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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift f" Ausgabe 2/2003

    „In aller Reinheit behandelt“:

    Das „Buch des Schenken“ aus Goethes „West-Östlichem Divan“ und die Polarität der Liebe
    Joachim Heimerl
    …orientalische Staffage abgetan oder aber vordergründig als platonisch-pädagogisches Verhältnis interpretiert – eine Deutung, die zunächst in Goethes eigenen… …Erläuterungen zum „Besseren Verständnis“ des „West-Östlichen Divan“ eine Stütze zu finden scheint: Weder die unmäßige Neigung zu dem halb verbotenem Weine, noch… …Werken insgesamt nachspürt; im Fall des „Divan“ bietet Pruys jedoch nur eine äußerst kurze Bestandaufnahme. Vgl. Ders.: Die Liebkosungen des Tigers. Eine… …erotische Goethe-Biographie, Berlin 1997, hier: S. 156ff. 6 Vgl. Kurt R. Eissler. Goethe. Eine psychoanalytische Studie. 2 Bde., München 1987, hier Bd. 1, S… …bestreiten, dass eine Thematik dieser Art bei Goethe zumeist lediglich latent verhalten auftritt und diese das Gesamtwerk nur schwerlich dominiert. Sieht man… …einmal ab von den deutlich homosexuellen Anspielungen, etwa in der Erst- bzw. in der Korrekturfassung der „Ganymed“-Hymne 9 , und lässt man zudem auch eine… …. Ein solches einmal entstandenes Gefühl schwenke dann leicht ins Tierische, grob Materielle hinüber. (Biedermann 3/2, S. 603) Eine dieser Aussage… …hier mit eignen Augen sehen und als ein aufmerksamer Naturforscher das Physische und Moralische davon beobachten konnte. Es ist eine Materie von der sich… …in ihm selbst lagen die Keime eines wünschenswerten und möglichen Glücks“ (HA 12, S. 97f.), erhält in dieser Perspektive eine völlig andere Dimension… …. Orphisch“ als das „Gesetz, wonach du angetreten“ 15 das grundlegende Konstitutivum der Persönlichkeit Winckelmanns und damit als eine „geprägte Form, die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2003

    Überlieferungskontexte als Zugang zu mittelalterlichen Texten am Beispiel der „Sieben weisen Meister“

    Detlef Roth
    …wenig Interesse gestoßen, und das, obwohl sie eine der verbreitetsten Erzählungen der Weltliteratur ist, die vom 12. bis zum 19. Jahrhundert weltweit in… …http://is.dal.ca/~hrunte/seven_sages.html abrufbar sind. Eine Neubearbeitung der Bibliographie wird unter Leitung von Hans R. Runte vorbereitet. 359 Detlef Roth tum“), die im frühen 14… …. 264–287, hier S. 275. Einzige Ausnahme wäre der „Dolopathos“ des Johannes de Alta Silva, weil dort nur die eine Partei, die sieben weisen Meister… …sieben weisen Meistern, Diss. Greifswald 1904, S. 36–41, 65–72 und 106–110; eine Edition der zweiten Übersetzung (vgl. Abschnitt IV) wird zur Zeit von Udo… …Knoblochtzer, um 1483] 27 ; Magdeburg: Moritz Brandis, 1494; Köln bey Sanct Lupus, o. J. 28 In allen Handschriften außer S 2 und T geht der „Historia“ eine… …, 1450–1455. 26 Möglicherweise handelt es sich hier um eine Mischung zweier Übersetzungen. Die Incipits der Rahmenerzählung und der ersten Erzählung der… …. O., o. Dr., o. J.“ verzeichneten Druck diese oder eine weitere Inkunabel gemeint ist. 28 Das bislang einzige bekannte Exemplar (Wien… …. 1–34, hier S. 15, beschrieben. 29 T weist dasselbe Incipit wie die beiden Straßburger Inkunabeln auf und geht mit diesen auf eine gemeinsame Vorlage… …, lässt sich aber recht genau bestimmen: Es muss sich um eine Handschrift einer Untergruppe der zweiten lateinischen Handschriftengruppe handeln. 32… …, eine weitere Handschrift überliefert den Text der „Historia“ unvollständig sowie nur zwei Auslegungen, und die vierte Handschrift der Gruppe, die in der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2003

