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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2007

    Antje Büssgen: Glaubensverlust und Kunstautonomie. Über die ästhetische Erziehung des Menschen bei Friedrich Schiller und Gottfried Benn, Winter, Heidelberg 2006.

    Jürgen Brokoff
    …, sind aufgrund des im Titel angezeigten Projekts bzw. Programms seit jeher der Ausgangspunkt einer polemischen Diskussion gewesen, die um das Problem… …Ästhetik zurückführen lassen, steht jeweils eine Kontinuitätsthese. Für die Vertreter der ersten Kontinuitätsthese steht Schiller – neben Lessing und Herder… …, 614 Buchbesprechungen vor allem aber in Abgrenzung zu Goethe – am Beginn eines utopischen Versprechens, das die allgemeine Beförderung der Humanität zum… …Ziel hat. Das Spezifikum von Schillers Ästhetik liegt dann darin, dass die allgemeine Beförderung der Humanität nur auf dem Wege der Kunst möglich und… …die Kunst Vorschein einer besseren (wenn nicht gar: klassenlosen) Gesellschaft ist. Für die Vertreter der zweiten Kontinuitätsthese stehen Schillers… …„Briefe“, und hier vor allem seine Rede vom „ästhetischen Staat“, wie sehr sie auch im Verlauf der Rezeptionsgeschichte missverstanden, fehlgedeutet und… …politisch instrumentalisiert worden sein mögen, am Beginn einer fatalen und spezifisch deutschen Entwicklung: Der „ästhetische Schein“ tritt an die Stelle der… …im Titel führen, der im Text selbst aber so gut wie nie verwendet wird – ein Umstand, der zu denken geben sollte. Ferner bleibt in vielen Fällen… …Überlegungen zum „ästhetischen Schein“ und zum „ästhetischen Staat“ auszuschließen. Es liegt auf der Hand, dass sich die hier anzuzeigende Studie von Antje… …Büssgen zu Schiller und Benn bereits durch die Wahl des mit Schiller ‚korrespondierenden‘ Autors Benn in die Nähe der zweiten Kontinuitätsthese begibt. Das…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2007

    Schiltkneht Enite – Zur gender-Transzendierung im „Erec“ Hartmanns von Aue

    Zur gender-Transzendierung im „Erec“ Hartmanns von Aue
    Manuela Niesner
    …Aue von Manuela N i e s n e r , Heidelberg Im Vergleich mit der französischen Vorlage erweist sich, dass Hartmann von Aue die Ehe-Liebe Erecs und Enites… …als ein Problem der Geschlechtsidentitäten aufgefasst hat. Eine gemeinsame Existenzform der beiden Protagonisten scheint zunächst nur um den Preis der… …Aufgabe der gender-gebundenen Identität eines der beiden Partner möglich. Hartmann zeigt jedoch im Verlauf des Romans insbesondere an den… …schiltkneht-Diensten Enites, dass die Frau im Gegensatz zum Mann in der Lage ist, die Grenzen zum anderen gender hin ohne Identitätsverlust zu transzendieren. In… …the boundaries to the other gender without losing her identity. Die Institution der hochmittelalterlichen Feudalehe war bekanntlich eine… …eine Rolle, als die Ehe als Abbild der „liebende[n] Vereinigung Gottes mit der Menschheit“ galt und nach dem kanonischen Recht durch den freiwilligen… …Konsens der Ehegatten zustande kommen sollte. Insofern steht das theologische Modell dem Ehekonzept des höfischen Romans näher als die Praxis der Feudalehe… …, doch wurde die Liebe von den Theologen anders als in der höfischen Literatur nicht als leidenschaftliche Geschlechterliebe, sondern im Sinne einer… …geistig-seelischen Zuneigung verstanden, die die Ehegatten (Fortsetzung der Fußnote auf S. 2) 1 Manuela Niesner in der volkssprachlichen Erzählliteratur seit dem 12… …betrachtet 3 : Die Liebesheirat der Protagonisten bildet hier nicht den Zielpunkt der Handlung, sie führt vielmehr in eine Krise, die die Frage nach dem…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2007

