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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2014

    Lessings Lustspiel "Die Juden" im Kontext seiner Kritik des christlichen Antisemitismus

    Norbert Mecklenburg
    …Jahrzehnte, teilweise ein Tabu liegt, in dieser Weise nachgegangen werden: In Hinblick auf das übergreifende Thema von Lessings Antisemitismuskritik setze ich… …dieser Grundlage widme ich mich schwerpunktmäßig dem Frühwerk „Die Juden“, um zu zeigen, wie sich dessen komisch inszenierte Vorurteilskritik zu einer… …Folgenden nach dieser Ausgabe zitiert, die Nachweise aus ihr nur mit Band- und/oder Seitenzahl dem Text in Klammern eingefügt. 481 Norbert Mecklenburg spitzt… …auch mit dem christlichen Antisemitismus auseinandersetzt, also der Mitverantwortung, die dieser anderthalb Jahrtausende lang an unzähligen Verbrechen… …der Theologie“ (IX 57), wie er sich höchst ironisch tituliert hat, auf Theologiekritik. Dieser von Martin Bollacher eingeführte und heute – von einigen… …, ethischen Humanismus. 14 Aber ist dieser Differenzkult nicht viel indifferenter? Haben dann nicht auch Martin Krumm, Daja, der Patriarch Anspruch auf… …wurde, verteidigte ihn sein Sohn Johann David Michaelis. 31 Aber bereits einige Jahre später vertrat dieser, als Orientalist in Göttingen und als 25 Eine… …gerecht zu unterscheiden. Mit dieser Schwierigkeit hat es die Erforschung des Verhältnisses von Aufklärung und Juden generell zu tun. 39 Der Aufklärer… …„Gegensätze“ derart apologetisch ausspielt, dass am Ende zu einem Rätsel wird, was deren Herausgeber mit dieser einzigartig mutigen Publikation intendiert hat… …Tendenz, sondern auch von Niveau, hat in dieser Richtung eine erfahrene Lessing-Spezialistin erbracht, indem sie als Philologin die Theologen noch…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2014

    Briefroman, Monodrama, Lyrisches Gedicht

    Goethes „Werther“ und die Gattungsästhetik der Einsamkeit im 18. Jahrhundert
    Kathrin Wittler
    …, aufs Engste mit der Umgestaltung des überlieferten Gattungsgefüges in dieser Zeit verbunden. Das einsame Selbstgespräch nämlich bestimmt die… …Radikalisierung dieser historischen Gattungsästhetik der Autokommunikation, lässt sich seine literaturgeschichtliche Bedeutung präziser fassen als mit der bisher… …die Einsamkeit als zentrales Problem Werthers ausgemacht. 6 Dieser Einsamkeitsreputation des Romans steht eine verblüffend flüchtige Behandlung des… …Aufsatz unternehme ich den Versuch, dieser Frage mit Blick auf den Überschneidungsbereich von Diskurs- und Gattungsgeschichte nachzugehen. Dabei wird sich… …überlieferten Gattungsgefüges in dieser Zeit verbunden ist. Es soll im Folgenden herausgearbeitet werden, wie das einsame Selbstgespräch die Ästhetik von drei… …Modegattungen der Zeit – Briefroman, Monodrama, lyrisches Gedicht – bestimmt und inwiefern Goethes „Werther“ sich als Reflexion und Radikalisierung dieser… …Öffentlichkeit trete, denn der wahre Dichter müsse „gleichzeitig ein strenger Selbstprüfer und geübter Gesprächspartner in dieser einsamen Weise“ 12 sein. Während… …des Selbstgesprächs für die Gattungspoetik des 18. Jahrhunderts verstellen muss. In dieser Tradition werden das ‚Lyrische‘ (als autoreferentieller… …gegenübergestellt. 22 Die auf dieser Grundlage vorgenommene Identifikation des Monologischen mit dem Lyrischen und des Dialogischen mit dem Dramatischen hat immer… …Gattungskonstellation mit ihrer autokommunikativen Ästhetik hat gerade in ihrer Hybridität und in ihrer Überschreitung der sich in dieser Zeit herausbildenden Trias von…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2014

