönen‘: „Zu… …überprüfen ist inwiefern die Literatur der Goethezeit mit der Verlegenheit der theoretischen Ästhetik produktiv umzugehen weiß, indem sie das theoretische… …Teilen notwendigerweise stark vereinfachenden, Parforceritts durch die Ästhetik der deutschen Klassik in Gestalt der einschlägigen Texte ihrer… …der Reinheit als eigentliche Essenz der klassischen Ästhetik heraus, die, wie für Cuonz u.a. bei Karl Philipp Moritz deutlich wird, paradoxerweise…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2007

    Ostmitteldeutsche Schreibsprachen im Spätmittelalter (OSSIS), Tagung in der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, 21. und 22. Juli 2006

    Luise Czajkowski, Corinna Hoffmann
    …TAGUNGSBERICHT OSTMITTELDEUTSCHE SCHREIBSPRACHEN IM SPÄTMITTELALTER (OSSIS) Tagung in der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig 21. und… …22. Juli 2006 Eine flächendeckende Dokumentation der ostmitteldeutschen Schreibsprachen von den Anfängen der Überlieferung bis ca. 1500 ist ein… …Desiderat in der sprachhistorischen Forschung. Deshalb ist geplant, ein entsprechendes Projekt im Rahmen des Akademienprogramms zu etablieren. Der… …Vorbereitung diente die Leipziger Tagung. Ursprüngliche Idee war es, einen historischen Sprachatlas des Ostmitteldeutschen nach dem Vorbild des Atlasses der… …mittelniederdeutschen Schreibsprachen oder des Historischen Südwestdeutschen Sprachatlas zu erarbeiten. Aus diesem Grund wurde zunächst in groben Zügen eine Erfassung der… …Ergebnisse vorhandener Forschungen, die sich allerdings auf zeitlich, räumlich und inhaltlich sehr heterogene Quellen beziehen (u.a. aus der Frings-Schule) in… …einer Datenbank zusammengeführt. Im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen im Verlauf der Tagung standen Fragen der Quellenauswahl, der Corpusbildung… …und der Darstellungsweise. Es galt also, Grenzen und Möglichkeiten des Projekts zu diskutieren. Hans Ulrich Schmid (Leipzig) eröffnete als Initiator des… …Projekts und der Veranstaltung die Tagung mit einem Referat zum Thema „Ostmitteldeutsche Schreibsprachen im Spätmittelalter. (Vor-) Überlegungen zu einem… …Ostmitteldeutschen. Robert Peters (Münster) referierte über die praktische Arbeit am Atlas der mittelniederdeutschen Schreibsprachen, Norbert Richard Wolf (Würzburg)…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2007

    Christian Moser: Buchgestützte Subjektivität. Literarische Formen der Selbstsorge und der Selbsthermeneutik von Platon bis Montaigne, Niemeyer

    Dorothea von Mücke
    …BUCHBESPRECHUNGEN Christian Moser: Buchgestützte Subjektivität. Literarische Formen der Selbstsorge und der Selbsthermeneutik von Platon bis… …Montaigne, Niemeyer, Tübingen 2006. In dieser umfassenden Studie analysiert Christian Moser Schriften der griechischen und römischen Antike, des Kirchenvaters… …Augustinus und Petrarcas als Texte, die sich mit der ethischen Selbstformung befassen, indem sie Lektüreverhalten explizit ansprechen und implizit steuern. In… …sein autobiographisches Schreibverfahren. Auf der einen Seite steht das Lesen nicht nur im Zeichen der Selbsterkenntnis, sondern auch der Selbstformung… …. Auf der anderen Seite beschränkt sich die Aufgabe des Schreibens nicht auf die bloße Darstellung des Selbst, sondern erfüllt eine ethopoetische Funktion… …– es dient der Umgestaltung und der Disziplinierung des schreibenden Subjekts. (S. 9) Ganz einfach formuliert: Christian Moser untersucht die… …gegenwärtigen Theoriediskussion, zur Geschichte der Subjektivität, zur Autobiographieforschung sowie zur Diskussion der historischen Funktion literarischer Formen… …Lesens und der Verschriftlichung in ihren jeweiligen pädagogischen und psychagogischen Funktionalisierungen vermag zunächst einmal, eine simplizistische… …unproblematisches Verständis der antiken Tradition als auch Foucaults Idealisierung vermeintlich autonomisierender antiker Selbsttechniken in Frage: Beide, Gadamer… …und Foucault, stilisieren die Antike zu einem goldenen Zeitalter: Für den einen stellt sie das Muster einer lebendigen Tradition dar, in der die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2007

    Der große Mogol oder der Vater der Lügen des Schelmuffsky – Zur Parodie des Reiseberichts und zur Poetik des Diabolischen bei Christian Reuter

    Zur Parodie des Reiseberichts und zur Poetik des Diabolischen bei Christian Reuter
    Maximilian Bergengruen
    …Peters · Hartmut Steinecke · Helmut Tervooren 126. Band 2007 · Zweites Heft DER GROßE MOGOL ODER DER VATER DER LÜGEN DES SCHELMUFFSKY Zur Parodie des… …Christian Reuters „Schelmuffsky“ als eine Parodie der zeitgenössischen Indien-Reiseberichte (Olearius, Mandelslo, Andersen, Iversen, aber auch Laet, Tavernier… …in der oft erzählten Geburtsszene des Protagonisten. In der hier vorgeschlagenen Lesart ist der als Ratte gekennzeichnete Vater niemand anderes als der… …Teufel, der Vater aller Lügen – und somit auch der, die Schelmuffsky erzählt. Im Falle der Mogol-Episode handelt es sich jedoch nicht um beliebige… …teuflische Täuschungen. Der Erzähler, so sein Anspruch, lügt, um die Lügen, Erfindungen und Projektionen seiner Vorgänger-Texte wahrhaft aufzudecken. In this… …texts. I. Agra oder die wahre Seite der Lüge Es fällt dem Leser von Christian Reuters Roman „Schelmuffsky“ (Editio princeps 1696/1697) nicht ganz leicht… …in der „Reise-Beschreibung“ gedacht wird (Schelm., 9 f.) 1 , nicht ganz mit rechten Dingen zugeht: Ohne jemals Unterricht erteilt bekommen zu haben… …, ficht der Protagonist des Romans wie ein Meister dieser Kunst; nur einer immensen Überzahl von „100“ Seeräubern – und auch das nur in einer Art von Remis… …(er hat „weder Hieb noch Stich davon getragen“; Schelm. 115) – muss er sich ergeben. Bei jeder Tanzveranstaltung springt er, der niemals das Tanzen… …sahen sie mir alle auf die Beine, weil ich sie so artig setzen kunte!“ (Schelm. 87; ähnlich auch 45 ff.) 2 Überhaupt die Damenwelt: Diese kann der…
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