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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2002

    „Das Höchste wäre: zu begreifen, dass alles Factische schon Theorie ist“

    Walter Benjamin liest Goethe
    Uwe Steiner
    …University, Houston* 1 In memorian Hans-Georg Rappl (1927–2001) Nach wie vor herrscht die Auffassung vor, dass Benjamins Selbstverständnis als Kritiker der… …Frühromantik verpflichtet sei. Ähnlich wie das der Romantiker scheint sich sein kritisches Interesse an Goethe auf ästhetische Fragen zu beschränken. Gleichwohl… …produktive Aneignung goethescher Gedanken im Medium der Kritik. As a critic, Benjamin is in general regarded to be indebted to German Early Romanticism. Like… …. I. „Jedes in diesem Jahre über Goethe eingesparte Wort ist ein Segen“ (GS III, 352) 1 – nicht nur vor zwei Jahren, als der 250. Geburtstag Goethes… …weltweit begangen wurde, dürfte so mancher dieser Bemerkung heimlich zugestimmt ha- 1* Der vorliegende Text geht auf Vorträge zurück, die der Verf. auf… …Einladung der Evangelischen Akademie, Tutzing sowie in erweiterter Form als Gastprofessor im Frühjahr 2000 an der University of California, Irvine und im… …Herbst 2000 als Max Kade Distinguished Visiting Professor an der Indiana University, Bloomington gehalten hat. Mein Dank gilt Herrn Dr. Jochen Wagner in… …, hg. im Auftrage der Grossherzogin Sophie von Sachsen, 143 Bde, Weimar 1889–1919 (Nachdruck München 1987). 265 Uwe Steiner ben, der ihr zugleich… …gegeben (an Scholem, 22. 4. 1932, GB IV, 82). So konnte er denn den Großteil des Jahres fern der offiziösen Feiern im warmen Süden auf Ibiza verbringen… …bereits im Mai 1932 auch ein „Gebot der Vernunft, die Eröffnungsfeierlichkeiten des Dritten Reichs durch Abwesenheit zu ehren“, obwohl über deren Termin…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2002

    Fantom Farbenklavier

    Das Farbe-Ton- Verhältnis im 18. Jahrhundert oder Vom Einspruch gegen das clavecin oculaire und seinen ästhetischen Folgen
    Corina Caduff
    …ästhetischen Folgen von Corina Caduff, Berlin Abstract Im 18. Jahrhundert wird die traditionelle Diskussion der Farbe-Ton-Analogie neu belebt durch Louis… …evozieren somit Denkfiguren, die auf die Ausdifferenzierung und Neuhierarchisierung der Künste um 1800 entscheidend einwirken. In the 18 th century the… …around 1800. Dass ein gewisses Verhältnis der Farbe zum Ton statt finde, hat man von jeher gefühlt, wie die öftern Vergleichungen, welche theils… …vorübergehend, theils umständlich genug angestellt worden, beweisen. Der Fehler, den man hiebei begangen, beruht nur auf Folgendem. Vergleichen lassen sich Farbe… …Corina Caduff fen, so dass auf dem beiderseitigen ganzen Wege keine einzelne Stelle der andern verglichen werden kann; so sind auch Farbe und Ton. (Goethe)… …1 Was Goethe hier in seiner „Farbenlehre“ (1810) zu der (Nicht-)Vergleichbarkeit von Farbe und Ton formuliert, ist symptomatisch für seine Zeit: Um… …1800 nämlich wird die traditionelle Diskussion der Farbe-Ton-Analogien teilweise massiv infrage gestellt. Auslöser für die im 18. und zu Beginn des 19… …oculaire, mit dem der Konstrukteur eine maschinelle Repräsentation der Farbe- Ton-Analogie verfolgte. Allein die Idee einer solchen Repräsentation brachte… …gegen die (Farbe-Ton-)Analogie zum Ausdruck, die viele Literaten mit Goethe teilen. Foucault hat in „Les mots et les choses“ (1966) die Organisation der… …Wissensstrukturen analysiert, aus der die (Human-)Wissenschaften hervorgegangen sind. Dabei zeigt er, dass in der abendländischen Kultur „die Ähnlichkeit im Denken…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2002

