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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2007

    Antje Büssgen: Glaubensverlust und Kunstautonomie. Über die ästhetische Erziehung des Menschen bei Friedrich Schiller und Gottfried Benn, Winter, Heidelberg 2006.

    Jürgen Brokoff
    …Ästhetik zurückführen lassen, steht jeweils eine Kontinuitätsthese. Für die Vertreter der ersten Kontinuitätsthese steht Schiller – neben Lessing und Herder… …Vertreter beider Kontinuitätsthesen häufig nicht nur auf eine genauere Reflexion des notorisch unterbestimmten Erziehungsbegriffs, den Schillers „Briefe“ zwar… …Buchbesprechungen politischen Kontexte zweier individueller Dispositionen, zwischen denen immerhin gut 130 Jahre liegen, tendenziell aus. Eine solche Analyse von… …ästhetischer Erziehung im Spannungsfeld von „Kunstautonomie“ und politisch relevanter Wirkungsästhetik verortet. Büssgen gelingt im ersten Teil ihrer Arbeit eine… …, in dem der Mensch durch den Ausgleich von Stoff- und Formtrieb, durch die Aufhebung der Zwänge von Natur- und Sittengesetz eine „Totalitätserfahrung“… …Schlussfolgerung ziehen, dass sich genau hier, bei der möglichen Einführung von Zwang, das Einfallstor 616 Buchbesprechungen für eine politische Indienstnahme der… …Studie eine interessante Verbindung zwischen Schiller und Benn ergeben können. Denn im Zentrum von Benns Diskurs der „Züchtung“ steht, wie zahlreiche… …Untersuchung zu Schiller als eine „in sich geschlossene Analyse“ (S. 15) angelegt hat, die ohne „Verweise“ (ebd.) auf Benn auskommt. Nach einer kurzen Diskussion… …Menschen durch den pädagogisch-politischen Künstler thematisiert. Von hier aus hätte sich dann eine systematische Untersuchung des für Schiller wie für Benn… …gleichermaßen wichtigen Formbegriffs entwickeln lassen. Zum anderen wäre eine genauere Untersuchung des Erziehungsbegriffs bei beiden Autoren nicht nur…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2007

    Gideon Stiening: Epistolare Subjektivität. Das Erzählsystem in Friedrich Hölderlins Briefroman "Hyperion oder der Eremit in Griechenland", Niemeyer, Tübingen 2005.

    Andreas Dittrich
    …vorsichtiger gegenüber idealistischen Philosophemen verhalten als Binder. Eine solche Studie ist Gideon Stienings umfassende und umfängliche Monographie… …Kommentierung und Interpretation der 1797/99 erschienenen Endfassung des „Hyperion“ (S. 265–486) auf eine akribische Analyse der Vorfassungen gegründet: des… …ästhetischen Philosophen zu begreifen und sich der Frage zuwendet, wie philosophische Gedanken genutzt werden, um eine ästhetische Darstellungsform zu schaffen… …. Hölderlins „Hyperion“ mag in seiner spezifischen Gestalt ein literarhistorisches Phänomen sui generis sein, doch bemerkt Stiening zu recht, dass eine… …Erzählsystematik des Romans“ erhielten (S. 38). Dem ist sicherlich zuzustimmen, auch wenn die Absicht, „jene die Einheit von Form und Inhalt ermöglichende eine Idee… …gattungstypologischen Besonderheit organisiert“ (S. 269), ist in jedem Falle trotz ihrer philosophisch voraussetzungsvollen Formulierung plausibel. Eine solche Bestimmung… …„Urtheil und Seyn“ bzw. „Seyn Urtheil Möglichkeit“). Eine Stärke dieser Analysen liegt darin, dass sie sich zumeist eine gewisse Distanz gegenüber dem… …„intellektualen Anschauung“ (S. 281–289) ermöglicht erst dieser distanzierte Blick eine berechtigte Skepsis gegenüber Interpretationen, die Teile des „Hyperion“ als… …Erzählstruktur zwar von Ideen der idealistischen Geistphilosophie inspiriert ist, eine hegelianische Deutung aber vor massive Probleme stellt, habe ich zu zeigen… …zeigen lässt. Stienings Titel „Epistolare Subjektivität“ ist eine prägnante Formel für diesen thematischen wie formalen Grundzug des „Hyperion“. Die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2007

    Daniel Cuonz: Reinschrift. Poetik der Jungfr?ulichkeit in der Goethezeit, Fink, M?nchen 2006.

