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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2003

    Zur Frage der "Rückbildung' (retrograden Ableitung) als Möglichkeit der Wortbildung

    Johannes Erben
    …Abstract ZUR FRAGE DER ‚RÜCKBILDUNG‘ (RETROGRADEN ABLEITUNG) ALS MÖGLICHKEIT DER WORTBILDUNG von Johannes E r b e n , Bonn Diskussionsbeitrag zur… …Anwendung des Begriffs ‚Rückbildung‘ (engl. back-derivation). Anhand von ausgewählten Beispielen wird dargelegt, dass der in der historischen… …a suffix leads to a new word of a different word class (analogical conversion by means of deletion). Im Oktober 1963 hatte ich auf der Bonner Tagung… …der deutschen Hochschulgermanisten die Frage aufgeworfen, ob die wissenschaftliche Darstellung der Wortbildung überhaupt in eine synchronische… …Zeit lebendigen Möglichkeiten der Bestandsvermehrung“ 1 für die offenen Wortklassen geht. Zu deren Beschreibung schien es mir allerdings nötig, „den… …sogenannte ‚Rückbildung‘ (retrograde oder rückläufige Ableitung) habe ich damals als Beispiel für das genannt, was eher „in den Begriffsapparat der… …Sprachgeschichte“ 3 gehöre. Dort kann der Begriff ‚Rückbildung‘ dazu dienen, den Vorgang und das Ergebnis von Prozessen zu beschreiben, die aus komplexen… …erscheinen können und den Anschein erwecken, Ableitungsgrundlage der komplexeren Bildungen zu sein. So tritt Kauf (ahd. kouf) früh neben kaufen (ahd. koufôn… …, got. kaupôn), das mit dem stammbildenden ô der 2. Klasse der schwachen Verben als Lehnwortbildung an lat. caupo ‚Schankwirt‘ und lat. cauponari… …‚schachern‘ anschließt, und, um ein zweites Beispiel zu nennen, Trauer (mhd. trûre) zu trauern (ahd. trûrên), dessen substantivierter Infinitiv in der mhd…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2003

    Genealogie der höfischen Liebe

    Ein kulturwissenschaftlicher Entwurf in kritischer Sicht
    Rüdiger Schnell
    …DISKUSSIONEN GENEALOGIE DER HÖFISCHEN LIEBE Ein kulturwissenschaftlicher Entwurf in kritischer Sicht * von Rüdiger S c h n e l l , Basel Überblickt… …man die Forschung der letzten Jahrzehnte zu Liebe und Freundschaft im Mittelalter, so lassen sich ganz grob zumindest vier unterschiedliche… …Darstellungen heterosexueller Liebe in der Trobadorlyrik eine verdeckte Erörterung gleichgeschlechtlicher Liebe zwischen Männern zu behaupten; d. seit den 90er… …Jahren wird im Zuge einer verstärkt anthropologischen Ausrichtung der kulturwissenschaftlichen Fächer nach den mit Liebe und Freundschaft verbundenen… …Emotionen und Gefühlen gefragt, d.h. nach der ‚Erfahrung‘ von Liebe. Schließlich sind (z.T. allerdings schon seit den 20er Jahren des 20. Jhs., verstärkt aber… …Hofdichtung und geistlicher Literatur in Klo- 1 * C. Stephen Jaeger: Ennobling love. In search of a lost sensibility, Philadelphia 1999. 1 Zu der Wende ab 1980… …: Einführung in die Historiographie der Homosexualitäten, Tübingen 1999; Helmut Brall: Homosexualität als Thema mittelalterlicher Dichtung und Chronistik, in… …Obermayer: Martial und der Diskurs über männliche ‚Homosexualität‘ in der Literatur der frühen Kaiserzeit, Tübingen 1998 (Classica Monacensia 18). Informativ… …sind die Hefte der Zeitschrift „Forum. Homosexualität und Literatur“. 101 Rüdiger Schnell ster, Kathedralschule und an Bischofshöfen auf mögliche… …Relationierungen von amor und amicitia und von gleich- und gemischtgeschlechtlicher Liebe in der mittelalterlichen Literatur des Früh-, Hoch- und Spätmittelalters…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2003

