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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2018

    Inhaltsverzeichnis / Impressum

    …........................................................... 489 Nicolas Detering: Lyrik der Lebenszeit. Zeitregime im deutschen Neujahrsgedicht des 18. Jahrhunderts… …, Hans-Jürgen Schrader (Hg.): Goethe als Literatur-Figur 621 Wolfgang Hottner: Thomas Gann, Marianne Schuller (Hg.): Fleck, Glanz, Finsternis. Zur Poetik der…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2018

    Literarische Unschärfe

    Zu ihrer Poetik und ihrem frühneuzeitlichen Debüt bei Klaj und Brockes
    Christian Metz
    …z , München Während die Ästhetik der Unschärfe in Film, Fotografie und Malerei Triumphe feiert, spielt sie in der Literatur vermeintlich keine Rolle… …. Um die literarische Unschärfe in den Fokus zu rücken, formuliert der vorliegende Beitrag zuerst methodisch die Grundzüge einer Poetik der Unschärfe. Im… …Anschluss zeigt er auf, wie die literarische Unschärfe die Wissenspoetik der Frühen Neuzeit organisiert. Johann Klaj verwendet die Unschärfe als… …nutzt sie, um die vermeintlich festgefügte göttliche Ordnung im Widerspiel von Subjektkonstitution und Punktualität der Zeit zu irritieren. Auf diese… …Weise etabliert sich der Ausgangspunkt einer literarischen Geschichte der Unschärfe. In film, photography and painting the aesthetics of blurriness is… …Metz I. Unschärfe als Bildmacht In der Ästhetik von Malerei, Fotografie und Film gehört die Unschärfe seit jeher zu den „bestimmenden Merkmal[en]“. 1… …Anders sieht die Situation in der Literatur und Literaturwissenschaft aus. Dort gilt die Unschärfe als Marginalie. Bislang liegen nur einzelne Studien zu W… …Studie „Schreibweisen der Unschärfe“ das Phänomen bei Robert Musil verortet. 4 Dennoch bleibt auch in dieser Studie die Unschärfe ein Charakteristikum der… …literarischen Moderne und Gegenwartsliteratur, das sich vermeintlich vor allem aus dem Dialog mit der Fotografie und dem Film speist. Demnach eignen sich die… …literarischen Texte die Ästhetik der Unschärfe wie einen Fremdkörper an: Entweder, indem sie unscharfe Fotografien, Filme und Bilder thematisieren, oder, indem…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2018

    Zeitregime im deutschen Neujahrsgedicht des 18. Jahrhunderts

    Nicolas Detering
    …Abstract LYRIK DER LEBENSZEIT Zeitregime im deutschen Neujahrsgedicht des 18. Jahrhunderts von Nicolas D e t e r i n g , Konstanz Seit der antiken… …Geschichtsschreibung denkt Europa annalistisch: Der Jahreswechsel dient der sozialen Synchronisierung von Zeiterfahrung und markiert als Bilanzierungsanlass die Schwelle… …des Geschichtlichen. Vor dem Hintergrund dieser Beobachtung analysiert der Beitrag mit der deutschen Neujahrslyrik ein bislang unbeachtetes Korpus, das… …, errichtete man in Europa seit dem Spätmittelalter öffentliche Räderturmuhren, glich mit der Kalenderreform um 1600 die konfessionellen Datumsunterschiede an… …Initiation erwünschter und die Prävention befürchteter Zukünfte, das alles sind Techniken der Zeitverwaltung, an denen sich die Konturen der Gegenwart… …Darstellungen von Gerhard Dohrn-van Rossum: Die Geschichte der Stunde. Uhren und moderne Zeitordnungen, München 1992 und Rudolf Wendorff: Zeit und Kultur… …Wandelbarkeit europäischer Zeitregime, so die Ausgangsthese der folgenden Überlegungen, dient ihnen doch stets das Jahr als paradigmatische Zeiteinheit. Anders… …als etwa der Tag-Nacht-Zyklus oder das Monatsende gestattet der Jahreswechsel nämlich bereits eine weitergespannte Bilanzierung, die Vergangenheit… …, Gegenwart und Zukunft aufeinander bezieht. Nicht umsonst sind Annalen eine der ältesten Formen der Historiographie. Markiert das Jahr mithin die Schwelle des… …Geschichtlichen, bleibt es indes noch individuell erfahrbar – die periodische Wiederholung der Jahreswende fungiert als lebenszeitliche Kenngröße und unterscheidet…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2018

