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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2002

    Barbara Beßlich, Wege in den ‚Kulturkrieg‘. Zivilisationskritik in Deutschland 1890-1914. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2000

    Alexandra Pontzen
    …. Er spiegelt die Auffassung, dass es sich bei dem Krieg weniger um eine machtpolitische Auseinandersetzung handele als um einen Kampf zwischen den… …bereits vorliegende Untersuchungen verweisen. Doch bietet sie mehr als nur die Aufarbeitung von Bekanntem; es geht ihr darum, den ‚Kulturkrieg‘ in eine… …geistes- und mentalitätsgeschichtliche Tradition zu stellen, die bis in die Zeit um 1890 zurückreicht. Der Krieg bringe zwar eine Akzentverlagerung mit sich… …fällt als das Gemeinsame. Alles in allem erweist sich die Eingliederung der Literaturgeschichte in eine Fächer übergreifende Kulturgeschichte als… …Kritik an der sozialen und geistesgeschichtlichen Entwicklung des neunzehnten Jahrhunderts und dessen Zivilisation, der eine idealistische Geisteskultur… …‚Formalkultur – Inhaltskultur‘). Die anfänglich allgemein konzipierten Gedankengänge erfahren eine nationale Verengung: Bereits 1911 denkt er an „schwere… …Kulturwelt!“ unterzeichnen, eine öffentliche Erklärung, in der ein Teil der deutschen geistigen Elite die militärischen Schritte Deutschlands als Kampf für die… …bekundet, dass der Franzose „als Philosoph des Lebens eine ihm verwandte geistige Art“ habe. Demnach hätte sich Euckens nationalistische Wende, obschon in… …‚Zivilisation – Kultur‘, die ebenso vielfältig wie befremdlich variiert wird bis hin zur Gegenüberstellung von Friedrich dem Großen und Voltaire, der eine der… …‚Kritiker‘ und ‚Dilettant‘ in eins setze, sei die Darstellung des ‚Dilettanten‘ im „Bajazzo“ eine Präfiguration der späteren Konzeption des kritischen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2002

    Rodney W. Fisher, The Minnesinger Heinrich von Morunngen. An Introduction to his Songs, San Francisco, London, Bethesda 1996 (International Scholars Publications)

    Jens Pfeiffer
    …umfangreiches Buch zu Heinrich von Morungen vorgelegt. Anders als Titel und Untertitel nahezulegen scheinen, handelt es sich dabei jedoch nicht um eine… …Monographie, sondern um einen durch eine recht umfangreiche Einleitung ergänzten Abdruck sämtlicher Lieder samt einer von Fisher angefertigten englischen… …ander und niht eine (MF 131, 25) zeigen, sehr bewusst ist. Mehr als alles, was mit der schriftlichen Überlieferung der Lieder zu tun hat, interessiert… …denen Minnesang aufgeführt worden sei, könnten manche dies für eine gewagte („hazardous“) Form der Interpretation halten; die Lieder böten jedoch genügend… …(S. 59) zugewiesen werden (z. B. eine der anwesenden Damen die Minneherrin des Liedes vertritt), kann wenig mehr für sich beanspruchen als den Status… …präsentieren. So heikel es mithin zu sein scheint, die in den Liedern fingierten Figurenkonstellationen auf eine reale Aufführungssituation zu beziehen, so… …wäre für eine Übersetzung, die als selbstständige Aneignung Morungenscher Poesie aufträte und sich nicht gegenüber einem wissenschaftlichen Kontext… …gesamte Untersuchung hindurch sowohl das Interesse an der Überlieferung als auch das an einer Interpretation beharrlich verfolgt. Eine Engführung beider… …Interessen darf man allerdings nicht erwarten in Anbetracht der immensen Stofffülle. Die Arbeit zielt zunächst auf eine umfassende Bestandsaufnahme der… …Überlieferungszeugen und schließt damit eine entsprechend komplexe Interpretation der Texte von vornherein aus. Die Dichte des Materials bringt es mit sich, dass 141…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2002

