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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Inhaltsverzeichnis/Impressum

    …. T. A. Hoffmann (Natalie Binczek)............... 618 Jens Bisky: Kleist. Eine Biographie; Herbert Kraft: Kleist. Leben und Werk, Aschendorff (Klaus… …einschließlich 7 % Mehrwertsteuer ESVbasics – für Ihren Studienerfolg! ESVbasics steht für eine neue Ge ne ration Lehrbücher, die gut verständliche und didaktisch… …eines Jahres eine einfache Abdruckgenehmigung zu erteilen; sich ggf. hieraus ergebende Honorare stehen dem Autor zu. Bei Leserbriefen sowie bei der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Die Zeit der Aufrichtigkeit

    Rousseaus „La Nouvelle Héloïse“ und Goethes „Die pilgernde Törin“
    Claude Haas
    …18. Jahrhunderts grundsätzlich im Wahnsinn endet. Sie führen dies auf eine paradoxe Zeitstruktur zurück, mit der die aufrichtige Kommunikation das… …Rousseau’schen Briefromans erarbeitet, anschließend aber bewusst auf eine Goethe-Novelle übertragen, die einen Aufrichtigkeitsdiskurs (vor)führt, der auf… …Liebesdiskurs, den vielleicht wichtigsten Schauplatz der 1 Eine befriedigende Geschichte der Aufrichtigkeit liegt allerdings bis zum heutigen Tag nicht vor… …medial zu substituieren bis hin zu dem Punkt, wo das Substitut diese Evidenz einholt und neu begründet. 5 So sehr diese Substitutionsfigur aber auf eine… …des Aufrichtigkeitsdiskurses offen zu legen. Eine Gesamtinterpretation des Textes ist folglich nicht intendiert. 6 Ich benutze Begriffe wie ‚Paradox‘… …sich m.E. durch massive historische Unschärfen sowie durch eine maßlose Überschätzung der Wirkmächtigkeit von Galanterie-Traktaten aus, die sie offenbar… …seines Gefühls – im Extremfall also das Ende seiner Liebe – aufrichtig mitzuteilen. Davon verspricht sich Julie nichts Geringeres als eine „ewige… …Sicherheit der Gegenwart“, in letzter Instanz also eine Vergewisserung und Erfahrung von Präsenz: Jure moi donc, mon doux ami, non par l’amour, serment qu’on… …wirst beizubringen haben und gib’ mir als Verpflichtung für eine Zukunft, die nicht sein darf, die ewige Sicherheit der Gegenwart.‘ 9 ‚Die einzige Strafe… …scheint mir auch Galles Überzeugung, dass der Umbruch des Aufrichtigkeitsdiskurses in der französischen Tradition sich terminologisch über eine Ablösung der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Übler Schutz: Die Pest und das Problem der Abwehr in Kleists „Der Findling“

    Cornelia Zumbusch
    …verhandelt Kleists Novelle Der Findling nicht den ungewissen Ursprung und die unkontrollierbare Verbreitung moralischer Übel, sondern entwirft eine politische… …, hg. v. Gerhard Neumann, Freiburg/Breisgau 1994, S. 13–29, hier: S. 26. 497 Cornelia Zumbusch allerdings ohne eine konkrete Gefahr zu benennen. Gefahr… …eines cordon sanitaire und einer Quarantänestation in Ragusa, die eine Verbreitung die Seuche verhindern soll. Der in der Eingangspassage exponierte… …eigenartige Umstand, dass Nicolos Mutter die Schlüsselgewalt über das Zimmer des Sohnes hat, findet durch eine metaphorische Wendung im Text eine Erklärung. Der… …Vorschlag im „Allerneuesten Erziehungsplan“ gehalten hätte. Angekündigt als „lustige“ „Insinuation“ entwickelt der kurze Text eine Pädagogik des Widerspruchs… …selbst eine Form des Widerstands bezeichnet – macht sich Nicolo daran, die aufgestellten Barrieren zu umgehen. Verbot, Widerstand und Verschluss bewirken… …207) Anders als bei Nicolo verbirgt sich hinter Elvires ostentativer Affektfreiheit aber kein übler Hang zur Wollust, sondern eine im Zeichen der… …Nachahmungstrieb setzenden guten Beispiele sind also durch eine „gegensätzische Schule“ zu ersetzen, die „Tugend durch Laster“ erreichen möchte. 12 Eines Abends, als… …sie sich „unbemerkt“ glaubt, lässt sie „eine Träne nach der anderen, unter sanftem Erröten, auf ihren Schoß fallen“; Nicolo allerdings beobachtet ihre… …markiert dabei eine doppelte Verschiebung, denn zum Ersten ist die Liebe zum toten Colino auf dessen Bild verschoben und zum Zweiten ist die gerührte…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Die „Wollust des Schmerzes“ und die „Qual des Henkers“

