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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2018

    Erzählen zwischen Ursprungsmythos, Genealogie und Chronistik. Narrative in mhd. Klostergründungsgeschichten am Beispiel des "liber fundatorum" des Klosters Zwettl

    Michael Schwarzbach-Dobson
    …Klosterstifter, der Kuenringer, wie auch klerikale Ansprüche auf eine überzeitliche sakrale Geltung des heiligen Klosterraumes konvergieren so im Gründungsbuch… …Kopialbücher, d.h. Urkundensammlungen eines Klosters oder Stifts – verweist auf eine archivalisch-chronikalische Funktion der Gründungsgeschichten, die sich dem… …Figuren ein und geben ihnen Werte, d.h. eine Axiologie, und unterlegen ebendiese Elemente der Geschichte mit einem Erzählschema – letztlich also diejenigen… …Perspektivierung auf den Raum liegt zudem eine der grundlegenden Differenzen zwischen Klostergründungsgeschichten und anderen Ursprungserzählungen von ‚Heiligen… …Gemeinschaften‘, wie etwa Ordensgründungsgeschichten. Den dort entworfenen institutionellen Ordnungen wird zwar ebenfalls eine zeitlich offene Geltung… …. Aristoteles’ Gebrauch des Begriffs ‚Mythos‘ ist jedoch (wie es auch der allgemeine Forschungskonsens annimmt) in erster Linie als eine narrative Kategorie zu… …. 5 Die Klostergründungsgeschichten bringen diese zeitlichen und räumlichen Prämissen in eine narrative Form, die auch Krisenerfahrungen (wie etwa dem… …allgemein und im Besonderen anhand frauenmystischer Texte, die in einer Mischform aus Ursprungslegende, Vita und Heiligenlegende eine ganz eigene Form von… …entstanden sind (ebd., S. 486) – eine These, die auf mhd. Klostergründungserzählungen nur bedingt zuzutreffen scheint. Aufgrund der engen Verflechtungen… …kurz referiert: – eine deutsche Reimchronik zu Beginn der Handschrift (Bl. 1r–5r) eröffnet mit einer zeitlichen und räumlichen Situierung: Im Land des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2018

    "Sprachgeschichte des Deutschen' - Versuch einer neuerlichen Diskussion

    Hans-Joachim Solms
    …hinsichtlich ihrer (nicht unumstrittenen) Qualifizierung als Nationalphilologie eine zentrale Rolle gespielt hat (und noch spielt), ist hier die deutsche… …einschlägigen Studiengänge) und einer zugleich an vielen Universitäten stattfindenden Ressourcenverknappung wird die deutsche Sprachgeschichte als eine… …Zusammenhangs kann nur aus dem Fachverständnis selbst heraus und durch eine die Augenscheinlichkeit ablösende, die Erklärungspotenz sprachgeschichtlicher… …Zusammenhänge gerade und besonders für eine aktuelle Urteilsfindung tiefgründig herausarbeitende Analyse gegengesteuert werden. Hier geht es um den Erweis des… …‚auserforscht‘, dann ist eine solche Einschätzung nur denkbar, wenn ein Maßstab vorausgesetzt wird, an dem dies gemessen werden kann. Ein solcher Maßstab kann aber… …Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens Orientierungshilfe erwartet, zu erläutern. Dazu wird hier eine fachinterne Diskussion angeregt, bei der sich… …auszubreiten. Seine große und von erststellig aus der Perspektive der Schriftsprache heraus argumentierende Sprachgeschichte 12 hatte fachintern eine sehr… …Feuilleton 14 eine sehr positive Wertung erfahren. Nicht zuletzt aufgrund dieser kontroversen Einschätzung und im Zusammenhang der hier obwaltenden Intention…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2018

    Was ist deutsch oder was ist Deutsch? Fragen an die Sprachgeschichte

    Utz Maas
    …‚germanistisch‘ ausgerichtetes Publikum (gerade auch in der universitären Hörerschaft) abstellt, andererseits den Horizont der analytischen Betrachtung über eine… …Faktenwissen zur Sprachgeschichte, das einen nicht mehr überschaubaren Umfang erreicht hat, gebunden an eine immer weiter gehende Ausdifferenzierung von… …bestimmten Zeitraum und einem bestimmten gesellschaftlichen Raum üblich war. 3 Die Frage: Was ist deutsch? öffnet eine andere Perspektive auf die… …, spiegelt sich der Zusammenbruch der Weltordnung, die mit den kolonialen Verhältnissen seit dem 15. Jahrhundert eine Form gefunden hatte, mit der sich die… …. Gegenüber den gesellschaftlichen Prozessen hinter dem Rücken der Subjekte bleibt die sprachliche Repräsentation eine Voraussetzung für ihre demokratische… …dieser Prozesse führt zu kommunikativen Folgeerscheinungen, zu denen vor allem die neuen sozialen Medien gehören, die eine wichtige Rolle nicht zuletzt… …So avisierte z.B. August Schleicher: Die deutsche Sprache, Stuttgart 1860, S. iii, seinen Überblick mit der Zielsetzung, „eine tiefere Einsicht in die… …Aufgaben her zu fassen ist. Damit ist deutlich, dass eine so orientierte Sprachgeschichtsforschung sich nicht als weltfern abstempeln lassen muss. Vor diesem… …Hintergrund ist die Anlage gängiger Darstellungen zur Sprachgeschichte problematisch, die sich als homolog zu Biographien präsentieren, indem sie eine… …Entwicklung von den Anfängen bis zur Gegenwart präsentieren. 4 Bei Biographien ist die Identität der Person eine selbstverständliche Prämisse, aber bei den…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2018