    Daniela Gretz
    …kommen. Nicht zuletzt geht es dabei wohl um eine Ehrenrettung der deutschen Kunstperiode im Zeichen der neueren (vorwiegend französischen) Literaturtheorie… …gleichermaßen eine „Reinigung von Zweck“ wie „Inzwecknahme der Reinheit“ (S. 45) inauguriert. Das „Problem der Theorieresistenz“ (S. 61) des ‚reinen Schönen‘, das… …fruchtbar zu machen. Entsprechend interpretiert Cuonz den Text als eine erzählerische Versuchsanordnung, die „auf die künstliche Erzeugung eines lebendigen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2007

    Erhard Schüttpelz: Die Moderne im Spiegel des Primitiven. Weltliteratur und Ethnologie (1870-1960), Fink, München 2005.

    David Pan
    …übergreifenden Thesen eine Grundlage zu schaffen. Der Verfasser räumt am Anfang dieses letzten Teils freilich ein, dass „dieses ständige Schlingern zwischen Mikro… …: Obwohl er den Schwerpunkt auf die Unterscheidung zwischen mündlicher und schriftlicher Kultur legt, auf eine bestimmte Art kultureller Differenz also… …, behandelt Schüttpelz die Begegnung zwischen Modernen und Primitiven als eine Begegnung zwischen westlicher Kultur und dem fremden Anderen dieser Kultur. Die… …Gleichsetzung des Primitiven mit dem Anderen erschwert eine Analyse der Entwicklung des „Primitiven“ zur ethnologischen Kategorie. Und sie ist rätselhaft, da… …, bleibt unklar. Anstatt den Ursprung und die Bedeutung dieser Kategorie für europäische Kultur zu untersuchen, geht der Verfasser davon aus, dass es eine… …Transkriptionsprozess eine Priorität des mündlichen Texts gegenüber dem schriftlichen voraus, der die vermeintliche Überlegenheit der westlichen Kultur entspricht. Es ist… …sowohl Informant als auch Ethnograph in die Kultur des Informanten initiiert werden, doch in der ethnographischen Beziehung gibt es nicht nur eine… …Machtpositionen der beiden Typen von Initianden hinzu, der ebenfalls gegen eine Spiegelung spricht: Die Verfasserrolle des Ethnographen ist ein Indiz nicht nur für… …den Einfluss der Schrifttechnik, sondern auch für die tatsächliche kulturelle Macht des westlichen Reisenden, gerade weil die primitive Kultur eine… …bestimmen, inwieweit eine Kultur die andere beeinflussen kann. Teilweise trägt die Analyse diesen Schwierigkeiten auch Rechung. Aber das Fehlen einer…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2007

    Michael Hagner: Der Geist bei der Arbeit. Historische Untersuchungen zur Hirnforschung, Wallstein, Göttingen 2006.