    Mitbürger unserer Gelehrtenrepublik

    Georg Forsters Beiträge zu den zeitgenössischen deutschen Zeitschriften
    Ludwig Uhlig
    …die Kunst seiner Prosa zur Reife. Der Gesamtüberblick über diese Beiträge geht ihren vielfältigen einzelnen Bezügen zur zeitgenössischen Geisteswelt… …und ihr historischer Ort in der deutschen Literatur bestimmt wird. Ein großer Teil von Forsters Schriften erschien ursprünglich in deutschen… …Zeitschriften. Dies trifft auf fast alle Aufsätze zu, die er 1789 in einem Band versammelte, mit der einen Ausnahme des Essays über James Cook. 1 Ähnliches gilt… …als junger Mann internationalen Ruhm mit der englischen, 1777 in London gedruckten „Voyage round the World“, der Beschreibung seiner Entdeckungsreise… …Rezensionen in gelehrten kritischen Blättern, die sich vor allem an das akademische Publikum wandten. Aus diesem weiten Horizont seines Denkens, der wesentlich… …, waren hier der „Teutsche Merkur“ und das „Deutsche Museum“ hervorgetreten, später kamen weitere Blätter hinzu. Auf diesem Forum fanden sich die deutschen… …Autorenkreis wie Thematik und literarische Form, und so sind diese Blätter selten auf eine der Stilrichtungen festzulegen, nach denen die deutsche Literatur im… …, das ohnehin, der „schönen Literatur“ entlehnt, höchstens auf diese zwanglos zutrifft. Hier schulte Forster seinen Stil und schritt von den… …Akad. d. Wissensch. zu Berlin, Institut für deutsche Sprache und Literaturwissenschaft, Bd. 1, Berlin 1968. Diese Ausgabe wird weiterhin unter der Sigle… …Herausgeber dieses und weiterer Bände der Akademie-Ausgabe, dafür, dass er mich großzügig Anteil an seiner Arbeit nehmen ließ und mir in intensiven Gesprächen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2002

    Love Service, Masculine Anxiety and the Consolations of Fiction in Wolfram’s „Parzival“

    James A. Schultz
    …und ihr Verhalten in der Gesellschaft einschränkt. Diese Einschränkungen, die einem historischen Wandel des Männlichkeitsideals entsprechen, rufen im… …. Studien zu Grundfragen der höfisch-ritterlichen Kultur, ed. Josef Fleckenstein, Göttingen 1990 (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte… …100), pp. 231–301, here p. 277. See also Günther Schweikle: Die frouwe der Minnesänger. Zu Realitätsgehalt und Ethos des Minnesangs im 12. Jahrhundert… …servitor represents the claims of hegemonic groups to special distinction: „im Minnesang zelebriert der Adel die freiwillige Unterwerfung unter ein… …schwächeres Wesen als stolze Geste der Selbstbeherrschung.“ 11 4 293; Rüdiger Schnell: Unterwerfung und Herrschaft. Zum Liebesdiskurs im Hochmittelalter, in… …: Heinrich von Morungen, die höfische Liebe und das ‚Unbehagen in der Kultur‘, in: Minne ist ein swaerez spil. Neue Untersuchungen zum Minnesang und zur… …Geschichte der Liebe im Mittelalter, ed. Ulrich Müller, Göppingen 1986, pp. 253–282, here p. 266; Rüdiger Schnell: Causa amoris. Liebeskonzeption und… …Liebesdarstellung in der mittelalterlichen Literatur, Bern, München 1985, p. 154. Edith Feistner: manlîchiu wîp, wîplîche man. Zum Kleidertausch in der Literatur des… …Mittelalters, in: PBB 119, 1997, pp. 235–260, here p. 251, refers to this tradition as „die auch in der Forschung so gern – und geschlechtertheoretisch naiv –… …und zum deutschen Minnesang, in: Der Berliner Germanistentag 1968. Vorträge und Berichte, ed. Karl Heinz Borck and Rudolf Henß, Heidelberg 1970, pp…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2002

    Joachim Heimerl, Systole und Diastole. Studien zur Bedeutung des Prometheussymbols im Werk Goethes. Versuch einer Neubestimmung (Cursus, Bd. 18). Iudicium, München 2001