    Allusionen auf die imitatio Christi in Büchners Revolutionsdrama „Dantons Tod“
    Gregor Streim
    …Büchners dramaturgischer Strategie vermag jedoch nicht eine Besonderheit des Dramas zu erklären, die in der älteren, an religiös-philosophischen Fragen… …, die in den religiösen Motiven entweder eine nihilismuskritische oder eine religionskritische Aussageintention des Autors zu erkennen meinte. Denn… …, insofern die christlichen Bilder und Sprachformeln im Drama hier nicht auf eine autorintentionale Aussage hin befragt, sondern im Rahmen der ausstellenden… …mystischpietistischen Leidensfrömmigkeit gehen. 4 Aus diesem Grund ist eine Untersuchung der ‚Bibelzitate‘ in Büchners Dramen, wie die von Joachim Bark, zwar eine… …Martens, Büchner habe in der „Dämonie des Revolutionärs“ 5 die politischen Konsequenzen des Nihilismus zum Ausdruck bringen wollen. Eine solche… …Büchner-Forschung hat dieser Zitierweise in den letzten Jahren erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt und sie als eine Technik des Ausstellens bzw. der Inszenierung von… …des ersten Aktes beispielhaft beobachten, in der Robespierre erstmals auftritt. Dramaturgisch gesehen hat diese „Eine Gasse“ betitelte Szene vor allem… …Kleinbürger Simon und seiner Frau entwickelt sich unter den umstehenden Citoyens eine anarchische Pogromstimmung, in die hinein der Auftritt und die erste Rede… …zugleich deren Funktion, die anarchische Gewalt in eine gesetzmäßige, die Exekutive an die Revolutionsausschüsse delegierende Ordnung zu überführen. Die… …„Pathosformeln“. 9 Jedoch hat Büchners Zitiertechnik noch eine weiter reichende Funktion. Dies wird deutlich, wenn man die Konstitution des Redetexts von…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Literarische Osculologie nach Adalbert Stifter: „Der Kuß von Sentze“

    Marcus Twellmann
    …von dem Versuch, die Lippenberührung einer zeremoniellen Ordnung zu unterstellen, und reflektiert damit auf eine Tendenz zur Formalisierung, von der… …historisch-deskriptiver Absicht, sondern auch mit normativem Anspruch aufgestellt worden. Im frühen Christentum war die Lippenberührung zunächst eine alltägliche Grußgeste… …Geschlechte der Sentze […] wiederholt, sie wurde endlich bräuchlich und zuletzt gar eine Satzung.“ (KS, 144) Auf historische Zeugnisse solcher Institute könnte… …Gesellschaftslehre zufolge menschliches Zusammenleben beruht. Im großen Rahmen entfaltet das Mittelalter-Epos eine Kasuistik der Bündnisse, Versprechen und Eide… …andere Funktion als eine uneingeschränkte Treue in der Übereinstimmung von Worten und Taten vorzuführen: gesagt, getan. „Was ich gesagt habe, muß ich… …halten“ (KS, 149), macht Hiltiburg wenig später eine unbedingte Pflicht zur Worttreue ausdrücklich, die es ihr verbietet, ihren Vetter, wie es den… …Geschichte der Herren und Grafen von Schaunberg“ hat Stifter nicht nur eine Reihe von Namen entnommen. Hier sind auch die Urkunden belegt, von denen in seiner… …Ereignisse – der Wortbruch. Untreue zu verhindern hat das sprechende Lebewesen in seiner Geschichte eine Vielzahl von Verfahren entwickelt; einige begegnen dem… …bestärken sucht. (Vgl. KS, 145) Eine ähnliche Funktion hat der titelgebende Kuss, der die „Heiligkeit des gegebenen Wortes noch mehr erhärtet“. (KS, 157) Weil… …„die schlechteste That gewesen, die auf der Erde verübt worden ist“, eine zweite Ursünde, die, wie die adamitische, Verwirrung und Misstrauen unter die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Gebet und Geschlecht bei Theodor Fontane

