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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2004

    Civitas permixta und dritte werilt: Die "Programmstrophen' des "Annolieds"

    Mathias Herweg
    …Mathias H e r w e g , Würzburg Die Eingangsabschnitte des „Annolieds“ formulieren programmatisch die Quintessenz des Geschichts- und Menschenbildes der… …angesiedelten Welt stellt. Der Begriff und die zugrundeliegende antidualistische Weltsicht leiten als sinnstiftender Faden durch die verwirrende Fülle von Stoffen… …, Bildern und Episoden, die der Text auf engstem Raum entfaltet, und bilden die Folie für seine einzigartige dreiteilige Struktur. The opening sections of the… …al zegiengen. / Nû ist cît, daz wir dencken, / wî wir selve sulin enden. / Crist, der vnser héro gDt, / wî manige ceichen her vns vure dDt, / alser… …noch sulin varin / von disime ellendin lîbe hin cin êwin, / dâ wir îmer sulin sîn (c. 1). 1 1 Der Text wird hier und im Folgenden zitiert nach: Das… …Annolied. Mittelhochdeutsch und neuhochdeutsch, hg., übersetzt und kommentiert von Eberhard Nellmann, Stuttgart 4 1996 (rub 1416). 1 Mathias Herweg 1. Der… …Überlieferung (um 1080). Nach dem Versiegen der althochdeutschen Literatur gegen Ende der Karolingerzeit in Ostfranken (um 900) – das gewaltige Kommentar- und… …auch typen-, funktionsund rezeptionsgeschichtlich neue Ära der deutschen Literaturgeschichte. Das „Annolied“ ist einer ihrer ersten Zeugen… …sub- und vorliterarischen Formen und in mündlicher Tradierung. Der streng selektierende Filter klerikaler Literaturpflege ließ davon wenig aufs Pergament… …gelangen – ein paar verstreute, verschiedentlich schon christianisierte Zaubersprüche, latinisierte Epen wie der „Waltharius“ und Balladeskes in der Art…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2004

    Salomos Wunderwurm - Stufen der Adaptation eines talmudischen Motivs in lateinischen und deutschen Texten des Mittelalters

    Stufen der Adaptation eines talmudischen Motivs in lateinischen und deutschen Texten des Mittelalters
    Martin Przybilski
    …SALOMOS WUNDERWURM Stufen der Adaptation eines talmudischen Motivs in lateinischen und deutschen Texten des Mittelalters * von Martin Przybilski… …, Trier Abstract Der biblische Bericht über den Tempelbau unter König Salomo hat zur Ausbildung eines Motivs geführt, das sich zunächst in jüdischen… …sämtliche Materialien hindurchschneiden zu können. Der Umgang mit diesem Motiv in den verschiedenen Quellen wird determiniert durch die unterschiedlichen… …Ziel ist es also, eine Spur des Kulturtransfers zwischen Juden und Christen in der lateinischen und deutschen Literatur des Hoch- und Spätmittelalters… …aufzuzeigen. Dabei schließe ich mich der grundsätzlichen These Fritz Peter Knapps an, dass in diesem Zeitraum unterhalb der offiziellen Ebene, im Bereich des… …Beitrag zur Natur- und Sagenkunde, in: Denkschrift der Königlichen Akademie gemeinnütziger Wissenschaften in Erfurt, Erfurt 1854, S. 48–162, hier S. 63; vgl… …die Informationen bieten, die hebräische, lateinische und deutsche Texte der Antike und des Mittelalters über das mirakulöse Wesen namens rym# liefern… …. In einem zweiten, kürzeren Abschnitt stelle ich sodann das zuvor ausgebreitete Material unter die Frage, in welche Formen der Kontextualisierung das… …ursprünglich jüdische Motiv in christlicher Überlieferung eingebettet wird. Ein abschließender dritter Abschnitt widmet sich der besonderen Rolle, die die… …deutsche Volkssprache im Rahmen dieses Kulturtransfers gespielt hat. I. Der rym# bei Juden und Christen in Antike und Mittelalter Die jüdischen Quellen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2004

    Vom Gott gezeugt: Alexander und Jesus - Zum Fortleben des Mythos in den Alexanderromanen des christlichen Mittelalters