    Volker C. Dörr
    …(Cursus, Bd. 18). Iudicium, München 2001. Die Münchner Dissertation will der „Ermunterung zu der weiteren Diskussion eines totgeglaubten Themas“ (364)… …dienen: Sie verfolgt Prometheus durch das Werk Goethes – von der Rede „Zum Shakespeares-Tag“ bis zu den beiden Teilen des „Faust“- Dramas. Dabei geht es… …Prometheussymbols von der Antike bis zum Sturm und Drang“ (13), in dem einige prominente Adaptionen des Prometheus-Stoffes ebenso Erwähnung finden wie die Position… …Shaftesburys als wichtigen Wegbereiters der „Autonomisierung des genialen Künstlers“ (23). Dem folgt eine Darstellung der Rolle des „Prometheussymbols in den… …frühen theoretischen Schriften des jungen Goethe“ (30), die sich aller- 621 Buchbesprechungen dings weitgehend auf eine Analyse der Shakespeare-Rede… …beschränkt. Ihr liest der Verfasser zwei Momente ab: zum einen eine „panegyrische Würdigung Shakespeares als eines neuen Prometheus“, zum anderen einen… …„Selbstvergleich zwischen dem Genie Shakespeare und dem Metagenie Goethe“, der diesem zur „Selbstvergewisserung als jungem Dichter“ diene (35 f.). Im dritten Teil… …wendet sich der Verfasser dem wohl zentralen Aspekt seines Themas zu: der Gestaltung des Prometheus-Stoffes in „Drama und Hymnenpaar“ (39). Hier stellt er… …„mythologisches Symbol genialer Schöpferkraft“ (44), wobei der „Luzifer-Mythos zum gedanklichen Ausgangspunkt des spezifisch Goetheschen Prometheussymbols und… …seiner differenzierten Implikationen wird“. Im Rekurs auf Luzifer sei Goethes Prometheus damit als „Modellfall“ einer „Korrelation der existentiellen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2002

    Waltraud Fritsch-Rößler, Finis Amoris. Ende, Gefährdung und Wandel von Liebe im hochmittelalterlichen deutschen Roman, Narr, Tübingen 1999 (Mannheimer Beiträge zur Sprach- und Literaturwissenschaft 42)

    Brigitte Spreitzer
    …, Tübingen 1999 (Mannheimer Beiträge zur Sprach- und Literaturwissenschaft 42) Schon der Titel von Waltraud Fritsch-Rößlers Arbeit weckt Interesse. Dennoch… …deutschen Roman gelingen der Autorin in vielem grundlegende Neuinterpretationen der Gesamttexte sowohl auf inhaltlicher als auch auf struktureller Ebene. Eine… …Ernte, die Fritsch-Rößler als Ergebnis der detaillierten und methodisch bestechenden Strukturanalysen einfahren kann. Die Arbeit leistet damit wesentlich… …Zeit – der hochmittelalterliche Roman exponiert das Phänomen nicht selten mehr über die Erzählstruktur als etwa über Erzählerkommentare oder… …aussetzt: Das Schweigegebot und der Zwang vorauszureiten stellen die Trennung als eine Als-ob-Situation heraus, in der Enites Loyalität geprüft wird. Die… …Autorin findet auf diese Weise überzeugend an der die Mediävistik geradezu lähmenden Schuldfrage vorbei bzw. über diese hinaus: Es geht weniger um Schuld… …als um Bedrohung durch finis amoris, die über den Weg des Paares experimentell ausagiert und bewältigt wird. Wie auch bei der Analyse von Hartmanns… …Eigenleistungen noch deutlicher als bisher herausstellen. Gänzlich neu ist der Nachweis von Ciceros Dialog „Laelius/De amicitia“ als grundlegende Quelle der beiden… …und Iwein als Verlassene herausarbeiten. Geht es im „Erec“ um das Üben von (zeitweiliger) Trennung, arbeitet Hartmann im „Iwein“ am Problem der… …Verinnerlichung von Liebe – ausgeführt am Thema von Vergessen resp. Erinnern und der Öffnung des Herzinnenraums. Auch hier erweist Fritsch- Rößler mit genauem Blick…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2002

