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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    Inhaltsverzeichnis/Impressum

    …INHALT Seite Aufsätze Konrad Kirsch: Die Gesellschaft von St. Jago oder: Beitrag zu der Frage, weshalb Kleists „Erdbeben“- Erzählung nicht in… …............................................................ 503 Rupert Gaderer: Michael Kohlhaas (1808/10): Schriftverkehr – Bürokratie – Querulanz ......................... 531 Katrin Trüstedt: Novelle der… …Versuchsfeld oder: Ist Kleists „Verlobung“ eine Mestize? ........................................................................ 569 Miszelle Bernd Witte: „Der… …ganze Begriff des speculativsten Theils der Kunst“. Über die „Juno Ludovisi“ in Schillers „Briefen über die ästhetische Erziehung“ .......... 599… …, Kontinuitäten. Generationenfragen in der Literatur seit 1990. (David-Christopher Assmann) ......... 628 Lars Friedrich: Der Achill-Komplex. Versuch einer… …00 85-275 Berliner Bank AG BLZ 100 708 48 Kto.-Nr.: 512 203 101 IBAN: DE 31 1007 0848 0512 2031 01 BIC(SWIFT): DEUTDEDB110 Bezugsbedingungen: Der… …. Jahrhundert 2011, 390 S., € (D) 79,80, ISBN 978-3-503-13701-5 Sonderheft zum Band 130 der Zeitschrift für deutsche Philologie Im vorliegenden Sonderheft stellen… …werden. Mit der Annahme zur Veröffentlichung überträgt der Autor dem Verlag das ausschließliche Verlagsrecht und das Recht zur Herstellung von… …Sonderdrucken für die Zeit bis zum Ablauf des Urheberrechts. Eingeschlossen sind auch die Befugnis zur Einspeicherung in Datenbanken, der Verbreitung auf… …urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung des Verlages. Das gilt…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    Die Gesellschaft von St. Jago oder: Beitrag zu der Frage, weshalb Kleists "Erdbeben"-Erzählung nicht in Lissabon spielt

    Konrad Kirsch
    …Peters · Hartmut Steinecke · Helmut Tervooren 130. Band 2011 · Viertes Heft DIE GESELLSCHAFT VON ST. JAGO oder: Beitrag zu der Frage, weshalb Kleists… …Unangemessenheit religiöser Deutungen von realen Ereignissen. Das Beben selbst wirkt wie ein Katalysator, der die konträren Positionen deutlich hervortreten lässt… …Familie erschlägt. Der Mord vollzieht gleichzeitig die Opferung Isaaks, wodurch die Bewohner von St. Jago hinter das jüdisch-christliche Verbot des… …Menschenopfers zurückfallen. Die Rolle der Liebenden ist ambivalent: Einerseits bilden sie das Zentrum einer utopischen Gemeinschaft, andererseits ist ihre… …Josephe und Jeronimo noch dadurch, dass sie ihre Geschichte auch als trivialen Liebesroman erleben. Doch in einem grausigen, metatextuellen Spiel lässt der… …story as a trivial love affair. But in a gruesome meta-textual game the narrator leads them to the altar of sacrifice rather than marriage. 481 Schon der… …erste Satz ist unerhört: Konrad Kirsch In St. Jago, der Hauptstadt des Königreichs Chili, stand gerade in dem Augenblicke der großen Erderschütterung vom… …einem Pfeiler des Gefängnisses, in welches man ihn eingesperrt hatte, und wollte sich erhenken. 1 Der Erzähler setzt eine weit zurückliegende Zeit gegen… …Kleists. Mit den Kontrastierungen erzeugt der Erzähler bereits zu Beginn des „Erdbeben[s] in Chili“ auf vielfältigen Ebenen Spannung und wirft den Leser in… …einen Kumulationspunkt der Handlung. Erst im Anschluss daran liefert er die Vorgeschichte und berichtet, weshalb sich Jeronimo erhängen will: Dass er eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    Kohlhaas und K. Zur Prozessführung bei Kleist und Kafka