    Visualität, Geste, Schrift

    Zu einem neuen Untersuchungsfeld der Mediävistik
    Jan-Dirk Müller
    …VISUALITÄT, GESTE, SCHRIFT Zu einem neuen Untersuchungsfeld der Mediävistik Von Jan-Dirk M ü l l e r , München I In den letzten Jahren hat die… …. Gegenstände der Forschung sind seitdem Memorialzeichen, Kleidercodes, Gesten, Inszenierungen von Körpern, Rituale usw. In der mittelalterlichen ‚Kultur der… …Sichtbarkeit‘ übernehmen sie einen Teil der Aufgaben, die in den neuzeitlichen Kulturen das gesprochene und vor allem das geschriebene Wort erfüllen. ‚Lesbar‘ ist… …die orale Laienkultur, indem man andere als sprachliche Zeichen entziffert. Eine mediävistische Kulturwissenschaft kann sich deshalb nicht mit der… …Kommunikation, die die sprachliche ergänzt oder ersetzt und in einer noch nicht voll litteraten Laiengesellschaft weithin an die Stelle der randständigen… …schriftlichen Kommunikation tritt. All jene Zeichen ‚bedeuten‘, senden Botschaften aus, vermitteln Sinn, stehen also 1 Gerd Althoff: Spielregeln der Politik im… …Mittelalter. Kommunikation in Frieden und Fehde, Darmstadt 1997 (mehrere ältere Studien zusammenfassend); Jean-Claude Schmitt: Die Logik der Gesten im… …Realität organisieren und in welchem Umfang die visuelle Kultur bedeutungsbesetzt ist. 2 Aus dem Umstand, dass in weit höherem Maße als in der neuzeitlichen… …Visuelles generell Bedeutung transportiert, und vor allem nicht, dass dies mit der gleichen Dichte und Differenziertheit wie beim sprachlichen Zeichengebrauch… …geschieht. Das Problem wird dringlich, nachdem ein Aufsatz von Silke Philipowski die Zeichenhaftigkeit der visuellen Realität grundsätzlich an einem zentralen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2003

    Das frühneuhochdeutsche Wörterbuch - ein "zugleich ehrgeiziges, verwegenes wie verzweifeltes Unternehmen"

    Werner Besch
    …. 3, IX der geplante Gesamtumfang des FWB mit dreizehn Bänden angegeben. Das wirft eine Reihe von Fragen auf, etwa nach den Gründen der sukzessiven… …Expansion des Umfangs, insbesondere aber nach der realistischen Planung eines wirklichen Abschlusses des Unternehmens. Es fehlt trotz vielfacher Bemühung… …leider eine institutionelle Verankerung dieses relevanten Vorhabens. So blieb ja wohl kein anderer Ausweg, als für den größeren Teil der Bände anderweitige… …Bearbeiter zu werben – mit einem gewissen Risiko hinsichtlich der erwünschten Homogenität der Ausarbeitung und tatsächlicher Fertigstellung im Einzelfall. Ein… …Unternehmen also nicht ohne Risiko. Ein solches dieser Größenordnung darf aber angesichts der schon geleisteten Investitionen an wissenschaftlicher Grundlegung… …, Materialsammlung, Zeit und Arbeitskraft der Ausarbeitung nicht als Torso enden. Auch nicht, weil sich nunmehr mit der Aussicht auf ein umfangreiches… …des Deutschen vom 18. Jh. bis zur Gegenwart. Das Grimmsche Wörterbuch (1854–1954) umspannt den Zeitraum sowohl des FWB wie auch der Folgezeit bis in das… …unerlässlich. Das ist der Diskussionshorizont, in den die folgende Besprechung der Bände 3 und 4 des FWB mit ihren Detail-Erörterungen letztlich einzuordnen ist… …Würdigung erfahren sollen. Der Bearbeiter von Band 3 ist wiederum Oskar Reichmann, sodass nunmehr mit einer bewundernswerten Arbeitsleistung neben allen… …weitere Planung der Arbeit ganz unumgänglich darauf abzustellen war, weitere Folgebände auch in die Verantwortung anderer Autoren geben zu müssen. Da ist es…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2003

    Anleitung zu einer "pervertierten Totenklage'?

    Zu einem missverstandenen Spruch Bruder Wernhers
    Dietlind Gade
    …Österreich ( 1 Wern/4/14) 2 und Heinrich I. von Bayern ( 1 Wern/5/6) der folgende Spruch ( 1 Wern/2/11) 3 , den Udo Gerdes als Anweisung zu einer pervertierten… …; sô sprechent ouch der sînen vil: ‚er triuwelærez vaz!‘ Sô singent ouch der phaffen vil der widermisse ûf in; sô vluochent witewen unde weisen: ‚dâst… …des tiuvels spil! wâ wil der zage mit sîme guote hin?‘ sô schiltet in diu varnde diet und dankent im die armen nicht. – ô wê dir, erge, daz dû bist! der… …bœste val von dir geschiht. Anton E. Schönbach, nach dessen Ausgabe der Spruch zitiert ist, kommentiert ihn wie folgt: Auch dieser Spruch ist ein… …twincliet, nur in der sehr geschickten und hübschen Wendung, daß Wernher einen Kunstgenossen anweist, wie er es anzustellen habe, wenn er beauftragt wird, für… …beißender Ironie, deren Wirkung auch dadurch nicht beeinträchtigt wird, daß der Schluß mit seinem Ernst aus der Rolle fällt. 4 1 Anlässlich seines 70… …nachfolgenden Ausführungen sind einer dieser kleineren flores philologici. 2 Die Siglen folgen dem Repertorium der Sangsprüche und Meisterlieder des 12. bis 18… …Kargen zu verfassen habe. Genauer gesagt, er gebe Anweisung, die eigentlich dem Lob des Verstorbenen dienende Gattung der Totenklage zur Schelte zu… …pervertieren. 5 Im ‚Repertorium‘ schließlich findet diese Deutung grundsätzlich ihre Bestätigung. Der Inhalt des Spruches wird dort folgendermaßen… …, daß die Fahrenden ihn schelten usw.“ 6 Einziger Unterschied zu Schönbach und Gerdes: Der Angesprochene wird nicht ausdrücklich auf einen Sänger und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2003