    Eva Bauer Lucca, Versteckte Spuren. Eine intertextuelle Annäherung an Thomas Manns Roman „Doktor Faustus“ (Literaturwissenschaft/Kulturwissenschaft). Deutscher Universitäts-Verlag, Wiesbaden 2001

    Volker C. Dörr
    …, die den Horizont des Textes in Richtung auf andere Texte zu überschreiten suchen – sei es unter der Signatur autororientierter positivistischer… …(klassischen und aktuellen) Forschungspositionen zum Problembereich der Intertextualität und bedient sich dabei der bereits topischen grundsätzlichen… …Differenzierung, die zwischen Intertextualität als einem globalen Phänomen von Textualität (Julia Kristeva) und der konkreten Anwesenheit von Texten in anderen… …Texten als einer analytisch anwendbaren Kategorie unterscheidet (vgl. 25). Eindeutiger Schwerpunkt der Darstellung ist dabei das Problem der Identifikation… …von Zitaten – sowie deren Steuerung, etwa durch Markierungen – und (zunächst) nicht das einer Typologie der Funktionen von konkreter Intertextualität… …erscheint Intertextualität als vom Autor eines Textes bewusst eingesetztes Instrument; es ist der Autor, der zitiert, nicht der Text. Unter dieser… …Voraussetzung bedeutet es tatsächlich eine „Störung der literarischen Kommunikation“, wenn ein Zitat nicht erkannt wird: weil die Autorintention an einer solchen… …neuerer Theorien der Textualität ausblendet. Hieraus aber wird schon deutlich, dass die von der Verfasserin gegen die bisherige Thomas-Mann-Forschung für… …ihre Lesart reklamierte „prinzipielle Offenheit der Texte“, die sich aus neueren Intertextualitätsmodellen ableite (67), kaum genutzt werden kann: weil… …die Verfasserin zuletzt gar nicht an der „Offenheit“ des Romans interessiert ist, sondern am „intertextuellen Bewußtsein eines Autors“ (75). Zwar ist…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2002

    Joseph P. Strelka, Des Odysseus Nachfahren: Österreichische Exilliteratur seit 1938 (Edition Patmos 1). Francke Verlag, Tübingen 1999

    Klaus Weissenberger
    …1999. Während in der Frühphase der Exilforschung seit den 60er Jahren der Großteil der Darstellungen der Exilliteratur dem immer wieder formulierten… …Primat der Grundlagenforschung Folge geleistet hat, wird diese in letzter Zeit nur noch in Einzeluntersuchungen vorgenommen. Die ideologische Welle der… …materialistischen Literaturkritik hat zu den ihr wichtigen Autoren die Exildokumente erfasst und aufgearbeitet, so dass sich jetzt das Forschungsinteresse der zweiten… …Opfergeneration zuwendet. Umso mehr ist die vorliegende Darstellung zu begrüßen, mit der sich der Verfasser die Mühe gemacht hat, was die Erforschung der… …und Bewertung hinterlassen hat. 6 Sigfrid Hoefert: Internationale Bibliographie zum Werk Gerhart Hauptmanns, Bd. 1-2 (Veröffentlichungen der… …Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft, 3-4), Berlin 1986-1989. 7 Die Besitz- und Eigentumsverhältnisse an der nachgelassenen Bibliothek sind verwikkelter, als hier darstellbar ist. Ich… …(maschinenschriftl.). 312 Buchbesprechungen Die Zahl der österreichischen Exilautoren, die von Joseph Strelka angeführt werden und auf die die Forschung damit wieder… …Kapiteln erfasst werden. Innerhalb dieser Kapitel werden neben den in der österreichischen Republik gebürtigen Autoren immer auch die so genannten… …„Alt-Österreicher“ berücksichtigt, die aus den Kronländern der Donaumonarchie stammten und deren Exilschicksal alte Bindungen wachgerufen oder verstärkt hat… …Kulturtradition der Habsburgermonarchie fortzusetzen beabsichtigte. Es besteht kein Zweifel, dass Strelkas Darstellungen als Fundgrube und Anregung für die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2002

    Gattungen und Formen des europäischen Liedes vom 14. bis zum 16. Jahrhundert, Münster, 9.–12. Dezember 2001