    Joachim Bumke, Die Blutstropfen im Schnee. Über Wahrnehmung und Erkenntnis im „Parzival“ Wolframs von Eschenbach, Max Niemeyer, Tübingen 2001 (Hermaea NF 94)

    Walter Haug
    …um eine Analyse des Wahrnehmens und Erkennens sowohl auf der Handlungs- wie auf der Erzählerebene. Wer also unter diesem spezifischen Aspekt einen… …, wenn man sie zu Ende dächte. Doch zunächst eine Würdigung der Arbeit selbst und ihrer alles andere als geringen Verdienste. Als Ausgangspunkt dient Bumke… …jene Szene, die dem Buch den Haupttitel liefert: Parzival, der versunken auf drei Blutstropfen starrt, die eine von einem Falken geschlagene Wildgans auf… …greift dann aus, um ihn in der Wahrnehmungs- und Erkenntnistheorie der Zeit zu orten, ohne damit eine direkte Ableitung aus lateinischer Psychologie… …der rationalen Durchdringung ihres Gegenstandes sehen, zum andern aber davon eine Erfahrung absetzen, die auf einer zu allem Rationalen querstehenden… …herleitet, der auf dem Gedanken beruht, daß jede Erkenntnis eine Erleuchtung ist und eines inneren Lichts bedarf, das letztlich in Gott seinen Ursprung hat… …Parzivals weiteren Weg. Dieser visionären Einsicht steht – wie theoretisch vorgezeichnet – bei Wolfram eine verstandesmäßige Welterfahrung gegenüber. Sie… …, bald prunkt er mit eben jenem gelehrten Buchwissen, von dem er angeblich nichts versteht. Und wieder wird dies durchsichtig auf eine Diskussion hin, die… …für die genealogische Verflechtung. Es ist dies gleichsam ein gegenläufiger Durchgang durch den Text, eine rückwärtsgerichtete Entschlüsselung, doch… …ohne dass sich damit eine Lösung der aufgeworfenen Fragen anböte, vielmehr ist einem, wie Bumke treffend sagt, als Erkenntnisziel aufgegeben, zu…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2002

    Markus Hundt, ‚Spracharbeit‘ im 17. Jahrhundert. Studien zu Georg Philipp Harsdörffer, Justus Georg Schottelius und Christian Gueintz, de Gruyter, Berlin, New York 2000 (Studia Linguistica Germanica 57)

    Andreas Gardt
    …eine große Rolle zu spielen scheint und eben gerade dieses Präfix in hohem Maße für die Ingressivität ‚verantwortlich‘ zu sein scheint. Schließlich… …belegt eine Äußerung in der interpretierenden Zusammenfassung, dass Manches vom Zusammenspiel von Suffix- und Präfixableitung doch zusammen mit den… …. Sprachgeschichtlich wichtig ist das letzte Kapitel „IV. Zusammenfassung und Interpretation des Befundes“ (S. 380ff.), das wertvolles Grundlagenmaterial für eine… …Praxis“ scheint dies zu bestätigen. „Spracharbeit“ wäre dann eine Form der praktischen Beschäftigung mit Sprache, gesteuert von bestimmten sprachbezogenen… …„Frauenzimmer Gesprächspielen“ vorliegen). Dabei spielen bestimmte sprachtheoretische Konzepte in den system- und verwendungsbezogenen Texten eine geringere Rolle… …jedoch für sprachpraktische Erwägungen). Aber auch dort, wo eine zeitgenössische Theoriediskussion für die konkreten Forderungen einer sprachlichen Praxis… …Material vorsieht, ist völlig akzeptabel, da das metasprachliche Material für sich alleine bereits eine ungemein ergiebige Basis für eine Analyse abgibt. Die… …Untersuchung so dar: Hundt bietet eine ausgesprochen detaillierte Lektüre der sprachbezogenen Schriften von Georg Philipp Harsdörffer, Justus Georg Schottelius… …Reflexion über das Stammwort spielen vor allem eine Rolle: der Nachweis des hohen Alters der deutschen Wörter, dazu der Anschluss des Deutschen an das… …„Gesprächspiele“ als eine Fundgrube für sprachbezogene Äußerungen der unterschiedlichsten Art. Da sie aber stark anwendungsbezogen angelegt sind, beziehen sich die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2002