    Sinnes- und Körpermetamorphosen in Hofmannsthals „Das Kleine Welttheater oder Die Glücklichen“

    Margrit Vogt
    …Abstract SINNES- UND KÖRPERMETAMORPHOSEN IN HOFMANNSTHALS „DAS KLEINE WELTTHEATER ODER DIE GLÜCKLICHEN“ von Margrit V o g t , Berlin Der vorliegende… …schaffen. Aus der Zusammenschau divergierender Körperdiskurse der Medizin, Psychologie, Philosophie, Literatur und Kunst ergibt sich auf der Ebene des Stücks… …körperbezogenen Sprach- und Weltordnung transzendiert die sinnliche Wahrnehmung der Figuren und bindet die atomisierte Sinnsuche der Figuren in einen… …meaning into an overall context. Seit den 1990er Jahren feiert der Körper in der Literatur- und Kulturwissenschaft seine triumphale Wiederkehr. Ungleich… …, physiologische und neurologische Diskurse fokussieren den Körper um die Jahrhundertwende, sondern auch die europäische Kunst und Literatur, der Tanz und das… …Theater rücken ihn und die sinnliche Wahrnehmung ins Zentrum ihrer Aufmerksamkeit. Dabei wird immer häufiger die Überlastung der Sinnesorgane thematisiert… …, die sich zum allgemeinen Krisenbewusstsein steigert. Diese Grunderfahrung der ‚Reizsamkeit‘ als Signatur der Zeit 1 wird mit der Überbeanspruchung der… …Sinne durch Einflüsse der modernen industrialisierten und urbanisierten Welt in Zusammenhang gebracht. Denn die unaufhaltsame Technisierung der… …von Gerüchen, Dämpfen, Geräuschen und Sehreizen einer Großstadt zur Folge. 2 Der daraus resultierende Teufelskreis von sinnlicher Abstumpfung 1 Vgl… …Verlangen nach immer grelleren Reizen bildet einen Gemeinplatz der zeitgenössischen Zivilisationskritik. Das ‚Fin de Siècle‘-Wien kann als Epizentrum der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2007

    „Das Motto. Aus Tristan und Isolde.“

    Elsa Bernsteins Drama „Dämmerung“ als Auseinandersetzung mit dem Wagnerismus um 1900
    Andrea Albrecht, Romana Weiershausen
    …, Berkeley u. Romana W e i e r s h a u s e n , Bremen Abstract Elsa Bernsteins alias Ernst Rosmers Drama „Dämmerung“ (1893) weist in den Kontext der von… …Friedrich Nietzsche begründeten Wagner- und Dekadenzkritik der Jahrhundertwende. Im Rekurs auf Gérard Genettes Theorie der Parodie wird gezeigt, dass die… …Dramatikerin Richard Wagners Anspruch, das „Kunstwerk der Zukunft“ entwickelt zu haben, durch eine naturalistische Transposition von „Tristan und Isolde“… …nach der Befreiung aus dem Lager Theresienstadt entstandenen Memoiren. Das Bekenntnis der Wagner-begeisterten Erfolgsautorin jüdischer Abstammung, die… …unter dem Pseudonym Ernst Rosmer im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zu einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Dramatikerinnen avancierte 2… …Rosmer. Eine deutsche Dramatikerin im Spannungsfeld der literarischen Strömungen des Wilhelminischen Zeitalters, Bern, Frankfurt/Main, New York 1985; Bernd… …Distelkamp: Eine innige Verschmelzung von Wort und Musik. Untersuchungen zur Entstehungsgeschichte der Märchenoper „Königskinder“ von Elsa Bernstein und… …. v. Brian Keith-Smith, New York 1993, S. 43–63. 547 Andrea Albrecht u. Romana Weiershausen Der Wagnerenthusiasmus und Wagnerkult vereinte – in… …musikalischen Entwicklungen der Zeit eine zentrale Rolle spielte, mit den Angehörigen und Sympathisanten des ‚Bayreuther Kreises‘, der eine offen antisemitische… …Ideologie kultivierte. 3 Doch weder der Antisemitismus der Jahrhundertwende noch die Erfahrungen im Dritten Reich konnten Bernstein davon abhalten, ihre…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2007

    Erhard Schüttpelz: Die Moderne im Spiegel des Primitiven. Weltliteratur und Ethnologie (1870-1960), Fink, München 2005.