    Lachlust und Lachverbot

    Mit Anmerkungen zu Nietzsche, Heine und Kafka
    Rolf-Peter Janz
    …Abstract LACHLUST UND LACHVERBOT Mit Anmerkungen zu Nietzsche, Heine und Kafka von Rolf-Peter J a n z , Berlin Der Aufsatz geht davon aus, dass die… …Niedrigen herleiten. Er untersucht unter diesem Gesichtspunkt Lacheffekte in Texten Heines („Der Rabbi von Bacherach“) und Kafkas („Ein Bericht für eine… …by the senses, from the gap between High and Low. Proceeding from this premise, the article explores laughter-provoking texts by Heine (“Der Rabbi von… …terms laughter can occur in both directions: both from the bottom up and from the top down. I. Lachlust Aus der Literatur wie aus der Alltagssprache sind… …geschüttelt haben. Die Beobachtung Kants ist leicht nachvollziehbar, das Lachen sei ein „Affekt, der die Eingeweide und das Zwerchfell bewegt“. 1 Überblickt man… …Theorien von anthropologischen Theorien, etwa der von Helmuth Plessner, unterschie- 1 Immanuel Kant: Kritik der Urteilskraft, in: Ders.: Werke in zwölf… …. Anschließend versuche ich zu zeigen, inwieweit einige der skizzierten theoretischen Einsichten, darunter die Nietzsches, geeignet sind, Lachszenen bei Heine und… …fassen, ohne sein Gegenteil mitzudenken, das Erhabene. Keiner hat das so prägnant formuliert wie Jean Paul: Das Lächerliche sei „der Erbfeind des… …Erhabenen“, heißt es in der „Vorschule der Ästhetik“. 3 Der Grund des Lachens liegt in einem Kontrast, in einer Inkongruenz zwischen dem „unendlich Großen“… …, reagiert auf eine Widerspruchserfahrung. Von einem Kontrast erzählt bereits die Thales-Anekdote in Platons „Theaitetos“. In der Übersetzung Friedrich…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2018

    Mareike Schildmann

    Robert Walsers Kinder und das Entwicklungswissen um 1900
    Mareike Schildmann
    …Abstract FRÜHREIF/UNREIF. Robert Walsers Kinder und das Entwicklungswissen um 1900 von Mareike S c h i l d m a n n , Berlin In der Forschung zu… …Kindlichkeit seiner Figuren und die notorische ‚Entwicklungslosigkeit‘, die über die figurative Gestaltung hinaus zu einer bestimmenden Eigenschaft der Form des… …Erzählens wird. Dieser Beitrag versucht aus wissenspoetischer und -historischer Perspektive den Begriff der Entwicklung in seiner semantischen und… …disziplinären Vielschichtigkeit zu untersuchen, seine inhärente Kopplung mit Konzepten der Kindheit zu befragen, die sich um 1900 in den neuen Wissenschaften vom… …Kontroverse um die Gesetze der kindlichen Entwicklung – in der Pädagogik der Zeit wie auch spezifisch bei Walser – in der Auseinandersetzung mit der kindlichen… …dummen, hochmütigen Trotzkopf nennt, 563 Mareike Schildmann neigen. Die Arme und Beine werden mir seltsam erschlaffen, der Geist, der Stolz, der Charakter… …Ich gar nicht, ich sehe es bloß, und es läßt mich ganz kalt. 1 Dieses Manifest der eigenen Kindlichkeit formuliert Jakob von Gunten, der Protagonist aus… …Robert Walsers gleichnamigem Roman von 1909, im gewissen Sinne stellvertretend für viele andere Figuren des Walser’schen Werkes. 2 Die Idee der Kindheit… …von biologischem Alter und sozialer bzw. geistiger ‚Reife‘, das den Entwicklungsimperativ, der dem modernen Konzept der Kindheit eingeschrieben ist… …, auszuhebeln scheint. In der Vexierfigur des erwachsenen Kindes erhält diese Asymmetrie bei Walser eine zweifache Ausprägung: Zum einen in den „große[n]…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2018

    Die Lust zu fabulieren

    Märchenhaftes Erzählen im frühen 20. Jahrhundert
    Sophia Könemann
    …Abstract DIE LUST ZU FABULIEREN Märchenhaftes Erzählen im frühen 20. Jahrhundert von Sophia K ö n e m a n n , Berlin Der Beitrag untersucht das… …Verfahren, Märchen und Sprüche zu variieren, zu verkehren und zum Ausgangspunkt unglaublicher Geschichten zu machen. Entgegen der Tendenz, im Fabulieren die… …Ausprägung primitiven, inferioren und pathologischen Erzählens zu erblicken, stellen die „Perversion“ der Volksdichtung zur „Groteske“ bei Mynona sowie… …hinein noch mit der Faszination und der Lust am Erfindungsreichtum des Märchens, besonders jenen aus „1001 Nacht“, und der Aufwertung der dichterischen… …Einbildungskraft in Verbindung steht, ist im frühen 20. Jahrhundert zwar weiterhin von der ‚Lust zu fabulieren‘ die Rede; wer fabuliert, gilt jedoch als… …anachronistischer Erzähler. Um 1900 wird der Begriff von Seiten der Psychologie und Psychiatrie in der Regel abwertend auf die Erzählungen von Kranken und Kindern… …Fabulierens zwischen seiner Pejoration als Erzählen von Lügengeschichten, einer Emphase der dichterischen Erfindungsgabe und seinem Einsatz als Werkzeug… …Auseinandersetzung mit der Märchenrezeption des 18. und 19. Jahrhunderts bestimmt werden, wobei die Goethe-Philologie eine Art Scharnier für die Verbindung… …der antiken Rhetorik bei Cicero sowie in der Frühen Neuzeit bei Isidor von Sevilla bezeichnet die fabula eine erfundene Geschichte und wird von der… …historia als Tatsachenbericht sowie dem argumentum, dem Erzählen vom Möglichen, unterschieden. 3 Eine systematische Bestimmung des Begriffs und der Poetik…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2018