    Zum Fortleben des Mythos in den Alexanderromanen des christlichen Mittelalters
    Manuel Braun
    …auf. Entsprechend arbeiten auch die deutschen Alexanderromane am Mythos, wenn sie die Geschichte der Zeugung, Geburt und Jugend Alexanders erzählen… …Aufzählung der eigenen Taten mit folgender Sottise ab: Das alles tat ich, ohne mich einen Sohn Ammons nennen zu lassen oder für einen Gott passieren zu wollen… …Abkunft des Eroberers Gegenstand souveränen Spotts. Schon das Faktum brutum seines Todes dementiert ja die Kunde, Alexander sei nicht der Sohn des… …makedonischen Königs Philipp, sondern des ägyptischen Gottes Ammon gewesen. Der angebliche geheime Umgang seiner Mutter Olympias mit einem Drachen wird als… …Märchen abqualifiziert. Das mythische Schema, nach dem ein außergewöhnlicher Heros seine Abkunft auf einen Gott zurückführt, welcher der Mutter in… …Tiergestalt erschienen ist, gilt dem kynischen Satiriker Lukian (ca. 120–ca. 180) als bloße Propaganda. Curtius Rufus, der wohl im 1. Jahrhundert die erste… …der Bericht über 1 Lukian: Götter, Tote und Hetären. Aus dem Griechischen, Übersetzung von Christoph Martin Wieland, Auswahl, Nachwort und Anmerkungen… …Büchern III–X der „Historiae Alexandri“ fassbar. Denn seit der Priester des Ammon Alexander als dessen Sohn begrüßt hat, besteht dieser auf göttlichen Ehren… …; VIII,5,5 f. und 10,1; X,3,2 und 5,33), belegt damit aber auch die Wirkung der mythischen Geschichten, mit denen sich schon die Zeitgenossen die enormen… …Erfolge des jungen Königs zu erklären suchten. Dass der Mythos für uns nur als kritisierter Mythos fassbar wird 2 , macht die Suche nach seiner…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2004

    Der geformte und der ungeformte Körper - Zur "Seele' literarischer Figuren im Mittelalter

    Zur "Seele' literarischer Figuren im Mittelalter
    Katharina Philipowski
    …Abstract DER GEFORMTE UND DER UNGEFORMTE KÖRPER Zur ‚Seele‘ literarischer Figuren im Mittelalter von Katharina P h i l i p o w s k i , Konstanz… …, ihm aber bereits gegenüber tritt und ihn mit der Formel ‚mîn lîp‘ als ‚seinen‘ ansprechen kann. Das Innere einer Figur ist nicht Zentrum von Identität… …prepare and subjugate the body. It is thus not a matter of ‘psychology’, but rather of control. In der allegorischen Dichtung „die Pilgerfahrt des… …träumenden Mönchs“ 1 (einer Übersetzung der „Pelèrinage de Vie Humaine“, die der Zisterziensermönch Guillaume de Deguilleville zwischen 1330–1332 verfasste)… …aus dem 15. Jahrhundert fragt der Mönch die Allegorie der Redlichkeit, warum er seine Waffen, die ihm stets aus der Hand fallen, nicht tragen könne. Sie… …Körper. Der verwirrte Mönch, der bisher geglaubt hatte, sein Körper sei er selbst, will nun Aufklärung darüber erhalten „Na dem ich myn licham neit byn, /… …. Adriaan Meijboom, Bonn, Leipzig 1925. Vgl. auch die Edition der ebenfalls aus dem 15. Jahrhundert stammenden Berleburger Handschrift in: Die Pilgerfahrt des… …Ungewöhnliches in der lehrhaften geistlichen Dichtung – man denke etwa an Texte von Bernhard von Morland, Heinrich von Huntington, Stephan von Langton, Alexander… …„The Pilgrimage of the Lyf of the Manhode“ 2 , Bearbeitungen der altfranzösischen „Pelèrinage de l’âme“ und „Le Pelèrinage de vie humaine“ von de… …Deguilleville (ca. 1330–1358) 3 thematisieren das Verhältnis von Körper und Seele und sehen in Ersterem nichts als einen Kerker der Seele, die aus ihm heraus und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2004

