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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2000

    Irmgard Scheitler, Gattung und Geschlecht. Reisebeschreibungen deutscher Frauen 1780-1850 (Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur 67)

    Tilman Fischer
    …der Literatur 67). Niemeyer Verlag, Tübingen 1999. Das Mühsame wird gerne aufgeschoben, und so liegt erst jetzt mit Irmgard Scheitlers… …Periode in der Geschichte des Reiseberichts erschließt. Der Titel ihrer Arbeit ist dabei durchaus programmatisch. Von den alternativen Zugangsmöglichkeiten… …der Untertitel unglücklich behauptet), die als Buch oder Aufsatz seit 1780 – d.h. vom Beginn ihres Auftretens auf dem Buchmarkt – bis ins Jahr 1850… …publiziert wurden. Ihr Untersuchungsraster ist dabei ein doppeltes: Einmal sucht sie nach „den sprachlichen und kompositorischen Konventionen“ (S. 2) der… …Gattung generell, um so eine „Poetik“ (ebd.) bzw. eine „‚Grammatik‘ der Reisebeschreibung“ (S. 4) für den Beobachtungszeitraum zu gewinnen. Zum anderen… …letzteres Reiseberichte in besonderer Weise eignen, da sie aufgrund ihres (auch) autobiographischen Charakters in der Regel ein höheres Maß an Reflexion… …weiblichen Lebens und Schreibens beinhalten als beispielsweise Romane von Frauen, ist evident. Erst vor der Folie des gattungsspezifisch Konventionellen kann… …dabei also das für das Schreiben der behandelten 44 Autorinnen historisch-geschlechtsspezifisch Besondere sichtbar gemacht werden. Mit diesem… …in auffälliger Weise entbehrte. Denn wo nur Texte von (einigen wenigen) Frauen in den Blick geraten sind, führte dies häufig zu Verzeichnungen der… …Ergebnisse bei der Identifikation angeblich frauenspezifischer Erfahrungs- und Schreibweisen, die nicht selten einfach historisch gängige Gattungsmerkmale…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2000

    Friedrich Hebbel, Briefwechsel 1829-1863. Historisch-kritische Ausgabe in fünf Bänden (Wesselburener Ausgabe). Hg. v. Otfried Ehrismann, U. Henry Gerlach, Günter Häntzschel, Hermann Knebel und Hargen Thomsen. iudicium verlag, München 1999.

    Norbert Oellers
    …, scheint das Interesse deutlich nachgelassen zu haben. Die vielfältigen Gründe für das offenbar Unzeitgemäße der Werke Hebbels können hier nicht erörtert… …werden. Nur zu den Tagebüchern sei eine Bemerkung erlaubt. Sie sind das Zeugnis eines sich zur Größe stilisierenden Dichters, der stets sorgfältig… …Wirklichkeit geworden sei. Die Folgen liegen auf der Hand: Das als ‚zeitlos‘ Inszenierte wird immer wieder durchschaubar als Ergebnis von sorgsam gepflegten… …bei der Beurteilung anderer Menschen, hochproblematische Ansichten, die allenfalls zur Charakterisierung des Autors nützlich sind. Nicht nur die… …dem Tode erscheinen.“ Es dauerte fast drei Jahrzehnte, bis Felix Bamberg die meisten der Briefe Hebbels (und viele an ihn) der Öffentlichkeit… …bekanntmachte. 1 Wenig später edierte Richard Maria Werner Hebbels „Sämtliche Briefe“ historisch-kritisch. 2 Einzelnes kam im Laufe der Zeit hinzu. Die hier… …, davon 50 aus der Feder des Dichters. Die Zahl derer, mit denen er nachweislich korrespondierte, beträgt nahezu 400. Die ersten zehn erhaltenen Briefe… …energisch, einsetzend mit einem Brief an Uhland vom 9. August („Thun Sie für mich, was Sie thun können!“) und erst nachlassend Mitte der vierziger Jahre, als… …durchaus förderlich. Das Liebes- und Wirtschafts-Drama, in das Hebbel elf Jahre mit Elise Lensing verstrickt war, verliert sich in der Vergangenheit… …und 477). 4 Über Hedde, wie Hebbel 1813 geboren, werden im „Verzeichnis der Korrespondenten“ (Bd. 5, S. 186) zwar einige biographische Angaben geliefert…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2000

    Hiltrud Bontrup, "... auch nur ein Bild". Krankheit und Tod in ausgewählten Texten Theodor Fontanes (Argument Sonderband N.F. 276). Argument Verlag, Hamburg, Berlin 2000.