    Marcus Hahn
    …Aufsätzen (zwei davon in Ko-Autorschaft) ist eine Untersuchung über „Wandel und Beharrlichkeit in der Geschichte der Migräne“ enthalten, in der es unter… …anderem um die vom Medizinhistoriker Charles Singer aufgeworfene Frage geht, ob Hildegards großer Stern in lichtem Glanz und die sprühenden Funken auf eine… …Hirnfasern zerren“ (S. 226) zu können, aber auch die von Lukian geschilderte Ankunft des Kynikers Menippos im Hades, der den Götterboten Hermes in eine… …berühmtem Bürger, dem vom spitzen Kopf der Hut fliegt, und setzt mit den Bildern George Grosz’ und Otto Dix’ fort; eine gemeinsam mit Margarete Vöhringer… …Buch auf eine originär wissenschaftshistorische Fragestellung. Ausgangspunkt ist die derzeitige Konjunktur „neue[r] visuelle[r] Untersuchungsmethoden der… …Sichtbarmachung eingeführt werden, verschafft dem Historiker „das eine oder andere Déjà-vu-Erlebnis“ (S. 15). Sind die Apparate auch neu, so entdeckt Hagner in den… …Hauptund fremder Nebenidee und macht daraus – so Hagners Interpretation – eine schwindelerregende „Parabel“ der jüdischen Emanzipation: Er „gibt der… …in „Wandel und Beharrlichkeit in der Geschichte der Migräne“ als Autobiographen einer Selbststigmatisierung. „Die Migräne ist eine Krankheit der Ärzte… …eine entscheidende Rolle spielt. Beide Seiten fallen gegen Ende des 19. Jahrhunderts im britischen Hirnforscher John Hughlings Jackson zusammen. Jackson… …zusammenhängen, handele es sich bei diesen Versuchen, den „Geist bei der Arbeit“ (S. 224) zu beobachten, um eine der spiritistischen Gedankenphotographie…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2007

    Sigrid Weigel: Genea-Logik. Generation, Tradition und Evolution zwischen Kultur- und Naturwissenschaften, Fink, München 2006.

    Petra Gehring
    …Arbeiten vor. Um es gleich zu sagen: Wer eine Art Summe erwartet oder auch einen Überblick zum Thema „Generation“ bzw. zu „Generation, Tradition und… …. Naturgeschichtliche und kulturgeschichtliche Texte hantieren – vor und nach dem Epochenbruch – auf eine zwar vorher und nachher differente, untereinander aber durchaus… …: Begründet in anthropologischen Phänomenen wie Alterung, Sterblichkeit und sexueller Reproduktion, ist die Generation eine Größe, die den Fortgang der… …etabliert hat, in dem die traditionelle genealogische Bedeutung in den Hintergrund tritt und ersetzt wird durch eine Aufspaltung in ein… …eine Art Band? Werden sie doppelt belichtet? Oder lassen sich Brüche zeigen? Wirken sie trotz Analogie nicht vielleicht sogar schlicht getrennt?… …Tendenziell offen bleibt auch die Frage nach der Art des Zusammenspiels von manifest und latent: Bilden genealogische Muster eine Art Hintergrundmetapher?… …Treten sie unwillkürlich oder gar unbewusst hervor? Oder handelt es sich um eine durch die beteiligten Diskurse strategisch geschickt genutzte Option?… …oder „Nation“? Auch eine etwas abstraktere Frage stellt sich, denn Weigel bringt mehrmals den „kulturgeschichtlichen“ Charakter der Genealogie und ein… …eine Art Palimpsest der Verhandlungen über das Generationenkonzept gelesen werden“ (S. 11). Das Konzept der Generation könne in der Kulturwissenschaft… …Geschlechtern und Gattungen oder von der Abfolge des Lebens in der Zeit überliefert ist.“ (S. 26 – Hervorhebung im Text) Dieser Satz verwirrt. Es entsteht eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2007

    Liste eingesandter Bücher

    …2007. Nolte, Andreas: „Ich bin krank wie ein Hund, arbeite wie ein Pferd, und bin arm wie eine Kirchenmaus“. Heinrich Heines sprichwörtliche Sprache… …, Carolina: Die Bibel in Elias Canettis „Blendung“. Eine Studie zur Intertextualität mit einem Verzeichnis der Bibelstellen, innsbruck university press…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Inhaltsverzeichnis

    …Schreibungen im Deutschen 1500–1770 (Michael Elmentaler)..................... 466 Carmen Scherer, Wortbildungswandel und Produktivität. Eine empirische Studie… …Verfahrens sowie das Recht zur Lizenzvergabe. Dem Autor verbleibt das Recht, nach Ablauf eines Jahres eine einfache Abdruckgenehmigung zu erteilen; sich ggf…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Zeit, Vorzeit und die Narrativierung von Geschichte in der "Kaiserchronik"