    Fantom Farbenklavier

    Das Farbe-Ton- Verhältnis im 18. Jahrhundert oder Vom Einspruch gegen das clavecin oculaire und seinen ästhetischen Folgen
    Corina Caduff
    …und Ton untereinander auf keine Weise; aber beide lassen sich auf eine höhere Formel beziehen, aus einer höhern Formel beide, jedoch jedes für sich… …oculaire, mit dem der Konstrukteur eine maschinelle Repräsentation der Farbe- Ton-Analogie verfolgte. Allein die Idee einer solchen Repräsentation brachte… …, und sich verwundert, wenn sie sich vergleichen und zugleich nicht vergleichen lassen.“ 2 Hier kommt anhand des Farbenklaviers eine deutliche Aversion… …Spiel der Symbole organisiert, die Erkenntnis der sichtbaren und unsichtbaren Dinge gestattet und die Kunst ihrer Repräsentation bestimmt.“ Eine… …spezifische Form der Ähnlichkeit ist die Analogie, eine Denkfigur, die bereits philosophische und ästhetische Verfahren der Antike und des Mittelalters prägte… …. 482 Fantom Farbenklavier dargestellt. Jörg Jewanski hat ihre Geschichte jüngst erstmals umfassend aufgearbeitet in seinem Buch „Ist C = Rot? Eine… …Analogisierungen sind mythischer, mathematisch-physikalischer und im 18. Jahrhundert dann auch psychologischphysiologischer Art. Eine konstitutive Rolle spielt dabei… …entstehen (eine Ansicht, die bis ins 17. Jahrhundert ihre Gültigkeit behält und auch noch von Athanasius Kircher vertreten wird 6 ): 4 Jewanskis grundlegende… …darin, strikt chronologisch vorgehend, teilweise erstmals zugänglich gemachtes Quellenmaterial vor. Jörg Jewanski: Ist C = Rot? Eine Kultur- und… …Harmonie erscheint, während der Melodiker Rousseau für eine ‚natürliche‘ Begründung der Musik plädiert und die Melodie über die Harmonie stellt. 8…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2002

    Heinrich Heine, Säkularausgabe. Werke – Briefwechsel – Lebenszeugnisse. Hrsg. von der Stiftung Weimarer Klassik und dem Centre National de la Recherche Scientifique in Paris. Band 8 K: Über Deutschland 1833-1836. Aufsätze über Kunst und Philosophie. Kommentar. Bearbeiter Renate Francke unter Mitarbeit von Heide Hollmer. Akademie Verlag, CNRS Editions, Berlin, Paris 2001

    Robert Steegers
    …. Kruse, Bernd Witte und Karin Füllner, Stuttgart 1999, S. 891-908, hier: S. 896. 297 Buchbesprechungen cherweise bietet die HSA eine Variante, die die DHA… …zielenden Apparat der DHA eine Variante entgangen ist. Unterschiede, zumal durch Fortschritte und Funde der Heine-Philologie bedingte, sind zwischen den… …Bandbearbeiterin Renate Francke bereits in einem Beitrag zum Heine- Jahrbuch 1999 auf eine wichtige, bislang unbemerkt gebliebene Quelle hingewiesen, des Jenenser… …Revolution findet. 2 Für die „Romantische Schule“ soll stichprobenhaft ein Blick auf eine markante Textpassage, das dritte Kapitel des dritten Buches, geworfen… …und die Herzen treffe, rede die Philosophie in verständlichen Tönen!“. Eine unbekannte Quelle für Heines philosophische Studien, in: Heine-Jahrbuch 38… …auf viereinhalb Druckseiten, und als einziger echter Zugewinn des jüngeren Kommentars ist ein Hinweis auf eine Studie Bodo Morawes zu werten, der Heines… …Satz von der Revolution als Geltendmachen des Rechts auf Leben auf eine am 24. April 1793 von Robespierre dem Konvent vorgetragene Erklärung der… …eine rund ums Mittelmeer, für Heine also im Bereich von Hellenentum und Sensualismus, verbreitete Viruserkrankung mit kurzem, heftigem Verlauf und –… …wichtig für den Heine der 1830er Jahre, der die Revolution als eine unvollendete ansah – häufigen Rückfällen und langwieriger Rekonvaleszenz. Jede seiner…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2002