    Dichtende Dichtungskritik

    Romantische Kritikpraxis in Ludwig Tiecks „Goethe und seine Zeit“
    Michael Navratil
    …anschließende Betrachtung von Ludwig Tiecks theoretischen Schriften von besonderer Bedeutung sind, seien an dieser Stelle knapp rekapituliert: 10 In der… …Einleitung seiner kritischen Schriften schreibt Tieck über diesen Text: „Dieser Dialog ist vielleicht nur wenig beachtet worden, obgleich er Denen wichtig sein… …präferierten Form liberal-pluralistischer Literaturkritik. Einer dieser dialogisch angelegten Texte ist die Vorrede zur Neuauflage von J.G. Schnabels „Insel… …. Scherer [Anm. 17], S. 389–400, hier: S. 396–399. 538 Dichtende Dichtungskritik Kontext ist dieser Essay, der in der Forschung vor allem aufgrund der dort… …Zusammengehörigkeit dieser Arbeit mit dem späteren Essay „Goethe und seine Zeit“ verwiesen hat. Die Lenz-Vorrede sei, wie es in einem Brief aus dem Jahre 1828 heißt… …, ohne dass eine abschließende Vermittlungen dieser Positionen geleistet würde. Als perspektivistisch ausdifferenzierte Sichtweise erscheint jede der… …ganzheitlichen, durch den geschichtlichen Fortgang hinzugewonnenen Wissens“. Preisler [Anm. 2], S. 296. Die zahlreichen ironischen Brechungen dieser Position…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2014

    "Vorführung meiner Blutsverwandten"

    Else Lasker-Schülers arabische Chiffren jüdischer Identität
    Yvonne Al-Taie
    …Textfassungen und Briefen aufgezeigt, dass sich die arabischen Konnotationen der Protagonisten dieser Texte, Prinzessin Tino von Bagdad und Prinz Jussuf von… …deren entscheidenden Stationen und Erfahrungen lesen lassen. Bei dieser Entschlüsselung der als Chiffren zu deutenden Textmotive ist Liskas Fokus aber in… …. Lasker-Schüler weiß sich dieser Motivik zu bedienen, sie aus ihrem trivialen Kontext zu lösen und zu einer ganz eigenen Dichtung zu verarbeiten. Man greift jedoch… …der eigenen Identität als Künstlerin und als Jüdin basiert. Dieser Subtext, in den sich das Ringen um die eigene jüdische Identität eingeschrieben hat… …„Vorführung meiner Blutsverwandten“ noch an Bedeutung. 10 Parallel zu dieser Verdichtung der religiösen Identitätssuche in der Prosa lässt sich die erhöhte… …führen. In „Ached Bey“ findet dieser Umschwung in Folge der Hinrichtung des jüdischen Jünglings durch den Kalifen statt. 15 Lasker-Schüler: Die Nächte Tino… …Kalifen erhält sanfte, dichterhafte Züge, wenn er in Gedanken bei Naemi weilt. Die Spannung, die in dieser unerfüllten Jugendliebe bereits angelegt ist… …Zögern in dieser Sache enthüllt die verborgene Zuwendung des arabischen Despoten zu dem Juden – eine Zuwendung, in der sich dessen Liebe zu Naemi spiegelt… …(Dichter-)Wesen des Jünglings und dem verborgenen Wesen des Kalifen, das sich in seiner Liebe zu der Jüdin Naemi äußert. Vgl. zu dieser Forschungshypothese Uerlings… …metaphysische Macht, symbolisiert in den Feuersäulen, die Tino dieser Welt enthebt und sie in die Welt des Jünglings – und somit in die Welt des Dichtertums –…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2014

    ‚Die Dame mit dem langen Hals‘

    Zum Manierismus als Grundlage der Bildpraxis in Thomas Bernhards „Auslöschung“
    Viktor Konitzer
    …Manierismus in Italien, 1. Aufl., Berlin 2012, S. 9) eines Malers oder Bildhauers. Schon dieser Vorrang der je individuellen, „ursprünglich von einer… …zu den üblichen sieben der Proportionslehren.“ 12 Zentrum dieser ästhetischen Abnormität ist der titelstiftende, überlange Hals mit seiner grazilen… …einer Fotografie seiner Mutter widmet: [I]ch hatte ja jedes Mal beim Anblick dieser Fotografie lachen müssen, jetzt aber war mir das Lachen darüber… …Katalysators; dass dieser auf der Grundlage einer manieristischen Ästhetik wirkt, macht auch aus der Erzählung eine manieristische. So bezieht sich Kremer auf… …[Anm. 2], S. 191. Dieser Ansatz lässt sich in einem größeren Rahmen auch philosophisch begründen, etwa wenn Wittgenstein feststellt, „dass ein Bild am… …kleine Kirche hineingegangen, in eine romanische, wie Spadolini sagte, in dieser Kirche hatten sie ein Christusbild gesehen, das den Gottessohn mit einem… …niemals gehört habe. […] Mein großer Kopf lag in einem toten Land. In Finsternis. Er lag so lange in dieser Finsternis, bis ich aufwachte. 36 Die von Kremer… …geköpft worden“ (A, S. 395) ist, ihr überlanger Hals also durchtrennt und das Haupt vom Körper losgelöst erscheint, schließt an dieser Stelle den Kreis… …entwickelt sich von dieser Problematik her: Sich selbst ein ‚Bild‘ von den Angehörigen gemacht zu haben, das sie in modischer Kleidung und grotesker… …. Barthes’ Fotografietheorie ist an dieser Stelle relevant, weil ihr punctum-Begriff jenes irritierende Bildmoment benennt, das Regers am malerischen Detail…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2014