    Susanne Bürkle, Literatur im Kloster. Historische Funktion und rhetorische Legitimation frauenmystischer Texte des 14. Jahrhunderts, A. Francke, Tübingen, Basel 1999 (Bibliotheca Germanica 38), VIII und 368 Seiten

    Niklaus Largier
    …Interpretationsebenen zusammenführt. Nicht eine Hermeneutik der intentionalen und mimetischen Strukturen oder mystischer Erfahrungsgehalte steht damit 473… …Buchbesprechungen im Zentrum, sondern eine Untersuchung der Konstitution der Texte im Blick auf historische Konfigurationen und normative Diskurse, die den Texten… …, und diese eignet sich vorzüglich für eine exemplarische Analyse: „Neben dem einmaligen Beispiel der Gnadenvita eines Klosterkaplans, dem ‚Gnaden-Leben… …erschließen lässt. Dabei zeigt sich – etwa auch in Bezug auf die Beicht- und die Eucharistiepraktiken –, dass die einschlägigen Vorschriften eine stärkere… …wichtigen unmittelbaren Kontext des Klosters und seiner Interessen – wie ich stärker als Bürkle betonen möchte – eine spiritualitätsgeschichtlich wichtige… …fortzuschreibender offener Text“ in den Nonnenbüchern zur Realität wird. Dies bedeutet indes nicht, dass nicht gleichzeitig deutliche Verschiebungen sowie eine neue… …eigene Kloster fokussierenden und überhöhenden Literatur interessiert“ sind (S. 178). Dabei spielt zunächst wiederum die Exemplarität eine entscheidende… …damit verbindet und eine Autorfigur ins Zentrum und – wie die das Buch abschließende Analyse des Christine-Ebner-Corpus zeigt – in ein bestimmtes Licht zu… …ihrerseits auf eine lange und komplexe Tradition zurück verweist, tritt in der Untersuchung Bürkles wohl etwas zu stark in den Hintergrund. Gelingt es ihr… …als eine Seelsorgestrategie lesen, die ein bestimmtes Verständnis und Modell von Exemplarität einschließt, das selbst dort ideologisch und rhetorisch…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2003

    Die Liedüberschriften im „Frauendienst“ Ulrichs von Lichtenstein und die Handschriftenlücke vor der Artusfahrt

    Ein Klärungsversuch
    Sandra Linden
    …narrativen Passagen montiert, auch eine vom Dichter selbst autorisierte Werkausgabe seines lyrischen Schaffens. Doch der „Frauendienst“ gehört nicht zu den… …Liederhandschrift 3 , liegt er lediglich in einer Handschrift (Hs. M, cgm 44) 4 vor. Für den Beginn der Artusfahrt, auf der Ulrich in einer Spielinszenierung eine… …Überlieferung, sondern kann durch eine Betrachtung der Liedüberschriften, die cgm 44 für die ersten 38 Lieder aufweist, in ihrem Entstehen plausibel gemacht… …werden. Die Liedüberschriften 5 im „Frauendienst“ verfahren stets nach demselben Muster, indem sie eine Angabe über die Liedgattung (tanzwîse, sincwîse… …, ûzreise, 1 Ulrichs von Liechtenstein Frauendienst, hg. v. Reinhold Bechstein, Leipzig 1888. Eine Forschungsbibliographie zum „Frauendienst“ hat Klaus M… …Namen verzeichnet. 4 Eine Beschreibung der Handschrift findet sich bei Erich Petzet: Die deutschen Pergamenthss. Nr. 1–200 der Staatsbibliothek München… …auffinden zu können, d.h. die Überschriften erleichtern eine selektive Rezeption des „Frauendienst“ als Autorensammlung des Minnesängers Ulrich von… …Ulrichs tanzwîsen eine höchst heterogene Gruppe, die vom einfachen Frauenlob (z.B. Lied I) bis zum Scheltlied (z.B. Lied XX) reicht. Zu Ulrichs… …Bezeichnung als wîse keine Nummer, doch ist zu bedenken, dass Ulrich die Begriffe tagewîse und tageliet synonym verwendet und das Tagelied explizit als eine… …Vertauschen und für eine absichtliche Umgruppierung im Liederbüchlein spricht. Nun ist aber auch umgekehrt zu prüfen, wie sich die Lieder 27–29 (XII–XIV) an…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift f" Ausgabe 1/2003