    David Pan
    …einheitlichen Epoche, in der orale Literatur das Potential hatte, sich weltweit zu einer universalen Form zu entwickeln. Obwohl die verschiedenen Kapitel viele… …Informationen und einleuchtende Analysen bieten, gelingt es den Einzelinterpretationen nicht, für die erst im letzten Teil der Untersuchung herausgestellten… …übergreifenden Thesen eine Grundlage zu schaffen. Der Verfasser räumt am Anfang dieses letzten Teils freilich ein, dass „dieses ständige Schlingern zwischen Mikro… …und Makro beim Lesen einen Anflug von Seekrankheit erzeugt“. Aber dieser Mangel an Einheit soll in der Methode einer Interpretation begründet sein, die… …sich „auf die Mobilität ihrer Gegenstände einlassen“ müsse (S. 327). Tatsächlich folgt diese Seekrankheit aus einer fundamentalen Ambiguität der Analyse… …Gleichsetzung des Primitiven mit dem Anderen erschwert eine Analyse der Entwicklung des „Primitiven“ zur ethnologischen Kategorie. Und sie ist rätselhaft, da… …. Dementsprechend wären Ursprung und Bedeutung dieser europäischen Kategorie zu erklären, nicht die Eigenschaften der Objekte zu untersuchen, die dieser Kategorie… …. Auch die Begründung dessen, dass der Zusammenstoß mit dem „Primitiven“ besonders wichtig für den Ethnographen sowie für seine eigene Analyse sein sollte… …, bleibt unklar. Anstatt den Ursprung und die Bedeutung dieser Kategorie für europäische Kultur zu untersuchen, geht der Verfasser davon aus, dass es eine… …einheimischen Informanten erkennen kann, muss er Unterschiede zwischen den zwei Rollen ausblenden. So gehen die spezifischen Eigenarten in der Kategorie des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2007

    Matthias Luserke-Jaqui (Hg.): Schiller-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung, Metzler, Stuttgart, Weimar 2005.

    Bodo Lecke
    …Buchbesprechungen Matthias Luserke-Jaqui (Hg.): Schiller-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung, Metzler, Stuttgart, Weimar 2005. Der junge Friedrich… …besprechenden Werk nur schwer zu bewerkstelligen, zumal der Herausgeber „schon das maul krüm[m]en“ müsste, „wenn die Recension unter 6 Bogen ist“ (NA 23, 20)… …„hauptsächlichstes“ in mehr als „knapper fassung“ erscheint. Die Vielzahl und Vielschichtigkeit der Schiller’schen literarischen und nicht-literarischen ‚Textsorten‘… …und von zum Teil ganz unterschiedlichen Interpretationsansätzen her analysiert werden. Im Kontext einer Publikationsflut zum Schillerjahr 2005 kommt der… …„Werk lebt“, wie der 1 Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm [Nachdruck der Erstausgabe 1877], München 1984, Bd. 10, Sp. 366. 306… …Buchbesprechungen Dichter selbst in der „Thalia“-Vorrede zu „Don Karlos“ vor eben 200 Jahren, im März 1785, selbstbewusst behauptete (NA 6, 344) – siehe das Motto… …Perspektive der einzelnen Beiträger(innen). In dem – meines Erachtens ein wenig zu knapp geratenen – Vorwort zur Konzeption des vorliegenden Bandes („Was will… …dieses Schiller-Handbuch?“) nennt der Herausgeber als „vorrangiges Ziel […] die schnelle, präzise und kompakte Information der Leserinnen und Leser“ (S… …. VII). Der bereits in den Einzelanalysen immer wieder herausgestellte wirkungs- und rezeptionsgeschichtliche Bezug wird nochmals in einem kompakten… …Kapitel zur „Wirkung“ konzentriert, dem die Teilaspekte: Wirkungsgeschichte, Schiller auf der Bühne und Schiller-Parodien subsumiert und dazu eine Lebens-…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2007

