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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2001

    Oswald von Wolkenstein und seine Ehrung durch Königin Isabeau von Frankreich (1370-1435)

    Sieglinde Hartmann
    …Mittelalters sowie eine der wichtigsten Episoden in der künstlerischen Laufbahn Oswalds von Wolkenstein. Die Rekonstruktion des zeitgeschichtlichen Kontextes… …Literaturbeziehungen nimmt Oswald von Wolkenstein eine Sonderstellung ein. Denn er gilt als der einzig bekannte deutschsprachige Dichter des Mittelalters, der am… …historischen Hintergrund dieser denkwürdigen Begebenheit zu erhellen, zumal sich hier eine seltene Gelegenheit bietet, die Bedeutung zu ermessen, die Oswalds… …Liedkunst an einem der angesehensten Höfe Europas zuerkannt wurde. Da Königin Isabeau überdies eine gebürtige Prinzessin (Elisabeth) von Bayern-Ingolstadt war… …in Gestalt der Johanna von Orléans nicht eine charismatische Retterin 2 Erster Hinweis darauf von James M. Ogier: Cherchez la femme: The Lady of… …von Bayern, in: LM 5, 1990/1991, Sp. 668. – Zuvor legte Jean Markale eine belletristische Rehabilitation in seiner Biographie „Isabeau de Bavière“ vor… …politischen Wunschehe entwickelten Karl und Isabeau zudem eine tiefe Zuneigung und ein ebenso starkes Vertrauen zueinander. Dieses besondere… …(livres tournois) p.a. als ‚Wittum‘ (douaire) überschrieben; zusätzlich dazu ließ Karl eine eigene Rechnungskammer für die Königin (argenterie de la reine)… …Daneben lässt sich aber auch eine Menestrelle Graciosa Alègre aus Spanien in ihrer Hofhaltung nachweisen. Noch breiter belegt ist ihre Liebe zur gesproche-… …France, Paris. 64 Oswald von Wolkenstein und seine Ehrung nen, geschriebenen und vor allem kostbar illustrierten Literatur. Isabeau richtet sich dafür eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2001

    Das Problem der nationalen Varietäten. Rezensionsaufsatz zu Ulrich Ammon: Die deutsche Sprache in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Problem der nationalen Varietäten, Berlin/New York 1995

    Ingo Reiffenstein
    …direkt ausgesprochene) Annahme zugrunde, zu den Konstituenten von Nation (Nationalstaat) gehöre eine je eigene Sprache (oder – bei plurinationalen Sprachen… …– wenigstens eine eigene sprachliche Varietät). Dem kann nur eingeschränkt zugestimmt werden. Die Gliederung des Deutschen in nationale Varietäten… …, die nicht geleugnet wird, wird durchkreuzt und überlagert durch eine historisch fundierte, aber nach wie vor dominante regionale Variation (vor allem in… …Bedingungen scheint mir eine (verspätete) Rezension* im herkömmlichen Sinn nicht mehr sehr sinnvoll. Stattdessen stelle ich im Anschluss an eine kurze… …Vorstellung des Buches einige Überlegungen zum Thema aus meiner österreichischen Sicht an (die nur eine, nicht die österreichische Sicht ist). 1.1. Ammon… …deutschen Staaten BRD und DDR, die in den 40 Jahren ihres Bestehens doch eine Nation geblieben seien (aber wären sie das auch geblieben, wenn sich die DDR… …natürlich jenen Phänomenen und – vor allem – Wörtern, die für eine nationale Varietät spezifisch sind, also den Austriazismen, Helvetismen, Teutonismen usw… …. Je nachdem, ob eine Variante nur einer oder mehreren nationalen Varietäten eigen ist, unterscheidet Ammon zwischen spezifischen (z.B. österreichisch… …Aussagekraft haben (vgl. S. 106ff.). Eine Schwierigkeit ergibt sich für Schlussfolgerungen aus den Daten der Sprachkodizes für das Deutsche daraus, dass die… …wesentlich knappere 37. Auflage von 1990. Der entscheidende Mangel des ÖWB, gerade auch für eine Fragestellung wie die von Ammon, liegt aber vor allem darin…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2001