    Warum muss Hildebrand vor Otachres nid fliehen?

    Überlegungen zum „Hildebrandslied“
    Carola L. Gottzmann
    …Hildebrandliedes. Teil I: Herkunft und Sprache. Teil II: Kommentar, Frankfurt am Main, Bern 1982; Helmich van der Kolk: Das Hildebrandslied. Eine… …nachzugehen sein. Ausgangspunkt ist eine Schlachtsituation3 , eine akute kriegerische Auseinandersetzung von zwei sich feindlich gegenüberstehenden Heeren… …Protagonisten (z.B. /hilti-/brant) sprechend gehören5 , entwerfen eine Konstellation, in der Kampf und Krieg unausweichlich sind, wenn nicht das α‘´παξ λεγ μενον… …seine Kenntnis über das irmindeot an? Dem Volk, dem Reich (immerhin dreimal in Folge benannt) muss doch eine ebenso große Bedeutung zukommen wie der Sippe… …Angehöriger eben dieses von ihm nun mit Kriegsmacht bedrohten Reiches ist. Die Fragen enthalten also offensichtlich eine handfeste Provokation eines… …althochdeutschen Überlieferung, Göttingen 1987 (Studien zum Alhochdeutschen. Ak. d. Wiss. 9). 12 Es geht nicht um eine typische Rede eines Herausforderers, wie dies… …Rede Hildebrands ist es durchaus nicht abwegig, hier eine Responsion zu folc(h), r1h(h)i, thiot in Betracht zu ziehen, da ahd. liuti, ae. leode, as… …hat zweitens zur Konsequenz, dass im „Hildebrandslied“ nicht nur ein Sippenkonflikt als Kern des Liedes konstatiert wurde, sondern auch eine… …, sondern ‚zu‘ Theoderich/Dietrich aufzufassen sei. Demnach wäre Hildebrand allein geflohen, ohne dass eine Bindung an den möglichen Gefolgsherrn… …Frau 20 und das Kind arbeo laosa zurückgelassen hat, dann müsste sich eine Diskussion, ob sich Hildebrand oder Hadubrand nicht erkennen, ob eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2003

    Call for Papers

    Kleine Prosa. Theorie und Geschichte eines Textfeldes im Literatursystem der Moderne
    …bedeutungsvoll. Die hier angekündigte Tagung zielt auf eine historisch-systematische Erschließung dieses Textfeldes, auf seine Konstellationen und Transformationen…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2003