    Volker C. Dörr
    …. Argument Verlag, Hamburg, Berlin 2000. Während es auf dem Umschlag der Publikation, einer überarbeiteten Magisterarbeit (Münster 1998), noch – etwas zu viel… …Verfasserin freimütig offen: Sie behandelt genau diese Texte einerseits wegen deren „Ergiebigkeit“, andererseits wegen der „quantitativ und qualitativ… …man das zweite Kriterium dennoch nicht. Die Verfasserin sieht die ausgewählten Texte mit der in ihnen zentralen Motivik von Krankheit und Tod in… …den Prämissen eines Spätrealismus konform, der – ganz anders als die Kunst der Décadence – eine distanzierte und distanzierende Pathographie fordere… …, bei der eine souveräne Erzählerinstanz es dem Leser unmöglich macht, sich mit den dargestellten Kranken (positiv) zu identifizieren. Die Krankheitsfälle… …von Fontanes Figuren erscheinen insofern der bürgerlichen Moral untergeordnet, als die Krankheiten als „Sanktionen“ (S. 190) gegen Normverstöße lesbar… …acht gelassen, daß es ja nicht die bürgerliche Ordnung selbst ist, die Sanktionen verhängt, sondern: es sind die Anderen. Die Reaktionen der mehr oder… …minder feinen Leute sind es, die krank machen und denen nur begegnet werden kann, indem ihnen der Grund entzogen wird. Daß die Texte genau diesen… …Zusammenhang zwischen Individuum und Sozialität problematisieren, macht die Verfasserin auch selbst deutlich. Wie vom Titel der Arbeit angedeutet, sind in den… …Texten Krankheitsmotive und Kunstrezeption aufs engste verschränkt – nicht zuletzt dadurch, daß moralische Bewertungen im Medium der vorgeblichen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2000

    Beda Allemann, Zeit und Geschichte im Werk Kafkas, hg. v. Diethelm Kaiser und Nikolaus Lohse. Wallstein Verlag, Göttingen 1998.

    Armand Nivelle
    …. Beda Allemann war sich schon in seinen ersten Äußerungen zur Literaturproblematik bewußt, daß die Literatur als spezifische Seinsweise der Kultur zwar… …ideologische Vereinnahmung gefeit machen, solange sie sich auf ihre Spezifität besinnt. Gemeint ist dabei nicht etwa nur eine verspätete Affirmation der… …Unabhängigkeit der Dichtung von religiösen, moralischen und sonstigen Leitbildern und Herrschaftsansprüchen, wie das der Fall war in den Grenzstreitigkeiten… …anläßlich der Autonomie-Vindikationen der klassischen Ästhetik, sondern vielmehr eine Hervorhebung der inwendigen Eigenart des literarischen Kunstwerks, die… …. Es handelt sich um eine Sammlung von unverändert abgedrucken Aufsätzen, die im Laufe von zweieinhalb Jahrzehnten entstanden sind, in Anbetracht der… …Hauptaugenmerk gilt der poetischen Struktur von Kafkas Dichtung, ohne deren Kenntnis die Werke nur unzureichend charakterisiert und interpretiert werden können… …Grundposition besteht nämlich in dem Nachweis, daß eine inhaltlich-thematische Interpretation den Sinn der Romane notwendigerweise verfehlen muß, wenn sie nicht… …, was unter anderm die Unfaßbarkeit des Unfaßlichen demonstrieren soll. Das, was Allemann als das Hauptthema von Kafkas Dichtung bezeichnet, nämlich „der… …erniedrigte, von seinem Ziel abgeschnittene Mensch“, ist in die Temporalstruktur der Romane eingebettet und ohne sie mißverständlich. Erst die immanente… …Zeitstruktur des Erzählwerks eröffnet den Zugang zu den Bedingungen des menschlichen Daseins im Sinne Kafkas. Der erste Aufsatz ist das Redemanuskript eines…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2000

    Dieter Lamping, Von Kafka bis Celan. Jüdischer Diskurs in der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1998.

