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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2003

    Heinrich Götz, Lateinisch-althochdeutsches-neuhochdeutsches Wörterbuch (Beiband zu Althochdeutsches Wörterbuch: Auf Grund der von Elias von

    Stefan Sonderegger
    …Buchbesprechungen Heinrich Götz, Lateinisch-althochdeutsches-neuhochdeutsches Wörterbuch (Beiband zu Althochdeutsches Wörterbuch: Auf Grund der von… …Elias von Steinmeyer hinterlassenen Sammlungen im Auftrag der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig begründet von Elisabeth Karg-Gasterstädt… …die Althochdeutsche Sprache“, Stuttgart 1845 – und seither immer wieder erörtert worden oder an Einzeldenkmälern der Übersetzungsliteratur näher… …. Der auch sonst in der Forschung über das Althochdeutsche – bes. zu den Glossen – bekannte Verfasser publizierte zunächst 1993 ein „Vorläufiges… …typographischer Gestaltung vorzulegen. Über die in der Leipziger Arbeitsstelle „Ahd. Wb.“ vorliegenden Unterlagen hinaus, hat H. Götz diese Grundlage entscheidend… …fast unbeschreiblichen Einsatzes dieser Forscherpersönlichkeit in gut 10 Jahren ein umfassendes Wörterbuch der vom Lat. ins Ahd. übersetzten… …, geschickt durch Klammern ergänzt, wie z.B. lat. bibere: (ex aqua) bibere, ahd. (brunnen) niozan (Otfrid). Die ahd. Formen sind nach dem sog. Normalahd. der… …semantischen Genauigkeit neue Maßstäbe für die noch keineswegs abgeschlossene Forschungsaufgabe der Beeinflussung des Althochdeutschen durch das Lateinische, und… …Denkmäler ausgezogen. So fehlt aus der ahd. „Lex Salica“ (Fragment der Übersetzung) neben mlat. mannire ‚vor Gericht fordern, vorladen‘, ahd. u.a. mennen (S… …schwierig bleibt. Auch vermisst man etwa bei lat. genus oder lat. causa den Hinweis auf die genera causarum, d.h. die aristotelischen Gattungen der Rede (vor…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2003

    Johannes Singer, Mittelhochdeutscher Grundwortschatz auf der Grundlage der von R. A. Boggs erstellten lemmatisierten Konkordanz zum Gesamtwerk

    Klaus-Peter Wegera
    …Buchbesprechungen Johannes Singer, Mittelhochdeutscher Grundwortschatz auf der Grundlage der von R. A. Boggs erstellten lemmatisierten Konkordanz zum… …Gesamtwerk Hartmanns von der Aue sowie der von F. H. Bäuml erstellten Konkordanz zum Nibelungenlied und des von R.-M. S. Heffner erstellten Wortindex zu den… …Gedichten Walthers von der Vogelweide, 3., völlig neubearbeitete und erweiterte Auflage, Ferdinand Schöningh, Paderborn u.a. 2001 (UTB für Wissenschaft 2253)… …Seiten Der barocke Titel des Mittelhochdeutschen Grundwortschatzes von Singer beschreibt bereits das gesamte Unternehmen. Auf der Basis der genannten… …Indices und Konkordanzen wird der Wortschatz der drei Ausschnitte mhd. Literatur in Form von Häufigkeitslisten ermittelt und aufgelistet. Der Klappentext… …Mittelhochdeutschen vor.“ In der Tat ist die Grundidee, den zentralen Ausschnitt des mittelhochdeutschen Wortschatzes für den universitären Unterricht zusammenzustellen… …und den Studierenden auf diese Weise verfügbar zu machen, durchaus sinnvoll. Doch erstens ist das Unternehmen nicht so neuartig, wie es der Klappentext… …Methode der Fremdsprachenvermittlung dar, doch hat sich die Fremdsprachendidaktik seit geraumer Zeit von reinen Frequenzlisten verabschiedet und den… …worden, und zwar 445 Buchbesprechungen 1930 durch Franz Saran1 , der in der Überschrift seines Wörterverzeichnisses („Verzeichnis häufig vorkommender oder… …besonders wichtiger Wörter mit Etymologie und Bedeutungsentwicklung“) beide Kriterien der Auswahl nennt. Durch die Beschränkung auf drei kleinere Ausschnitte…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2003