    Zur Entstehung von Verben über imperativische Formen

    Ingrid Hove
    …, obwohl sie nicht Verben sind, eine verbale Pluralendung aufweisen, welche in der direkten Anrede einer Spezifizierung der Adressaten dient. Diese Formen… …Artikel soll ein seltenes Mittel zur Bildung von Verben vorgestellt werden, durch das zwei schweizerdeutsche Verben und eine kleine Gruppe englischer Verben… …‚nicht wahr?‘. Wenn eine Person auf eine andere einredet und dabei immer wieder gäll sagt, wird der Gesprächspartner normalerweise zustimmen. Die Handlung… …auch umschrieben werden als ‚das tun, was man tut, wenn eine andere Person gäll sagt‘. Der semantische Unterschied zwischen diesen beiden Worttypen… …, z.B. ROBBEN ‚sich wie eine Robbe verhalten‘ vs. LAUSEN ‚die Läuse vom Kopf nehmen‘ vs. FEILEN ‚etwas mit einer Feile bearbeiten‘. Der Unterschied… …nun nicht mehr als Verbform im Konjunktiv, sondern als eine Gesprächspartikel mit der Funktion einer Anrede oder einer Aufforderung aufgefasst. Auf der… …Voraussetzung für sein Eintreten war, dass der ursprüngliche Sinn der Form erloschen war. 11 Als Folge davon, dass GELT/GELL als eine Gesprächspartikel betrachtet… …, eine Nachbarin, ein Hühnermeitli etc. begnadigen wollte, die das Weib verdammt hätte, von wegen so ein Weib gewohnt, daß ihm alles gället (Recht gibt)… …, auf der lautlichen Ebene wurde die Form gleichzeitig zu GÄLL vereinfacht (Stufe 0). Eine erste Ausweitung erfolgte, indem GÄLL die Form gälled erhielt… …(Stufe I), eine zweite Ausweitung umfasste das Entstehen des Verbs GÄLLE mit sämtlichen Formen des Paradigmas (Stufe II). Parallel zum Alter der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2001

    Über den Aufschlusswert älterer deutscher Wörterbücher für die historische Wortbildungslehre

    Johannes Erben
    …Wörterbuch“ 1 wichtige Aufschlüsse. Hier findet sich u.a. eine kritische Würdigung des Wörterbuchs von K. Stieler (1691). 2 Klingt hier eine Mahnung zur… …Vorsicht und kritischen Nutzung an, so erfährt das mehrbändige Wörterbuch J.Ch. Adelungs (1774–1786, 2 1793–1801) eine sehr viel höhere Einschätzung 3 , auch… …, in dem eine „intensive lexikographische Erfassung des standardsprachlichen Deutsch“ 10 einsetzte. Adelung erweist sich als „umsichtiger Kodifizierer… …über Adelung hinausgelangen.“ 15 Demgegenüber hatte Adelung erkannt, "daß er Kriterien für eine Limitation der zu kodifizierenden Derivateme und… …determinieren, daß eine neue Bedeutung entsteht“, hinsichtlich der Derivateme versucht er bereits, „produktive und unproduktive Derivationsgrammeme zu… …deutscher Wörterbücher Als die Gründung des Instituts für deutsche Sprache in Mannheim (1964) es erlaubte, eine ‚Bestandsaufnahme‘ im Bereich der deutschen… …Innsbruck – eine ausführlichere Darstellung zu erarbeiten, haben wir es als unsere Aufgabe angesehen, nicht nur die produktiven Typen der deutschen… …etwas zurückliegenden Zeit zu vergleichen. Um eine praktikable, nicht zu aufwändige Lösung zu wählen, beschlossen wir, uns vor allem auf das vierbändige… …. 25, 2000, S. 63–65) hätte man sich eher eine weniger pauschale lexikographische Darstellung der funktionalen Verteilung mmmmmm (Fortsetzung der Fußnote… …greifbarer zu machen, als dies Adelungs Kodifizierung ermöglichen konnte. Die Durcharbeitung dieses Korpus wird eine weitere Annäherung an die damalige…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2001

    Gottfrieds von Straßburg "Tristan", Santiago de Compostela, 5.-8. April 2000

    Detlef Goller
    …Tagungskomplex ‚Stoff und Fassungen‘ verglich Daniel Rocher (Paris) die Verwendung oxymoraler Begriffspaare von Béroul über Thomas bis Gottfried. Eine… …. Gerd Dicke (Konstanz) zeichnete eine weltweite Stoffgeschichte des belauschten Stelldicheins bis zu Gottfried von Straßburg nach. Für Gottfried… …postulierte er eine unentwirrbare Mischung der verschiedenen Erzähltypen, wobei dabei neue Sinnpotenziale aufgespannt würden. Anhand der Paradigmen des… …von Isolde und Engeltrût die Verwirklichung zweier literarästhetischer Konzeptionen. Karina Kellermann (Berlin) lieferte eine exemplarische Präsentation… …eine ritterliche Welt in Stücken, eine Destruktion des künstlich konstruierten Ritterkörpers 112 Tagungsberichte feststellte. Christoph Huber (Tübingen)… …untersuchte Gottfrieds Begriff der sene im Rückblick auf den Minnesang und den höfischen Roman und erörterte eine Einordnung des Sehnsuchtkonzeptes vor dem… …Minnegrottenszene falle der Kontrast zwischen der genauen räumlichen Beschreibung dieser und der mythischen Zeitlosigkeit auf, was Müller zum Ansatzpunkt für eine… …. So führe etwa der huote-Exkurs nicht auf eine erotische Utopie, sondern auf die Normalität der Rezipienten zu. Im Komplex ‚geistliche Horizonte‘ ging…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2001