    Autor, Autorisation, Authentizität. Eine Internationale Arbeitstagung an der RWTH Aachen, 20.-23. Februar 2002

    Harald Saller, Mike W. Malm
    …TAGUNGSBERICHT Autor, Autorisation, Authentizität Eine internationale Arbeitstagung an der RWTH Aachen, 20.–23. Februar 2002 In bewährter Kooperation… …Forschungsinstitute in der Gesellschaft für Musikforschung alle zwei Jahre eine gemeinsame Arbeitstagung. In diesem Jahr befasste sich die Veranstaltung mit den nicht… …nur editorisch zentralen Begriffen Autor, Autorisation und Authentizität. Die Tagung war in hohem Maße von der Arbeit an methodischen, theoretischen und… …‚Autor‘ und Autordiskussion in der Germanistischen Mediävistik bereits die Richtung vor. Es gelang ihm gleich zu Beginn, bestimmte landläufige Vorstellungen… …über das Verhältnis der Mediävistik zum ‚Autor‘ in Frage zu stellen. Bein erwähnte u.a. die Problematik des Nachweises von Autorschaft in… …mittelalterlichen Handschriften. Anonyme Überlieferung ist hier ebenso vorhanden wie der im Text selbst (als einziger Quelle) erwähnte – bzw. sich selbst erwähnende –… …Schritt zur editorischen Methodik. Als Beitrag zu der in den letzten Jahren wieder heftigeren Debatte um die editorischen Prinzipien für mittelalterliche… …normalisiert werden soll, das Kriterium der Rezeption an: Damit seien z.B. die Texte im „Ambraser Heldenbuch“, die aus der klassischen Epoche (12./13. Jh.)… …stammen, auf die Sprachstufe der Erstrezeption hin zu normalisieren, da für das Heldenbuch selbst keine Rezeption nachzuweisen sei. Für den Umgang mit der… …ergibt sich wiederum je nach Erkenntnisinteresse die Möglichkeit einer Wahl zwischen der Darstellung des Prozesses der Variantenbildung oder – synoptisch –…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2003

    Der Deutsche Malagis nach den Heidelberger Handschriften cpg 340 und 315. Unter Benutzung der Vorarbeiten von Gabriele Schieb und Sabine Seelbach hg

    Helmut Tervooren
    …BUCHBESPRECHUNGEN Der Deutsche Malagis nach den Heidelberger Handschriften cpg 340 und 315. Unter Benutzung der Vorarbeiten von Gabriele Schieb und… …Sabine Seelbach hg. v. Annegret Haase, Berlin 2000 (DTM 82), 626 Seiten Der „Malagis“-Roman ist in zwei Handschriften aus der 2. Hälfte des 15… …. Jahrhunderts überliefert und wird wie „Reinolt von Montalban“ und „Ogier von Dänemark“ mit dem pfalzgräfischen Hof in Heidelberg bzw. mit der Rottenburger… …Büchersammlung der Pfalzgräfin Mechtild in Verbindung gebracht. Von der Gattung her ist er zu den ‚Chansons de geste‘ zu zählen, speziell zu den in Frankreich und… …auch in den Niederlanden beliebten Empörer-Romanen innerhalb der Karls-Epik. Da diese Gattung in der mhd. Literatur nur spärlich vertreten ist, wäre… …anzunehmen, dass das umfangreiche Werk in der deutschen Forschung Beachtung gefunden hätte. Hinzu kommt, dass der Roman auf einem interessanten, im Einzelnen… …nicht mehr rekonstruierbaren Rezeptionsweg an den Heidelberger Hof kam: Der Ausgangspunkt war eine frz. Chanson de geste, die ins (West)flämische… …übersetzt wurde und dann (wohl über das Rheinland) in die Pfalz kam. Ein in der Literaturgeschichte bekannter Weg, der einige Jahrhunderte früher gern benutzt… …philologische Forschung, die sachlich und personell mit der Vorbereitung der hier anzuzeigenden Ausgabe in Verbindung steht, d.h. es sind vor allem Arbeiten der… …waren nur Bruchstücke ediert worden. Wer sich mit dem gesamten Inhalt vertraut machen wollte, musste zur mndl. Prosaauflösung von 1556 (von der es eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2003

    Karin Schneider, Paläographie und Handschriftenkunde für Germanisten. Eine Einführung, Max Niemeyer, Tübingen 1999 (Sammlung kurzer Grammatiken germanischer Dialekte. B: Ergänzungsreihe 8), X + 237 Seiten, 22 Abb.