    Friedrich Balke
    …sind Schriftstücke unverzichtbare Medien der Rechtssphäre. In vergleichender Perspektive werden ihre verschiedenen Funktionen und Übertragungswege in… …handelt, während der Prozess bei Kafka mit dem ersten Satz des Romans begonnen hat, geht es in beiden Texten um die erzählerische Inszenierung einer… …Rechtsverweigerung und deren Folgen. Im Falle Kafkas hat diese Rechtsverweigerung ihre Ursache in der inquisitorischen Modalität eines Prozesses, der kein… …der Vollstreckung eines doppelten Urteils, sondern mit einem höchst ungewöhnlichen Akt der Aneignung höchster Macht durch den rechtmäßig zum Tode… …Verurteilten. Kafkas Roman verzichtet dagegen selbst im Rahmen der Hinrichtungsszene auf ein Minimum jener Theatralität, die für alles Gerichthalten konstitutiv… …ist: Der Übergang des Prozesses in das Urteil kündigt sich genauso wenig an wie der Übergang des Urteils in seine Vollstreckung. In Kleist’s “Michael… …any forewarning. 503 Friedrich Balke 1. Scheitern der Übertragung „Ich bin ganz heiß vom Lesen geworden [gemeint ist das Vorlesen eigener Texte, FB] und… …zehnten Male.“ Und er fügt hinzu: „Das ist eine Geschichte, die ich mit wirklicher Gottesfurcht lese, ein Staunen faßt mich über das andere, wäre nicht der… …Kleists „Michael Kohlhaas“ könnte auch ‚Der Prozess‘ oder ‚Das Gericht‘ heißen. Was die Geschichte, die Kleist erzählt, zusammenhält, was ihre Teile… …Conceptbeamten der Prager Arbeiter-Unfallversicherung und dem Schriftsteller, sind auch bei Kleist Ämter, Schreibstuben, Kanzleien, nicht zu vergessen ein…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    Michael Kohlhaas (1808/10): Schriftverkehr - Bürokratie - Querulanz

    Rupert Gaderer
    …MICHAEL KOHLHAAS (1808/10): SCHRIFTVERKEHR – BÜROKRATIE – QUERULANZ* von Rupert Gaderer, Weimar Abstract Der Artikel untersucht die Rebellionsnovelle… …„Michael Kohlhaas“ (1808/10) vor dem Hintergrund juristischer und bürokratischer Diskurse um 1800. Besondere Aufmerksamkeit liegt dabei auf der von Heinrich… …von Kleist entworfenen Poetik der Querulanz, wie sie aus einer medientheoretischen, machtanalytischen und rechtstheoretischen Perspektive erkennbar wird… …zwischen den einzelnen Akteuren der Erzählung. Eine Vielzahl von ihnen wird zwischen dem Roßhändler und sächsischen bzw. brandenburgischen Institutionen… …Schriftverkehrs verhandelt Kleists Erzählung eine korrupte Bürokratie hinter der Rechtsprechung, die Kohlhaas sein Recht auf sein Recht wiederholt verweigert… …. Bereits zu Beginn der Erzählung wird dies aufgerufen, wenn der Roßkamm mit einem amtlichen Schriftstück konfrontiert wird, oder genauer: mit dessen Fehlen… …, weigert sich hingegen, einen angeblich notwendigen Passschein bei dem Schlossvoigt zu lösen. Lediglich unter der Bedingung, seine beiden Rappen als Pfänder… …in der Burg des Junkers Wenzel von Tronka zurückzulassen wird ihm * Dieser Beitrag geht zurück auf den Workshop „Michael Kohlhaas: Lektüren von Recht… …und Rache, Geopolitik und Terrorismus“, der im Dezember 2010 am Graduiertenkolleg „Mediale Historiographien“ (Weimar/Erfurt/Jena) stattfand. Mein… …herzlicher Dank für die gemeinsame Organisation der Veranstaltung geht an Daniel Eschkötter sowie in vielerlei Hinsicht an Friedrich Balke. 531 Rupert Gaderer…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    Novelle der Stellvertretung. Kleists "Michael Kohlhaas"