    Jürgen Eichhoff, Wortatlas der deutschen Umgangssprachen, Bd. 1: Francke, Bern 1977, Bd. 2: Francke, Bern 1978, Bd. 3: Saur, München u.a. 1993, Bd

    Jürgen Macha
    …Buchbesprechungen Jürgen Eichhoff, Wortatlas der deutschen Umgangssprachen, Bd. 1: Francke, Bern 1977, Bd. 2: Francke, Bern 1978, Bd. 3: Saur… …nachhaltige Weise bereichert und eine Basis für interessante Deutungen und Nachfolge-Untersuchungen gelegt hat: Der Wortatlas der deutschen Umgangssprachen… …(WDU). Kaum eine der neueren wortgeographischen Arbeiten zur Dialektologie des Deutschen verzichtet darauf, von Ergebnissen Kenntnis zu nehmen, die in… …empirischer Sprachforschung. Hatte etwa Kretschmers Umgangssprachen-Beschreibung1 (erschienen 1918) das Schicksal, weder von der dialektologischen Fachwelt noch… …infolge der demographischen Prozesse im und nach dem Zweiten Weltkrieg und unter dem Einfluss einer auch medial immer stärker gewordenen Präsenz des… …genommen werden, die gemeinhin als ‚umgangssprachlich‘ bezeichnet werden. „Die praktische Kommunikation der überwiegenden Mehrheit der Individuen findet… …kodifizierte Norm.“ 2 Eichhoffs Zugriff, Ende der 60er Jahre konzipiert, traf und trifft also eine vitale ‚Schicht‘ des Sprachgebrauchs, die für die Belange des… …Alltags offenbar immer wichtiger geworden ist. Dies trifft umso mehr zu, als eine ursprüngliche Bedingung bei der Auswahl von Gewährspersonen deren… …dokumentiert ist. 3 Der „Wortatlas der deutschen Umgangssprachen“ – in wohlbegründetem Unterschied zu Kretschmer mit dem Pluralkennzeichen operierend – basiert… …Schüben gewonnen wurde. Die erste Erhebung betraf das Gebiet der ‚alten‘ Bundesrepublik, der damaligen DDR, Österreichs und der deutschsprachigen Teile der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2003

    Notker der Deutsche von St. Gallen, Die Hochzeit der Philologie und des Merkur - De nuptiis Philologiae et Mercurii von Martianus Capella

    Dieter Kartschoke
    …Buchbesprechungen Notker der Deutsche von St. Gallen, Die Hochzeit der Philologie und des Merkur – De nuptiis Philologiae et Mercurii von Martianus… …Edition der Schriften Notkers von St. Gallen wird mit den beiden hier anzuzeigenden Bänden fortgeführt. Die Arbeit wurde in den siebziger Jahren des vorigen… …Jahrhunderts begonnen und hat durch die rasante technische Entwicklung in der Zwischenzeit vielfache Anpassungsschritte erforderlich gemacht, sodass die… …Publikation erst in der Mitte der neunziger Jahre anlaufen konnte. Die ersten Bände („De interpretatione“ und „Categoriae“) erschienen 1995 und 1996 im Walter… …de Gruyter-Verlag. Der hier anzuzeigende Doppelband („De nuptiis Philologiae et Mercurii“) ist trotz des Verlagswechsels mit nur kurzer Verspätung… …vorgelegt worden. Die Urteile der Rezensenten der früheren Bände 1 schwankten zwischen – im Einzelfall enthusiastischer (McConnell) – Anerkennung und Kritik… …Unternehmens auf (Hellgardt, Lloyd). In allen Rezensionen ist mehr oder minder ausführlich die Anlage der Bände beschrieben. Das muss hier nicht in extenso… …wiederholt werden, da erwartungsgemäß keine Veränderungen eingetreten sind. Wieder folgen auf den zeichen-, zeilen- und seitentreuen Abdruck der Handschrift (S… …lateinischen Text, Band 2 das Entsprechende zum althochdeutschen Wortlaut. Im Anhang finden sich „Weitere Listen“ (Frequenz der Buchstaben, Sonderzeichen und… …Ligaturen; Statistiken der Wortlängen; Verzeichnisse der Zahlen und Einzelbuchstaben). Das alles mögen hilfreiche Arbeitsmaterialien sein, deren über den…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2003

