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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2001
    Steffen Martus
    …Zeichen. 2 Anders als etwa in der nicht minder scharfsinnigen Kritikkultur des Humanismus dient der Tadel nun nicht mehr der poetischen Ausbildung und… …wendet sich damit auch nicht mehr von Anfang an ins Positive 3 , sondern wird als eine Qualität sui generis anerkannt. 4 Die so etablierte… …Abhängigkeit. Wenn man – anders als in einer rhetorischen Kultur – allmählich nicht mehr akzeptiert, „Effekt“ zu sein und „Wiederholung zu variieren“ 25 , steht… …. So bemerkt ein Aufsatz „Von Unleserlichen Schrifften“ (1705): Dieweil auch eine Schrifft gemeiniglich was mehr auf sich hat / als eine Rede / auch… …selbige dauerhafftiger seyn / und von vielen / und mehr als einmahl / und zu einer Zeit gelesen werden soll / erfordert sie desto mehr Deutligkeit. 28 Die… …, durch die in eins mit der Steigerung der Gewaltmöglichkeiten die Zumutungen der Kritik gemindert werden können, denn wer mehr „Fehler“ sieht als der… …Normalleser, kann auch mehr „Schönheiten“ sehen. Bereits Gottsched hatte die Kritiker durch ihre Kompetenz fürs Unsichtbare definiert: „Sie lassen sich nicht… …Natur übersteiget, je mehr Behutsamkeit und Bescheidenheit muß man in den Urtheilen darüber gebrauchen. 53 Es verwundert kaum, dass man im „Zeitalter der… …Vorschriften ist unübersehbar, dass der literarische Diskurs nicht einmal mehr konzeptionell festen Regeln folgt. Gerade die Kritik, also jene Institution, von… …empfehlenswerter Werke kann kaum mehr benannt werden (sodass Qualität, Affektivität, Unverständlichkeit und Unaussprechlichkeit koalieren). Wenn daher Johann…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2001

    Hebels letzter Kalender

    Stefan Braese
    …keinen Ort mehr vorgesehen hatte. The article reconstructs Johann Peter Hebel’s precarious situation after Napoleon’s defeat near Leipzig in October 1813… …, ich saß zwischen ihm und Hebel, sprach aber viel lieber mit dem. Er (Hebel) ist mehr still, wie laut, und spricht lieber im Einzelnen, als im Ganzen… …irgend adäquater Platz nicht mehr vorgesehen. Selbst wer nur „irgend etwas gelten läßt oder gar gutheißt, was irgend ein anderer sagt und dafür hält“, so… …, handelt auf vielfältige Weise von dieser Erfahrung. Dass die „Rekonstruktion historischer Horizonte“ jenen Blick auf Hebels Werk ermöglicht, der nicht mehr… …Landsturm erfolge „nicht mehr im Dienste eines Menschen, sondern Gottes“; „als ein mannhafter Streiter des Herrn und Gideons“ gleiche der Landsturmmann „den… …darauf zu verhindern, dass „kein welscher Fluch […] mehr die Altäre entweihen“ kann, „vor denen wir Gott dienen, oder die Kirchhöfe, in welchen die Gebeine… …„Allemannischen Gedichte“, mehr noch aber des „Rheinländi- 509 Stephan Braese schen Hausfreunds“, der „Verfechter des Rheinbunds […], Freund der Franzosen […]… …traditionellen, materialistisch verfassten Zugriff des „Rheinländischen Hausfreunds“ misst Hebel diese neuesten Weltbegebenheiten einmal mehr an den Kosten, die… …, genannt der rheinländische Hausfreund, zu welchem er von 1808 bis 1815 die Lesestücke liferte, keinen Antheil mehr nimmt. Hingegen wird im Laufe des Jahres… …hatte er keinen Zweifel mehr daran, dass über den Ausgang jener Geschichte, die von den Pariser Umwälzungen des Jahres 1789 ihren Ausgang genommen hatte…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2001

    „Der Löwe brüllt, wer sollte sich nicht fürchten?“ Zur utopischen Restauration der alten Stammburg in Goethes„Novelle“