    Kartographie des Denkens – Kafka und Benjamin im Kontext von Judentum und Moderne

    Kafka und Benjamin im Kontext von Judentum und Moderne
    Petra Renneke
    …beteiligten sich nicht öffentlich an den kontroversen Diskussionen über jüdische Identität und über die Stellung der Juden in der deutschen Literatur, wie sie… …etwa in der „Kunstwart-Debatte“ im Anschluss an Moritz Goldsteins Artikel „Deutsch-jüdischer Parnaß“ 1912 geführt wurden. Aber sie befassten sich… …. Der Artikel versucht eine Kartographie des Denkens beider Schriftsteller im Spannungsfeld dieser Themenkomplexe. Er will damit einen Beitrag leisten zur… …Rekonstruktion der „anderen“ jüdischen Geschichte in Deutschland, „die nicht so recht ins Bild einer Geschichtsauffassung passen mag, die bestimmt ist von den… …einen (verhältnismäßig) flüchtigen Griff gestohlen hat und der fremder Besitz bleibt, auch wenn nicht der einzigste Sprachfehler nachgewiesen werden… …könnte [...]. Die deutsche Litteratur hat auch vor dem Freiwerden der Juden gelebt und in großer Herrlichkeit, vor allem war sie, soviel ich sehe, im… …solchem zusammenhängt, genauer, mit dem Verhältnis der jungen Juden zu ihrem Judentum, mit der schrecklichen inneren Lage dieser letzten Generationen […]… …, nicht den unschuldigen Vater sondern das Judentum des Vaters betrifft. Weg vom Judentum, meist mit unklarer Zustimmung der Väter (diese Unklarheit war das… …Sprechern, die gerade nicht im Haus der Sprache wohnen, sondern auf dessen Türschwelle sitzen, um die Legitimierung eines Diskurses durch seine Illegitimität… …. Illegitim, weil er selber eine Diskursgrenze oder ein Grenzdiskurs ist. In Kafkas radikalem Akt der Verweigerung jeder Interpretation liegt der Beginn für…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2007

    Ulrich Port: Pathosformeln. Die Tragödie und die Geschichte exaltierter Affekte (1755–1888), Fink, München 2005.

    Juliane Vogel
    …prominenten und doch lange vernachlässigten Begriff der deutschen Tragödientheorie des 18. und 19. Jahrhunderts und erweitert eine fast ausschließlich… …wirkungsästhetisch geführte Diskussion um einen darstellungsbezogenen Schlüsselbegriff. Die Rede vom Pathos, so zeigen Ports Überlegungen, rührt an den Kern der… …tragischen Darstellung selbst. Sie rückt die theatralen Bedingungen dessen in den Blick, was die Aufklärung als den Hauptzweck der Tragödie bezeichnet: die… …Erregung der Leidenschaften. Gleichermaßen aber thematisiert sie die Gefahren, die mit der szenischen Realisierung des Affekts verbunden sind. Die von Port… …befragten Texte reagieren immer und vorbeugend darauf, dass die maßlose Affektbewegung die moralischen, ästhetischen und metaphysischen Zwecke der Tragödie zu… …unterlaufen droht. Seine Überlegungen konzentrieren sich dabei auf die Pathoskonzepte der bürgerlichen Gesellschaft. Sie beginnen mit der Aufklärung, als… …Begriff und Darstellung der Leidenschaft neu gefasst werden und die neue und nicht mehr normative Dramaturgie des bürgerlichen Theaters die pathografischen… …. Jahrhundert. 611 Buchbesprechungen Das Argument der Studie geht davon aus, dass auch moderne Pathoskonstruktionen einer Entfesselung der Exaltation Widerstand… …unkontrollierbaren Eigendynamik gegengesteuert wird. Die pathetisch bewegte Figur, die inzwischen zum ‚Menschen‘ geworden und aus der symbolischen Ordnung der… …höfischen Welt entlassen ist, steht seit der Aufklärung auch auf der Bühne unter Beobachtung. Ports Ausführungen gewinnen besonders dann an Überzeugungskraft…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Johanna Thali: Beten – Schreiben – Lesen. Literarisches Leben und Marienspiritualität im Kloster Engelthal, Francke, Tübingen, Basel 2003 (Bibliotheca Germanica 42), VIII und 385 Seiten