    Katrin Trüstedt
    …NOVELLE DER STELLVERTRETUNG Kleists „Michael Kohlhaas“ von Katrin T r ü s t e d t , Erfurt Abstract Wenn Person zu sein nach Hobbes bedeutet… …, vertretbar zu sein, so ergeben sich daraus Gefahren, die in Kleists „Michael Kohlhaas“ durchgespielt werden: die der Entfremdung und Spaltung zwischen… …Vertreter und Vertretenem, wie auch die Möglichkeit ihrer Überdeckung und ihres Ununterscheidbarwerdens. Der Beitrag geht zwei Logiken der Stellvertretung… …anhand der zwei Erzählstränge von Kleists Novelle nach, deren Doppelung auch die Frage nach der Autorisierung des Erzählens selbst aufwirft. If being a… …, scheint sich Kleists „Michael Kohlhaas“ in die Tradition der Novelle einzuschreiben. Das ‚Neue‘ – die ‚unerhörte Begebenheit‘, die Goethe zufolge den… …Gegenstand einer Novelle ausmacht – wäre zunächst der ‚Fall Kohlhaas‘ 1 : der juristische Fall und gleichzeitig der tragische Sturz von Michael Kohlhaas, der… …sich in gattungsgerechter Nähe zur Tragödie als einer der rechtschaffensten und gleichzeitig (genauer: dadurch) als einer der entsetzlichsten Menschen… …erweist. Dieser ‚Fall‘ kreist, so die im Folgenden zu entfaltende These, um grundlegende Fragen der Stellvertretung und der Autorschaft des Handelns und… …Sprechens. Die Form der Novelle entspricht der quasi-tragischen Spannung, die diesen Fall ausmacht, und soll ihn gleichzeitig im Modus des Erzählens… …überbrücken, wie Bernhard Greiner „die mit solchem Bruch gestellte Aufgabe“ der Novelle beschreibt: „das Getrennte wieder zusammenzuführen und zu versöhnen“. 2…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    Zeitschriftenpublikation als ästhetisches Versuchsfeld oder: Ist Kleists "Verlobung" eine Mestize?

    Nicola Kaminski
    …Küsten, Ein Jargonvolk, so schufen sich Die Rezensenten männiglich Auch eine – Jargonsprache. *) Mulatte nennt man den Sprößling aus der Verbindung eines… …. Gottfried Jakob Schaller, Die Stuziade oder der Perükenkrieg. Dritter Theil (1808) Abstract Kleists „Verlobung“ ist ein Zeitschriftentext, erschienen im… …Journal „Der Freimüthige. Berlinisches Unterhaltungsblatt für gebildete, unbefangene Leser“ vom 25. März bis zum 5. April 1811. Damit macht die hier… …zeitgenössischem Diskurshorizont zu rekonstruieren sucht. Dabei werden der Blick „des Fremden“ im Jahr 1803, jener wenigstens partiell dem Rezipienten als… …Perspektivinstanz angebotenen Figur namens Gustav/August, und der Blick des zeitgenössischen Lesers im Jahr 1811 parallelund enggeführt: im als Crux sich erweisenden… …Rätselwort von der „Mestize, Namens Toni“ einerseits, dem Reizwort vom „gelben Fieber“ andererseits. Kleists „Verlobung“, so schlägt der Aufsatz vor, diesen… …der Rezipient sich darauf einläßt, den Text nicht auf Schwarz oder Weiß, fiktional oder referentiell festzulegen, diesen Text in einer Performanz des… …Zwischen selbst zur Mestize werden läßt. 569 Nicola Kaminski Kleist’s “Verlobung” is a newspaper text which appeared in the journal “Der Freimüthige… …between. Daß Kleist sich in seiner Erzählung „Die Verlobung in St. Domingo“ „kritiklos sämtlicher negativer Klischees bedien e “, die „in der… …Zwar notiert sie als mildernden Umstand, der Autor habe die stereotype Darstellung schwarzer Gewaltexzesse „vornehmlich als Mittel zum Zweck benutzt, um…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    "Der ganze Begriff des speculativsten Theils der Kunst". Über die "Juno Ludovisi" in Schillers "Briefen über die ästhetische Erziehung"