    Harald Haferland, Hohe Minne. Zur Beschreibung der Minnekanzone, Erich Schmidt, Berlin 2000 (Beihefte zur Zeitschrift für deutsche Philologie 10)

    Jan-Dirk Müller
    …Buchbesprechungen Harald Haferland, Hohe Minne. Zur Beschreibung der Minnekanzone, Erich Schmidt, Berlin 2000 (Beihefte zur Zeitschrift für deutsche… …Philologie 10), 412 Seiten. Die Berliner Habilitationsschrift (WS 1997/1998) kündigt einen Forschungskonsens der letzten fünfzig Jahre auf, indem sie den… …Unterhaltung und als Sozialisationsprogramm und nur in Ausnahmefällen als ‚Wiedergebrauchsrede‘. Um das Urteil vorwegzunehmen: Ich halte sie für eine der… …beschränken; er gibt dabei eine Fülle von wichtigen Detailhinweisen zu einzelnen Liedern und setzt sich intensiv mit der Forschung auseinander; vor allem jedoch… …diskutiert er einige der tragenden Begriffe, mit denen diese das befremdliche Phänomen der Minnekanzone als einer Vollzugsform hoher Minne zu erfassen suchte… …ein neues Durchdenken der theoretischen Grundlagen, und dies gerade, weil die Konsequenzen, die er selbst aus seiner Kritik zieht, problematisch sind… …Redundanzen, die der Wirkung der Argumentation abträglich sind, vor allem im letzten Drittel, obwohl gerade hier (besonders in Kapitel 12–14) Phänomene… …Leselyrik seien dem Minnesang unangemessen, sondern auch das in Abgrenzung dazu entwickelte Konzept der ‚Aufführung‘, da es an bestimmte Voraussetzungen von… …Leselyrik (‚Fiktionalität‘) gebunden bleibe. Vor allem aber seien angesichts der pragmatischen Einbindung der Minnekanzone die „Bezugnahmen auf Wirkliches“… …ernstzunehmen; die Lieder führten „zwangsläufig auf ihr [der Minnesänger] Leben und Erleben“ hin (S. 9), und der Autor wolle im Lied „seine Gefühle zum Ausdruck…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2003

    Monika Schausten, Erzählwelten der Tristangeschichte im hohen Mittelalter. Untersuchungen zu den deutschsprachigen Tristanfassungen des 12. und 13

    Mark Chinca
    …Buchbesprechungen Monika Schausten, Erzählwelten der Tristangeschichte im hohen Mittelalter. Untersuchungen zu den deutschsprachigen Tristanfassungen… …des 12. und 13. Jahrhunderts, Wilhelm Fink, München 1999 (Forschungen zur Geschichte der älteren deutschen Literatur 24), 325 Seiten Dieses… …perspektivenreiche und in vieler Hinsicht innovative Buch will mehr sein als nur eine vergleichende Studie der deutschsprachigen Tristanromane des Hochmittelalters… …, nämlich der in der mittelalterlichen Literatur nicht selten begegnenden Praxis des Mehrfacherzählens ein und derselben Geschichte. Schausten versteht… …das „Anders-Erzählen“ einer stofflichen Grundlage in immer neuen Fassungen, wobei Identität und Alterität sich die Waage halten: „Ihre [sc. der… …kulturwissenschaftlichen Prämissen“ (S. 46) vor. Zunächst wird anhand der Erzähltheorie eine ‚dichte Beschreibung‘ der einzelnen Texte vorgenommen; bevorzugt wird ein… …kommunikationstheoretisches Modell, das die Interaktion zwischen Sprechern und Hörern auf den verschiedenen Ebenen der fiktionalen Redesituation zu erfassen vermag und damit… …dem Namen von Stephen Greenblatt verbundene Schlagwort der ‚cultural poetics‘; dieser, den ‚New Historicism‘ weiter entwickelnde Ansatz verortet die… …umfasst und das man als Vernetzung, Zirkulation und Austausch von kulturellen Bedeutungen zu denken hat. Im Rahmen der ‚cultural poetics‘ lässt sich also… …das Mehrfacherzählen von Tristangeschichten erklären als der ständig wiederholte Versuch, über die von der Grundkonstellation der Geschichte…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2003

    "In aller Reinheit behandelt":