    Der

    Eberhard Nellmann
    …ganz unterschiedlichen Zuschnitts sollen demnach Wolfram bzw. seinen Gewährsleuten Material geliefert haben. Für eine Reihe von orientalischen… …vor hundert Jahren noch eine lateinische Enzyklopädie als Vorlage Wolframs in Erwägung gezogen. 6 Da sich Spuren eines solchen Werkes nirgends gefunden… …mögliche Quelle Wolframs bis in die jüngste Zeit eine nur marginale Rolle in der Forschung gespielt hat. Bis heute fehlt eine wirklich gründliche… …für eine Abhängigkeit Wolframs vom „Lucidarius“ aus 15 , doch blieb seine Behauptung weitgehend unbeachtet. 16 Erst 1960 wurde die Diskussion durch… …Parzival-Studien, Bern 1939, S. 43. 16 Ausnahme: Ehrismann [Anm. 8], S. 243; vgl. auch ebd., S. 277. 17 Wilhelm Deinert: Ritter und Kosmos im Parzival. Eine… …verschiedenen Auflagen seines Metzlerbandes zu Martins vorsichtigem „vielleicht“ zurück. 20 Die beiden letzten Stellungnahmen, erschienen 1994, brachten eine… …nutzen, in der wichtigen Frage nach Wolframs Bildung und Quellenkenntnis durch eine gründliche Prüfung der Belege ein Stück weiter zu kommen. Das gibt mir… …: Persiâ ist ein Land, Persidâ eine Stadt (Parz. 657,27-29): ez ist niht daz lant ze Persiâ: ein stat heizet Persidâ, dâ erste zouber was erdâht. 25 20… …172, Sp. 115 ff.) in der Regel um eine Nummer niedriger. 30 Ernst Martin: Zur Gralsage, Straßburg 1880 (QF 42), S. 7. Vgl. ferner u.a. Kunitzsch 1974… …lautlich auseinander hält 34 , Wolfram bemerkte die Verwechslungsmöglichkeit der Namen Persiâ und Persidâ. Die (falsche) Information, dass Persidâ eine Stadt…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2003

    Deutsche Mystik im abendländischen Zusammenhang. Neu erschlossene Texte, neue methodische Ansätze, neue theoretische Konzepte. Kolloquium Kloster Fischingen 1998, hg. v. Walter Haug und Wolfram Schneider-Lastin, Niemeyer, Tübingen 2000, 815 Seiten

    Uta Störmer-Caysa
    …abzudrucken, die Einführung von Ernst Hellgardt überzeugt, der eine hellsichtige Rezension der ihm anvertrauten Beiträge liefert, wie keine Besprechung sie… …. 157–174) und kommt dabei auf die ebenso verblüffende wie zwingende Einsicht, dass die Bildlichkeit des Spiegelns in einer ebenen Fläche zwangsläufig eine… …Jeffrey F. Hamburger unter dem Titel „Speculations on Speculation. Vision and Perception in the Theory and Practice of Mystical Devotion“ (S. 353–401) eine… …. Elemente für eine Theorie des kontemplativen Gebets, S. 749–772) thematisch an diesen Spiegel-Komplex; gleichzeitig ist seine Fragestellung der von Freimut… …Beitrag „Zur Phänomenologie des ‚geistlichen Schlafs‘ (goostly sleep) in der englischen Mystik des Spätmittelalters“ (S. 725–748), worin eine regional und… …Ende, die Frage, „ob es eine universelle Form mystischen Erlebens gibt“ (S. 746), ist eine Vergröberung gegenüber dem Beitrag selbst, der bei der… …unterschiedlich man die bezeugten Texte zu Entwicklungslinien verbinden kann und wieviel man bei der Festlegung auf eine solche Linie jeweils verschenkt. Hildegard… …begründet. Besonders interessant scheint mir die Erwägung, dass die Erotisierung mystischen Sprechens für weibliche Autoren eine Demokratisierung der… …bereichern: „Welche Bedeutung hat das christologische Problem einer unio von Gott und Mensch für eine unio mystica? Überlegungen zu Texten des Ostens“ (S… …Erzählen einer Vita mit narratologischen Kriterien erfassen kann und wo sie versagen; nach Bürkles Analyse scheint auf der Ebene des Gesamttextes eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2003