    Franka Marquardt
    …der Kirche und der Antiklerikalismus […] im 19. Jahrhundert ausschließlich eine Sache von Männern“ 2 ist, wird das Gebet mehr und mehr zur Frauensache… …Konjunktur haben. 7 Auf dem rasch expandierenden Literaturmarkt bringt das Gebet sogar eine neue, spezifisch weibliche Gattung hervor: Um 1800 wird die… …vermerkten.“ 8 Die vor allem religiös „unterweisende Mutter“ ist in der Tat „eine Erfindung von 1800“ 9 : „Unsere Religionsbegriffe lernen wir“, so jener 1883… …Corbin [Anm. 6], S. 490. – Die nachtridentinische katholische Kirche sah in der Hausandacht insgesamt „eine kaum zu kontrollierende und eher dem… …Keuschheit“. 28 Mit der religiösen Deinstitutionalisierung der Männer im 19. Jahrhundert geht also eine Art Reinstitutionalisierung von Religiosität und… …Frau“ 30 des 19. Jahrhunderts daher besonders gut zu Gesicht stehen. Dass Gebet und Geschlecht auch in der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts eine… …Frauennamen schon als Titel, mindestens vier weitere haben eine weibliche Hauptfigur. Und auch die Religion ist in „nahezu jedem Werk Fontanes“ nicht nur „in… …Form von Pastorenfiguren“ 31 und auch nicht nur, wie eine große Fontane-Tagung 2005 neuerlich gezeigt hat, „als Relikt“ 32 zugegen. In Analogie zur… …Geschlechterordnung des Mordes und des Ehebruchs, die Eda Sagarra bei Fontane festgestellt hat 33 , lässt sich bei näherem Hinsehen nun auch eine bemerkenswert stabile… …zuhauf zu finden sind, sondern nach Gesprächen ‚mit Gott‘, so ergibt sich eine ganze Reihe bemerkenswerter Regelmäßigkeiten. Diese stehen 26 Corbin [Anm…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Archivare der Augen-Blicke im Angesicht des Alters

    Martin Walsers produktive Goethe-Rezeption
    Evi Zemanek
    …ARCHIVARE DER AUGEN-BLICKE IM ANGESICHT DES ALTERS Abstract Martin Walsers produktive Goethe-Rezeption von Evi Z e m a n e k , Erlangen Eine… …verstehen ist. Im Feuilleton wird bisweilen behauptet, Walsers Goethe-Roman sei nur eine Wiederholung des Walser’schen Dauerthemas, der am Alter scheiternden… …der Leser auf den ersten Seiten des Romans zur Genüge. „Ihn durchschoss eine Bewegung, eine Welle, ein Andrang von innen, im Kopf war es Hitze. Er… …ich studiere nicht nur Steine, sondern auch Augen. Was verändert Augen mehr, von außen ein anderes Licht oder von innen eine andere Stimmung? Ulrikes… …Augen sind, weil uns das Wetter gerade eine Kumuluswolke vor die Sonne schiebt, in diesem Augenblick – und ist das nicht ein köstliches Sprachangebot… …suggeriert eine Gegenseitigkeit des Gefühls, weckt einen Verdacht, den Walser seine Ulrike verbal jedoch nicht bestätigen lässt. Für Goethe jedenfalls, das… …sich der Einschub: „Ist das nicht ein köstliches Sprachangebot: Augenblick“. Allein in diesem Satz fällt der Begriff dreimal, eine Wiederholung, die als… …dieser Welt konnte er eine solche Übereinstimmung erleben. (LM, S. 40) Offenkundig geht es um scheinbar unauffällige Augenblicke, die es in sich haben. Um… …Missverständnissen vorzubeugen, reicht Walser gegen Ende des Romans eine explizitere Erklärung Ulrikes nach, an die sich der nun einsame Goethe erinnert. Damals hatten… …Enttäuschung durch Komik zum Ausdruck, indem sie eine Schlagzeile imaginiert, die über ihren Mord an Gottlieb informiert und als Grund angibt: „Rohes Vergessen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Die literarische Darstellung des Holocaust

    Ein semiologisches Modell zum Beschreiben und Erfassen von Typologien
    Christian Dawidowski
    …s k i , Siegen Trotz zahlreicher Publikationen zur Holocaust-Literatur fehlt bislang eine Einteilung dieses Genres, die mehr leistet als eine… …schlichte Periodisierung. Die Disparität der Texte zum Holocaust erschwert eine solche Einteilung unverhältnismäßig; hinzu kommt das im Umgang mit dem… …Holocaust. In jüngerer Zeit war besonders durch den zentralen Stellenwert, den der Holocaust in der Regierung Schröder/Fischer innehatte, eine Festigung… …: arcadia 36, 2001, S. 21–45; Andreas B. Kilcher: Was ist „deutsch-jüdische Literatur“? Eine historische Diskursanalyse, in: Weimarer Beiträge 45, 1999, S… …Repräsentation. Mit einem vortheoretischen Verständnis entsteht leicht der Eindruck, frühe Repräsentationen des Holocaust wären bemüht gewesen, eine Distanz, die… …2002 vehement und wehrte sich gegen die Vorstellung literaturgeschichtlich linearer Abläufe und epochaler Einschnitte. 9 Eine genauere Untersuchung von… …plädiert für eine Orientierung an Bühlers Organon-Modell, dessen Funktionen Ausdruck, Appell und Darstellung jedem Holocaust-Text einbeschrieben seien als… …Zeichengebrauch, eine Art dynamisches Signifikat. Für eine Untersuchung der literarischen Darstellung des Holocaust ist in erster Linie die Relation zwischen… …tauglich scheint für eine Anwendung auf jüngere Beispiele. Huntemanns Textanalysen setzen sich so auch zum Ziel, die Überwindung des traditionellen Modells… …sprachliche Bilder, also Tropen), Diagramme, Beispiele. So erzeugt das Ikon „im Geist eines Denkenden […] eine Repräsentation von allem, was ihm auch immer…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Kirk Wetters: The Opinion System. Impasses of the Public Sphere from Hobbes to Habermas, Fordham University Press, New York 2008.