    Alexander Honold, Edith Anna Kunz, Hans-Jürgen Schrader (Hg.): Goethe als Literatur-Figur, Göttingen: Wallstein 2016.

    Claude Haas
    …kulturkritisch gegen die heutige Germanistik ins Feld führen mag: Ein Abbruch der Goethe-Philologie steht immerhin nicht zu befürchten. Dabei ist es nicht allein… …Fortwirkens versteht, 2 haben Alexander Honold, Edith Anna Kunz und Hans-Jürgen Schrader nun eine Studie vorgelegt, die sich konsequent der Rolle Goethes in der… …Kategorie der Zweideutigkeit nach Goethe, hg. v. Lars Friedrich, Eva Geulen, Kirk Wetters, München 2014; Goethes Kritiker, hg. v. Karl Eibl, Bernd Scheffer… …: Wissenschaftsgeschichte der Germanistik im 19. Jahrhundert, hg. v. Jürgen Fohrmann, Wilhelm Voßkamp, Stuttgart, Weimar 1994, S. 451–493. – Und während man dies im 20… …Goethe-Forschung heute eher ein xxxxx (Fortsetzung der Fußnote auf S. 622) 621 Buchbesprechungen literarisch überhaupt gut gehen? Und fällt der Wissenschaft hier… …nicht bestenfalls die deprimierend vorhersehbare Aufgabe zu, ein geradezu peinliches Scheitern verbuchen zu müssen? Nun war es Goethe selbst, der an… …seinem eigenen Mythos bereits dadurch kräftig mitstrickte, dass er in „Dichtung und Wahrheit“ im Umfeld der Reflexion des ,Dämonischen‘ das Gerücht in die… …zu stellen vermochte. 6 Dies dürfte allerdings nicht jedem gegeben sein, der sich traut, Goethe ausgerechnet als literarische Figur zu vereinnahmen. Im… …,Goethe-Effekt‘ beherrscht sieht, der ihn zum ,Gespenst‘ 8 , oder schlimmer noch, zum Gartenzwerg macht, beschäftigt die Herausgeber wie die Beitragenden… …. Spektakuläre Innovationsversuche gingen in den letzten Jahren allenfalls noch von der Auslandsgermanistik aus. Vgl. etwa Goethe as Woman. The Undoing of…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2018

    Thomas Gann, Marianne Schuller (Hg.): Fleck, Glanz, Finsternis. Zur Poetik der Oberfläche bei Adalbert Stifter, Paderborn: Wilhelm Fink 2017.

    Wolfgang Hottner
    …Buchbesprechungen Thomas Gann, Marianne Schuller (Hg.): Fleck, Glanz, Finsternis. Zur Poetik der Oberfläche bei Adalbert Stifter, Paderborn: Wilhelm… …Fink 2017. Die Auseinandersetzung mit Phänomenen der Oberfläche und der Oberflächlichkeit macht einen entscheidenden Bestandteil in der Geschichte… …Naturforschung ein Weltverhältnis gegenüber, das sich auf emphatische Weise für Ober- 1 Vgl. zuletzt Vera Bachmann: Stille Wasser tiefe Texte? Zur Ästhetik der… …Oberfläche in der Literatur des 19. Jahrhunderts, Bielefeld 2013, S. 25–87; im Bezug auf Stifter Davide Giuriato: ‚klar und deutlich‘. Ästhetik des Kunstlosen… …im 18./19. Jahrhundert, Freiburg/ Br. 2015, sowie grundlegend: Mehr als Schein. Ästhetik der Oberfläche in Film, Kunst, Literatur und Theater, Zürich… …, hg. v. Hans Georg von Arburg u.a., Berlin 2008; Das Wissen der Oberfläche: Epistemologie des Horizontalen und Strategien der Benachbarung, hg. v… …sogar allein fassen liesse?“ 2 Dass ein solches Lob der Oberfläche nicht ausschließlich in einer Ästhetik, Kunst und Literatur nach Nietzsche seine… …Poetik der Oberfläche bei Adalbert Stifter“, der aus einer Tagung im Hamburger Warburg-Haus im Frühjahr 2014 hervorgegangen ist, werden Stifters… …Kunst und literarischem Verfahren eine proto-modernistische Poetik der Oberfläche zu konturieren. Dabei stehen vor allem dessen Erzählund… …Darstellungsverfahren im Fokus, die konsequent auf eine Außensicht der Dinge abzielen und dabei die „Verfasstheit von Seh- und Wahrnehmungsvorgängen“ (S. 12) hervortreten…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2018