    Simone Drücke
    …Zusammenhang von Wort und Musik bzw. Text und Melodie. Die bisherigen defizitären Untersuchungen der Einzelwissenschaften gerade für das europäische Lied vom 14… …Entwicklung des europäischen Liedes des 14. bis 16. Jahrhunderts, Fragen der Rezeption des volkssprachigen Liedes, der kompositorischen Ausbildung und der… …zeitgenössischen Musiktheorie, der Gattungszugehörigkeit sowie der Quellenkritik. Als zentrale Aspekte erwiesen sich die Gattungs- und Formfrage (Was ist eine… …Gattung?), das Phänomen der Bearbeitung (im engeren Sinne: der Kontrafaktur), weiterhin Fragen der Überlieferung, der Sprachform (Latein/Volkssprache)… …, schließlich der Werkedition und -interpretation, die jeweils für beide Fachrichtungen von Bedeutung sind. Den Eröffnungsvortrag hielt Burghart Wachinger… …Liederbuchs (Mitte des 15. Jhs.), der Pfullinger Liederhandschrift (ca. 1478/80), einer Handschrift Heinrichs von Laufenburg (1413–1458) und der Lieder des… …wurden und ob eine bestimmte Anordnung innerhalb der Liedercorpora zu bemerken ist. Dabei fiel besonders die Kontrafaktur als geistliche Umdeutung eines… …auftreten, im 13./14. Jahrhundert jedoch nur Einzelfälle sind, die jeder Tradition entbehren. In seinem Vortrag „Wege aus der Liebesparadoxie. Zum Minnesang… …Heinrichs von Mügeln“ ging Christoph Huber (Tübingen) der Gattungsfrage im Mügeln-Corpus nach, wobei er das Werk Konrads von Würzburg als Vergleichsgröße… …heranzog. Er versuchte dabei das Minneparadox als Gattungsmerkmal der Minnelyrik Mügelns zu definieren, das sich als ‚roter Faden‘ durch das Werk zieht. Der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2002

    Andreas Gardt (Hg.), Nation und Sprache. Die Diskussion ihres Verhältnisses in Geschichte und Gegenwart, de Gruyter, Berlin, New York 2000

    Ingo Reiffenstein
    …York 2000 Das Thema der Nation ist aktuell, leider auch wieder unter dem Aspekt aggressiver Nationalismen. Nicht minder aktuell ist die Frage, welcher… …Stellenwert der Sprache bei der Ausbildung nationaler Identität zukommt, nicht zuletzt für die Deutschsprachigen nach fast zwei Jahrhunderten schmerzvoller… …Erfahrungen. Das Thema des vorliegenden Bandes liegt also gewissermaßen in der Luft1 und es ist dem Herausgeber zu danken, dass er dafür eine stattliche Riege… …kompetenter Mitarbeiter hat gewinnen können. Der Band gliedert sich in drei Teile: I. Die historische Dimension (sc. des Deutschen, S. 7–381), II. Das Deutsche… …in der Gegenwart (S. 385–609), III. Sprachen Europas und der Welt (S. 613–905). Problemen des Deutschen wird somit der erste Platz eingeräumt, fast ein… …zentralen Begriffe und ihre deutschen Bezeichnungen (z.B. Nation, Volk, Nationalsprache u.a.) gewesen. Natürlich kommt keiner der Autoren darum herum, sich… …gewesen (der Artikel von Reichmann, S. 419 ff., erfüllt diese Aufgabe zum Teil). Einige 1 Vgl. auch D. Langewiesche, G. Schmidt (Hgg.): Föderative Nation… …. Deutschlandkonzepte von der Reformation bis zum Ersten Weltkrieg, München 2000 (dort S. 245ff. ein Kapitel über Sprache und Nation). 464 Buchbesprechungen Artikel… …präzise analysiert Haarmann (S. 750 ff.) die russische Terminologie. Der erste Teil behandelt die Geschichte des Verhältnisses von Sprache und Nation im… …. Hermann Jakobs (Diot und Sprache, S. 7–46) versteht in enger Anlehnung an E. Rosenstock die lingua theodisca der frühen Belege als ‚Sprache der diot, d.h…
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