    Bernd Witte
    …MISZELLE „DER GANZE BEGRIFF DES SPECULATIVSTEN THEILS DER KUNST“ Über die „Juno Ludovisi“ in Schillers „Briefen über die ästhetische Erziehung“ von… …„Briefen über die ästhetische Erziehung“ gefunden, die Friedrich Schiller 1795 im ersten Jahrgang seiner Zeitschrift „Die Horen“ veröffentlicht hat. In der… …genauen Mitte dieses Manifests, mit dem sein Autor die Ziele der Französischen Revolution in Deutschland durch eine ästhetische Revolution verwirklichen zu… …können hoffte, fasst er seine Anschauungen wie in einem Brennpunkt in der Beschreibung einer antiken Statue zusammen. Der in dreifacher Lebensgröße… …ausgeführte Marmorkopf der sogenannten „Juno Ludovisi“ 1 wird ihm zum anschaulichen Symbol der übernatürlichen, gleichsam religiösen Wirkung klassischer Kunst… …zugleich ist. Indem der weibliche Gott unsre Anbetung heischt, entzündet das gottgleiche Weib unsre Liebe; aber indem wir uns der himmlischen Holdseligkeit… …Zeitlichkeit einbrechen könnte. Durch jenes unwiderstehlich ergriffen und angezogen, durch dieses in der Ferne gehalten, befinden wir uns zugleich in dem Zustand… …der höchsten Ruhe und der höchsten Bewegung, und es entsteht jene wunderbare Rührung, für welche der Verstand keinen Begriff und die Sprache keinen… …Nahmen hat. 2 1 Die Büste, die seit der Renaissance in der Antikensammlung des Kardinals Cesi nachweisbar ist, befand sich seit dem 18. Jahrhundert in der… …alle Terme in Rom aufbewahrt und war der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Erst seit der Neugestaltung des Antikenmuseums im Palazzo Altemps, wo sie…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    Wilhelm Amann: Heinrich von Kleist; Günter Blamberger: Heinrich von Kleist. Biographie; Anna Maria Carpi: Kleist. Ein Leben; Hans Joachim Kreutzer: Heinrich von Kleist; Peter Michalzik: Kleist. Dichter, Krieger, Seelensucher. Biographie; Hans-Jürgen Schmelzer: Heinrich von Kleist. Deutschlands unglücklichster Dichter. Sein Leben, seine Persönlichkeit, sein Werk.

    Klaus Müller-Salget
    …einen kommen allzu viele Bücher einander ins Gehege 1 , zum anderen führt der Termindruck zur Publikation unausgegorener Produkte. Zu den letzteren gehört… …genannten Kleist-Ausgaben werden korrekt verzeichnet. Verfassernamen und Titel der sonstigen Literatur werden teilweise falsch geschrieben oder auf schon… …überhaupt? Mit Kleists Interpunktion springt Schmelzer nach Belieben um, die Orthographie auch der zeitgenössischen Zeugnisse wird noch über das von Sembdner… …, aber dann kommt es wieder knüppelhageldick, z.B. auf S. 104f.: Im Eintrag Kleists ins Koppenbuch der Hampelbaude finden sich sieben Fehler, in demjenigen… …. Permanent falsch geschrieben werden „Der zerbrochene Krug“, „Die Marquise von O.“, falsch auch der „Katechismus der Deutschen“ als „Katechismus zum 1… …abgekürzt mit der Sigle LS und der jeweiligen Nummer) und „Heinrich von Kleists Nachruhm“ (Sigle: NR). 609 Buchbesprechungen Gebrauch für Kinder und Alte“… …(Sch 213). Aus dem Thuner „Mädeli“ wird gleich zweimal ein „Mädli“ (Sch 162), aus der „Technischen Deputation“ eine „Technische Disputation“ (Sch 132 und… …, bieten ebenfalls ein trauriges Bild. Dass Kleists Briefe nur mit der jeweiligen Nummer in Sembdners Ausgabe nachgewiesen werden, stellt angesichts des… …vom „Michael Kohlhaas“, nur sehr kurz und interpretatorisch belanglos. Der funebre Einsatz mit dem Todesszenario am Kleinen Wannsee leidet unter der… …Unkenntnis des Verfassers hinsichtlich der dortigen Topographie4 und der gänzlich falschen Wiedergabe von Theodor Fontanes Schilderung der Grabstätte: „zwei…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    Heinrich von Kleist: Sämtliche Werke und Briefe. Münchener Ausgabe.