    Das "Buch des Schenken" aus Goethes "West-Östlichem Divan" und die Polarität der Liebe
    Joachim Heimerl
    …„IN ALLER REINHEIT BEHANDELT“: Das „Buch des Schenken“ aus Goethes „West-Östlichem Divan“ und die Polarität der Liebe Abstract von Joachim H e i m e… …examined in the context of Goethe’s dipolar world view, and in particular with reference to his concept of homosexuality. Die Geschichte der… …, als das Phänomen der Homoerotik, welches das „Saki Nameh“ 2 an der Titelfigur des Schenken und seiner Beziehung zu Hatem exemplifiziert, in seiner… …Funktion bislang insgesamt nicht ernst genommen bzw. völlig ignoriert worden ist. Die homoerotischen Implikationen 1 Der Text des „West-Östlichen Divan“ wird… …Biedermann). 2 Zum Doppelsinn der Übersetzung „Saki Nameh“ („Buch des Schenken“ bzw. „Buch der Schenke“) vgl. Hendrik Birus: Kommentar in: FA I. 3/2, S. 1308… …; Karl Richter: Kommentar in: MA 11. I. 2, S. 655. 200 „In aller Reinheit behandelt“ des Textes werden von der Forschung 3 demgemäß zumeist als bloße… …Reinheit behandelt sein. Die Wechselneigung des früheren und späteren Alters deutet eigentlich auf ein ächt pädagogisches Verhältniß. (FA I. 3/1, S. 224) Der… …orientalisch-persische Handlungsraum des „Divan“ und insbesondere der libertäre Ort der Schenke 4 verkörpern, wie wir hieraus ableiten dürfen, für Goethe im Gegensatz zu… …der in der westlichen Welt vorherrschenden Ethik grundsätzlich die Sphäre einer befreiten, vorurteilsfreien und ihrerseits als natürlich empfundenen… …Homosexualität. 5 Ähnliches hat bekanntermaßen zuvor schon der idealisierte Raum Griechenlands für Heinse („Ardinghello“) oder aber für Winckelmanns Ästhetik des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2003

    Morgenblatt für gebildete Stände/gebildete Leser 1807-1865. Nach dem Redaktionsexemplar im Cotta-Archiv (Stiftung der "Stuttgarter Zeitung")

    Norbert Oellers
    …BUCHBESPRECHUNGEN Morgenblatt für gebildete Stände/gebildete Leser 1807–1865. Nach dem Redaktionsexemplar im Cotta-Archiv (Stiftung der „Stuttgarter… …Zeitung“). Register der Honorarempfänger/Autoren und Kollationsprotokolle. Im Auftrag des Deutschen Literaturarchivs bearbeitet von Bernhard Fischer. K. G… …. Saur, München 2000. Der vorliegende Band gibt viele Aufschlüsse über die wahrscheinlich wichtigste literarische Zeitung Deutschlands in der ersten Hälfte… …, in „Morgenblatt für gebildete Leser“ umbenannte. Der Erfolg des Blattes, an dem Jahrzehnt für Jahrzehnt die angesehensten deutschsprachigen Autoren… …(beiderlei Geschlechts) beteiligt waren, spiegelt sich in den Verkaufszahlen wider; sie schwankten zwischen 1000 und 1800. Die Zahl der Leser war natürlich um… …‚Humanität‘ richtete es sich an ein Publikum jenseits der akademischen Gelehrtenrepublik, das weniger belehrt als unterhalten sein wollte. Pointiert: Das… …‚Morgenblatt‘ suchte ganz im Geist der Aufklärung bei seinen Lesern ein wahrhaft enzyklopädisches Bildungsstreben zu befriedigen.“ (S. 10) Bei diesem Programm… …identisch waren, handschriftlich hinzugefügt. Diese Hinzufügungen sind im vorliegenden Band – im Hauptteil „Register der Honorarempfänger/Autoren“ (S… …Jahrgänge von 1826 bis 1846 (!). – Als letzter Beitrag Schillers – „Prof der Geschichte, Schriftsteller“ (S. 418) – wird angegeben: „1851: Nr. 134.“ (Ebd.)… …sich allenfalls erraten. Das heißt: Der Benutzer des vorliegenden Bandes kann nicht sicher sein, dass sich in den angegebenen Nummern Beiträge der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2003