    Magnus Klaue
    …Buchbesprechungen Dieter Lamping, Von Kafka bis Celan. Jüdischer Diskurs in der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts. Vandenhoeck & Ruprecht… …, Göttingen 1998. Anders als der etwas verunglückte Titel nahelegt, handelt es sich bei Dieter Lampings Buch nicht um eine Sammlung von Gelegenheitsarbeiten zu… …einer literarhistorischen Entwicklung, die sich als Verwandlung der deutsch-jüdischen Literatur in eine jüdische Literatur deutscher Sprache kennzeichnen… …läßt.“ (13) Angesprochen ist hiermit der im 20. Jahrhundert mit Kafka einsetzende Prozeß kultureller und literarischer Neuorientierung eines weitgehend… …assimilierten Westjudentums durch verstärkte Beschäftigung mit der eigenen, inzwischen fremd gewordenen ostjüdischen Tradition, auch angesichts verschärfter… …Literatur“ (11) würdigen wollen. In beiden Ansätzen sieht der Verfasser mit Recht die Gefahr ideologisierender Vereinnahmung jüdischer Literatur, die in ihrer… …subsumiert werde. Lampings Versuch, demgegenüber das spezifisch ‚Jüdische‘ an der deutsch-jüdischen Literatur in den Blick zu bekommen, zielt nun nicht etwa… …Lamping der Terminus ‚jüdischer Diskurs‘ insofern gerechtfertigt, als die damit 631 Buchbesprechungen bezeichneten Texte latent organisiert seien durch drei… …geschichtliche Zäsuren, die wiederholt thematisch würden: die Krise der Assimilation, die Exilerfahrung und der Holocaust. Bei der Analyse dieses Diskurses werden… …affirmativ, ablehnend oder paradox – „ein Bewußtsein der Zugehörigkeit zum Judentum literarisch manifest“ wird (29), ist insofern ein hermeneutisches Problem…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2000

    Andrea Gnam, Die Bewältigung der Geschwindigkeit. Robert Musils Roman "Der Mann ohne Eigenschaften" und Walter Benjamins Spätwerk. Wilhelm Fink

    Albert Kümmel
    …Buchbesprechungen Andrea Gnam, Die Bewältigung der Geschwindigkeit. Robert Musils Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“ und Walter Benjamins Spätwerk… …sich die Entwicklung der Verkehrs- und Nachrichtenmittel als Vorgang steter Beschleunigung beschreiben. Virilios Dromologie geht noch weiter und… …rekonstruiert die Geschichte der Menschheit als ganze am Leitfaden steigender Geschwindigkeiten. Die Beobachtung der Steigerung des ‚objektiven‘ technologischen… …Tempos geht einher mit einem argumentativen Topos der Unfähigkeit des menschlichen Wahrnehmungs- und Bewegungsapparats, mit diesen Geschwindigkeiten… …Schritt halten zu können. Der medizinische Diskurs, der die Gefährdungen von modernem Verkehrs- und Großstadtleben thematisiert, kennt eine Vielzahl… …geschwindigkeitsinduzierter Krankheiten: von der Eisenbahnkrankheit, die man sich durch schlichtes Anschauen der mit 30 km/h vorbeirasen- 634 Buchbesprechungen den… …Dampflokomotiven zuziehen kann, bis zur Neurasthenie, der reizüberfluteten Großstädtern zugewiesenen Schwäche des Nervensystems. Vor allem zwischen 1890 und 1930… …trifft das Thema der übergroßen Schnelligkeit des modernen Lebens auf weites Interesse, wiewohl der dromokratische Diskurs dieser Zeit nicht homogen… …abgelöst von einem neusachlichen Pathos zirkulierenden Verkehrs. Andrea Gnam analysiert, wie Robert Musils Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“ und Walter… …Geschwindigkeitsdiskurses, das eine Veränderung der Raumstruktur im Zuge steter Beschleunigung behauptet, in den Mittelpunkt der Untersuchung. Die verbreitete Vorstellung…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2000