    Sangspruchtradition. Textualität - Aufführung - Traditionsbildung, Münster, 31.08. - 01. 09. 2000

    Michael Baldzuhn, Margreth Egidi, Nine Miedema
    …bildet. In diesem Sinne ist die Entscheidung darüber, ob z.B. Gebets- oder Fluchstrophen, denen eine gesteigerte Wirkmächtigkeit des Wortes unterstellt… …ist und zugleich als ‚Urszene der Kommunikation‘ gilt. Mertens entwickelte unterschiedliche, sich komplementär zueinander verhaltende Parameter für eine… …Asymmetrie basiert, andererseits eine die Symmetrie wiederherstellende Lösung fordert. Jan Hallmann vertrat in seinem Vortrag über „Fingierte Performanz“ die… …Forderung, eine Text-Ton-Einheit im Gemerk fehlerfrei wiederzugeben; auf der Seite der schriftlichen Meisterliedproduktion dominiert hingegen weithin Hans… …Kanonbildung zu umschreiben. Eine normative Einschränkung der Alten Meister auf die Zahl Zwölf wird, nach wenigen früheren Vorläufern, erst nach der Reformation… …Meisterlieder jede Form des normativen Tontraditionalismus ablehnen. Allen Diskussionsteilnehmern war es zu verdanken, dass neben den Einzeldiskussionen auch eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2001

    Das St. Trudperter Hohelied. Eine Lehre der liebenden Gotteserkenntnis, hg. v. Friedrich Ohly unter Mitarbeit von Nicola Kleine, Deutscher Klassiker

    Hartmut Freytag
    …BUCHBESPRECHUNGEN Das St. Trudperter Hohelied. Eine Lehre der liebenden Gotteserkenntnis, hg. v. Friedrich Ohly unter Mitarbeit von Nicola Kleine… …den sich der Text eingangs des Epilogs „einem Programm gleich“ (S. 327) selbst kennzeichnet: ‚Eine Lehre der liebenden Gotteserkenntnis‘ (wan ez ist ein… …Anführungszeichen. Im selben Kapitel erklärt Ohly noch eine weitere Besonderheit der Ausgabe, die darauf beruht, dass seine Arbeit am Kommentar den Bemühungen um den… …mittelalterliche Schreiber und neuere Editoren gleichermaßen falsch verstehen konnten, wo ihnen die Bedeutung einer Aussage nicht bekannt war oder sie eine formale… …beispielsweise 5 × 3 oder sogar 7 × 7 Begriffsgliedern zusammenfügt, so entstehen fein abgestufte Modelle kalkulierter Gedankenführung, deren Organisation eine… …Handschrift jedoch häufig amorph gestaltete Textpassagen vermöge der Formkritik in eine angemessene „neue Textgestalt“ (S. 347) zu überführen, weil es ihm darum… …formalen Anspruch in seine Prosa einfügt, um auf die Weise Höhepunkten des Gehalts „eine geistig-ästhetisch angemessene Gestaltung zu verleihen“ (S. 348). Um… …Gedankengliedern und von Formgliedern auf eine ins Auge fallende Wiedergabe drängt, die den Text als eine kunstvoll geistige Gestalt zum Vorschein kommen läßt“ (S… …solch eine Kunstform bereits im Prolog des TH 120 Buchbesprechungen (1,1–5,33) erkannt und im Druck der Passage gleichermaßen hervorgehoben. 1 Weil er… …ersonnen wurde oder ob er auf eine ältere und wenn ja, dann wie alte Tradition zurückgeht (vgl. S. 368f.). Bei der Gelegenheit führt Ohly exemplarisch vor…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2001

    Andreas Hensel, Vom frühen Minnesang zur Lyrik der Hohen Minne. Studien zum Liebesbegriff und zur literarischen Konzeption der Autoren Kürenberger, Dietmar von Aist, Meinloh von Sevelingen, Burggraf von Rietenburg, Friedrich von Hausen und Rudolf von Fenis, Peter Lang, Frankfurt a.M. 1997.