    Stefanie v. Schnurbein u. Justus H. Ulbricht (Hg.), Völkische Religion und Krisen der Moderne. Entwürfe "arteigener' Glaubenssysteme seit der

    Uwe-K. Ketelsen
    …Buchbesprechungen Stefanie v. Schnurbein u. Justus H. Ulbricht (Hg.), Völkische Religion und Krisen der Moderne. Entwürfe ‚arteigener‘… …Glaubenssysteme seit der Jahrhundertwende, Königshausen & Neumann, Würzburg 2001. Das seit über einem Jahrzehnt in der Geschichtswissenschaft neu erwachte Interesse… …an der komplexen Mentalitätsstruktur des Zweiten Deutschen Kaiserreichs 1 hat in der Literaturgeschichtsschreibung bislang noch wenig Echo gefunden… …. Seit den frühen 60er-Jahren dominiert ein Bild, das fest in die Rahmung entweder des ‚Wilhelminismus‘ oder der ‚Klassischen Moderne‘ verkeilt ist. 2 Was… …jenseits davon liegt, wird nur allzu schnell anderen Disziplinen überlassen (etwa der Theologie oder der Geschichtswissenschaft) oder im tiefen Schatten… …begraben, den das Dritte Reich in unsere Geschichte zurückwirft. 3 Langsam steigt aber doch die Aufmerksamkeit für die unruhigeren Züge im Bild der Epoche 4… …. Jahrhundert tiefgreifend geprägt haben, ist eine vertraute (wenn im Kontext der sozialgeschichtlichen Literaturforschung auch leicht beiseite geschobene)… …institutionellen Bändigungen), ergoss sich in einer frei flutenden ‚Religiosität‘ oder bildete (meistens homolog bleibende) Alternativen. 6 Der vorliegende Band… …bettet diesen Befund in ein ideengeschichtliches Kompensationsschema ein: Mit Formeln einer ‚religiösen‘ Re-Totalisierung wollte man der allenthalben… …schmerzhaft konstatierten Dechristianisierung und geistigen wie gesellschaftlichen ‚Zersplitterung‘ wehren. Formal ist diese Gedankenfigur der ‚Mo- 1 Vgl. etwa…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2003

    Ralf Trinks, Zwischen Ende und Anfang. Die Heimkehrerdramatik der ersten Nachkriegsjahre (1945-1949) (Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft, Bd

    Volker Dörr
    …Buchbesprechungen Ralf Trinks, Zwischen Ende und Anfang. Die Heimkehrerdramatik der ersten Nachkriegsjahre (1945–1949) (Epistemata. Reihe… …Literaturwissenschaft, Bd. 375). Königshausen und Neumann, Würzburg 2002. Auch wenn die Rede vom ‚Nullpunkt‘, vom ‚Kahlschlag‘, von einem unbelasteten Neuanfang der… …deutschen Literatur nach 1945 inzwischen als programmatische (Selbst-)Überhöhung erkannt ist, harren große Teile der literarischen Vergangenheit weiter einer… …: einer literari- 315 Buchbesprechungen schen Textsorte, die in der Forschung zumeist von einem einzigen Text repräsentiert wird – mit den erwartbaren… …Folgen: Verzerrungen, Fehlurteile, Missverständnisse. Dass heute das Genre der Heimkehrerdramatik schlicht mit Wolfgang Borcherts „Draußen vor der Tür“… …(1947) identifiziert wird, obwohl es für jenes alles andere als repräsentativ sei, deutet der Verfasser als Spätfolge einer zeitgenössischen Stilisierung… …seines Autors zur „‚Stimme‘ der Heimkehrerdramatik“. Ziel der Studie ist daher nicht zuletzt, Borcherts Drama „wieder in den Kontext der Heimkehrerdramatik… …zu stellen und seine Sonderrolle vor der Folie des ganzen Gattungsspektrums neu zu reflektieren“ (23f.). Bereits die Definition des Genres reflektiert… …die Perspektive, unter der es betrachtet wird: Es geht um eine literatursoziologisch flankierte Analyse der operativen Funktion von Literatur in einer… …Zeit umfassender Desorientierung. Als „Heimkehrerdramen“ betrachtet der Verfasser solche „Zeitstücke […], die – von einer zentralen Heimkehrerfigur in…
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