    Irmela Schneider
    …auch angesichts der Forschungslage. Denn mit Felix Kellers „Archäologie der Meinungsforschung“ 4 liegt eine Studie vor, die die Geschichte dieses… …ein Nachwort, Frankfurt/Main 1990; Lucian Hölscher: Öffentlichkeit und Geheimnis. Eine begriffsgeschichtliche Untersuchung zur Entstehung der… …eine Theorie denn einen ethischen Imperativ entlang Kants,Sapere aude!‘ (vgl. S. 99). Kosellecks These, dass die Kluft zwischen Person und Meinung der… …sprechen, eine, wenn auch höchst instabile, Legitimität. Die Option der öffentlichen wie der privaten Meinung lässt sich weder als idealistisches Konzept… …intrasprachlicher Übertragung. Gedanken sind als ‚Produkt‘ immer gezeichnet durch den Akt ihrer Herstellung und damit durch eine nicht hintergehbare Künstlichkeit und… …Kontingenz. Die Formulierung von Gedanken, so wird auf diese Weise deutlich, hat eine ästhetische Dimension. Im dritten Anlauf 617 Buchbesprechungen zeichnet… …Ergebnissen. Ironie als eine Figur kritischer Reflexion meidet die instrumentelle oder teleologische Ausrichtung an einer öffentlichen Sphäre und weiß, dass es… …, das der Leser zu kennen glaubte, das sich ihm aber während der Lektüre dieser Studie auf neue Weise erschließt. Eine letzte Anmerkung aus… …in einem Exkurs eingeht und das zugleich eine wichtige Rolle in älteren wie jüngeren medienhistorischen Überlegungen spielt (vgl. S. 115–122). Ein…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Uwe Wirth: Die Geburt des Autors aus dem Geist der Herausgeberfiktion. Editoriale Rahmung im Roman um 1800. Wieland, Goethe, Brentano, Jean Paul, E. T. A. Hoffmann, Fink, München 2008.

    Natalie Binczek
    …beteiligt ist, vor, den Autor als eine Art ‚Selbstherausgeber‘ aufzufassen. Autorschaft wird somit als Funktion der Herausgeberschaft, der Autor als Element… …eine zumindest gewisse Teilaspekte abdeckende kulturwissenschaftliche Aufarbeitung dieses Strangs wünschenswert wäre. Eine Rekonstruktion… …Konstellationen. Sie weist eine strukturelle Zweiteilung auf, da die ersten vier Kapitel und damit mehr als ein Drittel des Gesamtumfangs des Textes dazu dienen… …Wiedereinführung in einen neuen Kontext vergleichbares Verfahren bezeichnet. Wird also der Autor als eine bestimmte Variante der Herausgeberfunktion verstanden und… …eine Entwicklung erkennen: eine zunehmende Inkorporation des Autors durch den Herausgeber. Immer deutlicher tritt die textuelle Produktion als Leistung… …zugrunde legt, stellt sich selbst als eine Abschrift heraus, erscheint „die editoriale Tätigkeit [als] eine Spiegelung der auktorialen Tätigkeit des… …griechischen Autors“ (S. 224). Nicht zuletzt aufgrund dieser Spiegelung jedoch wird im „Agathon“ eine Gleichrangigkeit der beiden Funktionen Autor und… …Herausgeber insinuiert. In Goethes „Leiden des jungen Werthers“, dem darauffolgend verhandelten Roman, zeichnet sich aber schon eine deutliche Steigerung der… …, die das Innenleben Werthers wiedergeben, als hätte er ihn persönlich gekannt. Hier lässt sich der editoriale Beitrag nicht mehr auf eine bloße Rahmung… …Herausgeber- gegenüber der Autorfunktion auf den nicht-fiktionalen Bereich. Mit Brentanos „Godwi“, der nächsten literarischen Station, werde eine Dynamisierung…
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