    Der Einfluss lateinischer Quellen auf die Textgestaltung von Martin Luthers Bibelbearbeitungen (1522-1545)

    Zu einigen Spuren seiner Vorlagen in den Übersetzungsvarianten
    Sebastian Seyferth
    …Abstract DER EINFLUSS LATEINISCHER QUELLEN AUF DIE TEXTGESTALTUNG VON MARTIN LUTHERS BIBELBEARBEITUNGEN (1522–1545) – ZU EINIGEN SPUREN SEINER… …VORLAGEN IN DEN ÜBERSETZUNGSVARIANTEN* von Sebastian S e y f e r t h , Erfurt Dieser Beitrag veranschaulicht, welche Bedeutung der mitunter unterschätzten… …übersetzungstechnischen Neuerungen und Umbrüchen um 1500 steht Luther damit ebenso noch in der herkömmlichen deutsch-lateinischen Übersetzungstradition. Indem er mehrere… …suitable expression in the target language. Wie hat man sich den Prozess der Bibelverdolmetschung aus Übersetzerperspektive vorzustellen? Viele Antworten… …erschließt mithin einen Themenbereich, der die Vorlagenproblematik betrifft. Hiermit werfe ich die grundsätzliche – nicht selten kontrovers diskutierte – Frage… …nach der Bedeutsamkeit lateinischer Quellentexte1 gegenüber der Stellung des Griechischen für Luthers Übersetzung auf. Die angesprochenen Zusammenhänge… …suggerieren das, was der Beitrag nicht zu leisten vermag. Dies führt mich geradewegs in das Dilemma, meinen Gegenstand nicht den Erwartungen gemäß zu behandeln… …. Weder können endgültig klärende Antworten auf die eingangs gestellte Frage gefunden werden – das hieße bindende Lösungsvorschläge * Der vorliegende… …Beitrag ist als Vortrag in leicht veränderter Form auf dem internationalen Kongress „Martin Lutero e i linguaggi dell’Occidente“ gehalten worden, der vom 29… …Sebastian Seyferth für Abhängigkeitspräferenzen der Zielsprache gegenüber den Ausgangssprachen zu geben – noch will der Beitrag lexikalisch-syntaktische…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2004

    Interdisziplinäre Beweglichkeit - wie weit reicht sie?

    Michael Curschmann
    …DISKUSSION INTERDISZIPLINÄRE BEWEGLICHKEIT – WIE WEIT REICHT SIE? von Michael C u r s c h m a n n , Princeton/NJ Beweglichkeit der Bilder. Text und… …den Prioritäten auch der Altgermanistik 1 und hat mit dem Seitenblick auf die gegenwärtige Medienkultur unlängst noch weiter an Prominenz gewonnen. In… …gelten einem opulent ausgestatteten Band, der das Ergebnis einer Arbeitstagung von Altgermanisten vorstellt, die im Sommer 1998 in Berlin stattfand. Ihr… …Ziel war es, „im Übergang zu einem ikonisch bestimmten Zeitalter“ und im Zeichen der „zunehmende[n] Öffnung der Fächergrenzen […] das Zusammenwirken von… …Text und Bild an einem repräsentativen und zugleich überschaubaren Arbeitsfeld zu untersuchen“. Im Sinn „einer ganzheitlichen Wahrnehmung der Quellen“… …sollen die Literarhistoriker die ‚Zuständigkeit‘ und Aufgaben der Kunsthistoriker mit übernehmen (S. 1), und das Ergebnis sind neben der methodisch… …Zerclaere). Claudia Brinker-von der Heyde: Der „W. G.“ des TvZ: eine (Vor-)Bildgeschichte, S. 9– 32; Norbert H. Ott: Mise en page. Zur ikonischen Struktur der… …Illustrationen von Thomasins „W.m G.“, S. 33–64; Karin Lerchner: Narration im Bild. Szenische Elemente im Bildprogramm des „W.n G.s“, S. 65–81; Horst Wenzel: Der… …Dichter und der Bote. Zu den Illustrationen der Vorrede in den Bilderhandschriften des „W.n G.s“ von TvZ, S. 82–103; Heiko Wandhoff: bilde und schrift… …: Das Mittelalter und die Germanisten. Zur neueren Methodengeschichte der germanischen Philologie, Freiburger Colloquium 1997, hg. v. Eckart Conrad Lutz…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2004

    Gahmurets sper und bluot. Zu "Parzival" 111,30ff.