    Das Straßburger Heldenbuch. Rekonstruktion der Textfassung des Diebolt von Hanowe, 2 Bde., hg. v. Walter Kofler, Kümmerle, Göppingen 1999 (GAG 667)

    Hartmut Bleumer
    …(D/c), „Rosengarten“ (D/s), „Laurin“ (D/s), „Sigenot“ (s/s 1 ), "Pfaffe Amis" und eine Episode des Spruchgedichts "Salomon und Markolf"] mit Ausnahme des… …Adolf Holtzmann schließlich noch eine Handschriftenbeschreibung vorgelegt hat, in der die Lageneinteilung der Handschrift vermerkt ist, ergibt sich auf… …Übersichtlichkeit der Darstellung beitragen. Das abschließende Resümee schafft gleichfalls keine rechte Ordnung, weil es in eine allgemeine Behandlung der… …Kofler für Diebolts Handschrift, die in der Straßburger Seminarbibliothek keine Signatur trug, nun auch noch eine ‚Ersatzsignatur‘ einführt, die ‚SeB… …Leithandschriftenprinzip hinzu, das Kofler in rein orthografischen Fragen und angesichts jener Masse von Fällen befolgt hat, wo schlicht eine Abschrift gegen die andere… …wirklich gravierenden Abweichungen zeigen. Zur Illustration sei nur eine der ersten Varianten herangezogen. Wo Jundts Abschrift stond (Kofler, Z. 2) schreibt… …nicht nur durch nützliche Namenverzeichnisse (S. 811–832) und Abbildungen der Abschriften. Es schließt sich noch eine Studie zur Heldenbuch-Produktion in… …, dass für die Heldenbücher in Straßburg wohl eine gemeinsame Vorlage anzunehmen sei (S. 945). Weil Kofler aber, um diese Annahme zu stützen, stets… …lockeren, zum Teil unverbundenen Sammlung von Argumenten und Beobachtungen als eine Art Katalysator der Heldenbuchproduktion in Straßburg, der Johann Prüss…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2002

    Karin Pivernetz, Otfrid von Weißenburg. Das „Evangelienbuch“ in der Überlieferung der Freisinger Handschrift (Bayerische Staatsbibliothek München, cgm. 14). Edition und Untersuchungen. I: Edition. II: Untersuchungen, Kümmerle, Göppingen 2000 (GAG 671)

    Dieter Kartschoke
    …des zweiten Bandes lassen die Verlässlichkeit der Umschrift erkennen – aber nicht für die gesamte Ausgabe behaupten. So fehlt, um nur eine zufällige… …Beobachtung mitzuteilen, im textkritischen Apparat der Hinweis darauf, dass das erste Kapitel in V wie alle Kapitel des „Evangelienbuchs“ eine eigene… …Textausgabe einen professionelleren Eindruck als der schmale Begleitband, der kaum mehr als eine Zusammenfassung des bekannten Handbuchwissens über den… …. Die Bibliographie ist unvollständig und voller Fehler. Von den sieben Eintragungen unter der Rubrik ‚Ausgaben‘ ist nicht eine einzige korrekt. Auch die… …bringen können als eine diplomatische Umschrift. Berlin Dieter Kartschoke 445…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2002