    Daniel Hoffmann
    …sieht die Arbeit an ihm ihrem Abschluss entgegen, jedoch ist innerhalb der Erzählung von einer Beendigung im bautechnischen Sinn nicht mehr die Rede. Dem… …Grund für seine Arbeit an der Stammburg gibt der Fürst-Oheim an, man wolle „diese Wildnis zugänglicher [...] machen, denn mehr bedarf es nicht um jeden… …Menschenmenge des Jahrmarktes, bemerkt diese bei allen Marktbesuchern, unabhängig von ihrer sozialen Stellung, ein Übermaß an Gewandung, dass sie alle „mehr Stoff… …als nötig zu ihren Kleidern genommen, mehr Tuch und Leinwand, mehr Band zum Besatz.“ 10 Dass in dieser Eitelkeit tatsächlich ein Stachel, im biblischen… …unterstreichen. Schon lange gehört die Suche nach möglichen Quellen zu Goethes „Novelle“ nicht mehr zum Arbeitsfeld der Forschung. Obwohl sich durch sie „wirklich… …reproduzierende Einbildungskraft des Lesers einzuengen oder auf falsche Fährten zu locken.“ 15 Aus ähnlichen Gründen hat sich die jüngere Forschung auch nicht mehr… …Kunstwerken ist in der Erzählung nicht mehr die Rede. Am Ende der „Novelle“ gelangt nämlich in diesem spezifischen Fall der Bilder von der Stammburg das…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2001

    „Rotdunkel“. Vom Ektoplasma zur Aura. Fotografie und Okkultismus bei Thomas Mann und Walter Benjamin

    Sabine Haupt
    …Fett?“) 36 , doch mehr als eine „entfernte Ähnlichkeit“ 37 kann der Erzähler dem Porträt beim besten Willen nicht attestieren. Sein Kompliment an den… …Romans deuten darauf hin, so Hörisch, dass „die Technik und das Sakrament mehr miteinander zu tun haben könnten, als es der Schulweisheit träum[e]“ (ebd…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2001

    Gottfried Benns „Welle der Nacht“ – absolute Dichtung?

    Moritz Schramm
    …„Franzosen“ schrieb, scheint keine inhaltliche Aussage mehr zu transportieren. 1 Benn wird hier und im Folgenden im Text zitiert nach: Gottfried Benn… …unzugänglich. In einer Kunstform, in der offenbar „nur noch die Signifikanten, aber nicht mehr die Signifikate eine Rolle spielen“ sollen, wie Gerth kritisch… …in Benns Gedicht nicht mehr auf eine außersprachliche Wirklichkeit referieren und sich daher dem üblichen Verstehen entziehen: „Wegen der von ihrem… …Heranrollen ging voraus, leicht getragen von Wesen und Dingen, oder eigentlich mehr von ihrem magischen Namen. Auch die Perle ist eine solche Trägerin. An ihr…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2001

    „Gesegnete Vergänglichkeit“. Hanns Johsts literarische ‚Vergangenheitsbewältigung‘

    Rolf Düsterberg
    …Kriegsende jedoch nicht mehr veröffentlicht worden. Nun, 1955, präsentierte Johst einen „neuen Roman“ der – nach einigen Streichungen und Modifikationen –… …strafrechtlich nicht mehr zu belangen. Die Kosten des jahrelangen Verfahrens fielen der Staatskasse zur Last. 1 Der bereits seit Beginn der zwanziger Jahre… …hatte. Man habe Johst „existenzlos“ gemacht, der sich nun mit Hilfe seiner Frau mehr schlecht als recht durchschlagen müsse. Ihm weiterhin die 20 Alfred… …desolaten Versorgungslage während des Krieges seinen Kunden keine Güter mehr anbieten kann. Ohne diesen „Dienst“, so begründet er seinen Freitod in einem… …demokratische Prinzip wird mit den Worten: „Wahlrummel“ und „Stimmvieh“ charakterisiert. „Man hatte keine Vision mehr vor Augen … nur Pro-Visionen im Kopf!“ 43… …Ignoranten? Willst du weniger Arbeiten für mehr Geld. 44 Dieselbe Haltung findet auch noch Jahre später in einem Brief an Wilhelm Pleyer, in dem Johst anmerkt… …mehr“ zitiert und kommentierend hinzufügt: „Dieses Wort hat ein Volk erlöst, und dieses Volk ist durch die Macht und den Segen dieses Versprechens… …als die Zukunft, so Staritz, denn die Johst’schen Mütter „bestätigen den Satz, daß die Ahnen mehr bedeuten als die Enkel“. Man spüre in diesem Buch „ein… …zuständigen Propagandaministerium mit der Bemerkung abgelehnt worden waren: „ausserhalb der Planung 1943 kann nichts mehr genehmigt werden“. 61 Angesichts der… …gestellten Romans von Johst betraf, denn zu dessen Auslieferung kam es bis zum Kriegsende nicht mehr. Im Spruchkammerverfahren versuchte Johsts Rechtsanwalt Dr…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2001