    Visualität, Geste, Schrift

    Zu einem neuen Untersuchungsfeld der Mediävistik
    Jan-Dirk Müller
    …die orale Laienkultur, indem man andere als sprachliche Zeichen entziffert. Eine mediävistische Kulturwissenschaft kann sich deshalb nicht mit der… …als sie selbst. Sie ‚bedeuten‘ nicht, sie ‚sind‘. Der Körper ‚re-präsentiert‘ nicht, er ist reine Präsenz. Indem sich Philipowski entschieden gegen eine… …Körpern‘) eine verlorene Unmittelbarkeit zu finden, nicht zersetzt von der Differentialität der Schrift, vor dem Sündenfall der Dissoziation von ‚Zeichen‘ und… …‚Bezeichnetem‘, von ‚Geist‘ und ‚Materie‘, und entsprechend schreibt man dem Mittelalter eine radi- 2 Hierzu künftig Jan-Dirk Müller: Schrift – Rede – Bild. Die… …Grenzen einer Kultur der Visualität aufmerksam. Ich bin mir bewusst, dass der Kulturbegriff – in Opposition zu ‚Natur‘ 5 – eine neuzeitliche Prägung ist… …Lektüre des visuell Wahrnehmbaren eine solche Sozialisation voraus. II Einleitend grenzt Philipowski einen bestimmten Typus von Gesten aus, indem sie, der… …deutschen Literatur des Mittelalters. Colloquium Exeter 1997 [...], hg. v. Alan Robertshaw und Gerhard Wolf, Tübingen 1999, S. 3–17. Eine klare Abgrenzung ist… …, Markierungen des Körpers (wie z.B. eine Narbe), alle Arten von Körperzeichen, von unwillkürlichen Reaktionen wie Erröten bis zum mimischen Ausdruck von Emotionen… …auf dem Gesicht sind kein arbiträres Zeichen für Alter, sondern dessen Erscheinungsform. Dagegen ist es eine arbiträre Setzung der mittelalterlichen… …Adelskultur, dass der Zügeldienst, den ein Mann einem anderen leistet, eine Aussage über den ständischen Rang der beiden machen kann und dass daraus…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2003

    Ismahel oder Asahel? Anmerkungen zu einem Sangspruch (Pseudo)Frauenlobs anl

    Robert Schöller
    …das „am breitesten bezeugte Stück“ 5 im Textcorpus des GA-S. Der priamelartig angelegte Minnespruch listet eine Reihe von sogenannten „Minnesklaven“ 6… …Rezeptionszeugnisse eine gewisse Ratlosigkeit erkennen lassen: Die nur in Nachzeichnungen erhaltenen Konstanzer Fresken 10 zeigen einen vornehmen höfischen Jüngling… …gestalteten Gesprächsbild wird durch die angewinkelt erhobene rechte Hand der Frau wohl eine Zurückweisung angedeutet. 12 Die Anrede des Mannes ist in einem… …sich auch eine in mehreren Details über Wunderlich hinausgehende Dokumentation der komplexen Entstehungsgeschichte der Durchzeichnungen (S. 35–39). 11… …Kürnberger (fol. 63 r ) und – deutlich korrespondierend – zu Meinloh von Sevelingen (fol. 120 v ) im Codex Manesse. Eine abwehrende oder warnende Haltung der… …, S. 8. 418 Ismahel oder Asahel? Anmerkungen zu einem Sangspruch (Pseudo)Frauenlobs stellten zurückgreift, lässt auf eine Verunsicherung des Künstlers… …alle übrigen exemplarischen Namen [...] korrekt gewählt sind.“ 26 Schließlich wird man Oswald von Wolkenstein, um ein Gegenbeispiel zu nennen, eine… …stimmigen Katalog betrogener Männer ein, und auch hierfür konnte meines Wissens noch kein Interpret eine befriedigende Lö- 23 Helmuth Thomas: Untersuchungen… …der Beispielfiguren gerade für längere Kataloge 31 öfters eine gewisse Beliebigkeit walten; schließlich durchwandert nicht nur Asahel die Minnekataloge… …Kl. 3 zuletzt André Schnyder: Auf die Couch mit Oswald? Vorschlag für eine neue Lesart von Kl. 3, in: GRM N.F. 46, 1996, S. 1–15. Schnyder erwägt die…
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