    Heiko Hartmann
    …: bestaten („Parzival“, 112,1). 3 Der Kontext (vgl. „Parzival“ 60,9-106,28) ist folgender: Gahmuret, der Vater Parzivals, hat bei einem Turnier in Kanvoleis… …gesiegt und dadurch den ausgesetzten Preis gewonnen: Herzeloyde, die Landesherrin. Als ihm zu Ohren kommt, dass der Kalif von Bagdad von den Babyloniern… …angegriffen wurde, schifft er sich sogleich ein, um Waffenhilfe zu leisten. Nach einem halben Jahr erscheinen seine Getreuen vor der Königin und melden seinen… …konnte. Gahmuret hatte nur noch die todbringende Lanzenspitze sowie das blutbefleckte Seidenhemd Herzeloydes, das er als Liebespfand stets über der Rüstung… …Gros der Forschung – beerdigen dort die Gegenstände: die besten über al daz lant / bestatten sper und ouch daz bluot / ze münster, sô man tôten tuot. /… …Parzival wird zwar nicht der Leib in einer Kathe- 1 Gottfried von Straßburg: Tristan und Isold, hg. v. Friedrich Ranke, Dublin, Zürich 151978. 2 Das… …Grosse, Stuttgart 1997 (rub 644). Alle weiteren Zitate nach dieser Ausgabe. 3 Wolfram von Eschenbach: Parzival, nach der Ausgabe Karl Lachmanns revidiert… …Seidenhemd Herzeloydes [...] und die Lanzenspitze [...] in das Münster der houbetstat von Norgals, ausdrücklich, ‚als würde der Tote selbst beigesetzt‘, also… …in stellvertretender Repräsentanz transferiert.“ 4 Tenor dieser Interpretation von Wolfgang Haubrichs ist der Nachweis der Sakralisierung Gahmurets… …wertet er als Indizien für eine in Gahmuret vollzogene „Apotheose des Rittertums“. 5 Der Anjou werde zum Märtyrer stilisiert, wenn auch nicht eines um den…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2004

    Deutsch-Japanisches Kolloquium zur Sprachgeschichte

    Jochen A. Bär
    …TAGUNGSBERICHT Deutsch-Japanisches Kolloquium zur Sprachgeschichte In den Räumen des Germanistischen Seminars der Universität Heidelberg fand vom 20… …. bis 22. März 2003 ein Deutsch-Japanisches Kolloquium zur Sprachgeschichte des Deutschen statt. Der von Klaus J. Mattheier und Haruo Nitta initiierte… …Gesprächskreis hatte sich ursprünglich vor allem mit Fragen des Frühneuhochdeutschen befasst; bei der nunmehr dritten Zusammenkunft war allerdings Wert darauf… …gelegt worden, das Spektrum zu erweitern und die übrigen historischen Sprachstufen des Deutschen einzubeziehen. Zeitlich am frühesten setzte der Beitrag… …von YASUSHI KAWASAKI an. Unter dem Titel „Ansätze zu interregionalen Tendenzen im frühmittelalterlichen Deutsch“ befasste sich der Referent mit dem… …Altniederdeutschen, insonderheit der „Heliand“-Philologie, und regte in diesem Zusammenhang zu einer möglichst vollständigen Beschreibung der altniederdeutschen… …Graphematik an. Auf der Grundlage der verschiedenen „Heliand“- Handschriften führte Kawasaki an den Beispielen der Inlautlenisierung und der Auslautfortisierung… …vor, dass nur eine solche Beschreibung es ermögliche, bestimmte Entwicklungstendenzen der Graphiegeschichte als überregionale Phänomene zu deuten… …. Berücksichtigung der Varietätenvielfalt forderte auch HANS-JOACHIM SOLMS. In seinem Beitrag „Eine neue mittelhochdeutsche Grammatik: Probleme und vorläufige… …Variantenvielfalt am Beispiel der Monophthongierung von zu , die aufgrund des divergenten Befundes als Periodisierungskriterium nicht brauchbar sei. Ebenfalls mit…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2004