    Liste eingesandter Bücher

    …kulturwissenschaftliche Essays zum Werk Ingeborg Bachmanns. Königshausen & Neumann, Würzburg 2000. Beetz, Manfred/Cacciatore Giuseppe (Hg.): Hermeneutik im Zeitalter der… …Entwicklung seiner Geschichtsphilosophie aus der Anschauung der Gegenwart: Fünf Zeitgedichte vor 1800 (M-&-P-Schriftenreihe für Wissenschaft und Forschung)… …. Metzler, Stuttgart, Weimar 2000. Bollacher, Martin/Gruber, Bettina (Hg.): Das erinnerte Ich: Kindheit und Jugend in der deutschsprachigen Autobiographie der… …Gegenwart (Einblicke, Band 3). Bonifatius, Paderborn 2000. Corbineau-Hoffmann, Angelika/Nicklas, Pascal (Hg.): Gewalt der Sprache – Sprache der Gewalt… …, 2000, Nr. 3. Themenheft: Paul Celan. Hg. v. Jean-Marie Valentin. Eversberg, Gerd (Hg.): Dichter und ihre Photographien. Frühe Photos aus der… …Storm-Familie und aus dem Freundeskreis (Beiheft zu den Schriften der Theodor-Storm-Gesellschaft 48). Westholsteinische Verlagsanstalt Boyens & Co., Heide 1999… …erweiterte Auflage. Erich Schmidt, Berlin 2000. Jagow, Bettina von (Hg.): Topographie der Erinnerung. Mythos im strukturellen Wandel. Königshausen & Neumann… …(Probleme der Dichtung, Band 29). Winter, Heidelberg 2000. Jung, Werner: Im Dunkel des gelebten Augenblicks. Dieter Wellershoff – Erzähler, Medienautor… …und Metalyrik. Theorie einer Gattung und ihrer Selbstbespiegelung anhand von Beispielen aus der englisch- und deutschsprachigen Dichtkunst (Beiträge zur… …, Heidelberg 2000. Peters, Ursula: Text und Kontext: Die Mittelalter-Philologie zwischen Gesellschaftsgeschichte und Kulturanthropologie. Hg. von der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2000

    Inhaltsverzeichnis

    …, Die frühneuhochdeutsche Brücke. Überlegungen zur sprachtypologischen Periodisierung der deutschen Sprachgeschichte… …Nellmann, Lapsit exillis? Jaspis exillix? Die Lesarten der Handschriften................................................. 416 Max Schiendorfer, Ein vündelîn… …, Blattverluste im Suchensinn-Korpus der „Kolmarer Liederhandschrift“ ..................................... 427 Hans-Joachim Koppitz, Zu Franz Pfeiffers Biographie… …, Deutsch-niederländisch/ niederländisch-deutsche Literaturbeziehungen im Mittelalter. Internationale Fachkonferenz zur Erforschung überregionaler Verbundenheit in der… …..................................................................... 447 Hubertus Menke über: Brigitte Derendorf, Der Magdeburger Prosa-Äsop ............................................................... 450 Monika… …Schausten über: Anna Keck, Die Liebeskonzeption der mittelalterlichen Tristanromane............................ 452 Zeitschrift für deutsche Philologie 119… …Bank AG Konto 32 076 274 00 BLZ 100 200 00 Bezugsbedingungen: Der Bezugspreis im Abonnement beträgt jährlich DM 264,–/ 135,–/öS 1.928,–/ sfr. 240,–… …...................................... 457 Bernhard D. Haage über: Dirk Matejovski, Das Motiv des Wahnsinns in der mittelalterlichen Dichtung.. 460 René Wetzel über: Hans-Jochen Schiewer… …, ,Die Schwarzwälder Predigten‘................................................................. 463 Hildegard Elisabeth Keller: ,Ährenlese‘ der… ….................................................. 477 Beilagenhinweis: Der Inlandsauflage liegen folgende Prospekte bei: Mediävistik 2000 / Germanistik – Komparatistik – Medienwissenschaft 2000 /…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2000

    Autorbilder in volkssprachigen Handschriften des Mittelalters. Eine Problemskizze.