    Sarina Tschachtli: Körper- und Sinngrenzen. Zur Sprachbildlichkeit in Dramen von Andreas Gryphius, Paderborn: Wilhelm Fink 2017 (= zugl. Diss. Universität Zürich).

    Nicola Kaminski
    …kenne, diese Arbeit nicht rezensieren, denn sie bekennt sich explizit (z.B. S. 33) und mit Nachdruck zu der von mir in die Diskussion gebrachten… …; daher meine Entscheidung, gerade doch zu rezensieren, unter der angedeuteten Kautel. Der letzte Satz des Buches, im „Dank“ (S. 223), beschreibt dieses als… …. Eine Metapher, die am Ende der Untersuchung, nachdem es um reichlich fließendes Blut, eine unter der Folter freigelegte Lunge, geöffnete Herzen, Schnitte… …erklärtem Zutrauen in den Eigensinn der poetischen Sprache von Gryphius’ Dramen vor diesem diskursgeschichtlichen Horizont der Frage nach dem… …. Ausgangsbeobachtung für dieses Unterfangen ist der schier überwältigende Befund ubiquitärer textueller Präsenz solcher Körperbildlichkeit (man fragt sich, wo man bis… …dahin seine Augen hatte); und zwar nicht nur 1 Auf Wunsch der Autorin erscheint die Rezension in der alten Rechtschreibung. 632 Buchbesprechungen in den… …auch im Lustspiel, für das „Horribilicribrifax Teutsch“ einsteht. Leitend ist die These, daß am in der Sprache präsenten Körper – unterschieden wird… …zwischen „dramaturgische[n]“, d.h. „in Handlungszusammenhängen bedeutungstragend“ werdenden und „diskursive[n]“, d.h. „in der Figurenrede“ sich… …Souveräns (S. 65, Anm. 58) handelt, und zugleich ist es der (tödliche) Einschnitt, der den sinnerfüllten Körper umschlagen läßt ins sinnlose Fleisch… …, von der bisherigen Forschung einseitig auf „Sinnstiftung“ hin gelesen wurden, ohne sie „in Relation zu dem ihr eingeschriebenen potentiellen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2018

    Robert Stockhammer: 1967. Pop, Grammatologie und Politik, Paderborn: Wilhelm Fink 2017.

    Robert Zwarg
    …in seinem Fortgang die Behauptung, mit der es beginnt: „Zu 68 gibt es nichts mehr zu sagen“ (S. 7). Was Stockhammer nicht wiederholen möchte, ist eine… …der vielen Geschichten der Ereignisse um 1968, in denen die Studentenbewegung entlang bekannter und etablierter Topoi erzählt wird. Weder die sogenannte… …gesamtgesellschaftlich präsenten Nationalsozialismus oder das ambivalente Verhältnis zu den Vertretern der Kritischen Theorie sollen erneut rekapituliert und dann als… …bei Stockhammer jenes im Text kursiv gesetzte 68, ein Paradigma gleichsam, das sich von der Jahreszahl 1968 abgesetzt und verallgemeinert hat. Im… …Verlauf der Fixierung und Tradierung jenes 68, so Stockhammers These, sei eine Dimension des Politischen verschüttet worden, die es nun wieder freizulegen… …gelte und die unter der wiederum kursiv gesetzten Jahreszahl 67 firmiert. Allerdings tritt dieses 67 nicht einfach zu 68 hinzu, sondern es wird der Ort… …, von dem aus sich 68 und was der Autor damit verbindet, kritisieren lässt. „Denn erst im Zeichen von 67 9 Vgl. Sprachschatz [Anm. 3], Sp. 1642 f. s. v… …. ‚Rür / rüren / gerüret‘, hier Sp. 1641, wo der entsprechende Beispielsatz „Die Predigt rüret einem das Herz“ lateinisch mit weitaus heftigeren… …identifiziert wird“ (S. 9). In der Entfaltung dieser „Infragestellung“ auf knapp 200 Seiten, also der beständigen, mal implizit mal explizit erfolgenden… …Kontrastierung von 67 mit 68 widerlegt Stockhammer die griffige These seines Anfangs. Der Autor hat sich entschieden, das Buch nicht als lineares Narrativ oder in…
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