    Susanne Bürkle
    …der dort situierbaren mystischen Texte und einer ausgezeichneten handschriftlich-archivalischen Materialbasis in den letzten Jahren Gegenstand diverser… …, übersichtliche Dokumentation der Textüberlieferung im Kontext von historischen Fakten und Archivalien zu betrachten, insbesondere aber die Edition der Engelthaler… …Bücherliste von 1447, die hier sorgfältig und erstmals im Ganzen vorgelegt und überlieferungs- sowie literaturgeschichtlich ausgewertet wird. Der zweisträngige… …Untertitel der Studie mit den nicht in unmittelbar einsichtigem Zusammenhang stehenden Aspekten des ‚Literarischen Lebens‘ und der ‚Marienspiritualität‘ im… …Kloster Engelthal verdankt sich vermutlich einer Umorientierung im Laufe des Arbeitsprozesses. Unter der Hand scheint sich eine – wohl in Erwartung… …geschlechtsspezifischer Ausprägungen – anvisierte frömmigkeitsgeschichtliche Studie zu Maria, der in der „frauenklösterlichen Literatur“ als „Identifikationsfigur für eine… …Konventes ausgeweitet zu haben. Darunter leidet, v.a. im ersten Teil, die Stringenz im Aufbau der Arbeit. Ihr „rote[r] Faden“ sei nämlich trotz allem ‚die… …Frage nach der Bedeutung Mariens‘ in den Engelthaler Texten, mittels derer, auch im Blick auf die „Interpretation der Werke“, die „unterschiedlichen… …Intentionen“ und Funktionen der Texte ‚herausgearbeitet‘ werden könnten (S. 14f.). Diese Zweisträngigkeit beherrscht dann auch die weiteren Ausführungen: nicht… …nur die ‚Interpretationen‘ der Texte Friedrich Sunders, Adelheid Langmanns, Schwester Gerdruts und des Engelthaler Nonnenbuchs (Kap. 5–8) als…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2007

    Bleibende Stelle – Zu Stifters „Granit“

    Zu Stifters „Granit“
    Marcus Twellmann
    …im Medium der Schrift ein mündliches Erzählen, das, Vorfahren und Nachkommen verbindend, das Gedächtnis an eine gemeinsame Vergangenheit bewahrt, indem… …, die der in der Fremde Schreibende einem medialen Wandel anzulasten nur scheint: der Verschriftlichung mündlicher Überlieferung, wie er selbst sie… …, that is to say the very process that he is involved in of writing down orally transmitted material. Als „Stilisierungen der ländlichen Gesellschaft zu… …einer heilen und geschlossenen Welt, in der jeder und jedes seine angestammte, unbezweifelbare Stelle fand“ 1 , sind Adalbert Stifters Erzählungen lange… …Zeit verstanden worden: Man glaubte, von einer kosmischen Ordnung zu lesen, in der alles am Platz ist und bleibt, wo es hingehört. Dauerhaft lokalisiert… …nennt, und durch diese Überlieferung von 1 Wolfgang Matz: Adalbert Stifter oder Diese fürchterliche Wendung der Dinge, München 1995, S. 19. 2 Adalbert… …, Köln u.a. 1982, im Folgenden mit der Sigle G zitiert. 3 Vgl. Uwe K. Ketelsen: Geschichtliches Bewußtsein als literarische Struktur. Zu Stifters Erzählung… …aus der Revolutionszeit „Granit“ (1848/52), in: Euphorion 1970, H. 64, S. 306–325. 4 Edward R. McDonald: The Family’s Legacy of Values as the Redemptive… …das Geschlecht seinen Fortbestand in der Zeit. So gelesen, bekundet sich in diesem Text ein Konservatismus, der sich im historischen Zusammenhang nicht… …nur restaurativ ausnimmt, sondern mit der kontrafaktischen Erdichtung einer heilen Weltordnung vor den Realitäten ins Phantasmatische zu fliehen scheint…
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