    Fragile Harmonie

    „Dietrichs Flucht“ und die Poetik der ,abgewiesenen Alternative‘
    Armin Schulz
    …als der Repräsentant eines kollektiven ‚Wir‘, der das sagt und singt, was alle immer schon wissen – eine archaische Inszenierung kollektiver Erinnerung… …Reflexionen und raisonierende Wertungen. Wo er sich einschaltet, hat dies meist eine andere Funktion: Vorausdeutungen und Klagen über ein unergründliches… …den Handlungsverlauf inseriert, die aber gerade nicht in ihren empfindlichen Konsequenzen auserzählt und ausagiert, sondern nur eine Weile präsent… …Begriff im Rahmen seiner strukturalistischen Analyse der Prünhilt-Werbungsfahrt, ausgehend von der Frage, warum das „Nibelungenlied“ mehrfach auf eine im… …auf eine spezifische Eigenheit heldenepischen Erzählens liefert die ‚abgewiesene Alternative‘ eine willkommene Ergänzung des erzähltheoretischen… …Alternative‘ noch die Poetik eines späten heldenepischen Textes prägt, in dem bereits eine deutlich dem höfischen Roman angenäherte Erzählerinstanz auftritt, die… …das Geschehen massiv kommentiert und bewertet. Eine zweite Ebene des Kommentars eröffnet sich hier jedoch in der spezifischen Adaptation des… …Österreich“ 11 , wenngleich die Störungen dort nicht so auffällig sind. Die Opposition ‚Heldenepos – höfischer Roman‘ ist eine idealtypische Konstruktion der… …motivieren und von hier aus auf ihre Funktion zu befragen. Ohnehin ist im Spätmittelalter eine zunehmende Tendenz zur Hybridisierung des etablierten narrativen… …vierhebigen Reimpaaren abgefasst, auch präsentiert sich in ihm eine – anfänglich irritierend geschwätzige – personale Erzählerfigur nach Art des (spät)höfischen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2002

    ‚Der wahrhaffte Dietrich und Hauptschlüssel aller Heldenthaten‘

    Zur Rezeption der deutschen Heldenepik in Wilhelm Raabes „Das Odfeld“
    Otto Neudeck
    …his academic teacher Friedrich Heinrich von der Hagen. I. Wilhelm Raabe beschreibt in seiner Erzählung „Das Odfeld“ aus dem Jahr 1888 eine blutige… …eine Sensibilität für die Leiden wie die Sinnlosigkeit des Krieges, die sein königlicher Dienstherr Friedrich kaum aufgebracht haben dürfte: „Wieder ein… …vergeblicher Bluttag! […] Quelle guerre! Welch ein Krieg! Welch ein Krieg, welch eine Schlächterei ohne Ende!“ 2 1 Die folgende Abhandlung geht auf einen Vortrag… …Otto Neudeck Eine ähnliche Haltung zeigt sich in der anschaulichen Beschreibung der Schlacht selbst: Kriegstaten werden nicht verherrlicht, sondern deren… …Schlacht erweist sich der weltfremde Buchius als umsichtiger Führer, der die Flüchtlinge in eine versteckte unterirdische Höhle geleitet. Doch das Asyl ist… …einem Stimmungsbild zusammenfaßt“. 4 Offenbart sich hier der über das Einzelereignis hinausweisende Charakter der Odfeldschlacht, so wird eine solche… …. 6 Ganz in diesem Sinne wird der Erzählgegenstand nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich in eine universelle Perspektive gerückt, und dazu tragen… …der Raben als eine Prophezeiung. Denn – wie oben angedeutet – Noah Buchius betrachtet als Augenzeuge bereits am Tag zuvor das ungewöhnliche Geschehen… …, zusätzlich in eine germanisch-mythologische Perspektive gerückt. Angeregt durch das Gefecht am Himmel erwähnt Buchius schließlich auch König Etzel den Hunnen… …, Aetius den Römer sowie die Westgotenkönige Theoderich und Thorismund. 10 Mit den Namen dieser vier Feldherrn wird nicht nur an eine der größten Schlachten…
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