    Christoph Petersen
    …. Die These ist, dass das in der konzeptuellen Unerfülltheit liegende Sinndefizit dieser Epoche durch eine narrative Sinnproduktion in den einzelnen… …–, für die der antike Teil einen Möglichkeitsrahmen bot, der deutsche Teil dagegen offenkundig nicht. Eine Erklärung dafür hat Friedrich Ohly… …hinterfragen. Zum einen lässt Ohly den Maßstab im Unklaren, der dem ‚Dichter‘ eine ‚frühere‘ und eine ‚näher liegende‘ Vergangenheit unterschieden habe. Ein rein… …Unterschiede, nicht aber eine kategoriale Differenz, welche die dichotomische Gestaltung des Textes erklären kann. Eine kategoriale Differenzierung von… …Vergangenheit muss vielmehr immer gesetzt, d. h. als semantische Differenzierung der dargestellten Zeitenfolge eingeschrieben werden. Kategorial lässt sich eine… …Reichsgeschichte in der Geschichte Karls d. Gr. kategorial differenziert, eine Erklärung dafür, dass die Hervorbringung der Historien im Text auf den antiken Teil… …beschränkt geblieben ist. Neben dieser ‚restriktiven‘ muss aber eine ‚generative‘ Erklärung stehen, die bei Ohly als ‚unbefangenere Formung des Stoffes‘… …, impliziert eine Entscheidung, die bei einem Text, der sich an diese Tradition ausdrücklich anschließt (s. u.), kaum nahe liegend war und deshalb motiviert… …, temporum series, gewidmet war10 , kann der Versuch, eine solche Motivation zu benennen, zunächst bei dem im Text artikulierten Verständnis von Zeit ansetzen… …besteht, der dann als eine basale ‚generative‘ Bedingung für die Historienproduktion in diesem Teil anzusehen ist. Die Rekonstruktionen eines Zusammenhangs…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Das Theater der Weltgerichtspiele - Tatsachen und Mutmaßungen

    Hansjürgen Linke
    …den Regieanweisungen der Texte gewinnt sie eine idealtypische Vorstellung von deren Aufführung: von der Topographie ihrer Bühne, der Ausstattung mit… …späten Mittelalters. Synoptische Gesamtausgabe, hg. v. Hansjürgen Linke, Bd. I–II,2, Tübingen, Basel 2002. Sofern eine Belegstelle in allen oder zumindest… …ein ganzes Bündel von Kriterien entwickelt, mit deren Hilfe sich erkennen lässt, ob ein Lesetext auf eine Aufführung zurückgeht 8 oder von vornherein… …Aufführung aufgezeichnet. Bei J ist es nicht ganz sicher, aber zumindest möglich, wenn nicht gar wahrscheinlich, dass es sich um eine Spielhandschrift handelt… …lokalisiert. Allerdings deuten zwei inhaltliche Bezüge auf seine Aufführung in Chur hin. (1) Unter den Verdammten bewegt sich nämlich als eine arme Seele, die… …1504 in Chur arrestiert wurde, um eine Kirchenstrafe zu verbüßen. (2) Unter den Erwählten, die gegen Ende des Spiels Christus lobpreisen, befindet sich… …auch akustisch wahrnehmen und bittet daher den Leiter der Aufführung, den Lateinschulmeister Hanns Wagner, ihm nachträglich eine Abschrift des Spiels zu… …übersenden (Rolf Max Kully: Das Leben des Lateinschulmeisters und Dramatikers Hanns Wagner alias ‚Ioannes Carpentarius‘. Eine Testimonienbiographie, Bern… …Wilhelm Stapfer, dediziert 1614 – also 16 Jahre danach (!) – eine von ihm selbst angefertigte Abschrift des Spielmanuskripts einem prominenten Mitspieler… …unterschiedlicher Papiere zusammen. Soweit sie beschrieben sind – Lagen A und F sind unbeschriftet geblieben –, enthalten sie eine Kombination aus Bühnen-, Personen-…
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