    Kai Bremer
    …Buchbesprechungen Heinrich von Kleist: Sämtliche Werke und Briefe. Münchener Ausgabe, 3 Bde., auf der Grundlage der Brandenburger Ausgabe hg. v… …. Roland Reuß u. Peter Staengle, Hanser, München 2010. Die Bedeutung der Brandenburger Kleist-Ausgabe (BKA) ist heute weitgehend unbestritten. Sie darf als… …. anschaffen. Daher ist es sehr zu begrüßen, dass in Kooperation mit dem Stroemfeld-Verlag im Hanser Verlag auf der Basis der BKA zum Kleist-Jahr eine… …Bedeutung für die Kleist-Forschung und zumal für die 621 Buchbesprechungen Kleist-Editionsgeschichte nur richtig ist und wodurch zugleich der Bezug zur… …‚ersten‘ Münchener Ausgabe hergestellt ist. Um die ‚zweite‘ Münchener Ausgabe zu beurteilen, gilt es also einerseits, sie ins Verhältnis zu der von Sembdner… …zu setzen und andererseits zu fragen, was sie im Vergleich zu der vierbändigen Frankfurter Ausgabe im Deutschen Klassiker Verlag zu leisten vermag, die… …mittlerweile auch in die Jahre gekommen ist. Das macht insbesondere ein Blick in deren umfangreiche Bibliographien deutlich, die angesichts der Kleist-Forschung… …, die sich seit Mitte der 1990er Jahre rasant weiterentwickelt hat, nicht mehr als besonders zuverlässig gelten können. Nicht weiter erörtert werden muss… …selbstredend, dass die Münchener Ausgabe gegenüber der Frankfurter wie gegenüber derjenigen Sembdners den Vorteil hat, im Hinblick auf den präsentierten Text… …zuverlässiger zu sein. Sogar der Wechsel zwischen Fraktur und Antiqua wird dokumentiert. Einige wenige satztechnisch motivierte Abweichungen sind vorbildlich…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    John Guthrie: Schiller the Dramatist. A Study of Gesture in the Plays.

    Jürgen Brokoff
    …Kulturwissenschaftler Aby Warburg und dessen bahnbrechenden Studien zu einem „Gebärdensprechatlas“ ist es im 20. Jahrhundert vor allem der Literaturhistoriker Max… …Kommerell gewesen, der die Geste und Gebärde als einen nicht mehr wegzudenkenden Gegenstand der Literaturwissenschaft, insbesondere der Dramenforschung… …stattfindenden Vorgang ungewollt oder gewollt beredte Auskunft gibt, in der Mitte zwischen dem ausgesprochenen Wort und der ausgeführten Tat. Diese Mittelstellung… …das System der Gebärden“ 2 ein. So gesehen behauptet die von Kommerell ins Auge gefasste „Sprachgebärde“ ihren begrifflichen und sachlichen Eigenwert… …vermag. Nicht nur lässt sich, im Ausgang von der Sprache, das Wort selbst als Gebärde fassen. In umgekehrter Richtung unterhält auch die sprachlose Gebärde… …elementare Weise mit solchen stummen und sprachlosen Gesten versehen. Ein signifikantes Beispiel hierfür findet sich in „Wallensteins Tod“ in der Szene, wo der… …, 23) zeigt, dass die „Verzweiflung“ 3 des Idealisten Max, der sich angesichts der widrigen Umstände für den Gang in den Tod entschieden hat, nicht aus… …dem Scheitern der eigenen idealistischen Ansprüche resultiert, sondern aus der schmerzlichen Einsicht in die Morallosigkeit der politisch Handelnden… …. Diese versagen nämlich der Person Max Piccolominis ihre Achtung, indem sie nacheinander die von Max zum Abschied gereichte Hand ausschlagen. 4 Mit anderen… …Worten: Nicht das im Drama ausgesprochene Wort, sondern die in der Bühnenanweisung stehende Geste der Abwendung gibt den entscheidenden Fingerzeig, worauf…
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