    Aparte Lektüren

    Marcus Hahn kontextualisiert Benns Werk im humanwissenschaftlichen Wissen der Moderne
    Michael Ansel
    …Sammelbänden erschienen sind und die vieljährige Beschäftigung ihres Verfassers mit dieser Fragestellung dokumentieren. Sie umfasst die Zeitspanne von Benns… …Tagebuchauszügen Mopsa Sternheims, hg. v. Thomas Ehrsam, Göttingen 2004, S. 8). Natürlich ist Hahn dieser Eintrag nicht entgangen (vgl. S. 297 f., Anm. 260). 603… …Michael Ansel tualisierungen zu dieser Textgruppe keineswegs unergiebig. Mit seiner profunden Quellenkenntnis bereichert Hahn die Forschung auch hier um… …wollten6 , verweist auf das strukturelle Defizit dieser Argumentation, die sich angesichts der von Hahn selbst reklamierten Anbindung seiner Arbeit an… …Positionierungen Benns zur Naturwissenschaft im Berichtszeitraum zu bestimmen. Obwohl sich dieser Aufsatz an Materialsättigung natürlich nicht mit Hahns… …anthropologischen Wissen der Moderne ausgeleuchtet sehen möchte, muss künftig zu dieser wegweisenden Arbeit greifen. Hahn kann auf überzeugende Weise belegen, dass… …dieser Band neues, die Benn-Forschung bereicherndes Material erschließen und z.B. wichtige Hinweise zur anthropologisch-biologischen Unterfütterung von…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2014

    Helmut J. Schneider: Genealogie und Menschheitsfamilie. Dramaturgie der Humanität von Lessing bis Büchner

    Fritz Breithaupt
    …nicht auf der physischen Versammlung beruht, sondern auf dem Akt der Imagination. Entsprechend gilt dieser Akt der Einfühlung nicht dem lebenden Herrscher…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2014

    Jörg Robert: Vor der Klassik. Die Ästhetik Schillers zwischen Karlsschule und Kant-Rezeption

    Alexander Pleschka
    …prägte, interessiert er sich umgekehrt dafür, wie Schillers Frühwerk die Kantrezeption bestimmte. Unter dieser Voraussetzung würden einerseits… …[…] rekonstruieren, den Schillers Auffassung von Funktion und Faktur der Kunst“ (18f.) in dieser Zeit genommen habe. Schillers an Kant anschließende… …Ästhetik als auch die frühe Ästhetik in der ihr eigenen Komplexität herauszuarbeiten, stellt Robert dieser Interpretation der „Kalliasbriefe“ eine… …transzendentalphilosophischen Ästhetik Kants, sodass sich der Leser die Unterschiede zu Schillers frühen Schriften und den „Kalliasbriefen“ selbst erschließen muss. Trotz dieser… …Buchbesprechungen auf Zusammenhänge zur späteren Ästhetik hin, die in dieser Form noch nicht gesehen wurden. Bonn Alexander Pleschka 622…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2014

    Walter Erhart: Wolfgang Koeppen. Das Scheitern moderner Literatur

    Klaus-Michael Bogdal
    …demnach auch in Koeppens ‚Scheitern‘ ein literaturgeschichtliches Szenario ‚nach‘ der literarischen Moderne abzuzeichnen beginnt.“ (92) Dieser Zugang ist…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2014

    Markus Lorenz: Subversiver Meistersang. Eine Studie zum Werk Uwe Timms

    Hartmut Steinecke
    …Sammelband erschien 1995, mehrere weitere folgten seither, 2007 eine erste kleine Monographie. Die Forschung beschäftigte sich in dieser Phase vor allem mit… …Vorgefundenen.“ (101) Dieser Ansatz ist besonders ergiebig, wo Lorenz ihn auf die Sprache Timms anwendet, etwa auf dessen Bemühungen um eine „natürliche“ Sprache… …travestiert, es neu erfindet.“ (262) So sehr man dieser Analyse des Timm’schen Verfahrens ebenso zustimmen kann wie seiner Hochschätzung von dessen Werken: Ich… …selbst an einer Stelle von „quasimusikalischen Metaphern und Techniken“ (264), lässt sich von dieser selbstkritischen Einsicht jedoch nicht irritieren. Er… …dazugehören). Lorenz schätzt zwar den Begriff ‚Intertextualität‘ nicht, aber dieser trifft doch einen zentralen Aspekt seiner „Studien“. Er geht – kenntnisreich…
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