    Zur Kasusbezeichnung im Hoch- und Niederdeutschen des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit. Ein Vergleich

    Marialuisa Caparrini
    …i , Ferrara Mit dem 15. Jahrhundert entsteht im deutschen Sprachraum eine reiche zweisprachige lateinisch-deutsche Grammatikliteratur, die die… …spätmittelalterlichen bzw. frühneuzeitlichen hochdeutschen und niederdeutschen grammatischen Überlieferung mit besonderem Augenmerk auf eine bestimmte Gruppe von… …Sprachgebiet. Es handelt sich allerdings um eine spärliche Überlieferung, die meistens nur aus zentralen Wörtern, d.h. aus den Grundbegriffen des grammatischen… …ars minor“ oder einfach auch als „Ars minor“ bekannt ist, enthält eine Darstellung der acht grundlegenden Wortarten (Nomen, Pronomen, Verb, Adverb… …Spätmittelalters Erst seit dem 15. Jahrhundert entwickelt sich eine eigentliche grammatische Literatur in deutscher Sprache, die selbstverständlich nicht die… …Übergang vom Lateinischen zum Deutschen bemerkenswerte geographische bzw. mundartliche Unterschiede aufweist. Eine Untersuchung der möglichen… …Übersetzungsstrategien aus dem Lateinischen zeigt eine starke Differenzierung zwischen dem Norden und Süden, d.h. eine „Nord-Südgliederung“, 11 die verschiedene… …. 225–254. 131 Marialuisa Caparrini im Folgenden zwei grammatische Texte des 15. Jahrhunderts verglichen, eine Heidelberger lateinisch-hochdeutsche… …sind die hier untersuchten Quellen verschiedenartig: Im Fall des Heidelberger Textes handelt es sich um eine zweisprachige lateinisch-deutsche… …Bearbeitung der „Ars minor“, während der „Tractatulus“ eine selbständige zweisprachig verfasste Lehrgrammatik der lateinischen Sprache ist, die nicht in der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2018

    Bernd Bastert (Hg.): Herzog Herpin. Kritische Edition eines spätmittelalterlichen Prosaepos

    Henrike Schwab
    …. Trotz des anhaltenden Erfolgs des Prosaepos von Herzog Herpin, welches noch in Feyerabends Buch der Liebe Aufnahme fand, lag eine Edition der ausufernden… …hervorgehoben, „weil sie sich in einzelnen Passagen und Formulierungen am deutlichsten von der Leithandschrift unterscheidet und daher eine bevorzugte und… …ausführliche Wiedergabe verdient“ (S. XXII). Ein inzwischen erschienener Kommentarband liefert eine eingehendere Beschreibung der Handschriften und insbesondere… …und Materialien (Glossar, Register der Personen- und Ortsnamen, Auswahlbibliographie) kurz gehalten. Eine gute Orientierung im verwirrenden… …Lektüre, hinzu kommt das fünfseitige Glossar zu häufiger vorkommenden Wörtern und ihren Varianten. Der nur wenig normalisierte Text setzt trotzdem eine… …, Sachen und Wissensfeldern sowie zu intratextuellen Bezügen innerhalb der vier Prosaepen“ (Kommentarband, S. 8) bereitstellt.) Eine wertvolle Ergänzung…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2018

    Luise Kempf: Adjektivsuffixe in Konkurrenz

    Peter O. Müller
    …. anhand ausgewählter Bereiche zu portraitieren“ (S. 5), was eine Begrenzung auf die frequentesten Suffixe -lich, -ig und -isch impliziert, zum anderen „soll… …Modellbildung, Empirische Grundlagen, Empirische Untersuchung). Das erste dieser Kapitel (S. 6–97) bietet zunächst eine Diskussion und Ablehnung generativer… …. Im Anschluss erfolgt die konstruktionsgrammatische Verortung der Arbeit sowie eine Klärung des zugrunde gelegten quantitativen Produktivitätsbegriffs… …13. Jahrhunderts. Eine historisch-synchrone Untersuchung anhand der ältesten deutschsprachigen Originalurkunden, Berlin, Boston 2012. 2 Barbara Thomas… …: Adjektivderivation im Nürnberger Frühneuhochdeutsch um 1500. Eine historisch-synchrone Analyse anhand von Texten Albrecht Dürers, Veit Dietrichs und Heinrich… …Wellmann: Deutsche Wortbildung. Typen und Tendenzen in der Gegenwartssprache. Eine Bestandsaufnahme des Instituts für deutsche Sprache, Forschungsstelle… …. Dieses wird allerdings für eine bessere Vergleichbarkeit mit dem Bonner Korpus nur zur Hälfte ausgewertet, was zu einer Begrenzung auf die Textsorten… …dadurch wird eine unbestimmte Zahl an adjektivischen Wortbildungen, die zwar nicht im Untersuchungskorpus, aber korpusextern attributiv verwendet werden… …eine grobe Gesamtübersicht über das System der suffixalen Adjektivderivation vom Mittelhochdeutschen bis zur Gegenwartssprache. Daraus geht zumindest zum… …eine Darstellung des quantitativen Produktivitätsverlaufs sowie der funktionalen Entwicklung, die als Erklärungsrahmen für Produktivitätsveränderungen…
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