    Uta Goerlitz
    …theoretische Übungen an Faksimiles und Editionen, kommt die Arbeit an Originalhandschriften in der Praxis des Universitätsunterrichts häufig zu kurz. Hier… …der Einführung in die mittelalterliche Paläographie und Handschriftenkunde von Karin Schneider und damit von einer Spezialistin, deren Beschreibungen… …der deutschen Handschriften des Mittelalters in der Bayerischen Staatsbibliothek in München Maßstäbe gesetzt haben. Der Band tritt damit in eine Reihe… …einschlägiger Lehrwerke zum Thema wie etwa im deutschsprachigen Raum in den beiden letzten Jahrzehnten Otto Mazals „Lehrbuch der Handschriftenkunde“ (Wiesbaden… …1986), der erneut aufgelegten „Paläographie des römischen Altertums und des abendländischen Mittelalters“ von Bernhard Bischoff (2. Aufl. Berlin 1986)… …oder der von Wolfgang Milde neu bearbeiteten „Einführung in die Handschriftenkunde“ von Karl Löffler (Stuttgart 1997). Es mag deshalb zunächst verwundern… …Spätmittelalters, mit der Schneider den erweiterten Anforderungen heutiger Handschriftenforschung nachkommt. Nach einer forschungsgeschichtlichen Einleitung gibt die… …Verfasserin im ersten Teil einen Überblick über die mittelalterliche Paläographie von der karolingischen Minuskel bis zu den Schriften in der Zeit des frühen… …Buchdruckes (S. 13–100). Dem Akzent entsprechend liegt der Schwerpunkt auf den gotischen Schriften, und auch die folgenden Kapitel des der Paläographie… …Gliederungspunkte gelten der in den Handschriften vorfindlichen Interpunktion, den Diphthong- und Umlautschreibungen, der Akzentsetzung, der musikalischen Notation…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2003

    Heinz Kischkel, Tannhäusers heimliche Trauer. Über die Bedingungen von Rationalität und Subjektivität im Mittelalter, Max Niemeyer, Tübingen 1998 (Hermaea N. F. 80), 332 Seiten

    Kerstin Helmkamp
    …, Tübingen 1998 (Hermaea N. F. 80), 332 Seiten Der Titel dieser Dissertation ist Programm: Heinz Kischkel stellt gängige Auffassungen über Leben und Werk des… …Tannhäusers in Frage, indem er die These vertritt, dass der Dichter Anhänger nicht einer Poetik der fröide, sondern einer Poetik der heimlichen Trauer gewesen… …sei. Ein zentraler Schlüssel liegt für den Verfasser dabei 154 Buchbesprechungen in der Klärung der Begriffe ‚Rationalität‘ und ‚Subjektivität‘, die er… …mit der Frage nach der ‚Alterität' des Mittelalters verbindet. In Abgrenzung von Hans Robert Jauß, der die Fremdheit der mittelalterlichen Rationalität… …Systematik, sondern auf ihre Ähnlichkeiten, Analogien und Veränderungen zu befragen. Im Blick auf die Alterität der mittelalterlichen Subjektivität geht… …Kischkel davon aus, dass der Tannhäuser zwar noch kein modernes (Dichter)Subjekt repräsentiert, der Autor aber auch nicht – wie die postmoderne… …Theoriebildung postuliert – hinter einem Text verschwindet. Im ersten Kapitel appliziert der Verfasser seinen Begriff der ‚lateralen Rationalität‘ auf die – unter… …dem Namen Tannhäusers in zwei Handschriften (w, i) überlieferte – „Hofzucht“. Bei der Untersuchung des handschriftlichen Materials konstatiert er, dass… …wichtige Formgrenzen überdeckt werden, wenn heterogene Elemente (wie Paar- und Kreuzreime oder drei-, vier- und sechszeilige Strophen) in der textkritischen… …besteht nach Kischkel darin, dass der mittelalterliche Dichter noch nicht unter dem Druck moderner Präzision gestanden habe, die auf die „Eroberung immer…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2003

    25. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaften (DGfS) vom 26. bis 28. Februar 2003 an der Ludwig-Maximilians-Universität

    …NOTIZ 25. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaften (DGfS) vom 26. bis 28. Februar 2003 an der Ludwig-Maximilians-Universität…
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