    Ursula Peters
    …vornehmlich um die Frage, was ein Bild zum Autorbild macht und – vor allem am Beispiel der Autorbilder in der Überlieferung bestimmter Werke des Rudolf von Ems… …– welche Funktion solchen Autorbildern in der handschriftlichen Tradierung der volkssprachigen Literatur zukommt. This article outlines the problems… …ist das handfesteste Ergebnis jener literaturwissenschaftlichen Methodendiskussion, an der sich die Mediävistik in den letzten Jahren intensiv beteiligt… …Diskussionen des Poststrukturalismus, der die traditionelle Fixierung auf den Text bzw. auf eine spezifische Text-Kontext-Relation durch einen offenen… …Textbegriff, eine prinzipielle Durchlässigkeit von Text und Kontext ersetzt und damit zugleich eine kulturwissenschaftliche Öffnung der Literaturwissenschaft… …anderen Autor-Text-Konstellationen verwiesen, wie sie sich in der charakteristisch zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit changierenden Literaturpraxis… …abzeichneten. In der Mittelalter-Philologie führte jedenfalls die neue literaturwissenschaftliche Diskussion um die Problematik der Kategorien Autor/Autorschaft… …zur Rückbesinnung auf die alte Frage nach der Spezifik mittelalterlicher Autorschaft im Prozess der handschriftlichen Überlieferung, nach den… …Konstellationen von prägnantem Autorbewußtsein und Anonymität der Überlieferung, von fehlender Autorprofilierung und strikt autorbezogener Tradierung zeigen. 1… …Frage, wie sich eigentlich in den einzelnen literarischen Typen bestimmte literarische Figurationen von Autorschaft in der handschriftlichen Überlieferung…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2000

    Die frühneuhochdeutsche Brücke. Überlegungen zur sprachtypologischen Periodisierung der deutschen Sprachgeschichte

    Thorsten Roelcke
    …DIE FRÜHNEUHOCHDEUTSCHE BRÜCKE Überlegungen zur sprachtypologischen Periodisierung der deutschen Sprachgeschichte von Thorsten R o e l c k e… …, Heidelberg Abstract Die Periodisierung der deutschen Sprachgeschichte um die frühe Neuzeit erweist sich im Hinblick auf die Vielfalt und Dauer… …innersprachlicher Entwicklungen als ausgesprochen problematisch. Auf der Grundlage einiger sprachwandeltheoretischer und sprachtypologischer Überlegungen wird hier… …daher die zeitliche Gliederung der morphologischen und syntaktischen Entwicklung des Deutschen neu diskutiert. Dabei zeigt sich, dass das… …Frühneuhochdeutsche als eine eigenständige Periode der deutschen Sprachgeschichte aufzufassen ist, die eine sprachtypologische Brücke der Veränderung zwischen dem… …germanistische Sprachwissenschaft ist seit dem 19. Jahrhundert durch eine zum Teil heftige Auseinandersetzung um die sprachgeschichtliche Gewichtung der frühen… …Neuzeit geprägt. Diese Auseinandersetzung gipfelt in der Diskussion um den Ansatz einer eigenständigen frühneuzeitlichen Periode und reicht dabei von einer… …heterogen und inkonsequent. Dies liegt zum einen an der großen Vielfalt und zum anderen an der langen Dauer lautlicher, grammatischer, lexikalischer oder… …textueller Entwicklungen innerhalb der deutschen Sprachgeschichte. Um angesichts dieser Vielfalt und Dauer dem Anspruch auf eine homogene und konsequente… …Periodisierung des Deutschen nach innersprachlichen Kriterien gerecht werden zu können, bedarf es somit eines neuen, sprachtheoretisch abgesicherten Ansatzes, der…
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