    Kerstin Helmkamp
    …Deutungsmodelle zum lyrischen System dieser Zeit. So sollen Untersuchungen zur Poetik (bzw. zur Ästhetik) ausgewählter Dichter zeigen, dass weder eine Einteilung in… …Sorgfalt“ aus und grenze sich gegen „spekulative Tendenzen“ ab (S. 23). In diesem Sinne verfolgt auch Hensel eine textimmanente Fragestellung: Er definiert… …Rietenburg) sowie von Dichtern, die unter dem Einfluss des provenzalischen Frauendienstkonzeptes eine eigene Schule begründeten (Friedrich von Hausen) oder sich… …stilisiert und klage neben der „feindseligen Umwelt“ auch über die „Untreue des Mannes“ (S. 37f.). So setze die Sprechsituation meist eine Trennung voraus… …als Träger von Gefühlen. Gleichzeitig weise die Gestaltung der Frau eine „zunehmende Abstrahierungstendenz“ auf und wirke „passiver, schemenhafter“ (S…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2001

    Karen Opitz, Geschichte im höfischen Roman. Historiographisches Erzählen im "Eneas" Heinrichs von Veldeke, Universitätsverlag C. Winter, Heidelberg 1998 (Germanisch-Romanische Monatsschrift. Beiheft 14)

    Reinhard Hahn
    …seinem eigenen Verständnis als ‚historisch‘ bezeichnen kann“ (S. 7), und ob es in Veldekes Roman so etwas wie eine historiographische Erzählhaltung gebe… …durch Nachahmer und Verehrer eine Befreiung im Sinn einer literaturgeschichtlichen Entwicklung hin zur ‚fiktionalen Freiheit‘ (Walter Haug)? Die… …Wirkungsgeschichte Homers und Vergils bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts behandelt. Es folgt eine knappe, aber klar konturierte Skizze der Trojaerzählungen des… …Köhler vertretene Ansicht, Antikenromane und Reimchroniken stellten zusammen ein literarisches Programm dar, das dem Haus Plantagenêt gleichsam eine… …herausgearbeitet. 2 Vgl. etwa die zugespitzte Formulierung Köhlers: „England besaß keine Geschichte, also mußte eine solche erfunden werden. Legenden und Sagen… …(Mittelalter I, hg. von Henning Krauß, Stuttgart/Berlin/Köln/Mainz 1985, S. 115). Köhler hat die Antikenromane freilich nicht auf eine propagandistische Funktion… …höfischer Roman. Aufsätze zur französischen und provenzalischen Literatur des Mittelalters, Berlin 1962, S. 9–20.) 3 Eine Ungenauigkeit stellt die Bezeichnung… …‚literarisch‘ (d.h. ‚fiktional‘) nicht existiert“ (S. 225). Karen Opitz hat eine solide, anregende und gut lesbare Arbeit vorgelegt, die durchweg ein sicheres… …eine knappe Begründung des zugrundegelegten Textes angebracht gewesen. 9 Jena Reinhard Hahn 5 Das „Annolied“ als Beispiel für eine im 11. Jahrhundert…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2001

    Jan-Dirk Müller, Spielregeln für den Untergang. Die Welt des Nibelungenliedes, Max Niemeyer, Tübingen 1998

    Ursula Schulze
    …im Fall von Müllers „Spielregeln“ als in hohem Maße sinnvoll, denn sie schaffen einen Knotenpunkt der auseinander driftenden Forschung und bieten eine… …für ein adäquates Beschreibungsmodell, das überzeitliche Regeln ausschließt, nicht der Kohärenzbegriff verzichtbar wäre (Müller möchte eine andere Art… …Vielzahl konkurrierender Logiken versteht (vgl. S. 47). „Das ‚Nibelungenlied‘ ruft eine ‚alte‘ Welt auf, wie sie der neue höfische Roman verdrängt, doch… …die Spielregeln einer virtuellen Welt, und seine Analyse führt gerade zum umgekehrten Resultat: Eine intakte ritualisierte Welt geht zu Bruch, das… …Heinzle aufgenommen hat, vertritt Müller eine korrigierende Position: Er geht zwar von konkurrierender Aneignung der Sage aus, die sich in den Handschriften… …jeden Fall ist das inhärente Prinzip der Textkonstitution erkennbar, und darauf kommt es an. Die folgenden Kapitel bringen eine Fülle von… …allem zustimmen kann, ist es eine spannende Lektüre, denn Müller bewährt sich auch als ein exzellenter ‚Erzähler‘ bei seinen Durchgängen durch das… …gesellschaftlichen Verhältnisse, auf die das Nibelungenlied referiert, aufzudecken (Kap. III, S. 153–199), ist hervorzuheben, dass er eine Interpretation der Konflikte… …Urteil der Anderen herauslesen? Die Entscheidung für die eine oder andere Partei wertet Rüdiger selbst als verwerflich: sô hân ich boeslîche unde vil übele… …Sagenwelt und die gewöhnliche Welt bilden Räume, deren Grenzen problemlos überschritten werden können. Eine Spezifik nibelungischer oder auch weitergehend…
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