    Rheinisch-Westfälische Sprachgeschichte, hg. v. Jürgen Macha, Elmar Neuß, Robert Peters unter Mitarbeit von Stephan Elspaß, Böhlau, Köln, Weimar, Wien 2000 (Niederdeutsche Studien 46), 409 Seiten

    Willy Sanders
    …bemerkenswerten Umorientierung der Sprachgeschichtsschreibung – das Forschungsinteresse den sprachlichen Entwicklungsverläufen in regionalen Teilbereichen des… …Westfälisch“ des Titels, sind als alter Problembereich bekannt. Der zu einer regionalsprachlichen Einheit verschmolzene Dreierbund, der ungefähr dem heutigen… …Nordrhein-Westfalen gleichkommt, kann sich in seiner raumzeitlichen Geschlossenheit mit vielen anderen deutschen Sprachregionen nicht messen, und zumal der… …‚Niederrhein’ hat sprachhistorisch etwas von der Fatalität jenes ominösen Bermuda- Dreiecks der Seefahrtsgeschichte. Umso wichtiger, dass Anlage und Durchführung… …Teilräume und Zeitabschnitte sehr fachkundige Bearbeiter zu gewinnen, entsteht der Eindruck einer augenfälligen Homogenität, wie man sie sonst nur bei Werken… …aus einer Feder erwartet. Ein Musterstück regionaler Sprachgeschichtsschreibung? Der Reigen der 15 systematisch geordneten und – von wenigen… …Überschneidungen abgesehen – gut aufeinander abgestimmten Einzelbeiträge beginnt nach der programmatischen Einleitung der Herausgeber mit einer Grundlegung der… …einen reich dokumentierten, in seiner Belegfülle kompakten Abriss, der allerdings ausdrücklich das Altniederfränkische/Altniederländische des Niederrheins… …Rheinmaasländisch als Begriffsneubildung für die Verbindung des Niederrheinischen mit dem südwestlich angrenzenden (jetzt belgisch-niederländischen) Limburgischen der… …, der nicht nur das herausragende sprachhistorische Ereignis überhaupt ist, sondern gerade im Sinne der regional fokussierten Fragestellung eine möglichst…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2004

    "Vocabularius ex quo". Auf Grund der Vorarbeiten von Erltraud Auer, Regina Frisch, Reinhard Pawis und Hans-Jürgen Stahl unter Mitwirkung von Markus Stock

    Reiner Hildebrandt
    …Wortgut des „Vocabularius ex quo“. Auf Grund der Vorarbeiten von Erltraud Auer, Regina Frisch, Reinhard Pawis und Hans-Jürgen Stahl unter Mitwirkung von… …nun sicherlich erleichtert zurückblicken. Mehr als vierzig Jahre stand er im Bann dieses wohl populärsten spätmittelalterlichen Kompendiums, das in der… …ersten und intensivsten Aufbereitungsphase die großzügige Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefunden hatte, welche sich dann auch noch im… …Rahmen eines Würzburger Sonderforschungsbereichs fortsetzte, ohne dass damit allerdings schon die Endphase einschließlich des Drucks der Bände in greifbare… …„Frühneuhochdeutsches Glossenwörterbuch“ zu Recht, weil er die Sprachperiode des 15. Jahrhunderts in größtmöglicher lexikologischer Dichte gemäß der breiten Anlage dieses… …unmittelbar greifbar und bei zusammengesetzten Wörtern auch durch systematische Querverweise zusätzlich verfügbar. Hinsichtlich der beträchtlichen… …Variationsbreite der Graphien war natürlich eine nor- 133 Buchbesprechungen malisierte Lemmatisierung unerlässlich. Grubmüller beschreibt deren Prinzipien in der… …Einleitung unter dem Aspekt der lediglich angestrebten Orientierungshilfe: Aus den vorliegenden geschriebenen handschriftlichen Formen wird eine als… …Repräsentationsform ausgewählt bzw. konstruiert, die im Rahmen der sprachhistorischen Entwicklung am meisten einer frühneuhochdeutschen Norm entspricht, also auch… …einem eigenen 28seitigen Index. Das bleibt ein sehr bescheidener Anteil angesichts der Tatsache, dass die Urfassung des Werkes im westniederdeutschen Raum…
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