    Barbara Thums, „Den Ankünften nicht glauben wahr sind die Abschiede“. Mythos, Gedächtnis und Mystik in der Prosa Ilse Aichingers (Rombach Wissenschaften. Reihe Cultura, Bd. 14). Rombach Verlag, Freiburg/Breisgau 2000.

    Volker C. Dörr
    …chronologischen Gründen, mehr noch aber aufgrund konzeptueller Vorentscheidungen, nicht als positivistisch nachweisbare Wirkungen linearer Einflüsse verstanden… …Bereich dessen vorstellt, was mit dem Rubrum „Neo-“ oder „Poststrukturalismus“ (allerdings wohl mehr schlecht als recht) kategorisiert werden kann. Für den… …Ingeborg Bachmanns Erzählung „Simultan“. In Aichingers Poetik werde Literatur „zum Modell einer Sprachauffassung, die nicht mehr am Ideal einer… …erhält: Seitdem mit mehr als guten Gründen die positivistische Einflussforschung als weithin akzeptiertes Modell und das Autorsubjekt als Zurechnungspunkt…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2001

    Harald Tausch, Entfernung der Antike. Carl Ludwig Fernow im Kontext der Kunsttheorie um 1800 (Reihe: Studien zur deutschen Literatur, Band 156). Niemeyer, Tübingen 2000.

    Ansgar M. Cordie
    …er etwa die mythische Handlung stillstellt, wie dies analog der Chor in Euripides’ „Helena“ tut (S. 144/145). Farbe und Draperie sollen nun nicht mehr…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2001

    Heinrich Heine und die Religion, ein kritischer Rückblick. Ein Symposion der Evangelischen Kirche im Rheinland vom 27. – 30. Oktober 1997. Hrsg. von Ferdinand Schlingensiepen und Manfred Windfuhr (Schriften des Archivs der Evangelischen Kirche im Rheinland, Bd. 21). Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland, Düsseldorf 1998.

    Robert Steegers
    …im Schreiben selbst zurücknehmenden Distanzierung von diesen gefährlichen Themen zu kokettieren: Ich lasse mich vom Satan nicht mehr verführen, ich… …enthalte mich selbst alles Nachdenkens über das Christenthum, und bin kein Narr mehr daß ich Hengstenberg und Consorten zum Lebensgenuß bekehren wollte […]… …Buchbesprechungen Die Beiträge des Bandes belegen auf ihre Weise, dass in fast allen Phasen des Heine’schen Werkes eine mehr oder weniger intensive Auseinandersetzung… …Selbstäußerungen im Werk mehr, bei Brief- oder Gesprächszeugnissen weniger offensichtlich ist. Windfuhr warnt zwar selbst vor Heines Hang zur Selbststilisierung und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2001

    Eberhard und Elfriede Berger, Carl Hauptmann. Chronik zu Leben und Werk. Verlag frommann-holzboog, Stuttgart 2001.

    Eberhard Hilscher
    …über Werke, Pläne, Lektüre, Erfolge, Misserfolge, Freunde, Bekannte, Modelle, militärische Dienstzeiten und vieles mehr. Im Einzelnen hören wir von einem… …sieben Aufenthalte in Worpswede und das Werden erfreulichster Künstlerfreundschaften. Bereits im Juni 1899 weilte Carl Hauptmann mehr als vier Wochen dort… …Hauptmann im Diarium: „Es geht Kraft aus für mein ganzes Leben (von) Modersohn und […] diesem Mädchen (Paula) […] Habt Dank Ihr beiden. Ihr gebt mir mehr als…
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